Bolle ist angekommen ... mit Vollgeschwindigkeit
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bolle01 -
19. Oktober 2011 um 10:46
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Hallöchen zusammen,
seit gestern wohnt Bolle bei uns, er ist ein neun Monate alter Boxer-Labrador Mix (wobei da sicher noch was anderes eingeschlagen ist, sein Schwanz kringelt sich)und war offensichtlich bei der Vorbesitzerin ziemlich unterfordert. Zudem musste sie ihn 8 und mehr Stunden am Tag alleine lassen.Ich will hier kein falsches Bild erwecken, sie hatte sich sehr bemüht, aber es ging einfach nicht.
Nun ist Bolle da und wir haben da diverse Baustellen an denen dringend gearbeitet werden sollte.
In erster Linie ist es mir wichtig zu wissen, in welcher Rheienfolge ich vorgehen sollte um den Hund nicht zu überfordern. Ich Liste mal schlicht auf:1. Bolle hat eine vorliebe dafür an der Leine zu ziehen: wir haben jetzt erstmal ein anständiges und passendes Geschiss gekauft, da das alte meiner Meinung nach zu klein und für einen Hund der sich voll in die Seile hängt eher ungeeignet war. Wir haben schon angefangen das ganze zu unterbinden, in dem wir stehen bleiben, sobald er es zu gut meint, wir warten dann bis er einen Schritt auf uns zu macht und sich die Leine ein bisschen lockert und gehen weiter. Das ist zwar anstrengend und sieht ein bisschen doof aus, aber er ist jetzt schon deutlich entspannter und es wird besser.
2. Bolle hat seine Leine zum fressen gern: als wir ihn uns angeschaut haben, ist er wie ein Irrer neben uns hergesprungen und hat in die leine gebissen teilweise erwischt er dann auch schonmal die Hand (nicht beabsichtigt) oder hinterlässt einen Kratzer mit den Krallen. Nachdem wir ihn mitgenommen haben, hat er es sofort bleiben lassen. Ab und an hat er an der Leine aber dolle fünf Minuten, wie unterbinden wir das am besten?
3. Bolle spielt gerne...mit dem Maul: im Augenblick ist es so, dass er sobald sich jemand erhebt oder auf ihn zugeht, dass als Spielaufforderung versteht. Sein Spiel ist jedoch sehr rüpelhaft er springt an einem hoch und knabbert an den Händen :| Jeder Versuch das ganze zu unterbinden oder weg zu gehen endet darin, dass er sich noch mehr anstachelt. Wir wollten es jetzt erstmal vermeiden zu zieh und zerr Spielen oder ähnlichem aufzufordern und versuchen stattdessen in kopfmäßig etwas mehr zu fordern. Lekerchen suchen etc. Habt ihr einen heißen Tipp wie wir die knabberei raus bekommen? Das Springen unterbinden wir indem wir das Knie vorschieben, das hat er auch schon ganz gut angenommen.
4. Bolle will ins Bett/Couch: so wie wir das beobachtet haben, durfte im vorherigen Zuhause alles, Couch, Bett, auf Besitzerin rumspringen etc. Wir haben ihn von Anfang an nicht aufs Bett oder das Sofa gelassen. Nach einigen Versuchen traut er sich auch nur noch mit den Vorderpfoten drauf und reagiert dann auch aufs "Nein". Das Problem ist vielmehr, dass der arme jetzt in der ersten Nacht sehr ruhelos war und alle 10 Minuten am Bett stand und es probiert hat. Immer verbunden mit Winseln. Nach einer Ermahnung ist er dann nochmal durchs Zimmer getigert und hat sich dann für eine Viertelstunde hingelegt. Habt ihr eine Idee, wie wir ihn heute Abend ein bisschen die Nervosität und die Unruhe nehmen können?
5. Bolle winselt meinem Freund hinterher: Obwohl er erst so kurz hier ist, ist schon abzusehen, das er sich ein bisschen auf meinen Freund eingeschossen hat. Ich bin die ganze nächste Woche zuhause, damit er sich eingewöhnen kann. Mein Freund verlässt morgens spätestens um halb sechs das Haus. So auch heute. Bolle fand das ziemlich doof und hat dann erstmal eine habe Stunde vor sich hin gejammert. Ich habe ihn ignoriert um ihn nicht zu bestätigen. Ist das richtig?
6. Bolle muss bald allein bleiben: ab Mitte nächster Woche gehe auch ich wieder arbeiten. Bolle wäre dann von ca. 09:00 bis 13:00 Uhr und nochmal von 15:00 bis 16:00 Uhr alleine. Laut Vorbesitzerin kann er das auch, nur wenn es "mehr als 10 Stunden werden, wird es kritisch". Ist natürlich ein No Go für uns, wir wollen aber trotzdem, dass er sich so wohl wie möglich fühlt. Da er ja ansatzweise schon protestiert wenn mein Freund geht und ich noch da bin, will ich das allein bleiben anfangen zu üben. Ist es dafür noch zu früh?
Oh man soviele Infos, ich hoffe es findet sich jemand, der sich die Mühe macht, alles durchzulesen.
Vielleicht noch zu Info: wir üben beim Gassi gehen bereits, das "Sitz" an einer Straße, was auch bereits gut klappt. Zuhause trainieren wir Sitz und Platz um das ganze zu festigen. Was wären eure Next Steps?LG
Bolle01
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19. Oktober 2011 um 10:46
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Bolle ist angekommen ... mit Vollgeschwindigkeit - Vor einem Moment
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Schade das hier "nur" geguckt wird, aber nicht geholfen

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Hi!
1. Also am Leine ziehen arbeitet ihr ja schon.
2 .In die Leine beißen würde ich ihm ein verbales Abbruchkommando beibringen ( Nein, Aus). Wenn er euch anspringt wegdrehen oder gegens Knie rennen lassen und so abblocken.
3. Ansonstens weggehen und ignorieren (im Zweifel anderer Raum+ Tür zu) wenn er zu sehr hochfährt
4: Ihr solltet ihm einen festen Schlafplatz zu weisen ( ein Hundebett, Korb oder eben eine Decke). Wenn er sich an diesen gewöhnt hat wird er ruhiger werden. Er ist nur im Augenblick verunsichert weil ihm der übliche Platz verwehrt wird
5. Ich würde ihn ablenken. Bestätigt würde er nur wenn er sein Ziel erreicht dh dein Freund durch das jammern zurückkommt.
6. Denke es ist nicht zu früh..wenn er das alleinsein grundsätzlich schon kennt dann kann er bei euch auch von anfang an lernen das es zum alltag gehört..mit kurzen Zeiten anfangen und dann steigern -
Zitat
Schade das hier "nur" geguckt wird, aber nicht geholfen

Liegt daran das keine Fotos zu sehen sind

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Ah super, dass ist ja schonmal etwas

Ich habe schon angefangen ihn immer mal wieder für 30 sekunden im Wohnzimmer allein zu lassen, also Tür zu und ich natürlich vorher raus. Ab und an lässt er mal ein kleines Jaulen hören, ich gehe aber grundsätzlich erst wieder rein, wenn er wieder still war. Man liest verschiedenes zu Belohnung, ich habe mich jetzt für die Version einfach nicht beachten entschieden, weil er eben merken soll, dass es selbstverständlich ist.
Ansonsten macht er sich mittlerweile ganz gut und legt sich auch mal ruhig hin, was vorher undenkbar war. Das er einen festen Platz haben sollte ist klar. Ich arbeite gerade daran, dass er sich dort auch auf Kommando hinlegt etc.
Ansonsten schonmal danke für die Tipps, für weitere bin ich natürlich offen.
Andrea, ich hab leider mein Kabel für die Cam verloren, sonst würde ich welche hochladen

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dann bring Bolle als erstes das Kommando "Such" bei.
zu Deinen Fragen: ich finde ihr macht schon fast alles richtig.
den Rest hat Angel ganz gut zusammengefasst.
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Hi.. ich find alles richtig, wie du es angefangen hast. Das dauert sicher noch ein Weilchen, bis er alles kapiert hat, aber er ist ja auch noch nicht lange bei euch.
Zu deiner Anmerkung: hier gucken viele, aber es antwortet keiner: um diese Uhrzeit haben manche Leute auch nicht ganz so viel Zeit.. das muss man auch mal bedenken. Gruß von einer, die grade vom Hundespaziergang zurükkommt, schnell kochen muss und dann zur Hundeschule geht.
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aus gegbenen Anlass: Bolle soll nicht auf die Couch, dort sitzen monetan ich und mein Freund, er liegt davor auf dem Boden. Ihm wird das irgendwann zu doof und steht auf, macht sich fiepend bemerkbar, wir gehen darauf nicht ein. Er versucht es mit der Pfote auf dem Sofe. Ich beuge mich nach vorne, sage deutlich "nein" er zögert, nimmt die pfote aber nicht runter. Ich stoße ihn leicht weg und er deutet es als Spielaufforderung und fängt wieder an nach den Händen zu schnappen. Jegliche Abwehr ist quasi sinnlos, da ihn das halt nur noch mehr anstachelt.
Wie sollten wir hier am besten vorgehen?
Dann ist mein Freund nach Hause gekommen und naja... riesen Rabatz. Wir ignorieren ihn dann konsequent und schauen ihn auch nicht an, eigentlich bis er sich beruhigt hat und irgendwo hinlegt. Problem ist aber, dass er so aufdreht, dass man ihn quasi nicht ignorieren kann.
Was uns auch noch auffällt ist, dass er bei Verboten extrem erzählfreudig ist. Alles wird mit einem Winsel oder gegrummel (nicht aggressiv) kommentiert. Meint ihr das legt sich?
Wir freuen uns ja wenn er sich freut uns zu sehen, haben aber das Gefühl, dass ihn das mehr stresst als alles andere. Er braucht 10 Minuten und mehr bis er überhaupt wieder ansprechbar ist. Teilweise auch wenn man sich nur zu ihm beugt und ein bisschen streicheln will....
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Ich gebe nicht auf, irgendwer wird sich sicher melden

Nachdem wir eine ruhige Nacht hatten, er hat nur einmal versucht aufs Bett zu kommen und hat danach friedlich gepennt (yeah ein Fortschritt), hat er sich heut morgen bei der Gassi Runde wirklich gut gemacht und die Stop and Go Geschichte scheint so langsam anzukommen

Ich bin mir nicht ganz sicher, habe aber den Eindruck er erwartet rund um die Uhr bespaßt zu werden. Wir kommen vom Gassi wieder heim, er trinkt erstmal, kommt dann nach ins Wohnzimmer und dreht auf,ich versuche den Hund ruhig zu bekommen, indem ich ihn nur Aufmerksamkeit schenke wenn er ruhiger wird. Dann ist er ruhig winselt mich aber an. Fängt irgendwann an seinen Schwanz zu jagen oder sein Kissen zu zerkauen (er hat Kauspielzeug da) Alles in allem dauert es gerne ne Stunde bis er soweit ist und sich hinlegt...Jetzt liegt er auf seinem Kissen und schnarcht vor sich hin
. Wie bekommen wir ihn im Haus unter Kontrolle?Außerdem fällt heute auf, dass er sobald man ihn anfasst, alles ableckt, Hände, Arme, Füße... ich unterbinde das indem ich ihn kurz ermahne und ihn erst strechele wenn er das Lecken lässt.
Ich freue mich auf gute Tipps ...
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Hallo,
vieles von dem Stress und der Hektik bei Bolle wird in der nächsten Zeit (Tage - Wochen) von ihm abfallen.Momentan zeigt er alles an Verhalten verstärkt, womit er bisher Erfolg hatte, sprich bei ihm scheints ja in erster Linie um das Erhalten von Aufmerksamkeit zu gehen. Dementsprechend hopst er rum, wie ein Flummi, kaspert nach Euren Händen und quasselt Euch voll - das hat bisher immer geklappt (im alten Zuhause) und wenn Ihr das einfach nicht kapieren wollt
, verstärkt ein Hund diese Verhaltensweisen erstmal. Erst, wenn er merkt, dass Ihr da so gar nicht drauf anspringt, wird er nach Alternativen fahnden....Ihr müßt einfach noch durchhalten, Euch von Bolles Hektik (die ja verständlich ist, der Kerle weiss doch noch gar nicht, was bei Euch so läuft) nicht anstecken lassen und drauf achten, dass Ihr ihm nicht nur zeigt, was er NICHT tun soll, sondern ihm auch in jedem noch so kurzen, guten Moment der Ruhe ein ruhiges (wichtig bei einem Hund, der so aufdreht) Bestätigungswort zukommen lassen. Wenn Ihr also gerade an dem "nicht auf die Couch" arbeitet, dann die eine Nano-Sekunde, in der Bolle sich seufzend auf den Boden legt (um gleich wieder loszuhopsen, aber das ist egal) mit einem ganz ruhigen, leisen "soooo ists guut" (oder was auch immer) bestätigen. Auch, wenn er möglicherweise durch das Lob dann wieder aufspringt - er lernt dabei etwas: Aufmerksamkeit gibt es genau dann, wenn ich mich ruhig verhalte.
Und genau das sollte sich bei Euch wie ein roter Faden durch den Alltag ziehen.
So eine Hektik/Streß tut dem Hund nicht gut - das habt Ihr ja schon erkannt. Das Gute ist - in einer neuen Umgebung fällt es einem Hund leichter, seine "schlechten" Gewohnheiten abzulegen und neue anzunehmen. Wenn man das so wie Ihr, von der ersten Minute im neuen Zuhause an, ruhig und konsequent durchzieht, dann wird sich Bolle überraschend schnell damit zurechtfinden.
Einfach nur durchhalten. Ihr macht das schon genau richtig - Bolle wird vermutlich sein altes Verhalten erst noch mal deutlich verstärken und dann macht es demnächst "Klick" bei ihm.
Übrigens - auch das Nein-Sagen kann die Aufmerksamkeit ersetzen, die der Hund gerade so dringend von Euch einfordert. Ein schlauer Hund hat das rasch raus - wenn Winseln, Kaspern, etc. nichts bringen, dann mach ich halt Dinge, die ich nicht darf, dann wird sich mit mir beschäftigt und Schimpfen ist besser als nichts... Wenn die Pfote auf die Couch kommt, wäre es vielleicht einen Versuch wert, das mal komplett zu ignorieren. Sollte dann die 2. Pfote kommen, wäre es einen Versuch wert, Bolle wie "versehentlich" runterzuschieben, z. B. indem man sich lang auf die Couch hinlegt, ohne mit ihm zu sprechen, ohne ihn anzusehen. Einfach lang machen und wie zufällig schieben die Beine die Pfoten von der Couch...
Das "er dreht so auf, dass man ihn nicht ignorieren kann" kenn ich auch mehr als genug - bei uns hat geholfen, dass wir komplett zu einem Standbild eingefroren sind. Einen ganz "leeren" weichen Blick, der nichts fokussiert aufgesetzt haben und ausser Atmen eigentlich gar nichts getan haben. Das klingt ziemlich schräg, hat aber geholfen. Nicht nur, dass das Aufdrehen dem Hund so nun gar nichts bringt, ganz im Gegenteil, er löst dadurch sogar noch ein unendlich ödes, absolutes Nichts aus...

Vieles wird sich im Laufe der nächsten Zeit sicher sowieso fast wie von allein geben - ein Hund, der gerade im neuen Daheim ist, lebt einfach auf einem höheren Erregungslevel, als ein alter Hase.
Edit: DAS gehört jetzt noch zum alten Beitrag von Dir!
LG, Chris
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