Was mach ich falsch? Stubenreinheit
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Hallo,
vor vier Wochen kam Pöppi zu uns. Sie ist eine kleine fast 6 Monate alte Havaneser-Malteser-Mix-Hündin.
Die Vorbesitzerin meinte damals, sie wäre stubenrein.
Bei uns zu Hause konnte ich das aber nicht bestätigen, denn die Kleine machte ins Haus und meldete sich gar nicht.
Okay, sie war neu bei uns und musste sich erst mal einleben, so war mein Gedankengang, und dachte, es sei halt nur das Ungewohnte hier, dass sie ins Haus macht.
Bin also im Zweistundenrhytmus mit ihr raus, hab sie draußen gelobt und Leckerli verabreicht und drinnen jedes Geschäft, es sei denn, ich erwischte sie auf frischer Tat - dann kam ein energisches "Pfui" und ich nahm sie hoch und ging nach draußen - ihr gegenüber ignoriert, als wäre nix gewesen und natürlich gründlich gesäubert.
Das sie sich draußen löst, war für sie noch nie ein Problem.
Trotzdem kam es immer wieder vor, dass sie bereits eine halbe Stunde nach dem Gassi-Gehen und draußen lösen wieder ins Haus pieselte.
Das große Geschäft hat sie nur am ersten Tag mal ins Haus gesetzt, sonst nie wieder, das macht sie zuverlässig draußen.
Bin dann mit ihr zum Tierarzt und hab checken lassen, ob sie vielleicht was mit der Blase hat oder eine Schwäche oder so, aber nichts, völlig gesund.
Nun, nach vier Wochen ist es so, dass sie sich noch immer nicht meldet, wenn sie mal muß und auch keinerlei Anzeichen zeigt (weder sucht sie intensiv, noch dreht sie sich, noch wirkt sie aufgeregt). Sie hockt sich dann einfach hin und pieselt, egal, ob sie Teppich, Laminat, Linoleum oder Fliesen unter sich hat.
Wenn ich sie erwische, kommt das "Pfui" und ich nehm sie hoch, sie hört dann sofort auf mit pieseln, wir gehen runter und sie macht, meistens, dann unten den Rest zu Ende, wenn sie nicht irgendwas anderes ihre Aufmerksamkeit beansprucht.
Ich lobe sie unten nach wie vor wie einen Welpen, aber irgendwie checkt sie es nicht

Wir hatten schon Tage dabei, da ging gar nichts ins Haus, aber dann, wiederum, z.B. gestern nach der Abendrunde (die beträgt so im Schnitt um die 25 Minuten), macht sie mir gleich drei kleine Pfützen hin. Zwei in das eine Kinderzimmer an unterschiedlichen Stellen und eine ins Schlafzimmer.
Nachts hält sie prima aus und schläft durch. Ich geh mit ihr das letzte Mal gegen 21.30 Uhr raus, nur zum Geschäft machen, und sie hält aus bis morgens um 5.30 Uhr, wenn ich dann aufstehe. Am Wochenende schläft sie sogar problemlos, ohne sich zu rühren oder was reinzumachen, bis 8.30 Uhr, aber da geh ich dann am Vorabend gegen 23.00 Uhr noch mal runter.
Sie bleibt auch schon zwei Stunden alleine und schläft während dessen. Auch in dieser Zeit macht sie nichts ins Haus.
Sie säuft auch absolut nicht übermäßig.
Im Moment geh ich im Drei-Stunden-Rhytmus mit ihr raus, was locker reichen müsste. An manchen Tagen tut es ja das auch, aber dann hab ich wieder das Gefühl, wir stehen wieder ganz am Anfang, weil gar nix klappt.
Ansonsten ist sie eine sehr liebe und aufgeweckte Hündin, die gern schmust und im Handumdrehen lernt, was man ihr beibringt.
Warum sie jedoch bei dem Thema Stubensauberkeit so reagiert, ich weiß es beim besten Willen nicht und weiß auch nicht, was ich sonst noch tun soll, damit sie begreift, dass sie NUR draußen ihre Geschäfte zu verrichten hat.
Möglicherweise hat sie die Stubenreinheit nie wirklich gelernt (was die Vorbesitzerin allerdings bestreitet - da hätte sie ja NIE in die Wohnung gemacht), denn eine andere Erklärung hab ich dafür nicht.
Ein Hund, der mal stubensauber war, der kann mal kurzfristig durch andere Umstände wieder reinmachen, aber das gibt sich doch in der Regel schnell wieder, wenn er sich eingewöhnt hat.
Und eingewöhnt hat sie sich zu 100 %. Sie ist eine völlig entspannte und zufriedene Hündin, die gut frisst, herumtobt und uns alle schon von Weitem erkennt (Fremde knurrt sie erst mal kurz an).
Wer hat noch Tipps?
LG Grit
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Zitat
Nun, nach vier Wochen ist es so, dass sie sich noch immer nicht meldet, wenn sie mal muß und auch keinerlei Anzeichen zeigt (weder sucht sie intensiv, noch dreht sie sich, noch wirkt sie aufgeregt). Sie hockt sich dann einfach hin und pieselt, egal, ob sie Teppich, Laminat, Linoleum oder Fliesen unter sich hat.
Wenn ich sie erwische, kommt das "Pfui" und ich nehm sie hoch, sie hört dann sofort auf mit pieseln, wir gehen runter und sie macht, meistens, dann unten den Rest zu Ende, wenn sie nicht irgendwas anderes ihre Aufmerksamkeit beansprucht.
Nun, nicht alle Hunde melden sich, wenn sie müssen.
Auch wenn die Hündin schon 6 Monate ist, ihr übt doch erst seid 4 Wochen mit ihr....gerade wenn sie vorher nicht stubenrein war, braucht man etwas mehr Geduld.
Wenn immer wieder etwas daneben geht, dann kann auch keine Stubenreinheit entstehen.
So wie ihr das bisher gemacht habt ist es richtig. Allerdings würde ich die Hündin mehr beafsichtigen, das nichts mehr daneben geht.
Vielleicht hilft es, die Leine an die Tür zu hängen, viele Hunde verknüpfen diese mit Gassi gehen und werkeln dann daran rum.
Viel Erfolg!
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Zitat
(Fremde knurrt sie erst mal kurz an).
Daran müsst ihr unbedingt arbeiten!
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P.S.
Ich würde auch auf Leckerlies achten, von einigen Leckerbissen müssen Hunde viel trinken....
Also nur Hauptfutter geben und eine Sorte Leckerlies, das mal austesten.
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Ich würd euch raten einfach dran zu bleiben, den Hund so gut es geht beaufsichtigen und bereits wenn ihr MEINT, sie könnte sich hinsetzen, dann raus bringen.
Hat sie sich einmal hingesetzt und pieselt, dann ist es mit der Korrektur zu spät.
Sie hats einfach noch nicht verstanden, dass es drinnen nicht erwünscht ist.
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Danke für eure Antworten.
Laut Vorbesitzerin war sie ja wohl stubenrein und sie bleibt auch dabei, dass sie es war. Habe wegen diesem Sauberkeitsproblem hin und wieder mit ihr telefoniert.
Sie säuft auch nicht zu viel, hat also keinen übermässigen Durst durch falsche Leckerli. Sie bekommt von mir sowieso nur ihr Hauptfutter (morgens um 6.00 Uhr und abends 17.00 Uhr) und als Leckerli bekommt sie jeweils immer ganz winzige Häppchen Fleischwurst.
Gestern ging es den ganzen Tag gut, sie hat nichts reingemacht. Aber dann abends hat sie sich doch wieder vergessen und ich kapier es nicht, warum, weil es für mein Dafürhalten keinerlei Notwendigkeit dafür gab

Ich war von 18.25 Uhr - 19.00 Uhr mit ihr richtig spazieren. Sie hat alles gemacht.
Um 19.45 Uhr hatte ich den Eindruck, sie müsste wohl noch mal, also runter in den Garten und sie hat da nach etwa fünf Minuten noch mal ganz kurz gepieselt.
Um 20.45 Uhr setzt sie eine Pfütze in den Flur
und verzieht sich sofort unter das Bett im Schlafzimmer, wo sie nachts, wenn sie nicht gerade im Korb oder auf ihrer anderen Schlafdecke liegt, die Nacht verbringt.Um 21.10 Uhr hab ich sie dann noch einmal gerufen und bin mit ihr runter, aber sie stand erst mal nur rum und dann ist sie schließlich auf ihre Pieselstelle im Garten und hat sich dort noch paar Tropfen rausgequetscht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das Prinzip noch nicht verstanden hat.
Sie liebt Lob und Anerkennung über alles und hasst es, wenn sie z.B. ignoriert wird oder gar geschimpft wird (mit Schimpfen mein ich ein energisches "Pfui" oder "Nein")
Wenn sie ins Haus macht, wird sie beim Erwischen ja geschimpft, was ihr gar nicht gefällt. Macht sie unten, wird sie gelobt, bekommt ihr Leckerli. Das muss sich doch bei ihr doch nun langsam mal verankert haben oder nicht?
Ich hab schon so viel bei ihr erreicht in der Erziehung. Sie hört sehr gut, sie beherrscht Sitz und Platz und Stop, Nein und Aus, gibt ihre Pfote, macht auf Kommando Männchen, sie kapiert super die Suchspiele, kann schon recht gut apportieren. Das hat sie alles mit Lob und Leckerli spielend und problemlos gelernt.
Warum krieg ich es also nicht hin, ihr zu verinnerlichen, dass im Haus keine Geschäfte gemacht werden dürfen?
Ich beobachte sie schon wie ich kann, nur kann ich nicht jede Sekunde meine Augen bei ihr haben. Das ist unmöglich.
Da sie auch keine festen Pieselplätze im Haus hat (im Garten und auf unseren Spaziergängen hat sie die definitiv), ist es noch schwieriger, sofort reagieren zu können, wenn es ihr einfällt, dass sie ja mal was machen will.
Es gibt auch kein Schema bezüglich der Zeiten. Das ist bei ihr wahllos. Mal passiert so ein Malheur nach 1 1/2 Stunden nach dem Gassi, dann mal wieder 20 Minuten danach und an manchen Tagen gar nicht.
Bevorzugt, das hab ich jetzt festgestellt, bringt sie solche Sachen entweder morgens nach dem Gassi oder abends danach. Wobei ich dem abendlichen Pieseln ins Haus halt vorbeugen wollte, in dem ich gestern mit ihr nach der großen Abendrunde direkt dann noch mal runtergegangen bin mit ihr und sie mir dann doch wieder reingemacht hat.
Das ist das, was ich nicht nachvollziehen kann und ich weiß da auch ehrlich nicht, was ich da wie machen soll.
Vielleicht schreiben hier noch andere, die ebenfalls große Probleme hatten, ihren Hund sauber zu bekommen und die es dann doch geschafft haben.
Das würde mir sehr helfen, nicht selbst so frustriert zu sein, dass ich bei dem Thema so versage. Dem Hund geb ich die Schuld nicht, ich mach was falsch, das weiß ich, nur ich weiß nicht, was

LG Grit
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hast du mal dran gedacht, sie an eine Box zu gewöhnen ? Das würd mir jetzt noch einfallen, damit sie nicht zuviel Raum zur Verfügung hat, den sie dann "beschmutzen" kann.
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Hallo,
du machst nichts falsch.
Ich gehe davon aus, dass die Hündin tatsächlich noch nicht stubenrein war.
Mit sechs Monaten ist sie nicht mal die große Ausnahme.
Unser Zweithund wurde auch erst spät zuverlässig stubenrein.
Du darfst nicht verzweifeln.
Das "Schimpfen" solltest du lassen, wenn du sie erwischt, da sie sich nach der Pipipfütze unter's
Bett verzieht, ist es ein Zeichen von Angst, Unsicherheit und Stress.
Durch den Zusammenhang Pipipfütze > ein strenges "Pfui" > negative Verknüpfung (Stress, Angst).
Das wiederum kann die Blasentätigkeit anregen.In diesem Fall würde ich das Urinieren, auch wenn du sie erwischt, nicht mit Schimpfen bestrafen.
Wortlos hochnehmen (wenn überhaupt) und dann raus.Du gehst recht häufig mit ihr heraus, das ist auch gut und richtig so.
Wie lange gehst du mit ihr generell heraus?
Du schreibst, dass sie auch nach diesen Runden wieder ins Haus macht.
In dem Alter kannst du schon größere Gassigänge machen, also nicht nur zum Lösen wie bei einem Welpen.
45-50 Min. solllten kein Problem sein, bis die Blase komplett leer ist.
Sie ist sechs Monate alt, ein kleiner Hund, sie wird schon pubertieren, war sie schon läufig?
Vor der Läufigkeit urinieren Hündinnen auch vermehrt.Gruß
Leo -
Hallo

Ich hatte ein ähnliches Problem.Am Anfang ging es eigentlich ganz gut mit der Stubenreinheit und dann plötzlich fing er an in die Wohnung zu machen.Ich kam vom spazieren wieder und es wurde erst mal in die Ecke gemacht.Ich hatte nur den Vorteil das er nur zwei bestimmte Ecken hatte.Ich hab also Zeitung ausgelegt und hab auch noch mal angefangen stündlich raus zu gehen,was wirklich nervig ist
und hab es ausgehalten.Jedes mal wenn er dann draußen gemacht hat hab ich mich total zum Affen gemacht und mich suuuuuper gefreut
Aber die Methoden hast Du ja alle durch,wie ich gelesen habe.
Vielleicht auch noch mal eine zweite Meinung eines Tierarztes einholen?!Ansonsten gaaaaaanz viel Geduld haben..Bei dem einen klappts schneller,bei dem anderen nicht ;)ärgerlich ist es trotzdem,kann ich verstehen.
Die Idee mit der Box finde ich auch gar nicht so schlecht.Oder auf einen raum begrenzen.Vielleicht da wo ihr euch tagsüber am meißten aufhaltet,damit man den Hund besser beobachten kann. -
Und nicht zu vergessen, in diesem Alter kommt auch noch diese sogenannte "Unsicherheitsphase" hinzu.
Möglich, daß der Umzug ins neue Heim für den Hund etwas stressig war.
Die Hündin muß sich ja erst einmal an eine komplett neue Umgebung, neue Menschen, neue Gerüche gewöhnen.
Vielleicht gibt es sogar komplett "neue" Regeln, die es im alten Zuhause nicht gab. Was auch immer, das alles kann schon mal etwas "verwirrend" für den Hund sein.Wegen dem "Melden".
Viele Hunde melden sich nicht so, wie es die Halter es gerne wünschen.
Die meisten scheinen es als Ideal zu empfinden, wenn Hunde bellen, oder fiepen, oder wahlweise sogar an der Tür kratzen.
Das sind halt recht "deutlichere" Zeichen, die von den Menschen deshalb auch schneller verstanden werden.Ich denke mir mal, daß Deine Kleine sich schon "meldet", wenn sie dringend muß, nur halt eben auf eine Art und Weise, die Du (noch) nicht gewohnt bist. Da wirst Du lernen müssen, Deinen Hund "richtig" zu lesen, so daß Du halt ihre Zeichen erkennst und diese auch richtig deuten kannst.
Für viele Hunde gilt es, wenn sie unruhig werden, vermehrt an einer Stelle schnüffeln, es sogar so aussieht, als ob sie ihre "dolle fünf Minuten" haben, so könnte es sein, daß sie nun "müssen".Der Rest klingt für mich nicht schlecht, was Du alles für Deine Kleine machst.
Weiter so!
Und Du wirst halt eben viel Geduld und starke Nerven mitbringen müssen, das gehört auch dazu.Schöne Grüße noch
SheltiePower - Vor einem Moment
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