• Hi,
    ich bin im Moment zwar "stillgelegt", werde aber vermutlich im neuen Jahr sehr viel Zeit haben.
    Wenn Du dann immer noch Lust auf Austausch zu vielleicht unkonventionellen Gassizeiten hast und Deine Motte keine erstmal hysterischen und dann aber schnell entspannten Chihuahuazwerge frisst, können wir gern zusammen laufen.
    Vielleicht fehlt Dir auch einfach das Gespräch mit jemandem von "draussen", der mantramässig wiederholt, daß viel weniger okay ist und nur Du Dich viel zu sehr unter Druck setzt.
    LG von Julie

  • LisaSaar: Erstmal wollte ich noch auf die Frage antorten, womit ich am besten klar käme: Ich käme am besten damit klar, was für meinen Hund gut ist. Und wenn sie mich nicht mehr erkennen würde, wäre das sichersich traurig für mich, aber doch erfreulich, denn das wäre für mich ein Zeichen dass sie sich gut eingelebt hat. Und das ich mich dann nicht mehr in die Erziehung einmischen kann, ist ja wohl selbstverständlich!

    Aber: Zunächst bleibt sie doch bei mir. Es hat mir sehr gut getan mit Euch darüber zu reden. Danke!
    Ich liebe die Lütte auch zu sehr! ich werde also meine Ansprüche an mich selbst herunter schrauben.

    Zum Spazieren gehen treffen habe ich leider keine Zeit, weil ich so unregelmäßige Termine habe. Es müßten schon Leute aus der Nähe sein. Ich wohne in Eimsbüttel, Nähe Innocentiapark. In den Schanzenpark komme ich auch noch gut. Wenn dort jemand wohnt und wir mal zusammen raus könnten, würde ich mich natürlich freuen. Allerdings spielt mein Hund nur selten mit anderen.

    Euch ganz lieben Dank.

    LG Cafedelmar

  • Super!

    Es ist schön das Du das ganze erstmal mit Bedacht angehst. Ich gehe davon aus das Motte deine Anspannung merkt und auch darauf reagiert.

    Es ist sehr schwer seine Sorgen und Ängste runterzufahren, aber es geht. Wichtig ist das Du nicht auf der Strecke bleibst.

    Ich glaube Du schaffst das. So kommst Du auf jeden Fall rüber.

  • P.S: ich habe nie gesagt, dass ich sie 1,5 Std geistig auslaste. das hat sich jemand ausgedacht.

    Ich bin bisher morgens ca. 1, 5 Std mit ihr spazieren gegangen. Nachmittags haben wir dann apportiert, was sie liebt und Grundgehorsam eingebaut, manchmal auch nur Grundgehorsam. (manchmal auch Suchspiele).Als ich noch Turnierhundesport gemacht habe, habe ich das Appportieren nicht mehr geschafft, das war dann die einzige geistige Beschäftigung (2x die Woche ca. 1 Std.) . Ich achte da einfach sehr auf meinen Hund und höre auf, wenns noch Spass macht. Das sind höchstens 30 min. Dies ist aber ein gebunden in einen Spaziergang, also plus ca. weiteren 30 min, in dem sie wieder ein "Cool down" macht, also an die Leine , schnüffeln, in Ruhe gelassen werden. Dann gehe ich meist abends noch 20ig Minuten.
    und so kommen wir dann ungefähr auf 3 Std. Oft schaffe ich es aber nicht, sie neben dem Spaziergang noch geistig auszulasten. Manchmal gehe ich auch nur mit ihr spazieren und mamnchmal auch nur sehr kurz, weil meine Energie einfach nicht reicht.

    Aber mein Hund zerlegt hier nichts. Die schläft und kommt manchmal vorbeigedackelt, um zu schauen, was geht und legt sich wieder hin.

    Also, ich versuche es lockerer zu sehen!

    Danke Euch erstmal! ;)

    P.S: Welches Such-Buch ist gut? Hab mir das von Baumann: Zielobjektsuche zu Weihnachten gewünscht.


  • Deine Leistung ist enorm, aber es wird eben auch Zeit mal an sich zu denken. Wenn es Frauchen nicht gut geht, spürt das ja auch der Hund.
    Und ja auch mal eine Pipi-Runde ist völlig in Ordnung. Warum auch nicht. Man wird ja auch mal krank etc..
    Du solltest anfangen Dir mehr zu vertrauen.
    Was soll werden, wenn Du mal Kinder hast ? Mit der Perfektionshaltung gehst Du sprichwörtlich vor die Hunde.
    Ich weiß wie das ist, ich habe auch einen Hang zum Perfektionismus, aber auch einen gesunden Egoismus der mich stoppt wenn ich es übertreibe.
    Dein Hund kann sich glücklich schätzen (und der ist mit Sicherheit super glücklich bei Dir), so eine verantwortungsvolle Besitzerin zu haben. Nur damit das so bleibt, muss Du einen gesunden Weg finden, wo Du nicht zu kurz kommst. Das nutzt weder Dir noch dem Hund.

  • Moin Carola,

    zum Thema "Hund abgeben" schreibe ich nichts, da schon von anderen gute Beiträge geschrieben wurden.
    Aus deinen Beiträgen lese ich eigentlich nur heraus, das du dir zu viele Gedanken machst und dich deswegen gar nicht mehr richtig an deiner Hündin erfreuen kannst. Vielleicht sehe ich das falsch, aber ich denke dir fehlt zur Zeit einfach nur der Blick fürs Wesentliche. Du sagst, du liebst deine Hündin, bekommst von anderen Lob weil sie sich so gut gibt und toll erzogen ist. Es liest sich für mich so, als wäre sie eine unkomplizierte, klasse Hündin ohne großartige Baustellen oder Marotten, die dir das Leben mit ihr schwer machen würden/könnten. Natürlich hast du zur Zeit viel Stress, weil du beruflich neu durchstartest und dich auch noch um deine Kinder kümmern musst, aber der Stress wird auch irgendwann weniger.

    Gerade weil du zur Zeit viel Stress hast, solltest du versuchen die Zeit die du mit deiner Hündin verbringst als eine Art "Auszeit" zu nutzen/sehen. Versuche deine Hündin als Bereicherung zu sehen und nicht als negativen Stressor. Schnapp sie dir, gehe mit ihr ne Stunde in den Park, spiel mit ihr und genieße eure gemeinsame Zeit. Schaue sie an, fahr ihr mit der Hand durchs Fell, spüre ihre Wärme, genieße ihre Nähe und lass deine Seele für ein paar Minuten baumeln, ohne an irgendwas zu denken. Mache dir keine Gedanken ob du ausreichend für sie da bist oder ob sie es irgendwo besser hätte als bei dir. Du bist doch jeden Tag für sie da, gehst mit ihr raus, beschäftigst dich mit ihr, gibst ihr Futter&Wasser, lässt sie bei dir sein und forderst sie auch mal - was soll ihr in ihrer Situation denn bitte noch fehlen!? Sie hat doch alles was sie braucht, denn sonst würde sie schon was "sagen". Ihr seid doch ein klasse Team und du kannst stolz auf dich und deine Hündin sein. Alles andere ergibt sich mit der Zeit und etwas umdenken. :smile:

    Gruß Basti

    P.s.: Hier gibt es übrigens einige User aus Hamburg, denen du dich bei Treffen anschliessen kannst.

  • Danke Basti :ops:

    Du hast total Recht!

    und genau das habe ich heute Abend gemacht-und es war wieder so schön mit ihr. Und da war mir klar: Niemals kann ich diesen niedlichen tollen Hund weggeben! :rollsmile: :rollsmilie2:

    Aber zweifeln, muss auch mal erlaubt sein.

    Ach ja: ich habe keine Kinder!Oh Gott, das nicht auch noch. ;)

    Wir sind ganz glücklich zu zweit-und ich eben manchmal zu sehr unter Druck.

    Also ich arbeite dran und danke für Eure lieben Tips!

    LG Cafedelmar

  • DAS wollte ich lesen! :gut:
    Natürlich ist zweifeln erlaubt und ab und zu auch total normal, aber nur solange es nicht zu einem Dauerzustand wird. Aber du hast heute den Anfang gemacht und konntest dich an eurer gemeinsamen Gassirunde erfreuen, das ist klasse und hoffentlich in Zukunft immer öfter so. Ich drücke dir die Daumen, das es so weiter geht.

    Zur Zeit finden regelmäßig Treffen in Hamburg&Umgebung statt, vielleicht kannst du dir mal ein paar Stunden am Wochenende Zeit nehmen und einfach mit deiner Hunde zu den netten Usern dazu stoßen. Beißen tut da keiner und alle sind offen&freundlich. :smile:
    Hier der Link: https://www.dogforum.de/regelmaszige-g…ng-t138645.html

    Gruß Basti

  • Du kannst ja auch ein wenig Kopfarbeit in die normalen Spaziergänge einbauen. Nimm ein paar kleine UO-Elemente z.B., oder rechts/links Drehungen, oder Beinslalom, oder "außen" (ich schicke meine Hunde um alles, was da so rumsteht - Bäume, Mülleimer, Bänke etc.). Verlorensuche fällt mir auch noch ein. Oder mal ein paar Balancierübungen auf Bäumen, Mäuerchen etc. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Und so kann auch ein kurzer Spaziergang für alle Seiten sehr erfüllt sein :-)

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