Schwanger und mein Hund ist nicht 100%iger Kinderfreund.

  • Zitat

    Die Frage gebe ich zurück, denn ;)


    Das Schnappen nach dem Ball kam nach dieser (für den Hund) negativen Erfahrung.

    Mag sein, wäre für mich aber trotzdem keine Rechtfertigung fürs Beißen. Kinder SIND stressig, da wird es auch mal laut, da gibt es auch mal Geschrei, unkoordinierte Bewegungen, usw.
    Für mich gehört eben ein Hund, der sowas nicht ab kann, nicht in eine Familie mit kleinen Kindern.

    Familie und Hund müssen einfach zusammen passen. Mag sein, dass so ein Hund ein Traumhund für HH ohne Kinder wäre, aber eben ungeeignet ist für eine Familie mit Kindern.

  • Zitat

    La Bella, Hunde lieben nicht,das ist Vermenschlichung ;)

    Es mag sein, dass Hunde nicht im menschlichen Sinne lieben, aber sie können Dinge, Menschen oder Hunde mögen, im Sinne von, deren Anwesenheit als angenehm empfinden.
    Es gibt Hunde, die mag mein Hund, und es gibt Hunde, die mag er nicht. Menschen mag er allgemein. Kinder auch.

  • Ich verstehe es echt nicht "Warum steitet Ihr Euch wer, wann und warum seinen Hund wegeben würde oder nicht?

    Die Frage der Themenstarterin war doch eigentlich "Wie gewöhne ich den Hund an das erwartete Kind?"

    Dazu gab es viele Tipps und den grundsätzlichen Hinweis, dass es nicht funktioniert, wenn sich ausschließlich der Hund anpassen muß.

    Soweit so gut. Nun reagiert sie nicht mehr vielleicht aus Zeitmangel oder aus ganz anderen Gründen.

    Kein Grund die Sache bis in die kleinste Redewendung auszudiskutieren.

  • Sicherlich ist es Arbeit und erfordert etwas Vertrauen in seinen Hund ihn mit dem Kind umgehen zu lassen. Aber ein Hund kann das lernen! Wenn es Bedenken gibt ist es natürlich immer gut einen Trainer um eine Einschätzung zu bitten und euch beratend zur Seite zu stehen. Aber abgeben halte ich für VÖLLIG übertrieben.

    Ein Kind muss von Anfang an lernen das ein Hund ein Lebewesen ist und das es die eigens für den Hund geschaffenen Rückzugsmöglichkeiten nicht betreten darf. Heißt: Wenn der Hund da liegt wird er grundsätzlich in Ruhe gelassen.
    Natürlich bin ich dafür dem Hund als Alternative zum knurren oder schnappen eben das zurückziehen auf seinen Platz beizubringen da es den Umgang sicherer macht als wenn der Hund selbst die Maßregelung des Kindes übernimmt. Aber selbst wenn es mal dazu kommen sollte das der Hund knurrt muss man nicht gleich in Panik verfallen.
    Wir hatten gerade die Situation das 4 Hunde sich an meinen Neffen (jetz 5mon alt) gewöhnen mussten. Und keiner wäre auf die Idee gekommen dem Kleinen was anzutun. Der Kleine liegt sogar auf seiner Decke auf dem Boden und die Hunde laufen drumrum. Auch wenn immer eine Aufsicht dabei ist dürfen die Hunde jederzeit an das Kind dran (mal schnüffeln wenn die Pampas voll ist oder mal schauen wenn das Kind schreit) und es geht!

    Die Hunde wissen das dieses "Schreiding" zu uns und somit zum Rudel gehört und zeigen von sich aus keine Agression. Sicher wenn der Kleine später mal am Schwanz oder den Ohren zieht (was man nicht immer 100% verhindern kann) muss der möglichst schnell lernen das das nicht geht und die Hunde müssen lernen sich dann zu verkrümmeln. Es ist also Erziehung auf beiden Seiten gefragt.

    An dem Spielzeug verteidigen wie hier beschrieben kann man auch relativ gut arbeiten!

  • Zitat

    Mag sein, [...].

    Falsch - so steht es dort. Also erst richtig lesen und dann andere Maßregeln ;)

    Schön, dass du keine Probleme mit den Hunden hast. Und schön, dass du aus der Entfernung sehen kannst, dass der Hund der TE Probleme mit Kindern hat. Ich kann das nicht, ich kann anhand des Geschriebenen nur schätzen. Von daher :

    Ich selber sehe das so, dass der Hund den Umgang mit Kindern nicht gelernt hat. Und das die TE nicht auf ihren Hund geachtet hat. Denn hätte sie das getan, wäre ich aufgefallen, dass der Hund unsicher ist.

  • Zitat

    Und ja, es gibt den 100% kinderlieben Hund. Mein Mops ist es in jedem Fall. Bei ihr weiß ich, dass sie einen Menschen niemals beißen wird.


    Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich naiv, denn jeder Hund kann mal beißen und manchmal steckt man einfach nicht drin.

    Wie ich oben bereits geschrieben habe, hätte man unseren Boxer wohl auch als absolut kinderlieb bezeichnet, ich konnte alles mit ihm machen, trotzdem hat er mich angegriffen und ich grübel heute noch darüber nach, was genau der Auslöser für sein Verhalten war.


    Und was ist ein kinderlieber Hund und was ist keiner mehr?
    Ist nur ein solcher kinderlieb, der sich alle (un-)möglichen Dinge von Kindern gefallen lässt oder auch einer, der manchmal lieber seine Ruhe vor Kindern hat?

    Wenn letzterer nicht als kinderlieb gilt, dann bin ich sicherlich auch nicht wirklich kinderlieb, da mich Kinder teilweise mal nerven und ich lieber meine Ruhe hätte.

  • Ja aber siehst du die Dinge nie aus hundlicher Sicht?
    Soll keine Kritik sein aber wie schaffst du es dann deinen Hund zu erziehen?
    Nur weil es für dich als Mensch keinen Grund gibt heißt das noch lange nicht,dass es für den Hund keinen Grund gibt.
    Hunde sind nun mal Hunde,und Kinder sind Kinder.
    Beide zu kombinieren ist nun mal nicht leicht.

    Der Hund auf der Party war wahrscheinlich mit der ganzen Atmosphäre überfordert,
    und in seiner Überforderung neigt man nun mal zu Übersprungshandlungen.
    Ist bei mir nicht anders.

    Für dich wars nur ne Party,nur nen vorbeilaufendes Kind.

    Für den Hund war es Lärm,viele unbekannte Personen,wahrscheinlich Gedrängel,viele Gerüche,
    wahrscheinlich wurde er nur betatscht und das hat ihn genervt,wohin mit all diesen Eindrücken,wenn er kein Ventil hat?
    Wahrscheinlich musste er auch noch still da liegen...
    Und dann rollt da auch noch ein Ball lang...
    Ein Hund wird nicht so leicht mit Eindrücken fertig wie wir.


    Ich persönlich bin ehrlich,ich als Mutter brauche keinen Hund der zu allem Ja und Armen sagt,und würde es auch nicht wollen ;)

  • @la bella

    Ohne Dir persönlich zu Nahe treten zu wollen. Das ist der Grund wieso ich meinem Hund keinen Kinderkontakt erlaube.

    Ich weiß von meiner, dass sie abschnappt. Meist in die Luft. Schnappt sie zu, weil sie sich wirklich bedrängt fühlt (sie lässt sich nicht von Fremden anfassen - und ein Mann wollte das halt nicht glauben und hat es trotzdem versucht), dann trifft sie beim Schnappen - man sieht Zahnabdrücke als rote Flecken.

    Wir haben immer noch das Besucherproblem und wenn ich nicht aufpasse, dann "beißt" mein Hund den Besucher. Das sieht so aus: sie streckt sich in Zeitlupe hin und zwackt genauso langsam zu - das geht wirklich in Zeitlupe: laaaangsam, ganz vorsichtig mit den vorderen Zähnen..... ist dann meine Schuld, wenn ich gepennt hab und mittlerweile stoppe ich sie beim laaaangsam das Maul zumachen mit einem "Hey". Dann geht sie weg.

    Damit habe ich jetzt einen schnappenden und beißenden Hund, der aggressiv nach vorne geht, wie Du es beschreibst. Upppps. Und genau deshalb: keine Kids.

    Ich finde, mein Hund hat die Beißhemmung gut gelernt. Ob das im Spiel ist, wo sie nicht grob ist. Ich glaube sie weiß ganz genau, ab wann es für einen Menschen unangenehm wird. Und ich bin heilfroh darüber, dass sie dieses erlernte Wissen anwendet um zu zeigen: lass das, ich will das nicht statt hirnlos zu lochen, dass es blutet.

    Ich glaube auch, dass Du ganz genau weißt welche Hunde ich mit arme Socken meine. Die, bei denen es mich mehr wundert, dass sie sich nicht wehren als es mich wundern würde, wenn sie es tun.

    Außerdem gestehe ich einem Hund auch eine Art Reflex zu wie auch ich ihn selbst an den Tag lege. Ich hab meinen Sohn (14) schon vom Stuhl geschubst. Warum? Er ist zu mir rüber gerückt und hat mir das Stuhlbein auf den Fuß gestellt. Weißt Du wie weh das tut??? Da war kein Raum für "Aua - stell bitte den Stuhl von meinem Fuß runter) - es war einfach Reflex von mir und fertig.... er saß danach auf dem Hintern auf dem Boden....

  • Öh, ja, ich habe die Beiträge gelesen.
    Das Hunde irgendwelche Dinge verteidigen kommt öfters vor und daran kann man arbeiten, bzw. unterbinden.
    Und im zweiten hat der Hund geschnappt weil ihn das Kind bedrängt hat.
    Ob der Hund nun tatsächlich kinderfreundlich ist oder nicht kann hier gar nicht beurteilt werden.
    Hier muss einfach noch Erziehungsarbeit geleistet werden, bzw. muss auch die Halterin lernen den Hund besser einzuschätzen und ihn rechtzeitig aus der Schusslinie nehmen.
    Ich sehe hier kein Problem. Vor allem da eigene Kinder in der Regel vom Hund anders angenommen werden.
    In einem anderen Thread hättest Du kein Problem einen ängstlichen Straßenhund in eine Familie mit sehr kleinen Kindern zu geben.
    Bei dem Hund weiß man nicht ob er schnappt, Kinder liebt oder nervenstark ist.
    Was ist wenn der mal schnappt und abwehrt ? Muss Fifi dann gleich wieder weg ?
    Wenn ein Hund offensichtlich Kinder ablehnt, deutliches Aggressionspotential oder Stress zeigt, dann wäre das für mich ganz klar auch ein Grund den Hund abzugeben.
    Aber bei einem schnappen oder knurren muss ich mich als Halter an die Nase fassen und überlegen was hier schief läuft.

  • Zitat

    Wenn er aggressives Verhalten mit Schnappen gezeigt hätte ohne Grund, dann ja. Bei Beißen mit Verletzungsabsicht sowieso.
    Hätte es einen Grund fürs Schnappen gegeben (z.B. Kind hat Hund extrem bedrängt) hätte ich eventuell daran gearbeitet ... Aber es käme für mich auf das Wesen des Hundes an, ob ich das Gefühl habe, ob ich diesem Hund prinzipiell vertrauen kann.

    Würde ein Hund ein Kind beißen, weil es an seinem Spielzeug vorbei läuft, wie die TS das hier beschrieben hat, ja, dann käme er weg. Gar keine Frage.

    Zwischen dem Verhalten und bedingungsloser Kinderliebe steht noch einiges.
    Mit der Frage meinte ich eher: Du hast dir ´nen ATS-Hund zugelegt, ein Überraschungsei - wäre der jetzt (und da hast du einfach mal ein Riesenglück) nicht per se immer total freundlich zu Kindern, wäre er dann postwendend zurückgewandert, weil sein Charakter nicht passt?

    Übrigens - der Hund der TS hat nie gebissen, sonst wäre das Kind verletzt.
    Abschnappen ist immer noch drohen.
    In der Situation mit dem Ball hat er sich zu viel herausgenommen, das ist klar und würde von mir auch nicht geduldet - aber dass man dem Hund beibringt, sich doch bitte nicht fremde Ressourcen zuzuteilen, ist ja wirklich kein Ding der Unmöglichkeit.

    Wenn so etwas schon ein Ausschlusskriterium ist, dann drängt sich mir einfach die, wenn auch unhöfliche, Frage auf, warum man sich einen Hund anschafft, wenn man schon mit den grundlegensten, gar nicht abnormalen Verhaltensweisen nicht klar kommt?

    Für mich gehen Kinder auch ganz klar vor Hunden, was aber nicht heißt, dass ich den fairen Blick für das Wesen beider verliere.
    Komme ich mit Lärm nicht zurecht, sollte ich keine Kinder bekommen - komme ich nicht damit zurecht, dass Hunde hündisch kommunizieren, keine Hunde halten.

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