Was mach ich falsch? Stubenreinheit

  • Zitat

    hast du mal dran gedacht, sie an eine Box zu gewöhnen ? Das würd mir jetzt noch einfallen, damit sie nicht zuviel Raum zur Verfügung hat, den sie dann "beschmutzen" kann.

    Genau! Das ist dann nämlich die Lösung für die Momente, wenn du mal kein Auge auf sie hast...

    Ich würde generell in den Pieselsituationen aufhören zu schimpfen- was da nicht alles an Fehlverknüpfungen von statten gehen kann........

  • Ich bin da der gleichen Meinung wie dieschweizer. Wir haben auch so eine kleine Kröte und es hat ewig gedauert, bis sie einigermaßen sauber war. Wir haben genau das selbe Spiel gemacht wie du und wussten einfach nicht, was wir noch tun sollten. Irgendwann habe ich einfach aufgegeben, mir Gedanken zu machen. Sie ist jetzt 1 3/4 Jahre alt und tagsüber sauber. Wenn wir zu spät ins Bett gehen (so gegen 1:00 Uhr oder später), dann wacht sie auf und dann kann es passieren, dass auf dem Weg ins Schlafzimmer die Blase drückt und wir am nächsten Morgen im Wohnzimmer einen kleinen See vorfinden. Wenn wir es schaffen, einmal nicht vor der Glotze einzuschlafen und früher ins Bett kommen, passiert normalerweise gar nichts. Ich mache mich nicht mehr verrückt und ergebe mich in mein Schicksal.

    In eine Box würde sich unsere nicht einsperren lassen. Sie würde vermutlich die ganze Nacht heulen. Ich halte auch nicht so viel davon. Allerdings würde ich grundsätzlich salziges Zeug vermeiden. Von Fleischwurst und Käse halte ich nicht so viel. Es ist fett und salzig. Auch wenn die Leckerli noch so klein sind, bekommen sie davon einfach mehr Durst. Ich dünste Putenschnitzel in der Pfanne (ohne Fett und Salz oder Brühe) nur in etwas Wasser und schneide sie, wenn sie kalt sind, in kleine Würfel. Die gibt es dann nur für Pippi draußen.

    Ich bin auch der Meinung, dass du länger mit ihr Gassi gehen solltest. Man glaubt gar nicht, wieviel Flüssigkeit in so einen kleinen Hund passt. Wenn sie sich dann nur noch ein paar Tropfen abquetscht, weil sie noch ein Leckerli haben will, weißt du, dass sie endlich leer ist.

    Setz dich nicht zu viel unter Druck. Mit sechs Monaten war meine noch weit davon entfernt, stubenrein zu sein. Alle erzählten mir, dass ihre schon nach 14 Tagen stubenrein waren usw., usw... Vergiss es. Sofern ich das beurteilen kann, machst du alles richtig, also habe einfach noch Geduld.

    Viel Erfolg, Brigitte

  • Zitat

    und als Leckerli bekommt sie jeweils immer ganz winzige Häppchen Fleischwurst.

    ´

    Nimmt sie sonst nichts anderes?

    Hundi muss nicht unbedingt mehr trinken, bei bestimmten Leckerlies, aber mehr pieseln.

    Die Hündin von meiner Schwester macht mit 7 Jahren noch ne Pfütze, wenn sie Wiener Würstchen bekommt.....

  • Ich werd sicherheitshalber noch mal einen Termin bei einem anderen TA machen. Glaube zwar nicht, dass da was bei rum kommt, denn sie zeigt keinerlei Anzeichen einer Blasenentzündung oder gar Blasenschwäche, aber sicher ist halt sicher :smile:

    Vorhin nun schon wieder reingepieselt. Ich war um 5.30 Uhr mit ihr, dann noch mal 7.00 Uhr und dann noch mal 8.00 Uhr bis 8.30 Uhr. Und eben hat sie sich hingehockt und ins Wohnzimmer gemacht. Einfach so aus dem Nichts. Ich lauf noch an ihr vorbei, ruf sie und sie kommt nicht gleich und ich geh gucken und sie pieselt gerade :sad2:

    Sie räumlich eingrenzen ist bei uns nicht so einfach. Wir haben hier im Haus aufgrund der Bauweise einige Türen rausmachen müssen. So gibt es z.B. keine Wohnzimmer- und Esszimmertür und keine Küchentür (irgendwann sollen mal Schiebtüren rein, aber im Moment fehlt das Geld, da wir das Haus erst gekauft haben und es bisher schon Unmengen an Geld geschluckt hat) Sie kann sich also dann immer zwischen den Fluren, den Wohn- und Esszimmer und der Küche bewegen, das kann ich nicht verhindern.

    Mit so einer Box. Sie hat ja ein Körbchen, was vorn offen ist. Eine Box hab ich auch, die man schließen kann, aber ich soll sie doch nicht etwa da drinnen einsperren :???:

    Wenn sie z.B. am Tag schläft, schläft sie tief und fest ihre zwei oder gar drei Stunden am Stück. Danach macht sie auch nie rein, wenn sie aufgewacht ist, sondern geht mit mir runter, ohne, dass sie auf die Idee kommt, sich irgendwo hinzusetzen im Haus und zu pieseln.

    Freudenpippi macht sie übrigens auch. Deshalb ignorieren wir sie so lange, bis wir unten waren mit ihr, erst dann gibt es eine richtige Begrüßung.

    Sie war noch nicht läufig, aber sie scheint es wohl demnächst zu werden, denn die Duftmarken von Rüden interessieren sie im Moment sehr. Sie schnuppert dann richtig selbstvergessen und intensiv. Das hat sie vorher so nicht gemacht.

    Bezüglich Pupertät, wir hatten vorige Woche drei vier Tage dabei, wo sie offensichtlich an vorübergehendem Gehörschwund litt, denn alles, was ich gesagt habe, hat sie ignoriert und mich teilweise aus der Entfernung richtig provozierend angesehen, was ich denn nun mache, wenn sie nicht hört. Ich hab mich da einfach durchgesetzt, auch, wenn es sehr anstrengend war und hab darauf bestanden, dass sie das macht, was ich will, was dann letztlich, allerdings mit Verzögerungen zu sonst, geklappt hat. Nun ist da wieder alles beim Alten und sie hört wieder gut auf alles.

    Die 30 - 35 Minuten sind die Zeiten, wo ich mit ihr laufe, damit sie sich löst. Das mach ich dreimal am Tag - morgens, mittags und abends. Danach wird dann immer noch gespielt und rumgetobt für ca. eine Viertelstunde. Zwischendurch geht es dann auf die Wiese vorm Haus zum reinen Lösen und ansonsten sind wir ohnehin ganz viel in unserem riesigen Garten, der zum Haus gehört, wo sie spielen, dösen usw. kann und sich auch, an vorgeschriebenen Plätzen, die sie gut akzeptiert, sich lösen kann.

    Sie hat also ausreichend Gelegenheit, sich komplett zu leeren und ihre Geschäfte draußen zu verrichten, sie muss hier niemals in die Verlegenheit kommen, dass sie drinnen machen muss, weil sie keine andere Wahl hat.

    Wenn ich jetzt ihr Gepiesel im Haus, auch, wenn ich sie dabei erwische, komplett ignoriere, wie soll sie denn dann verstehen, dass es nicht erwünscht ist, dass sie hier rein macht? Reicht es dann wirklich aus, dass ich es nur beim Loben unten lasse, dass sie es versteht? Ich hab nur Sorge, dass sie es so gar nicht lernt, wenn ich im Haus das Pieseln ignoriere, weil sie ja keine Konsequenz aus diesem unerwünschtem Verhalten hat.

    Das wäre ja so, wenn sie z.B. Tischbeine anknabbern würde, ich sie lassen würde und das ignorieren und drauf hoffen, dass sie es irgendwann von allein begreift, dass sie das nicht darf oder?

    Sie ist so pflegeleicht bezüglich anderer Dinge (sie mach nix kaputt, bleibt schon alleine und ist sehr folgsam), dass ich nicht begreife, warum sie dieses Sauberkeitsproblem nicht kapiert. Deshalb denk ich, der Fehler muss bei mir liegen, sonst würde sie das nicht machen, da ja alles andere so schön klappt.

    Jetzt kamen gerade noch andere Beiträge rein, danke, da baut mich schon wieder auf.

    Doch, sie nimmt auch andere Leckerli, aber auf Fleischwurst ist sie total scharf. Mit der Putenbrust, das werde ich mal probieren. Danke.

    LG Grit

  • Grit,

    wenn ich das alles so lese, klingst du sehr gestresst, Stress überträgt sich auf den Hund.
    Sicher, ich verstehe dich, Pipipfützen sind nervig.
    Noch würde ich mir persönlich nicht sooo viel Kopf darum machen.
    Sie ist noch jung, einfach noch nicht stubenrein (wenn sie gesund ist) und so lange hast du sie nicht.

    Halte dir vor Augen:
    Jeder gesunde Hund wird, früh oder später, stubenrein.
    Das Schimpfen würde ich tatsächlich lassen, das verunsichert sich nur, was wiederum zu Stress führt und das löst vermehrtes Pinkeln aus.
    Pinkeln kannst du nicht mit Möbel anknabbern vergleichen.
    (auch da würden andere Maßnahmen genügen)
    Ich persönlich bin auch kein großer Anhänger der Box, normalerweise bekommt man einen Hund auch so stubenrein.
    Das ist jedoch Ansichtssache.
    In deinem Fall sehe ich auch nicht so viel Sinn darin, denn du müsstest sie erst einmal daran gewöhnen, da das nicht von heute auf morgen geht, kannst du die Zeit besser in die Stubenreinheit investieren.

    So, nun entspanne dich etwas, lasse den Urin vorsichtshalber noch mal untersuchen, bleibe geduldig.
    Wie Sheltiepower schon schrieb:
    Dein Hund befindet sich in einer Unsicherheitsphase, schimpfe nicht, lobe sie viel

    Zitat

    denn alles, was ich gesagt habe, hat sie ignoriert und mich teilweise aus der Entfernung richtig provozierend angesehen, was ich denn nun mache, wenn sie nicht hört. Ich hab mich da einfach durchgesetzt, auch, wenn es sehr anstrengend war und hab darauf bestanden, dass sie das macht, was ich will, was dann letztlich, allerdings mit Verzögerungen zu sonst, geklappt hat.

    Auch so etwas kann einen Hund verunsichern, sie hat nicht provoziert und gedacht:
    "Was macht Frauchen, wenn ich nicht ausführe, was sie mir sagt?"

    Schraube deine Erwartungshaltung etwas herunter, ist nicht böse gemeint, aber je weniger Perfektion du erwartest und desto gelassener du reagierst, umso entspannter ist der Hund.
    Vor allen Dingen:
    Setze dich nicht selber unter Druck - das bringt keinem etwas.
    Hunde lernen ein lebenlang, durch ständige Wiederholungen, auch sie wird stubenrein.
    Wenn es mal mit dem Grundgehorsam nicht klappt, vergiss nicht, dass sie erst sechs Monate alt ist, da war noch keiner meiner Hunde fertig erzogen.
    Du musst nichts auf "Biegen und Brechen" durchsetzen, ich tendiere eher dazu, bei einem Junghund mal einen Tag auszusetzen, anstatt durchzusetzen.
    Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

    Kopf hoch, das wird schon!

    Gruß
    Leo

  • @ Leo :gut:


    Ich würde nur das hier:

    Zitat

    Schraube deine Erwartungshaltung etwas herunter, ist nicht böse gemeint, aber je weniger Perfektion du erwartest und desto gelassener du reagierst, umso entspannter ist der Hund.

    leicht umschreiben wollen.

    Je weniger Perfektion man erwartet, desto perfekter ist der Hund :D


    Ja,
    nimm den Druck aus Dir selbst heraus.
    Selbst wenn Du meinst, Du kannst Deinem Hund etwas "vorspielen", indem Du sie nur anlächelst und so tust, als ob alles in Ordung ist, so spürt sie doch ziemlich genau, wie es in Dir aussieht und reagiert darauf.

    Sieh es locker(er).
    Hab Geduld, starke Nerven und lege Dir vor allem eine gehörige Portion Humor zu, denn das wirst Du bei einem Junghund brauchen.
    Der Rest kommt dann wie von alleine.


    Zitat


    Kopf hoch, das wird schon!

    Gruß
    Leo

    Dem kann ich mich nur anschließen!
    Es wird wirklich schon werden. ;)


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Ich zitier Dich mal:
    "Ich hab schon so viel bei ihr erreicht in der Erziehung. Sie hört sehr gut, sie beherrscht Sitz und Platz und Stop, Nein und Aus, gibt ihre Pfote, macht auf Kommando Männchen, sie kapiert super die Suchspiele, kann schon recht gut apportieren. Das hat sie alles mit Lob und Leckerli spielend und problemlos gelernt."

    Dazu noch das Alleinbleiben-Können. Wow......

    Der Hund ist 6 Monate alt und erst seit 4 Wochen bei Dir. Könnte es sein, daß Du mit Deinen Anforderungen da ein bißchen zu hoch liegst? Vielleicht ist die Kleine einfach nur durch zu hohe Ansprüche überfordert und im Streß oder zeigt Unsicherheit?

    Versuch doch einfach mal, weniger (in der Menge) und weniger perfekt zu verlangen. Ein Hund mit 6 Monaten muß nicht auf den ersten Befehl schon alles perfekt ausführen. Sei froh, wenn er sich abrufen läßt, alleinbleiben ist supertoll, Stop-Kommano u.U. lebensrettend, aber guck selbst mal, wie oft und wie lange Du am Tag die Kommandos übst - nicht, daß es ihr zu viel wird?

    LG,
    BieBoss
    PS: eine verzögerte Reaktion (ganz langsames Hinsetzen aufs Kommando hin z.B.) kann auch einfach nur Beschwichtigung sein. Wenn Du darauf dann falsch reagierst und sie anherrschst (Unterstell ich Dir nicht, nur als Beispiel!), verunsichert das den Hund noch mehr. Wie ist Dein Tonfall dann, wenn Du das durchsetzt? Freundlich-konsequent, oder schon mal ein bißchen lauter oder genervt?

  • Ich mach mit ihr jetzt kein Training in dem Sinne, sondern binde das immer irgendwie mit ein.

    Ich hol sie mir also nicht her und bestehe jetzt auf ein Training, sondern es ergibt sich dann immer aus der Situation heraus, dass wir was üben. Das beschränkt sich dann auf ca. 3 x 5 Minuten am Tag

    Das "Sitz" und "Stop" hab am Straßenrand geübt und das schon von Anfang an, seit sie hier ist und bei jedem Spaziergang festige ich es jedes Mal, wenn wir hier die Straße überqueren.

    Das "Komm" hab ich mit ihr so geübt, dass ich sie immer gelobt habe, wenn sie mal eben so zu mir kam und habe das mit dem Kommando "Komm" im Lob verbunden und ihr ein Leckerli gegeben.

    Wenn sie draußen anderweitig beschäftigt war und nicht gehört hat, wenn ich gerufen habe, hab ich mich umgedreht und bin weggegangen und mich auch zweimal versteckt (ich lass sie grundsätzlich nur dort freilaufen, wo für sie keinerlei Gefahr besteht). Das hatte dann zur Folge, dieses Verstecken, dass sie jetzt auch Acht drauf gibt, wo ich mich befinde, sprich, sie schaut immer mal wieder zu mir und bleibt in einem Radius von ungefähr 10 Metern bei mir, was ich ihr, wenn es die Situation zu lässt, natürlich auch erlaube. Nun reicht nur noch mein Richtungswechsel, egal ob mit oder ohne Leine, und sie folgt mir sofort.

    Ich denke nicht, dass ich sie damit gestresst oder überfordert habe, sondern ich denke, ich habe mir einfach hier ihre Instinkte zu Nutze gemacht.

    Wenn ein bekanntes Kommando nicht gleich funktioniert, ich wiederhole es immer gleich freundlich konsequent und wenn sie länger braucht, um es auszuführen, wird sie genauso gelobt, als hätte sie gleich beim ersten Mal gehört. Für mich ist immer wichtig, dass sie es dann doch so tut, wie ich es von ihr verlange.

    Ich bin, so schätz ich mich ein, im Umgang mit ihr gelassen und locker. Allerdings, das merk ich deutlich, was das Thema Sauberkeit anbelangt, setz ich mich da unter Streß und sie dann ganz bestimmt mit. Ich kann das auch schlecht verbergen, weil es mich persönlich ärgert.

    Ich werde jetzt versuchen, das mit der Sauberkeit einfach nicht mehr zu bewerten und es so anzunehmen, wie es im Moment ist. Wenn ich mich aufrege innerlich, ist sie davon auch nicht sauberer, also kann ich es auch so hinnehmen und ihr die Zeit ohne Vorwürfe geben, die sie braucht, um es zu begreifen.

    Ich freu mich, hier in diesem Forum zu sein :smile:

    LG Grit

  • Oh ja das kennen wir auch.Stubenreinheit war für unseren Odin ein Fremdwort :lol: Wir waren auch am vertweifeln.
    aber mit viel Geduld hat es doch geklappt. Er war schon 8 Monate alt,als er es entlich begriffen hatte.

  • Zitat

    hast du mal dran gedacht, sie an eine Box zu gewöhnen ? Das würd mir jetzt noch einfallen, damit sie nicht zuviel Raum zur Verfügung hat, den sie dann "beschmutzen" kann.

    und dann, soll sie den ganzen Tag in die Box :???: :???:

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