Kastration verstärkt das Problem?

  • Chrissi, möchtest Du mir jetzt erzählen, dass bei Behindertenbegleithunden sowohl der praenatale Testosteronschub der Mutterhündin ausbleibt und der Stoffwechsel anders funktioniert?

    Und noch eine Frage, möchtest Du den Hund der TS jetzt als Servicehund, Rettungshund oder ähnliches deklarieren?

    Ich frag nur mal.

    Birgit

  • Liebe Birgit,

    ich werde mit Dir hier keine Schlammschlachten führen.
    Unsere kleine Privat-Diskussion ist OT, da der Hund der TS weblich ist.

    Ich habe keineswegs gesagt, dass ich den pränatalen Testosteronanstieg negiere.
    Auch die Stoffwechselvorgänge nicht.

    Du hast vollkommen Recht :-)

    LG
    Chrissi

  • Zitat

    Genauso wird es geschehen.


    Du weißt aber schon das dann die Wahrscheinlichkeit eines Schutzes vor Tumoren am Gesäuge drastisch zurückgeht wenn Du mehrere Läufigkeiten abwartest...ich glaube nach der dritten Läufigkeit zu kastrieren hat so gut wie keine Schutzwirkung mehr vor Gesägetumoren.

  • Zitat

    Du weißt aber schon das dann die Wahrscheinlichkeit eines Schutzes vor Tumoren am Gesäuge drastisch zurückgeht wenn Du mehrere Läufigkeiten abwartest...ich glaube nach der dritten Läufigkeit zu kastrieren hat so gut wie keine Schutzwirkung mehr vor Gesägetumoren.


    Sorry,

    aber ich tu mir immer recht schwer mit dem Argument: "Kastration - weil dann der Hund nicht mehr krank werden kann".

    Sicher,
    wenn irgendein Organ nicht mehr da ist, kann genau dieses Organ wohl kaum Tumore bekommen.

    Nur,
    was machst Du denn mit den ganzen anderen Organen die sich ebenfalls noch im Hund befinden? :???:
    Viele Hunde neigen schon mal zum
    Lebertumor,
    Milztumor,
    Gesäugetumor,
    Gehirntumor.......
    Und so weiter.
    Die Liste läßt sich bestimmt ellenlang fortsetzen.

    Was möchtest Du dann machen, um dem Ganzen, was auftreten könnte, aber halt nicht zwangsläufig auftreten muß, entgegen zu wirken?
    Willst Du vorsorglich sämtliche Organe entfernen lassen, die "krank" werden könnten?

    :ka: Ob dann ein Lebewesen noch lebensfähig wäre? :/


    Sei mir bitte nicht böse, es ist keinesfalls als Angriff gedacht, aber es wäre schön, wenn Du mal darüber nachdenken würdest.


    Und übrigens,
    es steht doch noch der große Verdacht im Raum, daß kastrierte Hunde verstärkt zu Knochenkrebs neigen sollen.
    Ob es stimmt, weiß ich nicht.
    Wenn dies aber tatsächlich zutreffen sollte, sollte man dann nicht dem Hund gleich sämtliche Knochen mitentfernen lassen, wenn dieser eh schon kastriert wird?
    So quasi als "Vorsorge"? :???:


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Lächel, Chrissi, nein, Du negierst nicht nur lässt Du einige Dinge dezent unter dem Tisch verschwinden. Wie z.B. die Tatsache, dass auch ein kastrierter Rüde durchaus Paarungsverhalten einschließlich Aufreiten und Hängen zeigen kann und das rüdenhaftes Verhalten bzw. dessen Intensität schon vorgeburtlich festgelegt wird und nicht erst in der Pubertät des Hundes.

    Ebenso verschweigst Du, dass viele Verhaltensweise von anderen Hormonen abhängig ist als dem Testosteron und die Kastra in diesen Fällen wirkungslos im besten Fall, bestimmte Verhaltsweise verfestigend oder gar forcierend im übelsten Fall.

    By the way, Recht haben in dem Fall Niepel, Ganßloser und Strodtbeck.

    Nachlesbar u.a. in der Sitz, Platz, Fuss 02/11, der Partner Hund und anderen Quellen.

    Sina, das Risiko eines Gesäugetumores überhaupt liegt bei 0,2-1,8% aller Hündinnen weltweit.

    Und nicht die AScheinmutterschaften sind Hauptauslöser sondern Übergewicht der Hündin im ersten Lebensjahr durch zu protein- und/oder kohlenhydratreiche Kost. Ein weiterer Indikator sind die netten Spritzen zur Läufigkeitsunterdrückung.

    Birgit

  • Zitat


    Was sind denn triftige Gründe? Für Selektion gibt es diese? Und Angst vor Krankheit sind keine? Wird nicht aus Angst vor Krankheit selektiert?


    Das Problem ist doch: du hast Angst vor Krankheiten, die deinen Hündin vielleicht niemals bekommen wird, aber nimmst dafür in Kauf, das andere Dinge dann auftreten können oder sich verstärken.

    Ich bin absolut kein Gegner von Kastrationen, aber wenn dann bitte mit einem triftigen Grund dieser ist und bleibt - auch nach dem Tierschutzgesetz - nur eine medizinische Indikation. Angst vor eventuellen Krankheiten ist aber keine medizinische Indikation. Dazu verlierst du durch deine Angst - die ich durchaus nachvollziehen kann, auch aus menschlicher Sicht - die weiteren Nebenwirkungen völlig aus dem Auge, denn wie schon gesagt, es kann ein Rattenschwanz folgen, der einfach nicht absehbar ist und schon gar nicht vorher bestimmbar, genauso wenig wie die eventuellen Erkrankungen, wenn nicht kastriert wird.


  • Wenn das auf eine ernste Studie beruht, dann kann ich auch das nicht glauben...ich kenne einige Hündinnen, die es hatten aber nicht dran gestorben sind...jedenfalls soviel ich weiß...die meisten sind halt an Herzbeschwerden (oft aus dem extremen übergewicht heraus) gestorben...

    Die TS hat hier ihren Hauptgrund zur Kastration das Thema Gesäugetumoren genannt...ich wollte nur anmerken, das eine Kastration diesbezüglich nur was bringt wenn sie es früh genug macht...möchte sie warten bis zur dritten oder vierten Läufigkeit (was wahrscheinlich viel besser wäre) dann braucht sie deshalb auch nicht mehr zu kastrieren.

    wie gesagt ich habe keinen Hund kennengelernt, der daran gestorben ist...aber einige die im Alter daran erkrankt sind...

  • nun aber mal Butter bei die Fische: wer kann denn sicher sagen, das bei der kastrierten Hündin die nun keinen Gesäugetumor hatte, dieser aufgetreten wäre, wenn die Hündin nicht kastriert worden wäre? Es gibt keine Möglichkeit das zu sagen und schon gar keine Studie, die das sagen könnte.

  • Bielefelder Studie, Sina, von Gabriele Niepel.

    Die hat den Befall durch Mammakarzinomen aller Hündinnen weltweit als Grundlage und nicht wie die von Schneider anno 1969 nur eine begrenzte Population.

    Eben Cerri, das kommt auch mit hinzu.

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