Hund knurrt Halter an - ein NO-GO??
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Wobei ich bei Schara eher ein generelles Prolbem im Umgang sehe, denn scheinbar kann der Hund zu nichts gezwungen werden. Und das sehe ich als großes Problem. Ich nehme mir meinen Hunden gegenüber dieses "Zwangsrecht" nur im Notfall heraus, aber ich bin immer überzeugt, dass ich das durchsetzen kann.Greggy war nach seinem Dachsturz gestern auch erst der Meinung, dass ich das verletzte Bein nicht untersuchen darf. Dass das aber eigentlich mein Bein ist, dass ich damals mitgekauft habe, das hat er dann doch schnell eingesehen. Jetzt darf ich die Wunden und das gelenk kontrollieren, auch wenn es schmerzt.DAS frage ich mich eben oft: Spürt ein Hund, die klare innere Entschlossenheit des Besitzers, und macht deshalb mit???? Weil er die Stärke und das Selbstbewusstsein des Menschen spürt, der sein Vorhaben durchsetzen wird (natürlich immer gepaart mit totalem gegenseitigen Vertrauen)?
So wie draußen ein echter "Alpha" nicht mal mit der Wimper zu zucken braucht, und jeder andere Hund ordnet sich automatisch unter?Ich habe z.B. im Umgang mit meinen Hunden absolut NULL Angst. Ich bin da absolut selbstbewusst (vielleicht auch größenwahnsinnig) ... Ich bin der inneren Überzeugung, dass meine Hunde im Ernstfall den Kürzeren ziehen würde (falls es zu einem echten Kampf kommen würde.) Ob das wirklich so wäre, das sei dahin gestellt ... Aber ich GLAUBE das zumindest .... und strahle diese Sicherheit auch aus.
Und ich frage mich schon manchmal, ob das mit ein Grund dafür ist, dass meine Hunde gar nicht auf die Idee kämen, zu protestieren. - Vor einem Moment
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Hi,
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...Angst oder sensibel ?
oder hat der Hund einfach raus, dass sein Verhalten zum Erfolg führt?Ich krieg dann auch Haue
Weil, wenn man einen Hund hat, der eine entsprechende Pfotenpflege,
sprich Haare zwischen den Ballen schneiden hasst, wende ich die ab in die
Ecke -Methode auch an...nach ein paar mal ging das wunderbar ohne MK...Nee, ich verhau hier niemanden - auch nicht den Hund

Wollte das Buch nur einwerfen *autsch* - klar kuck ich auch, ob mein raffiniertes Luderchen mich grad mal testet, Kapriolen macht, oder wirklich Angst hat.
Ein Pudelbesitzer kann da'n Lied von singen. Und Pfotenschneiden ist bei meiner so, als ob ich Feinmechaniker bei Pateke Phillippe wäre 
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Schara, für Angsthasen und Sensibelchen - wie wir sie lieben
- gibt es ein Buch, das ich mir grad gekauft habe.Der ängstliche Hund von Nicole Wilde
Da isn ganzer Teil über Verarzten, TA-Besuch etc. drinne

Mehr kann ich leider noch nicht sagen, hab's grad erst angefangen.
Das lese ich auch grad. Hab gleich mal zum Kapitel Tierarzt geblättert und mehr oder weniger haben wir die Tipps schon alle praktiziert.
Die anderen Sachen treffen auf uns alle nicht zu. Da bin ich ja fast mal froh. Ich lese aber trotzdem alles durch. -
Hm, medizinische Maßnahmen und Pflegemaßnahmen krieg ich bei beiden Hunden völlig konfliktfrei erledigt. Die werden auf ihrem Platz abgelegt, ich bleibe ruhig und freundlich. Wenn sie nicht auf Anhieb stillhalten bleib ich geduldig und wenn sie kooperieren werden sie gelobt. Und danach gibts sowieso immer ne Wurst - egal ob ich nur ne Zecke gezogen habe oder eine Wunde säubern musste.
Soviel Vertrauen sollte ein Hund (wenn man ihn von klein auf hat) schon zu seinem Halter haben. Secondhandhunde nehme ich da mal aus, damit hab ich wenig Erfahrung. Auch wenns mal kneift oder weh tut - in der Hinsicht scheinen sie mir zu vertrauen.
Auch beim Tierarzt. Ich fang doch nicht an mit nem 22 Kilo Hund zu kämpfen. Klar ist er nicht schwer, der kann sich aber winden wie ein Aal. Er kriegt seine Anweisungen und Beistand und dann ist gut. Pluto ist sowieso robust was solche Sachen angeht mein kleiner Laborbeagle. Spritze? Äh, wo, ist sie schon drin? WO ist mein LECKERLIE?
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Ich mach das so, dass ich meine Hunde schon während der "Prozedur" ausführlich lobe, und ihnen genau erkläre, was ich gerade tu
. Wenn ich Mia z.B. die Ohren säubere, dann sage ich "Mia Öhrchen putzen fein" .... Und kündige u.U. auch schon währenddessen die Wurst an: "Dafür gibts gleich eine grooooße Wurst." Die Hunde schauen dann schon aufmerksam in Richtung Küche und verstehen: "Das macht gerade keinen Spaß, aber Frauchen lässt dafür gleich ein Stück Wurst springen."Nach dem Ohrenputzen darf meine Große MIR dann auch die Ohren putzen, ich halte ihr dann mein Ohr hin und sag: "Frauchen Öhrchen putzen", und sie leckt sie dann aus (und ich putz nochmal unauffällig mit einem Babyfeuchttuch drüber, wenn sie es nicht sieht.
)
Auf diese Weise versteht sie, dass ich sie gerade nicht ärgern will, sondern dass wir "soziale Körperpflege" betreiben und "uns gegenseitig putzen".Aber auch ohne den ganzen Heckmeck gäbe es bei uns kein Problem, bei solchen Dingen. Beide Hunde lassen sämtliche Untersuchungen ohne Meckern über sich ergehen, egal ob sie durch mich oder einen TA statt finden, solange dieser auch nur ansatzweise ein Gespür für Hunde und etwas Sensibilität besitzt. Sogar der Verbandswechsel nach ihrem Unfall, der sicher schmerzhaft war für Mia, war kein Problem.
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Ich habe z.B. im Umgang mit meinen Hunden absolut NULL Angst. Ich bin da absolut selbstbewusst (vielleicht auch größenwahnsinnig) ... Ich bin der inneren Überzeugung, dass meine Hunde im Ernstfall den Kürzeren ziehen würde (falls es zu einem echten Kampf kommen würde.) Ob das wirklich so wäre, das sei dahin gestellt ... Aber ich GLAUBE das zumindest .... und strahle diese Sicherheit auch aus.
Und ich frage mich schon manchmal, ob das mit ein Grund dafür ist, dass meine Hunde gar nicht auf die Idee kämen, zu protestieren.
So ist es bei mir auch. Ich gehe mit meinen Hunden völlig selbstverständlich um und ich hatte noch nie Probleme, daß mich einer der Hunde mal angeknurrt hätte, weil ich dieses oder jenes tue. Selbst das Futter wegnehmen, oder akute Verletzungen untersuchen usw war noch nie ein Problem. Ich gehe im handling mit meinen Hunden einfach völlig sicher und selbstverständlich vor. Mir gehört der Hund und zwar der ganze Hund
Aber meine Hunde wissen auch, daß ich sie nicht mit Absicht tritze, oder ihnen mit Absicht Schaden zufüge. Wenn ich mich z.B. aufs Sofa setze, dann heben die noch nicht mal den Kopf, rücken aber trotzdem den Hintern zur Seite.Ich glaube, daß es z.T. schon an der inneren Einstellung liegt, an die völlig selbstbewußte Ausstrahlung.
ZitatSoviel Vertrauen sollte ein Hund (wenn man ihn von klein auf hat) schon zu seinem Halter haben. Secondhandhunde nehme ich da mal aus, damit hab ich wenig Erfahrung. Auch wenns mal kneift oder weh tut -
Der Meinung bin ich auch. Zumindest würde es mich hart treffen, wenn mein Hund der seit Welpentagen bei mir ist, mir gegenüber kein Vertrauen entgegenbringt.
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Das Pfotenschneiden ist echt das Extremste an Körperpflege (mit Ohrenputzen, aber das geht schneller), da es lange dauert, und die Viecher hyperempfindlich und kitzlig an den Pfoten sind. Ich leg meine auf den Rücken auf meine Knie. Da liegt sie in der Kuhle am Besten. Die ersten 3 Beine gehen meist ohne Heckmeck. Beim letzten (egal welches) gähnt sie ausgiebig als Übersprung - anstatt knurren. Dann zuckt sie rum, worauf von mir ein Knurren kommt. Dann hält sie still. Ich glaube das auch, dass es von meiner Souveränität abhängt, ob sie es "erträgt" - lieben wird sie es nie - aber sie weiss, es wird durchgezogen.
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Früher war ich auch immer der Meinung, er Hund hat seinen Halter auf gar keinen Fall anzuknurren. Wie toll das funktioniert, wenn man ihm das über körperliche Maßregelung verbieten will, hab ich dann aber auch erfahren müssen. Er wusste sich nicht mehr anders zu helfen, als zu schnappen. Zum Glück ist dabei nie was passiert.
Heute kenne ich meinen Hund viel viel besser und weiß, wenn er knurrt, dann um mir mitzuteilen "Was du machst ist mir zu viel" Bei Teddy läuft sehr viel über Körperhaltung. Ein Kommando kann man wortlos nur durch nach vorne neigen des Oberkörpers durchsetzen. Wenn man aber zu viel Druck damit ausübt wird er total unsicher und bekommt Angst. Seine ganze Körperhaltung zeigt das total deutlich. Und dabei grummelt er dann mit gesenktem Kopf unterdrückt. Wie soll er mir denn auch anders zeigen, dass es zu viel ist? Dafür bin ich dankbar, weiß sofort, was schief gelaufen ist und kann dementsprechend handeln.
Für mich ist Knurren ein Kommunikationsmittel, das mein Hund nur einsetzt, wenn ich ihn anders nicht verstehe. Und das begrüße ich und behebe das Problem.
Ansonsten knurrt er mich nichtmal an, wenn ich ihm beim verarzten weh tue. Nur einmal hat er mich letztens verhalten angeknurrt, als ich ihn an der schmerzhaften Stelle berührt habe. Klar, es tat weh und er wollte, dass ich die Finger davon lasse. Das war für mich dann der Auslöser zum Arzt zu fahren.Mein Hund vertraut mir, wenn er knurrt, hat das einen wichtigen Grund, den ich nie unterbinden würde.
Achja, und beim spielen, besonders bei Zerrspielen knurrt er wie ein Monster
Hat er schon immer und ist normales Spielverhalten bei ihm.Es gibt unterschiedliche Gründe, aus denen ein Hund knurrt. Die von mir beschriebenen Situationen sind solche, in denen das Knurren in Ordnung ist, meiner Meinung nach.
Wenn mein Hund knurrt, um mich zu maßregeln oder weil er mir nicht vertraut, ist das ein Anlass, daran zu arbeiten und den Grund dafür zu beseitigen. -
Schnauzi, Greggy ist vom Dach gefallen? Wie das?
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Mir fällt jetzt auch eine Knurr-Situation ein, in der ich wohl echt mehr Glück als Verstand hatte: Nachbars Airedalehündin war wie üblich bei meiner zu Besuch, beide Airedales lagen mit mir im Garten und kauten Ochsenziemer. Dann zog ganz schnell ein Gewitter auf, es wurde duster und gleichzeitig kamen die Wespen wie verrückt auf dieses Kauzeugs geflogen- also allerhöchste Zeit, die Veranstaltung indoors fortzusetzen.
Eigentlich hätte ich die Damen ihr Futter selbst reintragen lassen, wollte aber wegen der plötzlich massenhaften Wespen nichts mehr riskieren, bestimmt keinen Stich ins Maul. Also habe ich erst schleunigst das Stück meiner Hündin eingesammelt (die mit sowas absolut kein Problem hatte) und wollte dann ganz selbstverständlich das der anderen greifen - und die knurrte mich an.
Da habe ich überhaupt nicht überlegt, die Hündin hatte ihren Knuff ein lautes "Spinnst du?!" wirklich im Reflex weg, ließ daraufhin das Ding sofort fallen und fing an, mir heftig beschwichtigend und "grinsend" um die Beine zu gehen, so a la "Sorry, war nur'n Witz!" Damit war's dann natürlich auch gut, ich hab das Teil geschnappt, sie sehr gelobt und bin mit den Hunden reingeflitzt, wo sie die Beute zurückbekamen. Ich hatte diesem Hund dann noch jahrelang fast täglich mit und nie wieder Probleme, ihr irgendwas abzunehmen, auch nicht die Ekelbeute draußen.
Daß das aber auch ganz anders hätte ausgehen können, wurde mir erst hinterher, nach der akuten Streßsituation, klar...wie gesagt: mehr Glück als Verstand!
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