Kastration verstärkt das Problem?

  • Zitat

    Bielefelder Studie, Sina, von Gabriele Niepel.

    Die hat den Befall durch Mammakarzinomen aller Hündinnen weltweit als Grundlage und nicht wie die von Schneider anno 1969 nur eine begrenzte Population.

    Eben Cerri, das kommt auch mit hinzu.

    Ich kenn diese Studien ;) ...bevor ich meine Hündin kastrieren ließ hab ich mich durch alle durchgewurschtelt

    Es ist halt schwer zu beurteilen welche Studien man ernst nehmen kann...viele Studien beruhen auf Modephänomene wie die der (für mich) absurden Frühkastrationen...

  • Eigentlich will ich nur sagen, das wenn ich heute vor der Entscheidung stände, nochmal sehr genau nachdenken würde...ich habe meine Hündin damals kastrieren lassen weil ich der Überzeugung bin das Auslandshunde wie meine kastriert gehören (natürlich kann mich keine Orga dazu zwingen...egal was im Vertrag steht).

    Ich hatte damals auch wahnsinnige Angst, das sich das unsichere Verhalten meiner Hündin verstärken würde...gebessert hat sich dadurch aber auch nichts...

  • Nun wurde ich die gute Gabriele Niepel nicht als Modephänomen sehen- nun ja. Äußern kann die Dame sich nicht mehr, da verschieden.

    Gaßloser und Strodtbeck haben dies alles nochmal aufgedröselt, was in mehreren Artikeln nachlesbar war.

    Interessant dazu ist auch die Äußerung Ganßloser und Strodtbeck, die die Kastra aufgrund der Tatsache, dass diese Hund oftmals Angsthunde sind und Angst cortisolgesteuert ist, von der Kastra abraten. Eben weil die Sexualhormone diese Hunde stabilisieren.

  • @Abessinierrin...es gibt halt keine Studien die besagen können welches Naturell der EINE Hund zeigen würde, wenn er kastriert und wenn er unkastriert bliebe.

    ich finde mit meinem fast 2 1/2 jährigen Hund kann ich noch nicht viel dazu sagen ob es einen Unterschied zu einer unkastrierten Hündin im Wesen gibt...dazu ist es noch zu früh...weil ich ein entwicklungtechnischen Unterschied noch nicht ersehen kann...wahrscheinlich kann ich es eher in ein paar Jahren beurteilen :???:

    Schade ist, das sich hier nicht andere HH mit älteren (also schon länger kastrierten) Hündinnen zu Wort melden...die könnten vielleicht eher was zu Wesensveränderungen sagen...

  • ich kenne ja durch Verein bedingt einige frühkastrierte Hündinnen, also vor bzw. nach der ersten Hitze. Wirklich ausnahmslos alle mir (!!!) bekannten kastrierten Hündinnen sind nicht sehr souverän. Die Unsicherheiten zeigen sich manchmal nur in Mobbing von anderen Hunden, manchmal in Umweltunsicherheiten, Mißtrauen gegenüber fremden Menschen, teilweise rüdenhaftes Gehabe (übertriebenes markieren, scharren, besteigen und rammeln von anderen Hunden), leinenpöbeln, "gezicke"....

    nun könnte man sagen: ja gut, all das machen auch unkastrierte Hündinnen, je nach Veranlagung und Erziehung.

    Das stimmt. Aber ich kenne viele souveräne coole "normale" unkastrierte Hündinnen.

    Aber ich kenne keine einzige souveräne coole "normale" kastrierte Hündin.

    Es gibt sicher welche, da sind die "Problemchen" kleiner, weniger auffällig, "gesellschaftstauglicher".

    Zu der "Gesundheitsvorsorge": Da auch ich vor den Gesäuge - und Gebärmutterproblemen große Angst hatte, kam mir eben ein Rüde ins Haus. Fertig.

    Und wie andere schon schrieben: Wie hoch ist das Risiko für Gesäugetumore? oder Gebärmutterkrebs? Oder Gebärmutterentzündung?

    Und wie hoch ist das Risiko für Lymphdrüsenkrebs? Für Knochenkrebs? Für andere Tumorerkrankungen? soll ich dann gleich ALLES am Hund amputieren, weil es könnte ja entarten und krank werden? .....

    Ich kenne sooooo viele unkastrierte Hündinnen, die wirklich uralt wurden. Mancher mußte tatsächlich im hohen Alter etwas operiert werden, mancher auch die Gebärmutter oder das Gesäuge, mancher aber auch ein Lymphknoten oder ein Hauttumor oder oder oder.....

    Die meisten Frauen haben Angst vor Brustkrebs... Yippieheiyä, lassen wir uns alle die Brüste amputieren, dann können wir keinen Brustkrebs mehr kriegen....

  • Zitat

    Schade ist, das sich hier nicht andere HH mit älteren (also schon länger kastrierten) Hündinnen zu Wort melden...die könnten vielleicht eher was zu Wesensveränderungen sagen...


    Das wäre sicherlich interessant zu lesen!
    Aber bedenke bitte, daß das immer im Auge des Betrachters liegt!
    Dabei spielt immer die eigene Vorstellung vom eigenen Hund eine ganz große Rolle!
    Hat eine Kastration dann "dabei geholfen", oder ist nichts von dem eingetroffen, was man eigentlich erwartet hatte.
    Dann wird (ob nun bewußt, oder unbewußt) immer mit der Vorstellung verglichen. Dann ist man halt entweder "zufrieden" mit dem Ergebnis, oder enttäuscht, daß nichts so gelaufen ist, wie man es sich gewünscht hatte.

    Und noch was!
    Man hat ja keine "Vergleichsmöglichkeit" mehr, was den Hund selbst betrifft!
    Ich meine, man kann doch nicht mehr sehen, wie eben dieser Hund sich entwickelt hätte, wenn man etwas gemacht, oder halt auch unterlassen hatte.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower


  • Sicher...und deshalb würde ich heute das ganze zweimal überlegen...eben WEIL ich nicht weiß wie meine Hündin sich entwickelt hätte wenn sie nicht nach der ersten Läufigkeit kastriert worden wäre...besser wäre gewesen wenn ich noch ein paar Läufigkeiten abgewartet und dann entschieden hätte...

  • Sina, mal völlig OT, aber fühl Dich mal herzhaft umärmelt.

    Fehler macht man und Du setzt Dich selbst jetzt noch mit ihnen auseinander. Kann längst Dich jeder und will längst nicht jeder.

    Respekt dafür und liebe Grüsse,

    Birgit

  • Zitat

    Sina, mal völlig OT, aber fühl Dich mal herzhaft umärmelt.

    Fehler macht man und Du setzt Dich selbst jetzt noch mit ihnen auseinander. Kann längst Dich jeder und will längst nicht jeder.
    Respekt dafür und liebe Grüsse,

    Birgit

    freu Dich nicht zu früh ;) ...ich weiß doch gar nicht ob es überhaubt ein Fehler war.
    ...ich hab nämlich AUCH den Verdacht, das gewisse Agressionen (die hormontechnisch ablaufen), wenn ich sie nicht kastriert hätte..erheblich größer geworden wären...zumindest während einer Läufigkeit...aber das wäre für einen kleinen Zeitraum auch zu managen.

    ...trotzdem würde ich mit meinem jetzigen Wissen wirklich sehr intensiv darüber nachdenken ob es wirklich nötig wäre...allein um EINE Krankheit vorzubeugen, ist eine Kastration meiner Meinung keine gute Entscheidung.
    ...naja, bei meinem Hund ist alles entschieden...es ist nichts mehr zu machen...

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