Was können eure Junghunde?
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Viktoria30 -
13. April 2011 um 12:48
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Also Lilly (5 Monate) kann bisher (nach einer knappen Woche bei mir - vieles ging da regelrecht von alleine bzw. konnte sie schon aus der Pflegestelle, weil sie es sich dort von den anderen Hunden abgeschaut hat):
- Abrufen/Folgen wenn sie zurück bleibt auf Namen, 'Hier' und auf Pfiff (99%)
- 'Bei mir' bleiben über kurze Strecken auch ohne Leine, wenn was 'gefährlich ist'
- Sitz und Platz (spätestens wenn ich am Leckerli-Beutel raschel :D)
- 'Anziehen' und 'Ausziehen' (kommen und hinsetzen zum Geschirr anziehen oder ausziehen) meistens
- An der Leine laufen, kurz wie lang (zu 90%, ab und an - vor allem wenn es heim geht - mach ich noch Anti-Zug-Training und manchmal läuft sie anfangs nicht so recht mit)
- Ball oder anderes Spielzeug apportieren (auch da nicht immer, vor allem draußen und nur so lange sie Lust drauf hat)
- 'PFUI' oder 'AUS' wenn sie was nicht aufnehmen soll (99%)
- Auf dem Gehweg laufen und an der (Quer-)Straße warten (arbeiten wir noch dran, klappt aber auch schon zu 99%)
- Bleiben/Auf mich warten (so halbwegs)
- 'Lauf' als Auflöse-Kommando
- Auf kurzes Verbot nicht in fremde Gärten / Höfe ... laufen
- Bei 'Aua aua' meine Hände nicht mehr als Kauknochen benutzen bzw. wesentlich vorsichtiger spielen
- auf 'Nein' oder 'Aus' meine Schuhe nicht mehr klauen, nicht an meiner Hose (spielerisch) rumzupfen und nicht die Sofakissen ankauen
- Signalisieren wenn sie raus muss
- Treppen laufen (nach Absprache mit meinem TA darf sie rauf meist laufen, runter trag ich sie noch teilweise)
- Und das allerwichtigeste: Einfach neben mir weiter laufen, wenn ich entspannt weiter gehe und sie rufe, sowohl bei anderen Hunden, Joggern, Radfahrern, Traktoren, Katzen, Vögeln, Traktoren, LKWs/Autos, Spaziergängern und allem anderen was sie interessant oder unheimlich findet - bis auf seeehr wenige Ausnahmen, wo sie wirklich Panik hat, aber auch das wird schon besser
- Dann noch: Sich (von mir) überall anfassen lassen, beim Tierarzt völlig entspannt und freundlich sein, abtrocknen lassen, Pfoten kontrollieren lassen, ins Maul und in die Ohren schauen lassen, Schlaf aus dem Auge entfernen lassen etc.
- Autofahren (sie hasst es zwar noch, wird aber von Mal zu Mal besser)
- Sich anderen Hunden und Fremden Menschen gegenüber anständig verhalten, sofern diese sie nicht Dauer-Bedrängen (dann wird schon auch mal geknurrt, ist aber auch ihr gutes Recht - bevorzugt versteckt sie sich aber einfach hinter mir
)
- Achja und 'Such' haben wir im Garten mit Leckerli auch schon ein wenig ausprobiert, klappt aber nur mässig bisher und ist vorerst auch nicht sooo wichtig, daher lass ich mir (bzw. ihr) damit noch etwas Zeit.Das finde ich alles schon sehr sehr viel für einen so jungen Hund und unsere kurze gemeinsame Zeit und wenn ich mir so manchen erwachsenen Hund anschaue, dem ich beim Gassigehen begegne... ist Lilly echt vorbildlich. Vor allem funktioniert das alles auch unter Ablenkung (zumindest zu 99%).
Mehr werd ich auch so bald bestimmt nicht von ihr verlangen, erstmal werden die Grundlagen gefestigt. Höchstens noch so ein paar Kleinigkeiten wie Pfote geben (Ansätze sind schon da), wenn es sich halt 'ergibt', genauso halte ich es mit 'Rolle' - wenn es sich im Spiel ergibt, kann man das mit nem Kommando verbinden, aber um das gezielt zu lernen, find ich es noch viel zu früh.Als nächstes großes Ziel steht ein Fahrradtraining an, das wird sie schon gehörig fordern, da sie Fahrräder doch seeeehr unheimlich findet. Natürlich fahr ich nur über kurze Strecken mit ihr anfangs, auch wenn sie durchaus schon ordentlich Tempo + Ausdauer hat, aber lernen sollte sie es schon noch diesen Sommer.
Später werd ich mit ihr aber auch irgendwas sportliches machen, entweder Dogdance oder Agility. Aber da muss ich selber auch erstmal wieder etwas fitter sein.

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Hi,
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Zusammengefasst finde ich sollte der Hund rechtzeitig gelernt haben sich an mir zu orientieren und mit mir zusammenarbeiten zu wollen (dableiben, Blickkontakt, kommen, zusammenarbeiten (Dummy etc.), alleine zu bleiben (bleib) und ein Verhalten einzustellen (Nein, Pfui).
Alles andere ist schnick/schnack.
(ist trotzdem nichts dagegen einzuwenden, kann jeder so machen wie er meint) -
Zitat
Ich finde für das Welpen- und Junghundealter weglaufen, nicht 100% kommen und anderweitig orientieren früh. :-)
Touché

Ich fühle mich einfach auch mal angesprochen. Ich weiß sehr wohl, dass meine Krawallschachtel – wie formuliere ich es – erzieherische Defizite hat. Klar soll sich das ändern und klar wird sich das ändern. Aber nicht mehr heute und vermutlich auch nicht morgen. Ich nehme die Erziehung meines Hundes ernst. Aber ich kann auch mal Schmunzeln, wenn es nicht so läuft, wie ich mir das so vorstelle.
Ich finde es toll und ehrlich bewundernswert, wenn ich hier lese, was viele junge Hunde schon so drauf haben. Aber es gibt eben auch Junghunde, bei denen das nicht so ist. Und davon geht die Welt auch nicht unter.
Ich denke, dass jeder, der hier registriert ist, sich ernsthaft um die Erziehung seines Hundes kümmert oder kümmern möchte und irgendwann an den Punkt gelangt, an dem er oder sie sagen kann: mein Hund ist gut erzogen. Beim einen ist das schon heute so und beim anderen dauert es noch. Alles kein Beinbruch.
Viele Grüße
Frank -
Zitat
anderweitig orientieren früh.
Anderweitig orientieren musste ich Shira nicht beibringen - das hatte sie mit 12 Wochen, als wir sie bekamen, schon ganz alleine drauf
Folgetrieb, Halter total toll finden und nie verlassen - fehlanzeige. Warum? Ich weis es nicht.
Weshalb wir daran auch am meisten Arbeiten. Rückruf, Orientierung, bei mir bleiben...das üben wir alles seit ca 5 Monaten aber es geht nur in kleinen Schritten vorran. Jeder Hund ist eben anders."Spielereien" die sie kann (Pfote geben z.B.) sind nebenbei entstanden und gehören hier echt nur in den Hintergrund.
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Zitat
Touché

Ich fühle mich einfach auch mal angesprochen. Ich weiß sehr wohl, dass meine Krawallschachtel – wie formuliere ich es – erzieherische Defizite hat. Klar soll sich das ändern und klar wird sich das ändern. Aber nicht mehr heute und vermutlich auch nicht morgen. Ich nehme die Erziehung meines Hundes ernst. Aber ich kann auch mal Schmunzeln, wenn es nicht so läuft, wie ich mir das so vorstelle.
Ich finde es toll und ehrlich bewundernswert, wenn ich hier lese, was viele junge Hunde schon so drauf haben. Aber es gibt eben auch Junghunde, bei denen das nicht so ist. Und davon geht die Welt auch nicht unter.
Ich denke, dass jeder, der hier registriert ist, sich ernsthaft um die Erziehung seines Hundes kümmert oder kümmern möchte und irgendwann an den Punkt gelangt, an dem er oder sie sagen kann: mein Hund ist gut erzogen. Beim einen ist das schon heute so und beim anderen dauert es noch. Alles kein Beinbruch.
Viele Grüße
FrankNein, genau, alles kein Beinbruch :-)
Muss auch nicht alles perfekt sein und ein Schmunzeln ist IMMER gut.Ich finde nur die Aufschreie "zu früh - für sinnvolle Beschäftigung" einfach verkehrt.
Wenn überhaupt etwas zu früh ist, dann zu viel vom Falschen und nicht wenig vom richtigen ;-)
Ich denke du verstehst wie ich das meine, oder?Jeder wie er mag.
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Zitat
Wenn überhaupt etwas zu früh ist, dann zu viel vom Falschen und nicht wenig vom richtigen ;-)
Ein schöner Satz.
ZitatIch denke du verstehst wie ich das meine, oder?
Ja. Und ich sehe es genauso. Hat der Hund Spaß daran und dränge ich ihn nicht auf Teufel-komm-raus zu einer Beschäftigung, weil man das halt so macht, dann ist alles in bester Ordnung.
Aber mir geht es auch darum, denjenigen Mut zu machen, bei denen eben nicht alles rund läuft. Die auf dem Acker stehen und es gar nicht verstehen können, warum der Hund sie so quält, während sie hier lesen, was "normale" Hunde in dem Alter schon alles können "müssen"

Viele Grüße
von Frank und seiner ungezogenen Göre -
Ich finde es vor allem wichtig dass die wirklich wichtigen Sachen funktionieren bevor man sich mit "Kram" beschäftigt.
Das ist in meinen Augen allen voran der Abruf und dann noch "Nein", "Sitz" und die Leinenführigkeit. Und viele Kleinigkeiten die den Alltag mit Hund entspannend gestalten.Ich glaube manche Halter überfordern ihre Welpen weil sie zu viel in die ersten Wochen/Monate packen und vielleicht auch noch Fehler machen beim Training. Wobei es halt auch ganz stark auf Rasse und Individuum des Hundes ankommt. Dummy suchen kann mein Kurzer z.B. auch, wobei ich da nichts lernen musste. Ich habs ihm zweimal gezeigt und als Dummy bezeichnet und dann wusste er was gemeint ist. Verweisen kann ers nicht, find ich aber cool wenn das schon klappt Spikybub
Wobei ich das meinen Hunden z.B. gar nicht beibringen werde, ich hab beschlossen einen reduzierten Erziehungstil zu leben ;-) -
Zitat
Ein schöner Satz.
Find ich auch, irgendwie der Satz des Tages
ZitatIch finde es vor allem wichtig dass die wirklich wichtigen Sachen funktionieren bevor man sich mit "Kram" beschäftigt.
Das ist in meinen Augen allen voran der Abruf und dann noch "Nein", "Sitz" und die Leinenführigkeit. Und viele Kleinigkeiten die den Alltag mit Hund entspannend gestalten.Ich glaube manche Halter überfordern ihre Welpen weil sie zu viel in die ersten Wochen/Monate packen und vielleicht auch noch Fehler machen beim Training. Wobei es halt auch ganz stark auf Rasse und Individuum des Hundes ankommt. Dummy suchen kann mein Kurzer z.B. auch, wobei ich da nichts lernen musste. Ich habs ihm zweimal gezeigt und als Dummy bezeichnet und dann wusste er was gemeint ist. Verweisen kann ers nicht, find ich aber cool wenn das schon klappt Spikybub
Wobei ich das meinen Hunden z.B. gar nicht beibringen werde, ich hab beschlossen einen reduzierten Erziehungstil zu leben ;-)Meine Rede... Dummytraining, Apportieren, vielleicht auch schon kleine Zirkustricks - warum nicht, solange es Hund Spaß macht und den Junghund körperlich wie geistig nicht überfordert. Es gibt durchaus schon Hunde, die in dem Alter einfach mehr brauchen, um ausgelastet zu sein oder es schlicht anbieten. Lilly macht schon so Späßchen wie 'Männchen' - ganz von sich aus, wenn ich ein Leckerli in der Hand hab. Ist halt ein kleiner Zirkusclown.
ABER - es gibt leider immer noch Leute, die erwarten, dass schon ein Welpe einen auf Lassie machen und am besten auf gar kein Kommando (Gedanken lesen?) schon alles können muss.
Wichtig sind die Basics, bei allem anderen kann man dankbar sein, wenn der Junghund schon was anbietet und so extrem gut lernen WILL. Man erwartet doch auch von nem Grundschulkind keine exponentielle Kurvendiskussion, sondern ist schon mit dem kleinen Einmaleins zufrieden.
Und wenn es mal nicht so klappt - schmunzeln und weiter üben.

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Zitat
Das hast du jetzt aber sehr lieb gesagt, Frank! Da "verzeih" ihr dir fast die Übung, die du deiner Göre zuletzt beigebracht hast!

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Zitat
Aber mir geht es auch darum, denjenigen Mut zu machen, bei denen eben nicht alles rund läuft. Die auf dem Acker stehen und es gar nicht verstehen können, warum der Hund sie so quält, während sie hier lesen, was "normale" Hunde in dem Alter schon alles können "müssen"

Das geht wohl nicht nur Junghund-Besitzern so... Wenn ich mir da so manchen 'Erwachsenenhund'-Besitzer anschau, der uns so beim Gassigehen begegnet...
Wobei ich sagen würde, dass es vielleicht 30% mein Verdienst ist (irgendwas mach ich ja schon richtig) und 70% Lillys, dass schon so viel so gut klappt. Ich hab einfach einen sehr kooperativen, schnell lernenden Hund, auch wenn sie manchmal ziemlichen Blödsinn im Kopf hat (vorhin hat sie - während ich mal ne Minute nicht hingesehen hab - ausgiebig mit meinem Hausschuh gespielt... hmpf... und dann soooo unschuldig geschaut, als ich ihr den weggenommen hab) und ab und an ihren Sturkopf durchsetzen will. - Vor einem Moment
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