HILFE!!!! Ich bin meinem Hund absolut egal
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Hallo ihr Lieben, ich bin wirklich wirklich total am Verzweifeln, ich bin meiner Kleinen glaub ich total egal, egal was ich tue oder nicht tue.
ich weiss, so einen ähnlichen Thread gibts schon, aber ich muss mir das einfach mal von der seele schreiben und vielleicht sagt mir ja der eine oder die andere was er/sie darüber denkt, oder vielleicht geht es ja anderen auch so oder so ähnlich.
meine hündin interessiert es nicht wenn ich sie lobe, auch nicht, wenn ich sie für irgendwas schimpfe, das einzige was sie interessiert, ist die Tatsache, ob ich vielleicht irgendwelche Leckerlis in der Hand habe, aber mehr auch nicht. Echt, das ist frustrierend und tut weh, weil ich sie echt wahnsinnig lieb habe.
Es fing eigentlich total gut an. Als wir sie mit dem Auto vom Flughafen abgeholt haben ( sie kommt ja aus einer Auffangstation in Griechenland), war sie zwar sehr ängstlich,aber doch nicht so sehr, dass sie nach dem langen Flug nicht doch ein bisschen wasser von meinen fingern gesaugt hätte.
die folgenden monate waren natürlich anstrengend, erst das gewöhnen an leine und geschirr, dann die erfahrung machen, dass menschen, und auch fremde menschen, ja sogar ganz nett sein können und nicht alle aus angst angefallen oder sogar nach ihnen geschnappt werden müssen... das erste mal u-bahn fahren, aufzug, das erste mal in der stadt... naja, halt die gewöhnung an die großstadt, mit allem, was dazu gehört.
hat sie echt super hingekriegt, sie begleitet mich eigentlich überall hin und ist eigentlich auch nirgendwo mehr so richtig ängstlich.
jetzt aber zu meinem problem:
ich habe das gefühl, dass es ihr mittlerweile, jetzt, wo sie keine angst mehr hat, total egal ist, was ich sage oder tue.
am anfang, als ich ihr sachen beigebracht habe (sitz, bleib, platz usw), da hat sie immer regelrecht darauf gewartet, dass ich wieder was sage, was sie tun soll, das lernen war irgendwie mehr so eine art spiel, sie war total aufmerksam und bei der sache, und hatte richtig spaß an dem ganzen. sie hat sich gefreut mich zu sehen wenn ich mal weg war und wieder heimgekommen bin, und ich hab ihr für alles, was sie gut gemacht hat, immer schön ein leckerli gegeben... hach, war das eine schöne zeit.
aber ich hab den eindruck, ich habs mit dem loben und den leckeli vielleicht irgendwie übertrieben. kann man eigentlich auch zuviel loben, so dass der hund "denkt", ach ja, ich mach mal, was ich will, die sagt sowieso zu allem fein...
wenn wir gassi sind und ich sie rufe rennt sie zwar zunächst in meine richtung, dann aber schnurstracks an mir vorbei, in vollem karacho. ich natürlich sofort schleppleinentraining. funktioniert aber auch nicht so, wie ich mir das vorstelle. wenn ich von ihr weglaufe und darauf warte, dass sie irgendwann schön neben mir läuft, damit ich sie loben und belohnen kann, rennt sie mich einfach von hinten um und rempelt mich an, oder sie fängt an, ein kleines zerrspielchen mit der leine zu veranstalten usw usw.
ich hab den eindruck, die nimmt mich überhaupt nicht mehr für voll, und ich glaube mittlerweile, dass sie eigentlich wenig, wenn überhaupt eine bindung zu mir hat. beim gassi wartet sie auch nur noch darauf, dass ich sie losmache, und dann rennt sie ( früher war das anders) wie wild zum nächsten hund um mit dem zu spielen. wenn ich sie dann rufe, kommt sie natürlich überhaupt nicht, und wenn, dann nur, um sich kurz das leckerli abzuholen und dann wieder abzudüsen. wenn ich dann laut von ihr wegrenne, funktioniert das manchmal, irgendwann rennt sie mir hinterher, aber dann eben auch wieder an mir vorbei. mittlerweile ist sie nichtmal mehr so wahnsinnig an den leckerli interessiert. sie ist total gelangweilt von mir und ich werde immer unsicherer und auch trauriger.
ich hab aber auch gar keine lust mehr, sie immer mit leckerli zu bestechen!!!
sie soll freiwillig zu mir kommen, weil sie es cool findet, mit mir zusammen zu sein, weil ich spannender bin, als jeder andere hund und jeder andere mensch!
ich würde so gern spielen mit ihr, das gefühl wie am anfang haben, aber sie spielt nicht mit mir, egal wie begeistert ich dann tue, sie ist einfach gelangweilt und nach ein paar minuten lässt sie das spielzeug einfach liegen.
ich glaub, ich hab ihr zwar die grundlegenden dinge beigebracht, aber so beziehungsmäßig hab ich gnadenlos versagt.
was auch ätzend ist, ist, wie sehr sie sich freut, wenn mein freund nach hause kommt. der sieht sie den ganzen tag nicht, hat also auch keinen stress mit ihr ( den ich so langsam durch ständiges an der leine ziehen, mich ignorieren usw. schon habe) und hält auch nichts von erziehung, er gibt ihr immer von seinem essen ab, und findet konsequenz oder nein sagen blöd. macht er auch nicht, d.h. wenn ich will, dass finja z.b.nicht bettelt, musss ich nein sagen und er gibt ihr dann eben heimlich was. oder ich arbeite grad daran, dass finja nicht immer an einem hochspringt, und er ermuntert sie und macht ein spiel aus dem hochspringen. das heisst also, dass das gesamte "strenge" immer von mir kommen muss, und die beiden irgendwie immer spaß zusammen haben. sie springt und heult und freut sich wie blöd, wenn er nach hause kommt, aber wenn ich komme wedelt sie ein oder zweimal mit dem schwanz und das wars dann.
DAS IST SO SCHEIßE!!! ( sorry für diese ausdrucksweise, aber so ist es halt)
auch in angstsituationen geht sie lieber zu meinem freund, wenn überhaupt. zu mir nie, egal wieviel mühe ich mir gebe, ihr schutz und sicherheit zu geben.
ich möchte irgendwie unsere bindung stärken, ihr vertrauen zu mir, ich möchte interessanter werden und spannender für sie. aber ich hab keine lust mich anzubiedern oder ihr hinterherzulaufen.
sorry dass das alles so durcheinander ist, aber ich bin echt verzweifelt.
es wär total schön, wenn mir hier jemand sagen könnte, was ich tun kann, denn ich weiss echt nicht mehr weiter. auch über nen tip was nen guten trainer oder trainerin angeht wäre ich dankbar, also jemand der sich halt mit bindung, vertrauen usw auskennt. aber nicht immer nur diese leckeli-bestechung!!! das muss doch auch anders gehen!!! manno.....
viele liebe grüße und DANKE
greta -
30. September 2011 um 02:02
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Hoffe dir gibt jemand nen guten Tip für nen Trainer in deiner Umgebung, das ist sicher nicht verkehrt :).
Ich les ja irgendwie nur raus das du dem Hund hinterher rennst und dem ständig Leckerleis gibts und dein Freund den Hund verzieht und dem anspringen und anbellen beibringt^^.
Könnte mir auch ein klein wenig vorstellen, das du die ausfahrt verpasst hast als es an der zeit war mal strenger zu werden. Da der Hund ja anfangs so ängstlich und unsicher und Schutzbedürftig war. Kann das sein?
Kannst aber alles noch umkrempeln. Ein Hundeverein, der viele sport möglichkeiten anbietet, wo du mal ausprobieren kannst was dir und deinem Hund spaß macht könnt ich mir gut als Lösung vorstellen.
Vielleicht wäre ja Fährten, oder Obedience, oder Stöbern, oder Agility genau das richtige, oder oder oder... gibt ja noch viel mehr :).
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Halllo und herzlich Willkommen,
Du bist Deiner Finja sicherlich nicht egal, das mal als erstes.
Das Problem ist, dass Du das Gefühl hast Finja egal zu sein und daher, so wie ich das lese, sehr viel tust um ihre Zuneigung zu bekommen.So funktioniert das aber nicht, denn wenn man sich zu sehr aufdrängt (nicht falsch verstehen) und zu viel Aufhebens macht, dann zeigt der Hund oftmals gerade das Gegenteil von dem was man erreichen möchte.
Warum?
Du bist ja da und man muss sich nicht um Aufmerksamkeit bemühen, denn man bekommt sie umsonst und rund um die Uhr. Dein Freund ist nicht rund um die Uhr da und daher verhält sie sich da anders.Deine Hündin ist 2 Jahre alt und ich kann mir gut vorstellen, dass sie jetzt mal schaut wie weit sie gehen kann. Das ist ein völlig normales Verhalten und kennt fast jeder Hundebesitzer.
Leckerlis sind toll wenn man dem Hund was beibringen möchte und der Hund auch auf Leckerlis steht.
Kann ein Hund eine Übung, dann sollte man die Leckerlis sparsamer verwenden, also nicht jedes Mal sondern nur jedes zweite oder dritte Mal ein Leckerli geben.
So bleibt es auch für den Hund spannend, denn er weiss ja nie ob er was bekommt oder nicht.Das führt dann auch dazu, dass der Hund auch zuverlässig kommt wenn man nicht mit einem Leckerli in der Hand herumwedelt.
Für Deine Hündin sind andere Hunde interessanter als Leckerlis, denn diese bekommt sie eben, wie Du geschrieben hast, ständig. Warum sollte sie also nicht erst mit den Hunden toben und später dann für das verspätete Zurückkommen erst ihr Leckerli holen?
Sie bekommt es ja doch.Von daher solltest Du da langsam umdenken.
Wenn Du bei den Leckerlis bleiben möchtest, dann würde ich mir ganz besondere Leckerlis (Hühnchenherzen, Fleischwurst) aussuchen und diese nur sparsam verwenden.
Vielleicht ist Dein Hund aber auch kein Leckerlihund sondern ein Hund der auf eine andere Art der Belohnung abfährt?
Auch ein Spiel mit Artgenossen kann Belohnung sein, ein liebes Wort von Dir, ein Schultertätscheln, ein Spielzeug, Freilauf, oder Suchspiele.Überlege Dir was Dein Hund gerne macht und versuch sie auf die Art zu belohnen.
Den zweiten Tipp den ich Dir geben kann...
Mach Dich rar und betüddel sie nicht. Gib ihr nicht immer Aufmerksamkeit wenn sie diese möchte, sondern dann wenn Du sie möchtest.
Oftmals wirkt das schon Wunder.Wegen eures Erziehungsproblems:
Wenn Dein Freund nicht mit Dir an einem Strang zieht, dann ist das nicht sonderlich schön, aber ein Hund kann durchaus lernen, dass er bei dem einen das und jenes darf und bei dem anderen nicht.
Deshalb liebt er aber den einen nicht mehr wie den anderen.Wir haben hier drei Hunde und bei uns kannst Du genau sehen, dass sie wissen bei wem sie was dürfen und bei wem nicht.
Das führt so weit, dass Filou mich anschaut und nachfragt ob er einen Befehl von meiner Freundin ausführen muss oder nicht. Ein Kopfnicken meinerseits reicht aus und er tut es.Wegen des Weglaufens:
wie lange hast Du mit der Schleppleine geübt und wie?
Wenn man Schleppleinentraining macht, dann dauert das je nach Problem, seine Zeit bis der Hund verinnerlicht hat was erwartet wird und das gewünschte Verhalten immer zeigt.Das setzt aber voraus, dass man die Schleppleine sehr lange und immer in Gebrauch hat.
Nutzt man sie nur ab und an und gibt dem Hund die Möglichkeit abzuhauen, oder Befehle zu missachten, dann wird man es nur mit der Schleppleine nicht in den Griff bekommen.
Oftmals sind die Halter zu ungeduldig und legen die Schleppleine zu schnell wieder in den Schrank.
So, und jetzt Kopf hoch und ran an die Problemstellen.
Liebe Grüße
Steffi
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Grüße,
ersteinmal: soviel hast du bestimmt nicht falsch gemacht, sonst hätte dein Hund nicht so viele Fortschritte gemacht, seid er bei dir ist.
Denke allerdings jetzt auch, dass du dich einfach rarer machen solltest. Ein souveränder Leithund bullt nicht um die Gunst der anderen Hunde, sondern sie kommen zu ihm.
Also ignoriere sie einfach mal eine Weile mehr. Sowohl zuhause wie auch beim Spaziergang, einfach mal dein Ding machen und der Hund kommt halt (draußen) angeleint mit. "Finde" dann einfach mal unterwegs spannende Dinge - "buddel" ein Spielzeug oder eine Tannenzapfen aus oder was weiß ich und spiele du damit - so blöde es sich auch ersteinmal anhört- und ignoriere den Hund dabei.
Bei nächsten Mal, wenn der Hund wirklich Interesse zeigt, dann beziehe ihn ein, aber nur ganz kurz und brich du es wieder ab, bevor das Interesse beim Hund weg ist.Wechsel öfter die Gegend wo du spazierengehst. Laufe neue Wege, wechsel unvorher gesehen die Richtung - ohne Kommando zu geben, sondern gehe einfach deinen Weg. Rede nicht mit dem Hund sondern lauf einfach weiter.
setzt dich mal wohin oder bleib stehen und schau dir die Gegend an, ohne den Hund zu beachten.
Du wirst sehen, je mehr du DEIN Ding machst und den Hund weniger beachtest, desto aufmerksamer wird er auf dich werden.
Wenn du merkst, dass die Aufmerksamkeit öfter bei dir ist, der Hund nach dir schaut - mach mal ein kurzes Rennspiel, wo du dich einfach mit dem Hund freust. Kasper einbischen rum mit dem Hund - aber immer nur kurz und brich wieder ab, bevor der Hund die Aufmerksamkeit verliert.
Probier das mal ein paar Tage und schau, ob es euch hilft
gruß
sabine -
Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen: Kann durchaus sein, daß das so bleibt - dann nämlich, wenn der Hund sich lange allein durchgeschlagen hat und Menschen eben nur unter pragmatischen Gesichtspunkten, nämlich als Futterspender kennt und beurteilt, aber auch durchaus ohne klarkommen kann.
Hier im Revier gehen zwei Auslandshunde, bei denen das so läuft: Mensch nett, solange Futter, sobald Futter zuende oder nicht interessant genug ist, geht der Hund ungerührt eigene Wege. Besonders krass ist da die Hündin einer alten Dame: Die hat ihre Jugend als Streunerin verbracht, sich offenbar gut darauf eingestellt und auch in den vier Jahren, die sie schon bei ihrer jetzigen Besitzerin ist, absolut nichts daran geändert.
Da waren alle Mühen inklusive Hundeschule und mehrerer Trainer umsonst: Sie findet Frauchen zwar durchaus nett und hat sich gerne spackefett füttern lassen (die einzige Gemeinschaftsaktivität ,die sie interessiert), aber draußen zählt Mensch nur, solange Freßbares geschwenkt wird. Ist das nicht der Fall, ist der Hund sofort weg, Revier erkunden, jagen oder sonstwie Futter suchen - eben genau das, was sie in ihrer Jugend gelernt hat. Notfalls beißt sie ruckzuck die Leine durch - was zur Folge hat, daß sie längst nur noch an einer kurzen Kette spazierengeht.
Daß der Hund eine einmal gewohnte Selbständigkeit beibehält, scheint also durchaus eine Option zu sein, auf die man sich bei einem solchen Überraschungspaket einstellen darf - ich drücke dir natürlich die Daumen, daß es in eurem Fall anders läuft.
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ich habe selbst zwei griechen hier bei mir sitzen und kenne die problematik aus eigener erfahrung. gerade ehemalige streuner sind oft sehr sensibel, was führungsqualitäten von menschen betrifft. respekt und anerkennung kann man sich weder herbeifütten, noch herbeizwingen. gerade solche hunde sind sehr schnell sozial übersättigt. schau dir deinen hund mit anderen hunden an, schau, was ihn im umgang mit ihnen wirklich beeindruckt.
stell dir mal folgendes vor:
es gibt zwei typen in deiner umgebung (z.b. arbeitsplatz).
der eine will es dir immer recht machen, trägt dir täglich deine brote hinterher, findet alles toll, was du machst und verzeiht dir jeden fehler völlig ohne jeden kommentar. er bringt dir jeden tag pralinen mit und ist auch noch supernett zu dir, nachdem du mit dem kollegen geknutscht hast (obwohl er eigentlich total auf dich abfährt). zuhause weint er dann in sein kissen.
er hat immer zeit für dich, ständig ein offenes ohr und bricht jede aktivität für dich ab.
er versucht dich ständig zu umarmen und anzufassen und freut sich über jedes bisschen körperkontakt mit dir.
will er mit dir ausgehen könnte seine frage in etwa so lauten:"du also, ich weiß ja, dass du bestimmt schon etwas anderes vorhast, aber gehst du mit mir heute abend zu meiner mutter? die ist auch ganz nett und backt immer einen tolllen kuchen."
solche sätze hörst du fast täglich.
wie wirkt dieser mann auf dich?
möchtest du mit diesem mann zusammen sein? würdest du ihm die führung eines unternehmens zutrauen?der andere kerl ist freundlich zu dir, zeigt dir allerdings klar auf, was er will und was gar nicht geht. er tut dir gerne mal einen gefallen, allerdings nur, wenn es im gleichgewicht bleibt. merkt er, dass du das nur ausnutzt gibt es gar nix mehr für dich.
er hat eigene hobbies, eigene bereiche, in denen es auch mal nur um ihn geht. in diesen holt er sich kraft. es gibt tage, an denen er zu einer verabredung mit dir "nein" sagt, weil er sich schon etwas vorgenommen hat (also er sagt deine verabredung nich ab, sondern hat eben schon vorher etwas anderes geplant.). wenn er gerade an etwas arbeitet und du rufst an, kann es sein, dass er dir einen anderen gesprächstermin vorschlägt, an dem ihr ungestört quatschen könnt, weil er gerade beschäftigt ist.
anfangs ist dieser mann auch körperlich sehr distanziert, er umarmt nicht jeden, den er kennen lernt. er bestimmt, wie weit du in seine individualdistanz vordringen darfst, wird aber auch nicht unerwünscht zudringlich.
er kommuniziert klar seine bedürfnisse.irgendwann fragt er dich, ob ihr ausgehen wollt. er fragt genau ein mal nach.
"hey, ich habe zwei karten für das konzert "sowieso", wollen wir gemeinsam dahingehen?"
du liebst die band "sowieso".
wie wirkt dieser mann auf dich? möchtest du mit diesem mann zusammen sein? würdest du ihm die führung eines unternehmens zutrauen?
was sind die unterschiede zwischen den beiden?
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Lucanouk: super Posting!
Man kann es sich wahrhaftig bildlich vorstellen! -
Noch eine Finya, halt mit j - schön

Ich hab meine Maus ja noch nicht so lang, bin also selbst nicht so der Profi, also nur mal kurz was ich mir denke (und was wahrscheinlich ohenhin schon vorkam)...
Es hört sich an, als würdest du versuchen, um jeden Preis die Aufmerksamkeit deines Hundes zu erlangen. Das klappt nicht, wenn ihr schon so weit seid, würde ich sagen. Ich habe mich auch schon zum Affen gemacht draußen, also kenn ich
Finchen hatte auch mal so nen Anfall von: Mir doch egal, was du willst, ich hab grad auf was anderes Lust. Ich habe einen Tag (nur einen Tag) nur das allernötigste mit ihr gemacht, also keine tolle Spiele, keine Tricks üben, keine Clickeraufgaben, kein Leckerli suchen - gar nix. Ich bin normal freundlich mit ihr umgegangen, war mit ihr draußen, sie hat ihr Futter bekommen, aber es gab nix extra. Für mein Sensibelchen hat das gereicht. Wenn sie nicht gerade einen Vogel, Hasen oder ein Mauseloch sieht (daran arbeiten wir im Moment), ist sie voll bei mir, wenn ich das will.
Ich habe anfangs auch gedacht, ich muss mich möglichst interesssant machen, ihr zeigen, dass ich toller bin, als alles andere, dass es nur bei mir schön ist. Mittlerweile glaube ich, dass das viel zu erwachsen gedacht ist! Selbst Kinder finden einen irgendwann nicht mehr "spannend", wenn man sich ständig um sie bemüht und ihnen IMMER hinterher läuft.Dass dein Freund für sie das Größte ist, ist klar
In meinem Fall sind es meine Schwester und mein Vater. Bei denen ist es immer lustig, es wird gekuschelt, sie kriegt Leckerlis und muss nix machen - ist doch klar, dass sie sich freut.
Dass sie das bei dir nicht mehr ständig macht, würde ich ehrlich gesagt, als positiv werten. Ich warte auf den Tag, an dem Finchen mir verschlafen von ihrem Bett entgegen blinzelt, wenn ich wieder komme. Ich denke, das wäre ein großer Vertrauensbeweis, dass sie, obwohl ich weg bin und sie nicht weiß wie lange, darauf vertraut, dass ich wieder kommen werde.Ich glaube nicht, dass du so viel falsch gemacht hast. Du hast dich bemüht, dass dein Hund ein guter Begleiter wird, ihr die Welt gezeigt und vielleicht muss sie jetzt noch etwas ihre Junghundezeit nachholen (ich weiß ja nicht wie alt Finja ist...).
Stell Finja nicht immer in den Mittelpunkt, lass sie eben mal nicht mit anderen Hunden spielen, nur weil sie gerade will, bringe ihr was neues bei. Nimm dich einfach allgemein ein bisschen zurück und du wirst sehen, dass sie nach kurzer Zeit auf dich zukommen wird.
Übrigens: Finchen ist auch Leckerli fixiert. Sie kommt mehr oder weniger auch von der Straße und ehrlich gesagt, ist es mir im Moment draußen noch ziemlich egal, warum sie kommt, wenn ich rufe. Hauptsache ist, dass sie kommt!
Ich stelle es mir viel schwieriger vor einen Hund zu erziehen, der sich kein bisschen für Futter interessiert, als so ein verfressenes Monster
Hunde "lieben" halt anders. Und mal ehrlich begrüßt du deinen Freundh jeden Tag überschwänglich, als hättest du ihn ein Jahr nicht gesehen? Wahrscheinlich nicht.
Jetzt ist es doch viel länger geworden, als gewollt
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Also ich wäre ganz klar für den zweiten Mann

Ich lese auch herraus, dass du um die Aufmerksamkeit deiner Hündin buhlst. Das funktioniert nicht. Ein Rudelführer buhlt nicht um Aufmerksamkeit, sondern er bekommt sie weil er sie "sparsam" gegenüber seinem Rudel einsetzt.
Deine Hündin hat und bekommt alles von dir. Du rennst ihr quasi hinterher und sie beachtet dich sparsam.
Sie aggiert du reagiertst. Das ist irgendwie falsch herrum. Deine Hündin trifft momentan die Entscheidung. Nicht du. Sie sucht sich aus, ob sie zu dir kommt oder nicht, ob sie mit dir spielt und wann sie das spiel abbricht. Sie bekommt Leckerchen, gelobt wird sie auch oft. Wie viele Entscheidungen trifft dein Hund, und wie viele du?
Du hast den zugang zu ihren Ressourcen, ihrem Spiezeug -nicht sie.Interessant machen funktioniert nur, wenn du ihr nicht permanente Aufmerksamkeit zukommen lässt. Du nicht permanent präsent bist und sie umgarnst.
Früher hat es funktioniert, weil sie eine "mental" starke Führung hatte. Sie hatte Angst, du hast ihr die Angst genommen. Sie hatte eine starke Person an ihrer seite, die sie gestärkt und stark gemacht hat (das ist dein Verdienst. Da kannst du Stolz drauf sein, allerdings hast du hier die Ausfahrt verpasst
). Aber das braucht sie nun nicht mehr. Sie kann alleine "auf sich aufpassen".
Du musst jetzt umdenken. Lucanouk hat es sehr gut auf den Punkt gebracht -
Ich kann dich gut verstehen, ist bei uns ähnlich. Habe ich ja in dem anderen Thread auch schon geschrieben.
Erstmal, wie alt ist dein Hund? Wie lange ist sie bei euch? Was für eine Mischung ist es?
Dass sie zu dir rennt und an dir vorbei rennt machen viele übermütige Hunde. Wichtig ist, dass sie kommt.
Ich hätte spontan gesagt, füttere sie nur noch beim Gassi gehen und gar nicht mehr zuhause und Futter bekokmmt sie nur von dir. Aber da haben andere ja schon anders gepostet.Dass die Bindung zu dir nicht so gut ist, mag dir nur so vorkommen. Wenn du zuhause bist, wo liegt sie da? Liegt sie bei dir oder alleine in einem anderen Raum? Sucht sie deine Nähe?
Die Bindung zu meinem Hund geht nur übers Fressen, da ich stimmlich nichts machen kann. Die Hälfte ihrer Tagesration bekommt sie draussen. Die Leckerlies werden ins Gras geschmissen (da muss sie ordentlich schnüffeln und suchen), versteckt, etwas weiter oben hingelegt usw. Es ist immer ein Spiel. Dadurch bin ich immer interessant. Heute früh sogar interessanter als eine aus dem Gebüsch kommende Katze. Interessanter als Gülle und Misthaufen. Wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht.
In dem Fall bin ich nurwegen den Leckerlies interessant. Na und? Ist doch egal. Wichtig ist, dass sie nach mir schaut, bei mir bleibt.
Wenn ich die Hände flach mache und ihr zeige, heisst das, dass es jetzt erstmal nichts mehr gibt. Dann läuft sie mal 10m vor oder seitlich, aber auch nicht weiter. Sie schaut mich immer wieder an, vielleicht habe ich ja meine Meinung mittlerweile geändert.
Mein Hund spielt nicht, hat sie nie gelernt. Sie interessiert kein Ball, kein Futterdummy, kein Zerrspiel. Wahrscheinlich ist deine Hündin ähnlich aufgewachsen. Da zählt nur die Nase am Boden und ab und zu Gas geben und rennen. Solange sie wiederkommen dürfen sie das auch machen, oder?
Zum auspowern fahren wir auch viel Fahrrad. Das macht Schara vorbildlich und gerne. Sie schaut da immer nach mir, orientiert sich voll an mir und will alles richtig machen. So schlecht kann dann die Bindung wohl nicht sein.Ich glaube diese Strassenhunde muss man nehmen wie sie sind. Warten bis sie Vertrauen und eine Bindung aufbauen und sich an einem orientieren. Diese Hunde darfst du nicht mit dem netten Labrador Welpen von nebenan vergleichtn. Auch wenns schwer fällt.
Wir haben unseren Strassenhund jetzt seit ca. 16 Monaten und so langsam sage ich die Bindung ist perfekt.
Erst kürzlich gingen wir übers Feld und von 2 Seiten kamen 2 freilaufende bellende Hunde. Weit und breit kein Besitzer. Keine ideale Situation. Da hat sie mich immer wieder angeschaut, ist nahe bei mir gelaufen und hat bei mir Schutz gesucht. Das hat mich ungemein gefreut.Wenn mein Mann heimkommt bin ich abgeschrieben. Da klopft sie mit ihrem Schwanz viel mehr als bei mir. Sucht seine Nähe mehr als meine. Hypnotisiert ihn mit ihren Blicken, bis er sich zu ihr auf den Teppich zum kraulen legt. Will ich Gassi gehen, geht sie ins Wohnzimmer und schaut warum mein Mann jetzt nicht mitgeht. Geht er mit ihr, macht sie Saltos und schaut niemals nach mir.
Ich denke die Bindung ist nicht weniger, aber anders. Mein Mann ist für die Bespaßung und alles angenehme zuständig. Ich bin für den Grundbedarf da! Schätzen tut sie sicherlich das eine genauso wie das andere. Es ist eben nur anders!
Jetzt habe ich viel von uns geschrieben, aber vielleicht kannst du das eine oder andere für dich mitnehmen.
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