• Vorhin hab ich versucht, meinen Dackel-Pinscher-Mix zu unterwerfen...richtig, richtig doof. Einfach nur dumm von mir.
    Ich sah dann kurz seine Zähne blitzen und gut war. So gnädig ist er dann doch mit mir.

    Ich bin verdammt froh um meinen Hund, der alles andere als einfach ist...er holt mich auf den Boden der tatsachen zurück :smile:

    Eigentlich bin ich von so einem Mist ab, aber vorhin war ich einfach in einer Affekthandlung. Mit diesem Hund bin ich da goldrichtig und das sage ich, obwohl ich ne nette Narbe von ihm habe. ;)

  • Es geht nicht darum, dass man generell streng ist oder nicht.

    Ich bin ein sehr strenges Frauchen, wenn man das so nennen will.
    Das muss ich bei 4 Hunden aber auch. Da geht jede kleinste Inkonsequenz nach hinten los.
    Hunde dürfen nicht ins Bett, nicht in die Küche, auf die Couch (ausser das Hundesofa) nur, wenn ich es erlaube, an den Futternapf dürfen sie erst, wenn alle Näpfe stehen und ich das okay zur Fressorgie gebe, ...ach da gibt es einige Regeln, die ich habe.

    Andererseits haben meine Wuffs auch genug Handlungsspielraum. Ich habe gewisse Regeln und solange sie sich in diesem Rahmen bewegen haben sie nahezu Narrenfreiheit.

    Trotzdem habe ich es nicht nötig, meinen Hunden den großen Alpha vorzuspielen.
    Denn gerade DAS macht wahre "Dominanz" aus.
    Da reicht im Normalfall ein Fixieren oder auch mal ein lautes Räuspern.

    Breandán war auch ein energischer Futterverteidiger. Auch ich dachte mir: "Freundchen, nicht mit mir.", hab ihn mir im Nackenfell gepackt, und ins andere Zimmer geschliffen und Tür zu gezogen.
    Spiel noch mal von vorne. Nur, dass er dann nicht erst knurrte als ich mich näherte, sondern schon als er mich ins Zimmer kommen sah. Er schnappte sich sein Kauzeug und lief panisch auf und ab.
    Ab diesem Zeitpunkt habe ich umgedacht und erstmal überlegt "Wieso macht er das?"
    Nein, er will nicht die Weltherrschaft an sich reissen. Schon gar nicht mit damals 13/14 Wochen. Er hatte Angst, seine (ihm wichtige Ressource) zu verlieren.
    Und das wird nicht besser, wenn ich ihn dann noch unterwerfe.
    Durch Tauschgeschäfte gibt er mir sein Kauzeug mitlerweile ohne zögern. Er weiß, er kriegt es wieder oder nen tollen Ersatz.

    Und zum auf den Rücken werfen:
    Auch das Thema hatte ich jetzt kürzlich, als Monsieur in seinem Pupertären Wahnsinn auf die Idee kam, sich Teddybär zu krallen. DAS ist dann ein Punkt, bei dem ich dann auch körperlich einschreite und auch im Affekt gehandelt habe.
    Hab ihn an im Fell gepackt, von Teddy weggezerrt und umgeschmissen.
    Ende vom Lied: Breandán hat mich 3 (!!!) Tage gemieden, ist mir ausgewichen, jedesmal den Kopf gesenkt, wenn ich an ihm vorbei bin, kam nur zögernd zu mir, wenn es zur Gassierunde ging. Ich war plötzlich unberechenbar für ihn geworden.
    Breandán ist aber mitlerweile fast 17 Monate alt. Wie lange hätte es wohl gedauert, das Vertrauen wieder aufzubauen, wenn ich dies vor einem Jahr wegen einer Lapalie gemacht hätte????

  • Zitat

    Aber ein menschl Kind mit nem Hund zu vergleichen ist auch daneben.
    Einem Kind kann man alles erklären.
    Um einem Tier etwas nahe zu bringen, muss man schon anders verdeutlichen.

    Ja. Erklär mal nem 2jährigen warum auf die Strasse rennen eine dumme Idee ist. Das verstehn die in dem Alter garantiert... :roll: Oder besser noch nem 1jährigen.
    Auch da braucht es das "Nein" allein schon als Stoppsignal. Kleine Kinder und Welpen sind nicht so unterschiedlich wie die meisten denken. Beide handeln im Affekt und selten durchdacht. Beide kennen sich in unserer Welt nicht aus. Und beide brauchen Schutz, Liebe, Sicherheit und vieles mehr.

    Achte doch mal auf die Verhältnismäßigkeit. Du, als erwachsener Mensch, drehst einen 50 cm Hund auf den Rücken um ihm klarzumachen das er was falsch gemacht hat.
    Ja, das ist mehr als seltsam und darum wird behauptet "Machen die Hunde untereinander auch so!" Ja und? Die schnüffeln sich auch am Po. Mach ich trotzdem nicht.
    Und wir sind keine Hunde. Wir agieren anders und unsere Hunde haben es nicht so leicht zu verstehen was wir von ihnen wollen. Aber dann hundisch zu agieren, ohne in der Lage zu sein sämtliche Formen des Vorwarnens auch zu zeigen ist einfach keine gute Idee.

    Ich erklärs mal andersrum: Du findest dich in einer fremden Zivilisation wieder. Die Wesen agieren anders, sprechen anders, alles ist anders.
    Du versuchst dich anzupassen und aus dir völlig unerfindlichen Gründen bekommst du ab und zu eine gewischt.
    Und sehr bald bist du nur noch ein ängstliches Etwas, das sich ständig fragt ob die nächste Bewegung ein Fehler ist oder nicht.

    Zitat

    Aber davon ab.
    Mag sich drastischer gelesen zu haben als es gemeint war.
    Wäre ich so streng, wie dargestellt, würde der Hund im Keller pennen, und nicht eingemummelt im Bett oder Sofa, wie sie eben will.

    So Dinge wie auf den Rücken legen ist und bleibt ein Akt der "Gewalt" gegen ein kleines Wesen, das sich nicht wirklich wehren kann.
    Wir Menschen sind immer stärker als unsere Hunde. Besonders wenn es noch Welpen sind.
    Aber das ständig zu demonstrieren bringt nichts, wenn man Pech hat schadet es nur.

    Und ja, es ist Gewalt. Egal wie "sanft" ihr das macht, ihr wendet einen starken Zwang auf euren Hund an. Auch das ist Gewalt.
    Wenn mir nichts anderes einfällt als meinen Hund auf den Rücken zu legen, aus welchen Gründen auch immer, bedeutet es nichts anderes als das ich als Mensch, als Hundeführer versagt habe.

  • ZickeNya: ich muss sagen, auch ich wundere mich etwas über deinen Beitrag. Ich bin beileibe nicht zimperlich in Sachen Hundeerziehung und ich habe auch kein Problem damit, wenn man einen völlig hohldrehenden Hund auf dem Boden fixiert. Aber ein Problem habe ich, wenn die Einstellung dahinter von einer »Ich-Chef-du-nix«-Mentalität geprägt ist.

    Ich habe in dem Moment, als mein Hund zu mir kam, die Verantwortung und die Aufgabe ihn zu einem ausgeglichenen und selbstsicheren Hund, der weiß, wie er sich in einer für ihn fremden Welt, bewegen muss, übernommen. Diese Aufgabe hat etwas mit Bedürfnissen und Freiraum - auf der anderen Seite aber eben auch mit Regeln, Zwang und Grenzen - zu tun. Aber beileibe nicht mit Machtdemonstrationen, um den Hund klein zu halten. Und so klingt eben für mich dein erster Beitrag.

    Nicht für ungut
    Frank

  • Zitat

    ZickeNya: ich muss sagen, auch ich wundere mich etwas über deinen Beitrag. Ich bin beileibe nicht zimperlich in Sachen Hundeerziehung und ich habe auch kein Problem damit, wenn man einen völlig hohldrehenden Hund auf dem Boden fixiert. Aber ein Problem habe ich, wenn die Einstellung dahinter von einer »Ich-Chef-du-nix«-Mentalität geprägt ist.

    Ich habe in dem Moment, als mein Hund zu mir kam, die Verantwortung und die Aufgabe ihn zu einem ausgeglichenen und selbstsicheren Hund, der weiß, wie er sich in einer für ihn fremden Welt, bewegen muss, übernommen. Diese Aufgabe hat etwas mit Bedürfnissen und Freiraum - auf der anderen Seite aber eben auch mit Regeln, Zwang und Grenzen - zu tun. Aber beileibe nicht mit Machtdemonstrationen, um den Hund klein zu halten. Und so klingt eben für mich dein erster Beitrag.

    Nicht für ungut
    Frank

    :gut: :gut:

    Der hat eben noch nicht unsere Hunde erlebt :headbash:

  • Ich hab nie was von "ich chef du nichts" geschrieben!
    So isses nicht, dein unser Hund hat seeeehr viel Freiheiten hier!!!
    Sorry, mag sein dass es falsch rüber gekommen ist!
    Und narrenfreiheit hat meine Zicke mehr als genug.
    Wie ich auch in meinem ersten Beitrag geschrieben hab,
    Musste ich so einiges mal den Raum vor lachen verlassen, als mein Hund mal wieder Blödsinn vom Feinsten erledigte, damit ich unbemerkt lachen kann und der Hund dadurch nicht denkt dass es Super ist was er macht.
    Somit zu deutsch.... Nutze ich absolut nicht jede gelegenheit für solch eine Situation.
    Falsch!!!!
    Abgesehen davon hab ich keinen welpen, sondern eine pubertierende 15 Hündin.

  • Zitat

    Ich hab nie was. In "ich chef du nichts" geschrieben!
    Sorry, mag sein dass es falsch rüber gekommen ist!

    Kann schon sein, das es anders gemeint war. Aber es klang halt alles recht drastisch und nach »alter Schule« - anscheinend nicht nur für mich, wie die Reaktionen anderer User zeigen ;). Und das eben in einem Thread, in dem über viele Seiten versucht wurde, die TE von diesem falschen Machtgedanken wegzuführen.

    Alles gut
    Frank

  • Unterworfen wurde hundi 2 mal.

    Um zu verdeutlichen ein Beispiel, damit nicht der Gedanke kommt, dass meine Kleene unterworfen wird, wenn sie mein Butterbrot ansieht :headbash:

    Es kommt jemand zu Besuch.
    Hundi versperrt dem Besuch den Weg und macht sich groß. Als Barriere.
    Kommando "nein".
    Bis dahin, alles tutti.
    Hundi entsperrt den weg und geht auf ihren Platz.
    Von da aus fixiert sie den Besuch und pirscht sich langsam wieder an, und dasselbe passiert!
    Kommando nein... Und wieder geht sie auf ihren Platz!
    Gut gemacht!
    Doch als mein Besuch aufsteht, zur Toilette will, rudert sie knurrend los und schubst ihn an und gibt nen kniff in den schuh,und versperrt wieder den weg, als wolle sie ihm zeigen, dass er sich hier nicht frei zu bewegen hat.

    Das geht nicht.

    Und von wegsprerren halte ich nichts! :smile:

    Seit dem ist es auch entspannter, und sie weiß, dass der Besuch nicht von ihr zu Maßregeln ist!

  • aber was denkst du,denkt sich dein hund beim "unterwerfen"?
    es gibt wie ich finde definitiv andere möglichkeiten dem hund zu zeigen,das dies und jenes nicht erwünscht ist.

    bei der sache mit dem besuch wär ich total emotionslos aufgestanden und hätt die herrschaft per knieschubsern auf ihren platz verwiesen und sie danach ganz genau im auge behalten (hätt ich davor allerdings auch schon,wenn sie davor schon soclherlei mucken gemacht hat) und bei kleinsten anzeichen des verhaltens hätts ein "nein" gedonnert..bei aufstehen,steh ich eben auch wieder auf.
    dies nur mal als mein persönliches beispiel

    weisst du,ich hab eine dogge,der anfangs auch sehr oft mit knurren seine individualdistanz eingefordert hat (wurde geschlagen) und hätt ich den daraufhin unterworfen,hätt ich sehen können,wo ich bleib,

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