An die "Triebschwein"-Besitzer.....

  • Ihr seid immer alle noch in der Theorie.

    Bitte gebt doch da mal konkrete Beispiele. Wie genau macht Ihr das nun.
    Wenn auch eben nur bei diesem oder jenem Hund. Bitte bitte Beispiele...

    @BlueySusa: Wie übst Du das nun mit dem Ball/Dummy und der Wiese und der Impulskontrolle? Was genau tust Du? Wie baust Du auf?

    Buddy-Joy: Ok, das ist schon mal was: Abgeben üben. Aber was, wenn Du nun nen Welpen hast, der schon gleich im Dreieck springt? Wie übst Du nun mit dem genau? Was genau?
    Stimme, Körperhaltung, ok, aber wenn der nen Tunnelblick kriegt? Dich erstmal gar nicht wahrnimmt, sondern nur noch "Ball, Ball, Ball"? ...
    Was meinst Du mit "anfängliches Sichern"? Leine? ??
    Also gehst Du größtenteils über Gehorsam mit nachfolgender Gewöhnung?

    Was, wenn den Hund DEIN Spielzeug aber nicht oder nur wenig interessiert? Wenn er lieber das haben will, das er nicht haben soll?...

  • Zitat

    Ihr seid immer alle noch in der Theorie.

    Bitte gebt doch da mal konkrete Beispiele. Wie genau macht Ihr das nun.
    Wenn auch eben nur bei diesem oder jenem Hund. Bitte bitte Beispiele...

    @BlueySusa: Wie übst Du das nun mit dem Ball/Dummy und der Wiese und der Impulskontrolle? Was genau tust Du? Wie baust Du auf?

    Buddy-Joy: Ok, das ist schon mal was: Abgeben üben. Aber was, wenn Du nun nen Welpen hast, der schon gleich im Dreieck springt? Wie übst Du nun mit dem genau? Was genau?
    Stimme, Körperhaltung, ok, aber wenn der nen Tunnelblick kriegt? Dich erstmal gar nicht wahrnimmt, sondern nur noch "Ball, Ball, Ball"? ...
    Was meinst Du mit "anfängliches Sichern"? Leine? ??
    Also gehst Du größtenteils über Gehorsam mit nachfolgender Gewöhnung?

    Was, wenn den Hund DEIN Spielzeug aber nicht oder nur wenig interessiert? Wenn er lieber das haben will, das er nicht haben soll?...

    Nicht nur abgeben üben
    Mir gehts in der Anfangszeit eigentlich nur darum das der Hund lernt mcih zu verstehen
    Lass ihn doch nen Tunnelblick bekommen, det is doch wurst, dann verlasse ich die Bühne und lass den Giftzwerg erstmal mit sich selber klarkommen
    Beim nächsten Versuch gehts dann eben einen Schritt zurück, dann übt man eben erstmal über die Futterbasis
    Wichtig ist eben nur das "Aha das meint der komische nackte auf den Hinterbeinen laufende Hund mit Nein"
    Sichern tu ich z.B. am Anfang ( bei nem Hund ohne Problemas ) mit nem Arm um den Hund gelegt
    Sprich ich stehe gebückt, Hand halb um den Hals, so kann ich, wenn der Hund losjagen will, soviel Druck geben wie nötig ( bis das dran ist muss das "Nein" sitzen)
    Der Hund bekommt ein "Nein" > Auflösen "Feiiiiiiiiin" > spielen
    Auf die Dauer des Trainings lernt der Hund " Scheissegal was auch kommt, bei der Alten isset immer noch nen Tacken geiler"

  • ok, gut.... das ist schon mal was...

    Wenn Du jetzt aber z.B. nen Hund hast, der auch noch schreckhaft ist und Probleme mit Artgenossen/Menschen hat und dann tendenziell gleich nach vorne geht. Also erstmal reagiert und dann erst guckt und überlegt...
    Oder eben auch bei Bewegung, die nicht von Dir kommt, auch einfach nur reagiert und dann erst überlegt (wenn überhaupt) ?
    Oder wenn Du nen Hund hast, der bei Beute gleich so hoch dreht, daß ein Arbeiten mit/über Beute im Grunde unmöglich wird, aber anderes da nicht ran kommt?...
    Wie fängt man dann ganz klein an? Also noch kleiner? Oder bei nem Hund, der eben schon Erfolge/Probleme hatte/hat?

  • @Buddy_Joy: Aber wenn du den Hund quasi über noch geilere Beute bei dir behältst ist er ja immer noch aufgeregt.
    Und wenn du die Beute dann im Lernprozess nicht dabei hast, ist die Kagge am Dampfen.
    Ist eben die Frage, ob man die Erwartung beim Hund hoch halten will (wie im Sport ja auch in der Ablage und beim Apport gefordert) oder ob man generell möchte, dass Hund erstmal allem, was so anfallen kann gelassen gegenübersteht und dann per Gehorsam lernt, Erwartung aufzubauen.
    Also im Prinzip umgekehrt. Sonst lernt man so: Erwartung ist da --> wird durch Gehorsam/Gewöhnung unterdrückt -> Freigabe --> Erwartungshaltung geht hoch.
    So wäre es dann aber keine Erwartung ist da --> Reiz passiert --> immernoch keine Erwartung da --> Signalwort --> Erwartung wird aufgebaut.

  • Zitat

    @Buddy_Joy: Aber wenn du den Hund quasi über noch geilere Beute bei dir behältst ist er ja immer noch aufgeregt.
    Und wenn du die Beute dann im Lernprozess nicht dabei hast, ist die Kagge am Dampfen.
    Ist eben die Frage, ob man die Erwartung beim Hund hoch halten will (wie im Sport ja auch in der Ablage und beim Apport gefordert) oder ob man generell möchte, dass Hund erstmal allem, was so anfallen kann gelassen gegenübersteht und dann per Gehorsam lernt, Erwartung aufzubauen.
    Also im Prinzip umgekehrt. Sonst lernt man so: Erwartung ist da --> wird durch Gehorsam/Gewöhnung unterdrückt -> Freigabe --> Erwartungshaltung geht hoch.
    So wäre es dann aber keine Erwartung ist da --> Reiz passiert --> immernoch keine Erwartung da --> Signalwort --> Erwartung wird aufgebaut.

    Ne ich glaube ihr versucht da jetzt ne Reizüberflutung reinzuinterpretieren die garnicht da ist
    Das was ich beschrieben habe ist das reine "lernen" mit Stress besser klarzukommen und in Triebsituationen auf mich zu achten
    Ich muss das "warten" bestätigen, das geht anfangs mit Spiel am leichtesten
    Versteht der Hund später das "Nein" und ist auch "im Trieb" im Gehorsam wirds "austrainiert"
    Es ist fast wie das Clickerprinzip nur nicht Clicker> Futter sondern Fein> Spiel - Nein> Ruhe, neutralität, Hesitate

  • Ich denke ja bei Problemfällen, zurück auf Null ist da oberstes Gebot.

    Als wir unseren Hovi bekamen, war sie der Angsthase schlechthin. Sie musste dann gar nichts und wenn sie sich getraut hat, dann gab es Belohnung. Sie hatte Angst vor Männern, hat sie etwas heute noch. Sie hatte auch Angst vor meinem Vater, der hat gewartet, fast ein Jahr lang. Sie null bedrängt, allerdings mal versucht sie zu locken und wenn sie kam - Keks! Mittlerweile geht es mit fast jedem, bei den Problemfällen (Betrunkene), nehme ich sie zu mir, sie weiß dann, dass ich da bin, ein "aaaaaaaaalles guuuuuuuut" und weiter im Gleichschritt. Da hab ich nicht viel dran aufgebaut, sondern es einfach immer so gemacht und irgendwann war ihr das klar.

    @ Night: Ich glaube, die sportliche Ausbildung ist wirklich nur das eine. Hat der Hund begriffen, dass der Teamkollege voll die coole, selbstsichere Sau ist, entstehen viele Dinge im Alltag auch nicht. Ausgehend vom Welpen und nicht vom Second Hand Hund.

    Meinem Hund geht in 99% aller Fälle ihr von mir gesäuselter Name an anderen Reizen vorbei, sie guckt mich an - ich kann handeln, sie z.B. mit Futter in der Hand andocken lassen und irgendwo vorbei.

    Das denke ich hängt schon mit "Ey, bei Muddi ist immer was los, das lohnt sich" zu tun.

  • Zitat

    ok, gut.... das ist schon mal was...

    Wenn Du jetzt aber z.B. nen Hund hast, der auch noch schreckhaft ist und Probleme mit Artgenossen/Menschen hat und dann tendenziell gleich nach vorne geht. Also erstmal reagiert und dann erst guckt und überlegt...
    Oder eben auch bei Bewegung, die nicht von Dir kommt, auch einfach nur reagiert und dann erst überlegt (wenn überhaupt) ?
    Oder wenn Du nen Hund hast, der bei Beute gleich so hoch dreht, daß ein Arbeiten mit/über Beute im Grunde unmöglich wird, aber anderes da nicht ran kommt?...
    Wie fängt man dann ganz klein an? Also noch kleiner? Oder bei nem Hund, der eben schon Erfolge/Probleme hatte/hat?

    Willste jetzt für jede Kleinigkeit nen Trainingsplan? :D
    Det würde n verdammt langer Text
    Aber halten wir es kurz, im Prinzip arbeite ich nur in ruhierer Umgebung und baue kleiner auf

  • Buddy-Joy: ich weiß, was Du meinst und das funktioniert so wahrscheinlich auch bei fast allen Hunden. Ich habe allerdings ein Exemplar hier sitzen, bei dem man mit diesem Aufbau so nur scheitern konnte. Als ich Jabba bekam (8 Wochen) war der schon so beutegeil, daß sobald ich etwas in die Hand nahm oder sich von ihm weg bewegte, die olle Kröte nur noch am Rad drehte. Der Reiz war für ihn dann auch nicht weg, wenn sich das andere nicht mehr bewegte. Innerhalb der Wohnung kann man noch recht gut mit ihm spielen, da bleibt er wirklich im Spiel, kann sich auch selbst kontrollieren. Außerhalb der Wohnung wird es schnell zu viel für ihn, er schaltet dann ab, Tunnelblick, an arbeiten, trainieren ist dann nicht mehr zu denken.

    Was also dann? ...

    Und ja, ich wollte schon ein paar genaueren Erläuterungen... *ggg*

  • Fräulein Wolle: Mit so einem Hund würd ich "bis zum Erbrechen" an der Entspannung (Entspannung am Auslöser, konditionierte Entspannung etc.) arbeiten.

    Damit kann man leicht den "Tunnelblick" in einen normalen umwandeln und der Hund zeigt wieder Interesse an seiner Umwelt.

    Und ja, ich habe schon Videoaufnahmen von absoluten Balljunkies gesehen, die dilatierte Pupillen hatten und nur ihren Ball wahrnehmen konnten. Die konnten mit der Anwendung der konditionierten Entspannung sich sofort wieder ihrer Umwelt widmen, bekamen normal große Pupillen und zeigten kein gesteigertes Interesse am Ball mehr.

  • Zitat

    Fräulein Wolle: Mit so einem Hund würd ich "bis zum Erbrechen" an der Entspannung (Entspannung am Auslöser, konditionierte Entspannung etc.) arbeiten.

    Damit kann man leicht den "Tunnelblick" in einen normalen umwandeln und der Hund zeigt wieder Interesse an seiner Umwelt.

    Und ja, ich habe schon Videoaufnahmen von absoluten Balljunkies gesehen, die dilatierte Pupillen hatten und nur ihren Ball wahrnehmen konnten. Die konnten mit der Anwendung der konditionierten Entspannung sich sofort wieder ihrer Umwelt widmen, bekamen normal große Pupillen und zeigten kein gesteigertes Interesse am Ball mehr.

    Kannst du dazu beschreiben, wie die Entspannung trainiert wird?

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