Angstaggression bei Junghund
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Na siehst du, das hört sich doch gut an
Vertrau deinem Freund einfach und nimms mit Humor wenn Campino sich mal wieder daneben benimmt. Das hilft mir sehr dabei nicht die Nerven zu verlieren und mich selbst in Zorn und Ärger hineinzusteigern.Heiligabend alleine ist sicherlich nicht schön. Ich bin mir sicher, das ihr das auch hinkriegen werdet. Scheint ja, als hättet ihr recht gelassene Freunde
Beneidenswert. Ghandi hat es im Moment recht gut raus, das er auf seinen Platz muss wenns klingelt, aber dort bellt er dann einfach weiter
Zeitweise hört sich das so lustig an. Dann kommt nach einem beller so eine Mischung aus gegrummel und irgendetwas anderem. Da muss ich mich dann immer zusammenreißen das ich nicht lache 
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19. Dezember 2011 um 17:55
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Ich glaub, ich weiß welches Geräusch du meinst. "auwauauuuau" das macht Campino zumindest neben knurren und bellen auch, wenn er auf seinem Platz ist. Er macht es aber auch manchmal, wenn er an der Leine zu anderen Hunden will (freundliche Absicht), aber nicht darf. Vielleicht drückt es Frustration aus?
Hmh, mit Humor kann ich es momentan leider nicht nehmen. Aber das wird schon wieder!
Ich war selbst überrascht, dass der Kumpel so cool geblieben ist. Als ich durch die Tür ging, hinter der Campino gebellt hat, ist er mir bellend entgegen gesprungen. Hat aber direkt beschwichtigt als er mich erkannte. Ich muss zugeben, dass ich mich erschrocken hab. Das Hundekind ist ganz schon groß geworden und echt beeindruckend, wenn er unfreundlich auf einen zu kommt. Da muss ich unsere Freunde auch bewundern! Weihnachten sind auch einige Leute hier in der Heimat - da ergeben sich hoffentlich noch so einige Besuchssituationen.
LG, Marike -
Leiht mir mal eure Freunde, dann kann ich auch fleißig weiter trainieren. ^^Ich denke auch dass es was mit Frustration zu tun hat, sein Gesicht spricht jedenfalls tausend Buchbände

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Hallo,
es ist schade, dass Deine Eltern da gar nicht mehr mit sich reden lassen.
Campino hatte aber doch auch schon Probleme mit Deinem Vater wenn ich mich recht erinnere. Hat er ihn angeknurrt oder geschnappt?Ich hätte meinen Hund damals zu niemandem gegeben, eben weil ich nicht garantieren konnte, dass nichts passiert.
Während des Trainings, welches bestimmt ein Jahr ging, durfte Filou überhaupt nicht zu Besuch. Er durfte nicht schnuppern und musste im Korb bleiben.
Wenn ich das nicht garantieren konnte weil ich auf die Toilette bin, dann wurde er dort festgebunden.
Alles andere bringt nichts.Auch sollte der Platz so sein, dass kein Besuch am Hund vorbei muss wenn er den Raum betritt oder verlässt.
Erst als Filou völlig relaxt war durfte er aufstehen.
Aber, er durfte immer noch nicht zum Besuch.Kam auch nur ein Knurrer, dann musste er wieder auf seinen Platz.
Wichtig finde ich vor allem, dass ihr, also Du und Dein Freund, gleich trainiert. Es bringt nichts wenn er bei einem rumlaufen darf und bei dem anderen muss er im Korb bleiben.
Da würde ich wirklich an einem Strang ziehen.So wie Du Deinen Hund beschreibst, ist es nicht ganz ungefährlich...
Hier würde ich doppelt aufpassen, denn wenn er erstmal gebissen hat, dann wird es um so schwieriger und gegebenenfalls bekommt man noch eine Anzeige und muss zum Wesenstest.
Diesen würde mein Hund nicht bestehen.
Und da ich das weiss, gehe ich absolut null Risiko ein.Ich setze sein tägliches Freilaufen auf dem Feld nicht aufs Spiel wegen einer Nachlässigkeit von mir.
Ein Leben nur an der Leine und mit Maulkorb finde ich nicht sonderlich erstrebenswert.Bitte sei Dir dessen bewusst und halte Dir auch vor Augen, dass das Verhalten welches Dein Hund zeigt, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
Gerade weil er nach vorne geht und nicht nur so reagiert wenn er bedrängt wird. Das Verhalten hat auch mit Angst nichts zu tun.Du hast eine extreme Verantwortung.
Zeige ihm jetzt seine Grenzen auf und verfalle nicht in Mitleid wenn der Hund in seinem Korb bleiben muss. Das ist nämlich das Hauptproblem, dass man Mitleid bekommt und dann nicht konsequent ist.
Liebe Grüße
Steffi
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Hallo,
ja, das mit meinen Eltern ist echt belastend für mich. Nach einigen Telefonaten mit meiner Tante, werde ich in einer passenden Situation nochmals das Gespräch mit meiner Mutter suchen. Ich hoffe, dass das morgen möglich ist. Mein Vater soll dann nicht da sein. Im Grunde geht die ganze Problematik ja von ihm aus und er ist noch wesentlich negativer eingestellt als meine Mutter. Ich kann seine Angst verstehen, da Campino vor dem Training nach ihm geschnappt hat. Aber es geht mir gar nicht darum Unterstützung von ihnen zu bekommen oder den Hund mit dort hin zu nehmen. Sie sollen einfach meine Entscheidung akzeptieren, dass ich ihn behalte und mich wie einen erwachsenen Menschen behandeln.
Wenn ich eine Wahl hätte, würde ich Campino auch nicht in andere Hände geben. Aber in meiner momentanen Arbeitssituation gibt es manchmal Tage an denen er 10 - 11 Stunden allein bleiben müsste und das finde ich einfach zu lang für so einen jungen Hund. Was meine Schwägerin und ihre Kinder angeht kann ich auch mehr oder weniger garantieren, dass nichts passieren wird. Also soweit man das bei einem Hund garantieren kann. Da sie seine Besucherproblematik kennt, geht sie da auch vorsichtig ran und hat meine Erlaubnis ihn auszusperren. Bei dem einen Besuch, den sie hatte, hat sie die Hunde zunächst auf den Platz geschickt und dann als sie saßen die Hunde herangeholt und Campino an ihre Seite genommen.
Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst und gehe in der Regel auch kein Risiko ein. Der Freund, der am letzten Wochenende zu Besuch war, wollte uns beim Training helfen und wurde über die Risiken aufgeklärt. Es ist ja nun trotz allem nicht wahrscheinlich, dass er beisst. Er hat es noch nie getan und er hat seit Trainingsbeginn nicht mehr geschnappt oder bedrängt. Der Freund hat ihn auch nicht bedrängt und mein Freund blieb in nächster Nähe. Von unseren Freunden brauchen wir wirklich keine Anzeige zu befürchten und wenn fremde Personen kommen (Schornsteinfeger, Heizungsbauer o.ä.) sperre ich Campino grundsätzlich weg.
An seinem Wohnzimmerplatz auf dem er in Besuchssituationen liegt, kann keiner vorbeigehen. Zudem müsste Campino zuerst an mir vorbei, wenn er seinen Platz verlassen würde. Aber das macht er inzwischen zu 95% - auf seinem Platz bleiben. Selbst wenn er Stunk macht, wagt er es nicht darunter zu kommen.
Wir haben das Gefühl, dass Campino nicht schnallt, dass er keine Besucher bewachen/anknurren darf. Er hat nur gelernt, dass er auf seinem Platz bleiben muss, wenn Besuch da ist. Auf seinem Platz darf ich laut Trainerin keine Strafen geben, da es ein sicherer Ort für ihn bleiben muss. Er soll aber begreifen, dass wir sauer werden, wenn er unseren Besuch anknurrt. Inzwischen ist er so groß, dass er von seinem Platz aus über das Sofa rüber gucken kann und somit auch den Besuch im Blick behalten/bewachen kann. Ich denke, dass ein Hund, bei dem eine gewisse Angst hinter dem Verhalten steckt, allein durch den sicheren Platz lernt Ruhe zu geben. Denn seine Motivation ist ja Ruhe und Sicherheit. Campino will aber Besucher anpöbeln und wenn ich als Chef dies nicht verbiete, nimmt er mich ja nicht ernst. Einen wichtigen Schritt haben wir geschafft, weil er niemanden mehr bedrängt oder schnappt und auf seinem Platz bleibt, wenn ich es verlange. Nun muss es aber, meiner Meinung nach, weitergehen. Ich befürchte, dass er das Knurren als immer selbstverständlicher ansieht je länger es geduldet wird. Ich war nicht so zufrieden damit, dass mein Freund einen solch wichtigen und auch heiklen Trainingsschritt ohne mich macht. Aber es scheint ja gut gelaufen zu sein. Am Freitag hatte ich es so gemacht, dass ich Campino als er eine ganze Weile ruhig war zu mir gerufen und ihn gekrault hab. Sobald er knurrte, hab ich ihn zurück auf seinen Platz geschickt und dort ignoriert. Trotzdem wurde er später am Abend immer ätzender. Am Sonntag bei meinem Freund, mit massiveren Strafen, wurde sein Verhalten besser. Ohne, dass er Angst bekam oder ähnliches.
Ich nehme sein Verhalten überhaupt nicht auf die leichte Schulter. Es bedrückt mich sehr und gerade jetzt wenn sich die Familie zerstreitet, bloß weil er nicht so ein treudoofer Labbi wie der Hund von meinem Bruder ist.
Trotzdem danke ich dir für deinen Post. Ich hab auch lang drüber nachgedacht ehe ich geantwortet hab, aber zur Zeit hab ich das Gefühl, dass wir ein bisschen was verändern müssen, um weiter zu kommen. Ich hoffe sehr, dass ich damit nicht auf die Schnauze fallen werde. Vielleicht kaufe ich auch doch einen Maulkorb und nutze ihn zu Trainingszwecken, um das Risiko komplett raus zu nehmen. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn durch meine falsche Einschätzung womöglich doch jemand zu Schaden kommt.
Ghandi: Tut mir Leid, jegliche Motivation unserer Freunde für Hundetraining nutze ich vollkommen egoistisch für mich allein

LG, Marike
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Hallo,
ich habe mein Posting auch nicht als Angriff gemeint. Wirklich nicht!
Ich sehe halt nur ein gewisses Aggressionspotential und wenn ein Hund eben schon vorgeht, oder auch hinterher geht und schnappt, dann ist das schon bedenktlich.An Deiner Stelle würde ich einfach mal so weitertrainieren wie Du es von der Trainerin gesagt bekommen hast. Es bringt nichts wenn man immer anders vorgeht. Das verwirrt nur den Hund und bringt keine klare Linie rein.
Ein Verhalten zu ändern dauert seine Zeit und so lange trainiert ihr doch noch gar nicht.Hast Du mit Deiner Trainerin nochmal gesprochen?
Wie oft konntest Du wirklich trainieren in den letzten sechs Wochen (also wie oft war Besuch da?)Liebe Grüße
Steffi
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Hallo Campino,
Ich habe diesen Thread schon öfters durchgelesen.
ich weiß nicht ob es eine gute Entscheidung ist den Hund in Abwesenheit bei einer Familie zu lassen...ich meine dein Hund ist gerade 7 (?) Monate alt und wird sich noch verändern...sprich bestimmte Instinkte werden sich weiter herauskristalisieren und verstärken.
...ich habe gelesen, das es ein großer Hund wird...und diese werden erst mit circa 4 Jahren richtig erwachsen werden...also ich weiß nicht ob das so gut geht.
Ich will damit nicht sagen, das dein Hund jetzt perse agressiv ist, nein...viele Hunde reagieren so oder so ähnlich.
meine Hündin ist auch eher unsicher, mag einige Männer nicht, hat viel wachpotential, ist Kindern gegenüber sehr loyal aber eben im gesammteindruck unsicher (egal ob es Instinktmäßig oder "angelerntes" Verhalten ist)...aber ich bin nicht in der unausweichlichen Lage den Hund tagsüber ab und zu in Betreuung geben zu müssen.
Ich glaube das wäre auch für meinen Hund diesbezüglich zu viel.Abgesehen davon, das du bis jetzt einige Hundevorhaben ab Akta legen mußtest kommt die Schwierigkeit der Betreuung dazu...das ist natürlich eine doofe Lage...aber eben nicht ungewöhnlich.
Klar wird sich der Hund koregieren und erziehen lassen...aber er wird immer ein Hund bleiben der gewisse Unsicherheiten zeigen wird...
...wie soll dann die Zukunft damit aussehen.
...gut, wenn du weitertrainierst
...besser ,wenn du dir Gedanken machst wie die zukünftige Gestaltung der Betreuung aussehen wird. -
Hallo ihr beiden,
ich hab mich nicht angegriffen gefühlt. Tut mir Leid, wenn es so wirkte. Ich weiß, dass es durchaus Gründe gibt meine Vorhaben kritisch zu sehen. Steffi, du hast mir schon so viel geholfen und mir Hintergründe begreiflicher gemacht, ich bin dir für jeden Post dankbar :) Momentan versuche ich einfach noch das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Das Beste wäre es, wenn Campino möglichst schnell begreift wie er sich zu verhalten hat. Natürlich ist schnell aber auch seeeehr riskant. Dazu kommt was Sinaline sagt. Er ist erst sieben Monate alt und der Wachtrieb wird sich vermutlich eher noch verstärken je älter er wird. Dem versuche ich entgegen zu wirken. Aber ich habe auch wirklich große Angst, dass ich nochmals etwas versaue.
Ich habe mit der Trainerin gesprochen und sie hat gesagt, dass eine Rütteldose eventuell funktionieren würde. Aber ich kenne die ablehnende Haltung hier aus dem Forum dagegen. Am Sonntag war genau die Rütteldose (geschüttelt und nicht geworfen) die "massive Strafe" von meinem Freund, die ich umschrieben hatte. Deshalb war ich auch sauer auf ihn als ich Sonntagabend aus dem Dienst kam. Weil ich mich noch nicht dazu entschließen konnte, es zu probieren und er es einfach ohne Absprache macht. Vielleicht könnt ihr mir erklären was genau an der Rütteldose so blöd ist? Das habe ich hier im Forum nämlich nicht gefunden. Laut meinem Freund hatte Campino keine Angst, hat sich aber relativ schnell mit seinem Geknurre zurück genommen. Klingt ja ganz gut, aber die Rütteldose wird hier ja nicht ohne Grund so verpöhnt sein. Ansonsten hat meine Trainerin jetzt bis Anfang Januar Urlaub, da werd ich sie auch nicht stören.
Seit Campino richtig in der Pubertät ist, ist er immer weniger unsicher. Ich denke inzwischen sogar, dass er auf dem Weg ist ein besonders selbstbewusster Hund zu werden. Viele Situationen in denen er sonst unsicher war, nimmt er jetzt selbstbewusst hin. Fast jede Woche überwindet er eine Angst oder einen Teil davon. Gestern hab ich die Waschmaschine angemacht und die braucht manchmal ein paar Tritte bis sie wirklich angeht. Das ist ziemlich laut. Campino saß direkt daneben und es hat ihn null gestört, dass ich die Waschmaschine zusammen trete. Nur als Beispiel, weil er gerade gestern war...aber auch Menschen und anderen Hunden gegenüber verliert er immer mehr seine Unsicherheit.
Tja, wie oft konnten wir trainieren? Ich weiß es nicht genau. Seit er nicht mehr mit zur Arbeit darf, sehr wenig. Davor mehrfach die Woche (ca. 1-3x bei der Arbeit + 0-1x Besuch zuhause). Ich weiß, ich sollte geduldiger sein. Aber nach anfänglich sehr schnellen Fortschritten hat sich irgendwie gar nichts mehr verändert. Und die Trainerin hat ja gesagt, dass wir anfangen sollen massiver zu strafen, damit er begreift, dass er eben nicht knurren soll und es nicht nur darum geht auf dem Platz zu bleiben.
Was die Betreuung angeht: Ich weiß wirklich keine andere Möglichkeit mehr! Es gibt hier keine Hundesitter und erst recht keine HuTA. Unsere Freunde wohnen alle woanders und gehen auch eh selbst arbeiten. Mit meiner Mutter war es perfekt, aber leider muss Campino ja meinen Vater "hassen". Bei meiner Schwägerin läuft es wirklich sehr gut und er ist auch nur ein paar Stunden dort. Etwa von 10 - 14h hat sie ihn geholt und den Rest bleibt er wieder allein zuhause. Er geht wirklich gern dahin und wirkte bisher auch nicht gestresst. Heute besuche ich sie Nachmittags mit Hund und werde ihn nochmal genau beobachten. Bisher hat sie die Hunde und Kinder wohl öfter getrennt, wenn sie grad keine ganz genaue Beobachtung leisten konnte. Aber dann gehen Rudi und Campino eben ne Runde im Garten spielen, das machen sie gern. Das ist doch eine gute Notlösung? Bei der Arbeit wird, wenn alles gut läuft, ab März wieder der Tagesdienst rausgenommen. Dann wäre ich "nur" vom Mittag des einen Tages bis zum nächsten Mittag weg und mein Freund ist abends ab 18:00 und morgens bis 7:30 zuhause. Campino müsste also nur halbe Tage zuhause bleiben und wir könnten uns ohne Unterstützung, um die Betreuung kümmern. Nun ja und es wir auf jeden Fall auch nochmal einen Versuch geben ihn mit zur Arbeit zu nehmen. Aber erst sollte er sich zuhause benehmen können.
LG, Marike
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Hallo Marike,
eine Rütteldose ist wie die Disc-Scheiben auch ein akustisches Signal welches genutzt werden soll um unerwünschtes Verhalten zu unterbrechen.
Ähnlich eines Clickers, nur andersherum.Das Problem welches daraus entstehen kann ist:
der Hund verknüpft es falsch weil der Halter im falschen Moment rüttelt oder wirft.z.B. der Hund knurrt beim Spaziergang andere Hunde an, auf der anderen Straßenseite läuft eine Mutter mit Kinderwagen. Der Hund schaut für einen Moment von dem Hund weg und zu der Mutter hin. In dem Moment wirft der Halter des Hundes die Discscheiben oder auch die Rütteldose und der Hund hat es im dümmsten Falle mit der Mutter und dem Kinderwagen verknüpft!
Künftig wird er Kinderwägen und die dazu gehörigen Frauen meiden, oder ihnen aus dem Weg gehen.So eine Verknüpfung wieder weg zu bekommen ist nicht einfach und dauert um ein vielfaches länger.
Richtig angewendet kann beides auch zum Erfolg führen, aber eben nur richtig angewendet.
Ich geb Dir mal ein Beispiel welches mir passiert ist:
meine Ronja war 9 Wochen alt und ich suchte eine Hundeschule. Wir machten einen Termin aus und die Trainerin schien zu Beginn auch sehr nett und kompetent.
Sie machte mit Ronja eine kleine Übung:
Leckerlis wurden auf den Boden gelegt und Ronja durfte sie nur auf Freigabe fressen. Natürlich wollte die Kleine gleich hin und in dem Moment flogen die Disc-Scheiben. Ich wusste es nicht, denn sonst hätte ich das nicht zugelassen.
Ronja hat das sofort richtig verstanden und die Leckerlis nur noch nach Freigabe genommen.
Die Trainerin gab sich mit einer anderen Person ab und ging dabei in die Hocke. Vor ihr lagen noch die Leckerlis auf dem Boden.
Ronja wollte zu der Trainerin, was diese aber falsch deutete und ihr die Disc-Scheiben vor die Füsse warf.
Resultat:
Ronja mied die Trainerin wie die Pest und wir gingen nie wieder dahin.Das war aber noch nicht alles:
einige Wochen später fiel mir der Haustürschlüssel aus der Hand und mein Hund rannte weg.
Ich habe über ein Jahr gebraucht bis ich das Angstverhalten wieder draußen hatte.Hunderte Male lies ich einfach so den Schlüssel fallen um ihr zu zeigen, dass es nicht schlimm ist.
Heute noch (13 Jahre später) zuckt sie leicht zusammen wenn mir ein Schlüssel aus der Hand fällt. Sie rennt aber nicht mehr weg und hat dann auch keine Angst mehr.Der Schreckreiz ist aber geblieben.
Daher sind hier im Forum einige gegen die Scheiben und auch gegen die Rütteldosen.
Liebe Grüße
Steffi
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Hallo Steffi,
danke für die gute Erklärung. Dann scheint mein Freund am Sonntag ein gutes Timing gehabt zu haben, wenn Campino anschließend und auch während dessen nicht ängstlich war und es mit nichts anderem verknüpft hat. Trotzdem werde ich ihn vorerst wieder nur auf seinen Platz schicken etc. Vielleicht hat dieser eine Trainingstag mit meinem Freund ja endlich den Schalter bei Campino umgelegt und er benimmt sich nächstes Mal viel besser.
Heute hab ich ein sehr langes Gespräch mit meiner Mutter gehabt. Es war sehr gut :) sie findet meine Entscheidung ihn zu behalten nicht richtig, aber sie akzeptiert sie. Ich darf Campino auch wieder mit zu meinen Eltern nehmen, wenn mein Vater nicht da ist. Das ist sehr gut, weil ich ja dort auch meine Pferde hab und Campino gerne da mit hin nehmen möchte. Da mein Vater arbeitet, gibt es auch genug Möglichkeiten. Vor allem kann ich aber wieder normal mit ihr über den Hund reden. Da wir ein sehr enges Verhältnis haben, ist mir das sehr wichtig. Ihrer Meinung nach wäre Campino bei selbstsichereren Menschen mit mehr Erfahrung, vielleicht sogar mit einem souveränen Zweithund besser aufgehoben. Das streite ich auch gar nicht ab, aber ich denke trotzdem, dass ich es auch schaffen kann und ich hänge natürlich sehr an ihm.
Außerdem war ich mit Campino bei meiner Schwägerin und habe ihn nochmal genau im Umgang mit den Kindern beobachtet und fühle mich bestätigt. Er ist lieb, akzeptiert, dass er nicht ans Kinderspielzeug darf und reagiert auch nicht wenn sie rennen, sich an ihm vorbeidrücken u.ä.. Das einzig nervige ist, dass er immer wieder versucht drinnen mit dem Labbi zu spielen und das darf er nicht. Aber es wurde auch innerhalb von dieser einen Stunde schnell besser und er hat sich einfach hingelegt und entspannt.
Dann waren wir gerade noch kurz mit ihm bei den Eltern von meinem Freund, weil er überlegt ihn Heiligabend dort mit hin zu nehmen. Mein Freund wird da allein mit seinen Eltern sein und einen ruhigen Abend verbringen. Campino war etwas unsicher und hat anfangs leicht gebrummelt, wenn sie herum gelaufen sind. Aber er hat sich schnell entspannt und dann einfach zu meinen Füssen geschlafen und keine Reaktion mehr auf Bewegung gezeigt. Als wir gingen, beschnupperte er sogar beide und ließ sich dann vorsichtig von unten streicheln. Mein Freund hat sich aber noch nicht entschieden, weil er ihn dann natürlich die ganze Zeit im Blick haben muss. Er würde dort seinen Platz schräg hinterm Sofa bekommen und keiner würde an ihm vorbeilaufen.
So, nun muss ich noch schnell was essen, war echt ein vollgepackter Tag
LG, Marike - Vor einem Moment
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