Prävention gegen den Jagdtrieb
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Meine Trainerin hatte mir empfohlen (und hier wurde es ja auch gesagt) das Vorstehen zu belohnen (den clicker lernt Kimba im Moment noch kennen).
Das habe ich auch immer gemacht, aber ich hab das Gefühl, dass sich ihr Interesse an Vögeln und Meerschweinchen (bei denen steht sie immer vor) dadurch gesteigert hat. Seit ein paar Tagen mach ich's also wieder wie am Anfang mit "Nein" und plötzlich sind die Viecher wieder total uninteressant.Allerdings wäre das Vorstehen für Wild usw. ja eigentlich sehr gut und sinnvoll....meint ihr ich soll trotzdem weiter fürs Vorstehen loben, oder lieber nicht?
Weil wenn sie mir bald jeden Vogel anzeigt (und das sind hier sehr sehr viele), wird die Gassirunde sehr spaßig
Natürlich zeigt sie ein Verhalten, welches belohnt wird, vermehrt - das ist doch Sinn und Zweck davon, erwünschtes Verhalten zu bestätigen! Ich habe mir sagen lassen, dass Vorsteherwelpen anfangs auch jedem Pipifax begeistert vorstehen - das gibt sich mit zunehmender Erfahrung. Und natürlich bestätigt man das Vorstehen/Anzeigen von Spatzen höchstens noch mit einem müden "ist ok, weiter".Bei einem Hund, der einfach nur aus Neugierde oder als Reaktion auf einen unspezifischen Bewegungsreiz Interesse an Wild hat, würde ich wohl auch über ein simples Nein/Abbruchsignal arbeiten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass völlig normales, impulsives Verhalten regelrecht zu einem Jagdproblem hochstilisiert wird.... wenn ein Hund auf ein Nein hin das Interesse am Wild verliert, dann war dieses Interesse wohl eher in der "auch ganz nett"-Kategorie. Wenn er hingegen aus innerster Überzeugung weiss, dass genau DAS seine Bestimmung ist, wird er sich durch ein Nein bestenfalls aktuell deckeln lassen, aber sein Interesse am verbotenen Tun wird nur noch grösser, er muss nun bloss schneller aus dem unmittelbaren Einwirkungskreis von Herrchen/Frauchen entfleuchen....
Bei Rhian wäre ich eventuell über die reine Verbotsschiene weitergekommen, wenn ich gewusst hätte, mit genau welcher Härte ich die Strafe auf ein ignoriertes Nein konditionieren muss. Wusste und weiss ich bis heute nicht. Bei Splash weiss ich, dass es sich um ein wesentlich strafresistenteres Exemplar handelt, wenn seine Passion engagiert ist. Da müsste ich auch aus nichtigem Anlass echt brutal werden, und das ist für mich keine Option. Für ihn bringen Verbote in dem Bereich nur was, nachdem ich ihm sinnvolles und erwünschtes Verhalten in der Situation auftrainiert habe - und dazu gehört die Anzeige, bzw das Verharren nach dem Flush.
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Hi,
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Okay, danke erstmal für die vielen Antworten!
Ich habe mich dann jetzt dazu entschieden mit dem Clicker anzufangen und Vorstehen dann mit Click + Leckerchen zu belohnen. Allerdings wollte ich das nur außerhalb des Gartens machen.Wie sieht das mit den Meerschweinchen aus?!
Die Meerschweinchen haben bei uns ein großen Außengehege mit Innen- und Außenbereich. Es ist alles sehr gut gesichert, also der Hund hätte nie eine Chance dran zu kommen.
Die Meerschweinchen zeigt sie auch an, verharrt dann vielleicht ne Minute und dann springt sie ans Gehege und versucht eins zu erwischen, was natürlich nicht geht.
Wenn ich das Vorstehen belohnt hab war okay, aber 1 Minute später hat sie es mir dann wieder angezeigt...
Mit dem "Nein" macht sie einen großen Bogen um die Schweine und intertessiert sich eigentlich nicht weiter dafür (gibt ja genug anderes interessantes im Garten).Die Meeris kennen Hunde und haben auch keine Angst vor denen und bleiben schön am Zaun stehen, könnte ja was zu fressen geben

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Nur Anzeigen alleine bestätigen sagt dem Hund noch nicht, wie es danach weitergeht. Da springt er halt ein - was soll er denn sonst tun? Normalerweise nimmt man den Hund ja nach der Anzeige weg vom Wild, es folgt eine Umorientierung zum Halter. Bei den Meeris würde ich keine Anzeige bestätigen, die sind ja immer da. Da würde ich höchstens das Abdrehen und Bogen drum machen bestätigen, und es bei dem Nein belassen. Ist doch super, wenn sie das so akzeptiert.
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Nur Anzeigen alleine bestätigen sagt dem Hund noch nicht, wie es danach weitergeht. Da springt er halt ein - was soll er denn sonst tun? Normalerweise nimmt man den Hund ja nach der Anzeige weg vom Wild, es folgt eine Umorientierung zum Halter.
Also belohne ich das Anzeigen/Vorstehen und nehm sie dann raus aus der Situation (durch rufen, weitergehen,...)?
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Kurz noch unsere Erfahrung zu dem Thema: Besuche des Wildgeheges haben gar nichts gebracht. Nachdem unserer reiner Sichtjäger ist muss man eben mit offenen Augen durch die Welt gehen. So funktioniert das auch sehr gut.
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Ich finde Triebumlenkung auf artgerechte ( wenn auch nie perfekte) Ersatzbeschäftigungen und primär erstmal versuchen, dem Hund gar keine Gelegenheit zu bieten in der er Geschmack daran findet zu jagen, am sinnvollsten
Abruf, Down, etc sind doch nur Versuche etwas mittels Gehorsam zu kontrollieren, die aber immer vorraussetzen dass der Hundeführer die " Gefahr" rechtzeitig erkennt.
Über leg mal ob vielleicht Dummyarbeit was für dich wäre. Wenn du sehr früh anfängst und den Hund einige Zeit über den Dummy regelrecht ernährst, hast du eine Chance dass ihm das wichtiger ist als Wild und ihm diese Ersatzbeschäftigung genügt.
Es ist und bleibt ein Abklatsch der jagdlichen Arbeit und somit ist es wackelig, aber ein Versuch wert -
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Abruf, Down, etc sind doch nur Versuche etwas mittels Gehorsam zu kontrollieren, die aber immer vorraussetzen dass der Hundeführer die " Gefahr" rechtzeitig erkennt.
Also mir ist schon klar, dass ich Augen und Ohren immer offen haben muss bei so einer Rasse. Aber darum geht es mir auch gar nicht. Ich hätte nur halt gerne, dass mein Hund später (nicht immer und überall) ableinbar ist. Finde es sehr schade, wenn Hunde ihr Leben an der (Schlepp-)Leine verbringen müssen. Das möchte ich bei ihr so gut es geht vermeiden.
Das ich mit ihr niemals nur nebenbei offline durch den Wald laufen kann, ist mir durchaus bewusst!ZitatÜberleg mal ob vielleicht Dummyarbeit was für dich wäre. Wenn du sehr früh anfängst und den Hund einige Zeit über den Dummy regelrecht ernährst, hast du eine Chance dass ihm das wichtiger ist als Wild und ihm diese Ersatzbeschäftigung genügt.
Es ist und bleibt ein Abklatsch der jagdlichen Arbeit und somit ist es wackelig, aber ein Versuch wertDu hast wahrscheinlich nicht alles gelesen. Dummyarbeit machen wir schon seit sie hier ist und das findet sie auch total prima. Sie liebt ihre Dummy über alles und ist ganz begeistert bei der Sache.
Der Dummy ist ihr jetzt schon wichtiger als alles andere (auch als andere Hunde und das heißt bei ihr schon was
.
Ob das bei Wild aber später genau so sein wird, wird sich rausstellen. Außerdem möchte ich den Dummy auch nicht immer und überall später mitschleppen, sondern ihn nur zu gezielten Ersatzbeschäftigung einsetzen.
Im Moment würde sie den Dummy gerne permanent rumtragen, aber das untersage ich ihr.ZitatEs ist und bleibt ein Abklatsch der jagdlichen Arbeit und somit ist es wackelig, aber ein Versuch wert
Kennst du vielleicht zufällig einen Jagdhund, bei dem das mit dem Dummy so klappt? Würde mich sehr interessieren.
Übrigens bin ich über jede Information dankbar. Auch wenn jemand von seinem Jäger/Nichtjäger erzählt. Wie sind eure Hunde so ableinbar, wie reagieren sie auf Wild, was macht ihr dagegen usw.
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Mehrere
Pointermix Oma hier fand ihren Dummy definitiv bald spannender als den Hasen, aber sie ist ein Vollblutstöberer und findet schon immer Geruch toller als das eigentliche Objekt.
Dann eine Vizladame die für ihren Dummy sterben würde.
Einen Gordonsetter den man auf Flächensuche umgepolt hat seit er 6 Wochen alt ist ( ist bei der Züchterin verblieben, daher so jung)
Und dann noch einen absoluten Streberlabi aus Arbeitslinie. -
Okay, danke! Das macht mir doch Mut.
Ihre Nase ist super, den Futterdummy findet sie im tiefsten Wald und auch wenn es auf Leckerchensuche geht, hat Kimba am Ende mehr gefunden als die beiden andern zusammen.
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Huhu, ich bin's nochmal...

Kann mir vielleicht noch jemand eine gute Schleppleine empfehlen? Hab mir diese gummierte von K9 angeguckt und die gefällt mir echt gut! Wie viel Meter braucht man da denn so, damit man mit dem Hund auch noch gescheit arbeiten kann und die Leine sich nicht überall verfängt?

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