Hund abgeben?
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Zitat
Oftmals haben die Hunde mit diesem Wechsel weniger Probleme als wir Menschen. Die Situation mit der Familie von Motte's Schwester ist ein echter Glücksfall und ich würde Dir empfehlen, ihnen Motte zu geben, und zwar dauerhaft als ihren eigenen Hund. Du kannst dann ja Deinerseits Unterstützung anbieten für Ferien o.ä. Dann gibst Du die Hilfestellung, die Du leider trotz Zusagen nicht erhalten hattest.
Was ich nicht empfehle, ist das hier
Zitat: "Ich würde sie auch erstmal auf Probe abgeben, wenn sie mir dann zu sehr fehlt, dass ich sie zurücknehmen kann. das würde das Ehepaar auch machen, da bin ich mir sicher!"
Der Hund muss wissen wo er hingehört. In der ersten zeit nach der Abgabe solltest Du sie gar nicht besuchen, aber später als Pensionshund wird das sicher gehen.seh ich haar-genauso

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Hi,
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Drei Stunden sind wirklich Luxus. Die bekommt selbst mein junges, hoch temperamentvolles "Arbeitstier" nur, wenn ich selbst für diese Zeit vom Schreibtisch gezwungen werden möchte - also zwar relativ häufig, aber sicher nicht täglich.
Kann es sein, daß du dich mit so viel Perfektionismus selbst massiv unter Druck setzt - daß du also viel mehr leidest als der Hund?
Ich habe mich auch jahrelang von einem Hund durch Hamburg begleiten lassen, allerdings, als die Zeiten für Hundebesitzer noch weitaus lockerer waren. Wir sind kaum je "extra" gegangen, meine Hündin war einfach rundum dabei, und morgens vor der Uni stiegen wir eben an der richtigen Stelle aus dem Bus aus und gingen 1-2 Stationen zu Fuß, zwischendurch ging's mal auf die Moorweide, und abends dasselbe. Ansonsten pennte der Hund überall zu meinen Füßen, war vollkommen entspannt und zufrieden, ebenso wie die vielen Hunde meiner Kommilitonen - und wir auch. Wir wußten nämlich gottseidank alle noch nichts von unabdingbarem "Auslasten".
Heute lebe ich alleine mit Fulltimejob plus sehr viel anspruchsvollerem Hund, hab das aber so geregelt, daß es sich vereinbaren läßt: Arbeit zuhause, Hund als Ausgleich. Trotzdem gibt es immer wieder Tage, an denen es nur zum Minmalprogramm reicht. Der Hund, der das vom ersten Tag an so kennt, nimmt da absolut keinen Schaden, und ich hab kein schlechtes Gewissen: Ich lebe zwar mit meinem Hund, aber nicht nur für ihn - setzte mich also selbst nicht noch zusätzlich unter Druck und verderbe mir so die Freude am Hund.
Versuch doch erstmal, dich selbst von dieser Erwartung freizumachen: dein Hund erwartet von dir keine Perfektion nach Lehrbuch und Stundenplan, der möchte einfach nett mit dir zusammensein und braucht nicht ständig volles Programm, wenn du ihn nicht an sowas gewöhnst. Selbst die schwer arbeitenden Jagdhunde, die ich kenne, verbringen zwischendurch viel Zeit bloß auf dem Sofa und finden das toll.
Könntest du dir nicht, bevor du eine übereilte Entscheidung triffst, erstmal Entlastung durch z.B. einen regelmäßigen Gassigänger verschaffen und versuchen, die gemeinsame Zeit mit deinem Hund wieder als Bereicherung zu sehen - weniger als Druck und Pflicht, die ihr nach Schema F absolvieren müßt?
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Woran merkst Du denn, dass sie nicht ausgelastet ist?
Ich habe nämlich irgendwie das Gefühl, dass Du Dir das nur einredest, die Maus aber sehr wohl damit zurecht kommt ;-)
Ich hab 4 Fellnasen und mit KEINEM beschäftige ich mich 3std täglich ;-)
Da wird hier mal 5min ein bisschen Kopfarbeit gemacht, dort mal ein bisschen...das reicht selbst meinem "verballerten" Aussie ^^ Ebenso gibt es auch Tage, an denen ausser spazieren gehen, gar nix läuft. Dann ist das halt so. An anderen Tagen wird dann wieder etwas mehr gemacht, wenn ich Zeit habe. -
Zitat
Nun habe ich aber nicht gewußt wieviel Zeit man für einen Hund wirklich braucht. Ich habe einen Elo, dem es angeblich reicht 1,5 Std raus zu gehen. Im Laufe der Zeit habe ich aber erfahren, Hunde müssen auch geistig ausgelastet werden und so ist man ja automatisch locker 3 Stunden pro Tag dabei, inkl. Grundgehorsam.
1,5 Stunden Kopfarbeit? puhh... das ist ganz schön viel für ein Hundehirn.
Innerhalb der Woche kommen wir auf etwa 1 Stunde durch die Gegend trödeln und je nach Tageslaune entweder einer halben Stunde Kopfarbeit oder rumflitzen, das reicht meinem Hund völlig - und er ist ein junger Husky-MixIch hatte eigentlich vor, meinen Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Nun merke ich aber wie gestresst ich ständig bin, wenn sie dabei ist. Sie wäre in einem anderen Raum und ich wüßte nicht, ob es ihr dort gut ginge.
Man kann seinen Hund nicht ständig überwachen, es ist völlig okay die mal alleine zu lassen, sofern sie es gelernt haben... wieso hast du ein schlechtes Gewissen bei der Sache? Ruhe halten muss der Hund sowieso und das auch bei Millionen anderen Leuten
Ich wohne aus beruflichen Gründen in der Stadt, dort ist nichts mit entspannten Spaziergängen, ständig muß ich aufpassen, dass sie nichts Giftiges frißt,
wir wohnen aufm Land, aber es gibt zahlreiche Foris die auch mit Hund in der Stadt zurecht kommen.... ihr könnt doch auch wochends mal raus aus dem Großstadt-Trubel.... und ländlich zu wohnen bedeutet nicht, dass man nicht trotzdem achtsam sein mussausserdem hatte ich gedacht, ich hätte mehr Kontakte zu anderen Hundehaltern für gemeinsame Spaziergänge, aber die haben auch alle keine Zeit und müssen arbeiten.
gibt sicher einige Foris, die mit euch mal spazieren gehen würdenIch verstehe die Gründe also nicht so ganz.... Hast du dich denn schon gegen den Hund entschieden? Ob dein Hund damit zurecht käme, musst du selber wissen. Das hängt sicher vom Typ des Hundes ab.
LG, Kathi
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Ne sch*** Situation...kann ich auch gut nachvollziehen.
Erstmal schließe ich mich vielen hier an. 3 Stunden Programm Ist echt heftig.
1,5 – 2 Stunden sind wir auch unterwegs je nach Jahreszeit und Wetter.
Aber bei zusätzlich 1,5 Stunden Kopfarbeit würden die Mäuse am Rädchen drehen.
Klar, mit Kuschelzeiten, Füttern, Körperpflege kommts sicher hin oder auch mehr... aber das ist
alles so ein Nebenbei. OK.... ich hab auch zwei die sich gegenseitig bespassen.Was ja wohl ein entscheidender Faktor ist, ist deine Psyche. Und ggf. die Selbst-
Vorwürfe deinen ganzen Verpflichtungen nicht gerecht zu werden. Auch nicht verwerflich
bei deiner Lebenssituation. Du brauchst dringend Plan B!!!Ich fände einen Gassigänger oder eine vorrübergehende Trennung als passable Lösung um
den Kopf ein wenig freizukriegen.Und falls du sie angiebst.... die Lösung als Zweithund wäre eindeutig ideal. Aber bitte,
lass sie dann einen entsprechenden Zeitraum in Ruhe... besser noch wäre kein Kontakt :|Alle Gute
Susanne
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Ich denke Du denkst zu wenig an Dich und zu viel an den Hund und willst alles besonders perfekt machen.
Aber ein Hund passt sich prima an und wenn Du im Moment nicht bereit bist so viel Zeit zu investieren, oder einfach auch nicht kannst, weil es Dir einfach zu viel wird, dann ist das eben so.
Davon geht die Welt nicht unter und der Hund leidet auch nicht. Der freut sich doch wenn er bei Dir sein darf.
Schraube die die Erwartungshaltung an Dich runter und gewinne wieder an Natürlichkeit und Freude an den Kleinigkeiten.
Wenn es mir echt mies geht und ich zweifle an allem hat mir meine Homöopathien sehr helfen können.
Vielleicht wäre das der erste Weg, bevor Du Dein Hund abgibst und es später vielleicht bereust.
Dieser Drang alles perfekt machen zu wollen verfolgt Dich ja vielleicht auch in anderen Situationen im Alltag.Also meine laufen am Tag bis zu 2 Stunden und in der Zeit gibt es auch Kopfarbeit und Spielchen und die sind wirklich gut trainiert.
Aber an manchen Tagen trete ich eben auch kürzer, weil ich gerade einen Durchhänger habe und auch das verkraftet meine Hunde ohne Probleme und ich habe u.a. einen Australian Shepherd. -
Hallo Quirina
Ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag...als würdest Du mich schon ewig kennen. Ja das wird wohl wirklich das Problem sein. Ich bin zu perfektionistisch. Schon immer gewesen. Das dies allerdings auf die Hundeerziehung zutrifft, auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen. Wenn man immer von allen Seiten gelobt wird, für seinen Hund, er sei so gut erzogen und augeglichen und so gut gepflegt, kommt man da einfach nicht selbst drauf-ich hab mich einfach nur immer über die Komplimente gefreut. Meinem Hund geht es nämlich prima. Keine Spur von Stress. Nur ich bin mit meiner Leistung nicht zufrieden. Ist es denn auch okay, wenn ich es mal 1 Woche nicht schaffe, sie geistig auszulasten? Manchmal gehe ich nämlich nur Gassi, weil ich zu was anderem keine Kraft mehr habe. Wäre das denn auch okay?
ja es stimmt, ich bin da total unsicher, ich will eine gute "Hundemama" sein oder gar keine-das ist mein Problem. Es tut mir einfach weh, wenn ich mir vorstelle, ich reiche nicht aus, ich genüge ihr nicht, sie braucht etwas anderes. Ich möchte einfach Ihr das geben, was sie braucht. Und ich habe eben oft das Gefühl, ich reiche nicht aus. Aber sie signalisiert es mir gar nicht. Es ist nur die Angst es könnte so sein.
Also meinst Du, meint Ihr die Angst ist unberechtigt? Es ist auch okay, nur mal Pipi zu gehen und dafür ein anderen Tag mehr mit Ihr zu machen? Ich will sie einfach nicht vernachlässigen. und ich hatte nie einen Hund, ich kenne einfach das richtige Maß nicht.
LG Cafedelmar
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Kurz und knapp, meine Liebe:
entspann dich und geniesse die Bereicherung deines Lebens, dass du so einen tollen Hund hast. Ohne wenn und aber.
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Zitat
ja es stimmt, ich bin da total unsicher, ich will eine gute "Hundemama" sein oder gar keine-das ist mein Problem. Es tut mir einfach weh, wenn ich mir vorstelle, ich reiche nicht aus, ich genüge ihr nicht, sie braucht etwas anderes. Ich möchte einfach Ihr das geben, was sie braucht. Und ich habe eben oft das Gefühl, ich reiche nicht aus. Aber sie signalisiert es mir gar nicht. Es ist nur die Angst es könnte so sein.
Also meinst Du, meint Ihr die Angst ist unberechtigt? Es ist auch okay, nur mal Pipi zu gehen und dafür ein anderen Tag mehr mit Ihr zu machen? Ich will sie einfach nicht vernachlässigen. und ich hatte nie einen Hund, ich kenne einfach das richtige Maß nicht.
LG Cafedelmar
Schön, dass es noch Hoffnung gibt.

Also ich denke, dass das richtige Maß dir dein Hund zeigen wird. Wenn sie anfängt, die Teppiche zu zerlegen oder so, dann ist ihr vielleicht langweilig.
Ja, es ist ok, mal nur ein paar kurze Pipi-Runden zu machen an einem Tag, wenn man mal keine Lust/Zeit für mehr hat. Hast du ja bisher auch schon gemacht - was tat sie dann? Ich wette, sie war auch zufrieden.
Nur musst du wirklich von diesem Perfektionsanspruch weg. Wirst sehen, wie befreiend.
Ich kenn das von mir selbst. Ich weiß nicht, wie du sie auslastest, aber Schnüffelspiele sind immer super. Da gibt es ein tolles Buch mit vielen Ideen. Suchen strengt einen HUnd total an, da reichen ein paar Minuten und die hat man meistens.
Viel Spaß zusammen! -
ich will jetzt nicht viel schreiben, aber ist sie denn eher unruhig, wenn du arbeitest?
ich würde da dann vielleicht noch eher an der erziehung arbeiten. ich hab auch ne arbeitsrasse zuhause und es gibt definitiv mal tage mit mehr oder weniger oder gar keinem program. vielleicht ist sie auch überfordert, weil du so viel mit ihr machst? bei uns reichen auch 1,5 stunden rausgehen und 5 minuten klickern als normalprogram. das clickern machen wir noch nicht mal jeden tag

5 minuten clickern können müder machen als ne stunde spazieren gehen
ich denke, dass es die mischung macht.
was machst du so mit ihr - Vor einem Moment
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