An die "Triebschwein"-Besitzer.....
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Fräuleinwolle -
3. November 2011 um 09:10
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Hallo Leute.
Seit Tagen gehen mir einige Fragen im Kopf rum. Es gab in letzter Zeit so einige Freds hier, in denen es um besonders "triebige" Hunde ging.
Da war die Rede von: Kontrolle über Gehorsam, Führung und Regeln... Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, Streßtoleranz.... Triebe in Bahnen lenken, Alternativen anbieten, kontrolliert Trieb ausleben lassen...
Diese Begrifflichkeiten werden recht allgemein genutzt und seltenst liest man konkrete Beispiele. Aber genau DAS würde mich nun mal interessieren.
Was und wie macht Ihr mit Eurem Hund, damit er eben ne "coole Sau" werden kann? Damit er sich selbst unter Kontrolle halten kann? usw...
Vielleicht könntet Ihr kurz die Rasse nennen oder die Gruppe (Sichtjäger, Hütehund, Gebrauchshund, Molosser.... ) und dann recht konkret sagen, wie Ihr nun übt, trainiert, arbeitet.... um dem Trieb Eures Hundes Herr zu werden.
Ich würde mich über eine rege Beteiligung freuen.
- Vor einem Moment
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Hallo,
hast du hier An die "Triebschwein"-Besitzer..... schon mal geschaut ?*
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Wird das wieder n Anprangerfred für Gebrauchshundequäler oder interessiert es wirklich?
DANN würde ich auch was dazu schreiben

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Zitat
Wird das wieder n Anprangerfred für Gebrauchshundequäler oder interessiert es wirklich?
DANN würde ich auch was dazu schreiben

Mich würde es wirklich interessieren, anzuprangern hab ich nix

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Was verstehst du denn unter "Trieb" (den es ja als solches gar nicht gibt)
Eine hohe Motivation für etwas? Oder eine hohes Erregungsniveau?
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Zitat
Was verstehst du denn unter "Trieb" (den es ja als solches gar nicht gibt)
Eine hohe Motivation für etwas? Oder eine hohes Erregungsniveau?
Der Frage würde ich mich anschliessen - ich tu mich auch immer schwer, das ganze Triebgerede zu sortieren, weil da oft verschiedene Sachen vermengt werden. Wobei ich auch schon mal salopp vom Jagdtrieb spreche, und damit die intrinsische Motivation zu jagen meine. -
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Eine sehr interessante Seite und Informationsquelle über die Triebe des Hundes findet man hier: Klick
Wenn die Informationen dort richtig sind, sollten wir diese vielleicht als Ausgangsbasis für eine sachliche Diskussion nehmen.
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dragonwog: Tja, was ist "Trieb"? Im Grunde das, was ich versucht habe zu umschreiben, deswegen das "Triebschwein" ja auch in "". Motivation, Instinkt, Reaktion, Impuls, hohe Erregung.... Eben das, was man versucht zu kontrollieren, in den Griff zu bekommen, damit es den Hund nicht beherrscht, sondern man es eben "händeln" kann. Deshalb ja: Wie macht man das ganz konkret?....
Ok, von mir jetzt einzelne Beispiele:
Krambi hat im "Beiß-Fred" geschrieben, daß Hunde zu ihr kommen, die heftig reagieren, zubeißen und eben oft ne geringe Frustrationstoleranz oder Streßtoleranz haben. Sie arbeitet nun so mit den Hunden, daß dies besser wird, damit die Hunde eben NICHT beißen, sondern das aushalten können bis zu einem gewissen Punkt, aber eben deutlich mehr als zuvor, so daß es im Normalfall nicht mehr zu Beißvorfällen kommt.
Jabba reagiert sehr stark auf Bewegungsreize. Oft reagiert er erst und überlegt dann. Seit ich ihn habe, arbeite ich nun also daran, daß er auch mal erst überlegt und dann vielleicht schon gar nicht mehr reagiert, sondern eine Alternative nimmt.
Beim Jagdhund versucht man oft so zu arbeiten, daß er länger/stärker "vorsteht", so daß man ihn besser händeln kann, abrufen kann usw... Gleichzeitig versucht man ja den Hund "auszulasten", damit er eben ne Alternative hat, auch da übt man den "Trieb" zu kontrollieren.
Der Hund einer Bekannten findet andere Hunde richtig scheiße und wenn er nicht früh genug über Gehorsam gestoppt wird, dann rennt er hin und verkloppt die anderen Hunde. Also wird versucht, daran zu arbeiten, daß der Hund nicht gleich losrast wie "angeknipst".
Klar, man kann das alles über Gehorsam regeln und es wird immer wieder Situationen geben, da geht es auch nur über Gehorsam.
Aber ist nicht das grundsätzliche Arbeiten wichtiger? Also eben Alternativen schaffen und daß er Hund lernt, sich selbst zu kontrollieren? Daß er lernen kann, Situationen selbst und besser einzuschätzen, ruhiger wird, cooler wird?Also, was gehört alles dazu? Welche Übungen habt Ihr? Welche Tricks? Wie genau übt ihr das? Wann geht Ihr dann doch über den Gehorsam und wie trainiert Ihr aber nebenbei die Impulskontrolle? Die Frustrationstoleranz?... Usw...
All dies wird in den allermeisten Fällen nur ganz allgemein aufgezählt: Du mußt unbedingt die Impulskontrolle üben. Frustrationstoleranz ist zu gering. Manchmal kommt dann noch das Beispiel mit Bällchen auswerfen und Hund darf nicht hin... Aber viel mehr habe ich noch seltenst gelesen. Aber genau DAS interessiert mich. Welche Übungen habt Ihr im Alltag? Bei speziellen Übungen? Im Training? ... Wieviel macht Ihr über Gehorsam und was? Und was macht Ihr über "Erarbeiten von Hund-selber-denken-lassen" und wieviel? ....
Wie macht Ihr den Hund "streßresistenter"? Geht das überhaupt? Welche Übungen habt Ihr? .... -
Popcorn, heiße Würstchen, ich bin gespannt...
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Zitat
Da war die Rede von: Kontrolle über Gehorsam, Führung und Regeln... Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, Streßtoleranz.... Triebe in Bahnen lenken, Alternativen anbieten, kontrolliert Trieb ausleben lassen...
Die Kontrolle über den Gehorsam, gibt es sicher in erster Linie über die unmittelbare Möglichkeit zur Einflussnahme oder die Absicherung (z.B. Schleppleine)
Je unsicherer der Hund, desto mehr braucht es in kritischen Situationen an Führung.
Beispiel: Kommt uns ein 'unheimlicher' Mensch auf einem schmalen Weg entgegen, achte ich darauf, dass meine Hündin 'bei mir' ist. Ich gehe zwischen dem Menschen und meiner Hündin, und SIE ist körperlich und mental dicht bei mir. DAFÜR gibt es dann eine deutliche Bestätigung.Die Impulskontrolle übe ich am effektivsten am Objekt. Am Wild.. am Dummy.. am fliehenden Objekt..
Immer begonnen aus DER Distanz, die für den Hund möglich ist auszuhalten.
Beispiel: Rehe, aus mittlerer Distanz heraus zu betrachten ist für Blue gut auszuhalten, wird von mir belohnt.
Ein fliehendes Eichhörnchen, das genau vor uns einen Baum erklimmt, ist zu viel. Aus dieser Situation nehme ich sie mit einem ruhigen: 'Nein' oder 'Schluß', heraus.Regeln müssen erlernt werden. Wir können schon:"Vögel werden nicht gejagt". Wir üben noch: "Hasen, Rehe und Eichhörnchen UND Katzen, auch nicht..."

Auch die Frustrationstoleranz ist erweiterungswürdig.
Beispiel: Wenn Besuch kommt, muß Blue es aushalten ihn nicht 'begrüßen' zu dürfen, sondern vielleicht später, wenn ihre Aufregung deutlich gesunken ist.Um die Stresstoleranz zu erhöhen (ich bleibe im Theoretischen), ist es wichtig den Hund in der Stresssituation nur in dem Moment zu bestätigen, wenn er in der Lage ist, diese gut auszuhalten, und genau an den Punkt sollte man ihn zu Trainingszwecken bringen.
Der Hund bewegt sich zum Stressor, niemals der Stressor zum Hund!!Die 'Triebe' meiner Hündin, lasse ich sie kontrolliert ausleben, über Such-und Nasenarbeit in der Spaßvariante und der anspruchsvollen Variante, außerdem in kontrollierter Hetzjagd (Fudum., Ball, Dummy).
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Zitat
Popcorn, heiße Würstchen, ich bin gespannt...
ist der einzige Beitrag, zu dem man den Kopf schütteln kannder Rest läuft doch vernünftig ab, also amüsier dich doch sonst wo ;-)
LG
Manu, die gespannt mitliest und vielleicht nach Feierabend was schreibt - Vor einem Moment
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