Was können eure Junghunde?
-
Viktoria30 -
13. April 2011 um 12:48
-
-
Zitat
Auch wenn ich nicht Laura bin, ein Stopp braucht man für:
- Straße kommt, Hund muss warten zwecks anleinen / nachschaun
- unübersichtliche Ecke, Hund sollte warten bis Mensch geschaut hat
- irgendwas interessantes in der Ferne, wo Hund NICHT allein hinrennen sollte
- Spaziergänger / Jogger / Radfahrer kommen entgegen, Hund soll warten, bis man bei ihm ist und dann an die Seite
- und last but not least: Jagdabbruch / Rennflash-Abbruch / Spiel-Abbruch oder sonstigesAchja und in Lauras Fall: Vorarbeit auf den Abruf bzw. ein 'Bleib und warte auf mich'
Das Stopp mag jetzt nicht sooo relevant sein, wenn Hund an der Leine ist (egal ob kurz oder lang/Schlepp) und man die in der Hand hat, aber Laura will sicher nicht nen lebenslangen Leinenhund, also MUSS ein 'bleib stehen und warte' bzw. 'bleib stehen und komm zurück' Kommando her.
Warum reicht dafuer kein Rueckruf, bzw Notfalls noch ein Platz auf Distanz?
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Was können eure Junghunde?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ich finde ein Stopp auch unglaublich wichtig für einen sicheren Freilauf. Es gibt immer mal Situationen bei denen ein Rückruf eher gefährlich wäre, zB wenn ein Fahrradfahrer von hinten kommt und ich merke es nicht schnell genug, stoppe ich den Hund lieber bevor er beim Rückruf den Fahrradfahrer in den Weg rennt...
Stopp hab ich zum Beispiel über Symbolik aufgebaut:
Wenn Aika wo bleiben und dort auf mich warten soll, leg ich einen Gegenstand zum angeleinten Hund auf den Boden. Sobald der Hund verstanden hat, dass ein Gegenstand neben ihm "warten an ort und stelle" heißt, kann man auch während dem normalen gehen Gegenstand und Leine fallen lassen. Während dem weitergehen eine deutliche Geste. Dies kann man dann zusätzlich im einer Pfeiffe oder Hörsignal kombinieren und mit der Zeit die Symbole abbauen.
Allerdings zähle ich "Stopp" zu den sehr anstrengenden Sachen die weder zu oft noch falsch geübt werden sollten. Deswegen alles erst ab einem gewissen Alter und langsam aufbauen! -
Gut ist auch nach dem Stopp (hund steht und schaut was denn los ist) ihn jetzt zu einem vorher versteckten Futternapf zu schicken, damit er lernt: ui, Stopp lohnt sich...
-
Zitat
Warum reicht dafuer kein Rueckruf, bzw Notfalls noch ein Platz auf Distanz?
Du bist lustig...
Dass der Hund auf Kommando stoppt/stehen bleibt und bleibt wo er ist, ist doch die Voraussetzung für den Rückruf oder Sitz/Platz auf Distanz (und auch dort sitzen/liegen bleiben, was ja die größere Herausforderung ist!). Laura wäre sicher happy, wenn das beides statt dem 'Stop' perfekt funktionieren würde und könnte dann sicher auf den Stop verzichten (und ich auch
) -
Zitat
Du bist lustig...
Dass der Hund auf Kommando stoppt/stehen bleibt und bleibt wo er ist, ist doch die Voraussetzung für den Rückruf oder Sitz/Platz auf Distanz (und auch dort sitzen/liegen bleiben, was ja die größere Herausforderung ist!). Laura wäre sicher happy, wenn das beides statt dem 'Stop' perfekt funktionieren würde und könnte dann sicher auf den Stop verzichten (und ich auch
)Schön das dich das erheitert - aber alle meine HUnde können ein sicheres Platz auf Distanz.
Stop habe ich dafür nicht gebraucht und erst recht nicht habe ich das aufgebaut indem ich den Hund irgendwie in die Schleppe hab hüpfen lassen.
-
-
Ich bräuchte kein Stop, wenn Rückruf und irgendwas auf Distanz funktionieren würde. Hmpf. Bin froh dass Platz auf 1meter Entfernung noch klappt und Sitz aus dem gaaaanz langsamen Laufen.
Schön für dich, bordy, dass es bei dir funktioniert. Bei uns eben nicht.
-
Zitat
Ich bräuchte kein Stop, wenn Rückruf und irgendwas auf Distanz funktionieren würde. Hmpf. Bin froh dass Platz auf 1meter Entfernung noch klappt und Sitz aus dem gaaaanz langsamen Laufen.
Schön für dich, bordy, dass es bei dir funktioniert. Bei uns eben nicht.
Ice, du musst du nicht gleich eingeschnappt sein. Bordy baut das Kommando anders auf denke ich. Du und auch ich haben unseren Hunden ein haltergebundenes Sitz und Platz beigebracht, indem wir das Kommando direkt am Körper geübt haben anstatt den Hund einfach grundsätzlich zu bestätigen wenn er es irgendwo macht. Dadurch müssen wir das Kommando erstmal wieder in die Ferne verlegen, was ein bisschen umständlich ist. Das funktioniert z.B. wenn du Shira irgendwo anbindest und sie aus einem Meter Entfernung Sitz und/oder Platz machen lässt. Wenn das gut funktioniert auf zwei Meter, drei Meter, vier Meter u.s.w. Damit wird sie es irgendwann auch auf Entfernung beherrschen. Aber: viel wichtiger ist und bleibt (für mich) der Rückruf. Weil wenn der sitzt braucht man eigentlich nichts anderes mehr. Und da hast du vermutlich mehr Erfolgsaussichten wenn du das Training komplett auf den Rückruf ausrichtest. Viel Glück, du schaffst das ;-) -
Am Rückruf arbeite ich ja schon, ist auch momentan meine größte Sorge - ist ja nicht so, dass ich mir denke "Hund kommt net...kommter halt net" - sondern "Hund kommt net - was war nun falsch / was muss ich ändern?"

An den Kommandos auf Entfernung arbeiten wir auch, also Sitz klappt auf 2m entfernung gut, auf 5m entfernung größtenteils, danach - schwierig. Aaaaaber wie immer - wir arbeiten daran! Aber ich setze halt prioritäten und das steht im Moment so eher auf Platz 129

-
Mal zum eigentlichen Thema:
Mein Junghund beherrscht das Clickertraining besser als ich.
Nach Alltags-Clicker-Einsatz zu Beginn der heutigen Runde (Intensiv-Training, da wir übers WE faul waren und sich das gestern abend auch gleich bemerkbar gemacht hat) gab es recht schnell nur für die Orientierung (also selbstständiges nach mir umschaun) nix mehr, da Lilly aufgrund der sehr leckeren Leckerli und Hunger alle zwei Meter stehen blieb und mich anschaute. Ist zwar schön, aber am Sinn der Sache vorbei.
Tja... und was macht das Fräuleinchen da auf einmal? Sie lief ein Stück neben dem Weg im Feld (so zwei Furchen weiter in der Furche) und machte selbstständig immer wieder Sitz oder Platz oder 'Stop' mit Blick zu mir. Und die 'Einladung' hab ich angenommen, die ersten paar Mal nur das gute Verhalten geclickert, dann das passende Kommando dazu genommen und das geclickert.
Dadurch wurde das ein sehr schweigsamer und von meiner Seite eher passiver, aber extrem effektiver und erfolgreicher Trainings-Spaziergang (wobei Lilly selbstständig zwischendrin pausiert hat, indem sie halt ne Weile nix angeboten hat) mit einem Über-Aufmerksamen Streberhund. Ich hab noch nie so wenig getan und so viel dafür bekommen...Vielleicht wär das auch was für Euch, Laura? Clicker kennt Shira ja schon, soweit ich mitbekommen hab und vielleicht kannst Du ja darüber den 'Stop' erarbeiten oder halt das Sitz/Platz aus der Distanz? Sprich einfach dann, wenn sie von sich aus anhält 'Stop' sagen, clickern, Belohnung.
Gut, Lilly ist ein ganz anderer Typ, sehr an mir orientiert und von sich aus viel anbietend, aber nen Versuch wär es vielleicht wert. Auf die Art zu trainieren ist irgendwie total entspannt, auch wenn es durchaus Konzentration fürs richtige Timing und viel Geduld erfordert. Aber man vermeidet halt völlig, dass ein Kommando nicht klappt oder durchgesetzt werden muss und ist dann auch nicht so gefrustet.
Klar, im Alltag gibt es immer mal Situationen, da MUSS man ein Kommando geben und durchsetzen, aber da hab ich mich heute z.B. auf das allernötigste beschränkt und davon das meiste per Handzeichen statt per Kommando durchgeführt. Ging sogar deutlich besser. Auch wenn es zugegeben seltsam ist, den Hund fast die ganze Zeit anzuschweigen.
-
Zitat
Ich bräuchte kein Stop, wenn Rückruf und irgendwas auf Distanz funktionieren würde. Hmpf. Bin froh dass Platz auf 1meter Entfernung noch klappt und Sitz aus dem gaaaanz langsamen Laufen.
Schön für dich, bordy, dass es bei dir funktioniert. Bei uns eben nicht.
Hey.
Bei uns ist gerade das "Stop" (bzw."Warte!") für den Rückruf essentiell, weil ich Liska nicht aus dem vollen Lauf zurückrufen kann. Jahrelang geübt, hat nie geklappt, erst auf einem Seminar gab Pia Gröning uns den Hinweis Liska nicht direkt abzurufen, sondern es umzulenken, bzw. nicht zu versuchen den Blickkontakt zum Wild zu unterbrechen.
In dem Moment in dem sie Wild sichtet und rufe ich "Warte", zögere so das hinterher sprinnten hinaus und kann dann, weil sie ja noch von Schwanzspitze zum linken Ohr angespannt ist, ein "Sitz" hinterherschieben. In diesen Sekunden ist sie noch "steady". aber kontrollierbar. Ich kann anschließend ihr Spielzeug zur Belohung in die andere Richtung werfen oder schnell ein Suchspiel beginnen, um ihre Aufmerksamkeit zu halten.Aber fragt nicht wie anstrengend der Weg dahin war

Genau dieser Schritt hat ein erfolgreiches Antijagdtraining bei uns in all der Zeit verhindert. Der Einschub des Kommandos war der legendäre Knackpunkt

Dawn
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!