Wie reagieren bei Hundeangriff auf den eigenen... :-(
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Hallo Ihr Lieben,
zunächst einmal zur Beruhigung: wir hatten Glück, bis auf großes Hundegeschrei und -Attacke ist keine Verletzung entstanden, aber trotzdem habe ich einen riesigen Schreck, mein Kleiner auch und ich frage mich, ob ich richtig reagiert habe oder es hätte besser machen können. Und warum ist das passiert? Hätte ja auch schlimmer ausgehen können... und kann man sowas verhindern?

Mein Kleiner spielte heute mit anderen Hunden vergnüglich im Freilaufgebiet und urplötzlich kommt ein anderer Hund um die Ecke und schnappt sich den Kleinsten - meinen... Ich habe in der ersten Schrecksekunde noch geguckt, ob´s nur eine Zurechtweisung - warum auch immer - ist, aber mein Kleiner lag auf dem Rücken am Boden, schrie und der andere schnappte weiter zu, mit lautem Geknurre - ein anderer Ausdruck fällt mir nicht ein, es war schrecklich... er ließ auch nicht ab, als ich hinstürmte und ihn verscheuchen wollte, Abdrängen und am Geschirr ziehen auch nicht, dann habe ich meine Leine benutzt... ich habe noch nieeeee einen Hund gehauen - aber da war mein Hirn abgeschaltet... ich habe es einfach getan... dann ließ er ab...
Die Besitzerin war auch soweit recht vernünftig - nur langsamer - nahm ihren Hund, fragte, ob mein Kleiner verletzt sei und als ich das verneinte, ging sie weiter... sie war nicht mal sauer - ich habe zwar nur einmal zugehauen, aber wenn jemand den eigenen Hund haut, ist man doch wütend, oder?
Ich fühle mich total verwirrt... schäme mich einerseits, andererseits musste ich meinen Kleinen schützen...
Ich verstehe nicht, was da passiert ist, der andere Hund war garnicht involviert... ich versuche auf alles zu achten und bin nicht ängstlich, verlasse mich auf mein Gefühl und das Gefühl meines Kleinen und dann sowas
Wie kann man sowas verhindern? Wie bringt man einen Hund vom eigenen runter? Mir war in dem Moment alles egal, ich habe nicht mal nachgedacht, es ging alles so schnell...
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Hi,
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...ich muss jetzt zur letzten Runde und zu Bett, aber ich hoffe, es gibt ein paar Erfahrungen und Tipps von Euch, die ich dann morgen lesen und beantworten kann.
Liebe Grüße & gute Nacht
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Hi, war bestimmt ein großer Schreck für dich und deiner Fellnase. :cuddle:
Oh ja, Erfahrungen habe ich hier in Berlin zu Genüge gesammelt und bei der Hundedichte sind immer mal Kandidaten dabei, die nicht nur ungenügend sozialisiert sind, sondern mit Beschädigungsabsicht auf Hunde zustürmen und die Halter es auch noch egal ist, leider.
Wir hatten bei unseren drei Hunden auch schon böse bis lebensbedrohende Situationen mit O.P. und haben mit der Zeit gelernt, anstürmende abzublocken ( entgegen treten, Weg abschneiden und den Hund mit lauter Stimme wegschicken) oder bösartige Attacken radikal abzuwehren (von Wurfkette über ins Halsband greifen, drehen und Luft abschnüren), eben mit körperlichen Einsatz.
Geschlagen oder getreten haben wir noch nie, doch wer weiß was noch für Situationen kommen und man sollte nie - nie sagen. Wenn einer unser Hunde dem Tode nahe wäre, würde ich sehr wahrscheinlich auch diese Mittel anwenden, da dann der Kopf ausschaltet.
Ich empfinde es in den letzten 3 Jahren auch immer schlimmer und viele HH immer unfähiger.
LG Sabine
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Hallo,
finde auch, dass du dich nicht schämen brauchst, du hast absolut das richtige getan.
Mir schlottern danach auch immer die Knie wenn ich in komische Situationen gerate (zum Glück nicht allzu schlimm).
Man hat keine Zeit zu denken, einfach irgendwas machen. Nur nicht untätig rumstehen, bevors übel ausgeht.
Dann lieber mal einen fremden Hund schlagen, als den eigenen zerfleischen zu lassen.
So sehe ich das jedenfalls.Bisher musste ich nur anderen Hunde wegdrängen mit dem Körper, oder abblocken. Außerdem anbrüllen, aber richtig ringen musste ich noch mit keinem Hund. Bin ich auch sehr froh drüber.
Von vornherein verhindern kann man sowas leider nicht. Auch wenn man überall seine Augen hat, es kann ja doch mal einer aus dem Gebüsch springen.
Und normalerweise stürzen sich gut sozialisierte Hunde nicht auf andere. Die sollten sich eigentlich langsam dem Geschehen näher oder zumindest in einem ruhigeren Tempo. Wenn sie losstürzen weiß man meistens schon, dass der nicht ganz koscher ist.. -
Ich finde schlagen im Notfall völlig legitim. Ich hab schon nen Dobermann mit der Leine verprügelt weil er immer wieder versucht hat an Pluto ranzukommen. Am Ende stand ich gebückt da, hab versucht den zitternden Beagle zwischen meinen Beinen festzuhalten, meinen Welpen hinter meinem Rücken irgendwie zu schützen und hab dem Mistvieh die Zähne gezeigt und gedroht. Als die Halterin nach zwei Minuten endlich mal da war wurden mir dann erstmal Prügel angedroht und ich wurde schön beschimpft weil ich ihren Hund geschlagen habe...
Einen anderer Hund (großer HSH Mix) kam auch ohne Herrchen zu uns, hat meinen Hund zähnefletschend bedroht, der hat zurück gedroht weil er meine Tochter schützen wollte (bei Ressourcen kennt mein Schisser keine Freunde mehr). Da hab ich mir meinem am Geschirr gekrallt, hinter mich geworfen, das Riesenvieh ging hinterher und ich hab mich an dessen Rute gehängt
Auch hier kam der Halter erst nach einer halben Ewigkeit.Beide Hunde waren nicht abrufbar. Für mich ist die Sache ganz klar. Wenn ein fremder Hund völlig ausser Kontrolle meine Hunde angreift reagiere ich so wie ich es für angemessen halte und das ist im Zweifelsfall ziemlich rabiat.
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Ich bin recht locker wenn es brenzlig wird und es wurde noch nie wirklich gefährlich, weil die Hunde bisher immer vorher wussten wann es reicht.
Das Patentrezept gibt es eh nicht. Jede Situation ist in sich neu und noch nicht da gewesen. Was bei einem Hund hilft (zB mit der Leine drauf hauen) kann den anderen erst recht rasend machen und erst recht schwere Wunden beim eigenen Hund provozieren.
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Gottseidank kamen wir noch nie in die Situation, dass ein Hund Shira ernsthaft angegriffen hat.
Das "Schlimmste" war bisher ein großer BC-Rüde, der Baby-Shira mit 14 Wochen eine Kante ins Ohr gebissen hat :censored: Dem Kerl hab ich, ohne groß drüber nachzudenken, die Leine hinterhergefeuert und wurde natürlich von Frauchen böse angemault, wie ich denn nur kann..! Beim Anblick der Wunde am Ohr wurde sie still und wir waren quitt.Ich bin froh, dass ich einen großen und sehr freundlichen Hund habe, sie versteht sich eigentlich mit jedem Anderen und so einen Überraschungsmoment haben wir noch nicht erlebt. Ich hoffe, das bleibt so - ich kann sie weder hochnehmen noch hinter mich werfen, geschweigedenn da halten.
Ich vermute aber, im Notfall würde ich auch schlagen und treten, Sachen werfen, egal was. und normalerweise habe ich auch immer ein "Hunde-Abwehrspray" in der vorderen Rucksacktasche... und JA ich weis wie man damit umgeht! -
Zitat
Ich bin recht locker wenn es brenzlig wird und es wurde noch nie wirklich gefährlich, weil die Hunde bisher immer vorher wussten wann es reicht.
Das Patentrezept gibt es eh nicht. Jede Situation ist in sich neu und noch nicht da gewesen. Was bei einem Hund hilft (zB mit der Leine drauf hauen) kann den anderen erst recht rasend machen und erst recht schwere Wunden beim eigenen Hund provozieren.
Oh ja, natürlich kann man auch falsch reagieren. Bei dem Boxer der Pluto damals gepackt hat hab ich auch falsch reagiert mit draufhauen und Co. aber das war auch wirklich ernst. Erst als der Halter endlich eingriff ließ der Hund los. Der Halter zog seinen Hund am Halsband hoch (Pluto baumelte dann zwischen dem Boxerkiefer in der Luft, wenn ich daran zurückdenke schüttelt es mich immer noch) und befahl ihm AUS, erst dann hats funktioniert. Wenn der Angreifer fest hält ist es wohl am Schlausten ihm erstmal vehement AUS zu befehlen und ihm dann in die Weichteile zu treten.
Bei mir handelte es sich aber bis auf diesen Fall um "bewegte" Kämpfe mit zutackern und nachgreifen und da hatte ich durch mein Mitprügeln die Chance den Hund von meinem wegzukriegen.
Im Endeffekt kann man eh viel reden: wenn es zu nem richtigen Kampf kommt denkt man nicht mehr nach.
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Ich finde du hast alles richtig gemacht.Als ich 6 Jahre alt war musste ich zusehen wie mein erster Hund zerfetzt wurde.Und als 6 jähriges Mädchen steht man nur dumm da und heult.Zum Glück hat er überlebt.Er konnte aber nicht mehr betäubt werden,sonst hätte er es nicht überlebt.Er musste ohne Betäubung "zusammengetackert" werden.
Und ganz ehrlich heute würde ich ALLES tun um meinem Hund zu beschützen.Ihr könnt mich alle für komplett geistesgestört halten,aber ich würde nicht nur mit der Leine hauen.Ich würde auch zu treten ect.Dieses Erlebnis geht niemals mehr aus meinem Kopf.
Aber meistens kann man die Hunde bevor sowas passiert abblocken.
Gestern war ich mit Pino bei meiner Tante.Ich war allein mit Pino und Karuso(Schweizer Sennenhund) und der fing ganz aggressiv an zu bellen.Für mich war das ganz schlimm.Ich hab am ganzen Körper geschlottert,bis meine Tante kam und dann eigentlich nichts los war... -
Ja Vivi, ich glaube dir, dass solche Erlebnisse prägen!
Wir hatten ja vor Shira 2 Hunde (den einen 5 Jahre, den anderen nur 6 Monate) und die waren auch beide nicht klein und beides sehr standhafte Rüden.
Samson (80cm SH) wurde mit ca 12 Monaten von einer Bordeauxdogge angegriffen, gottseidank konnte er sich selbst wehren und meine Mutter hat dem Rüden noch zusätzlich kräftig in die Kronjuwelen getreten. Unser Großer hatte "nur" ein paar Löcher, die kaum der Rede wert waren.
Pinto (55cm SH) war selbst unverträglich mit den meisten Rüden, auch er hat sich kräftig gewehrt als ihn ein Schäferhund aus dem Nachbarkaff am Hinterbein gepackt hat. Auch hier nur verhältnismäßig kleine Löcher.
Ich glaube, wenn man einen großen Hund hat, kann man noch eher drauf hoffen, dass sich selbiger zum Großteil selbst wehrt. Bei einem wirklich kleinen Hund reicht ja ein kräftiger Biss von einem Großen um enorme Schäden anzurichten, die beim großen Hund "nur Löcher" wären.
Manchmal kann ich verstehen, wenn Kleinhundehalter ein wenig ängstlich sind...
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