Was können eure Junghunde?

  • also nutzt ihr das Stop als abbruchkommando. trotzdem möchte ich mal was los werden. Viele üben mit ihrem Hund an der Schlepplein, damit der Hund lernt, sich besser am Halter zu orientieren. Im Gegenzug lernt der Halter, mehr über seine Körpersprache zu sprechen mit dem Hund nonverbal zu kommunizieren.
    Deshalb finde ich ein Stop in diesen Situationen:

    - Straße kommt, Hund muss warten zwecks anleinen / nachschaun
    - unübersichtliche Ecke, Hund sollte warten bis Mensch geschaut hat
    - Spaziergänger / Jogger / Radfahrer kommen entgegen, Hund soll warten, bis man bei ihm ist und dann an die Seite

    überflüssig. ansonsten hat man ja die gängigen rückruf kommandos oder wie Bordy bereits meinte, die möglichkeit, dem hund das Platz auf Distanz beizubringen.

    - und last but not least: Jagdabbruch / Rennflash-Abbruch / Spiel-Abbruch oder sonstiges
    - irgendwas interessantes in der Ferne, wo Hund NICHT allein hinrennen sollte

    hier greift das stop als abbruch unerwünschten verhaltens.

    ich möchte niemanden angreifen, aber hier geht es doch schon wieder los. :roll: mein hund kann dieses und jenes kommando, schafft es aber nicht, dass platz auf distanz auszuführen, obwohl er das platz "kann". Die frage ist dann: sollte man nicht eher zeit in die arbeit zum festigen der gängigen Kommandos stecken als zum erlernen neuer Kommandos?
    Eure Hunde sind noch so jung. Ihr habt noch nicht Euren Weg gefunden und probiert häufig neue Sachen aus. Wäre es nicht einfacher, eine klare Linie zu fahren, bei einem zu bleiben und nicht tausend neue andere Sachen auszuprobieren? So verwirrt Ihr nur Euch und Eure vierbeiner. Damit ist doch niemanden geholfen. Wenn es nicht funktioniert, ein Sitz oder Platz durchzusetzen bzw den rückruf, wird es in der regel nicht klappen, ein STOP auf Distanz durchzusetzen. ;) das meine ich jetzt nicht böse und ich hoffe, dass ihr es nicht so auffast.

    liebe Grüße

    Biggi

  • Zitat

    Wenn es nicht funktioniert, ein Sitz oder Platz durchzusetzen bzw den rückruf, wird es in der regel nicht klappen, ein STOP auf Distanz durchzusetzen. ;)

    :gut: Genau das meinte ich letztens, als ich im Kummerkasten-Thread etwas zum Rückruf geschrieben habe. Ich erwische mich immer noch dabei, dass ich Nimueh versuche mit einem Rückruf vom Acker zu holen, obwohl sie sich davor schon trotz »Nein« verabschiedet hat. Ich Dussel habe dann den Rückruf festigen wollen. Aber der ist in der Situation nicht das Problem. Mein Nein wurde als nicht so wichtig eingestuft. Das ist das Problem.

    Viele Grüße
    Frank

  • Da stimm ich dir voll zu Biggi: eine klare Linie hilft oft um sich auch endlich klar zu werden welche Dinge man genau von seinem Hund erwartet und wie man diese am besten kommuniziert!
    Hätte ich damals nicht sofort "meinen Weg" gefunden hätte ich wahrscheinlich auch erstmal ewig rumprobiert und gemacht, was mich und Aika bestimmt immer mehr verwirrt hätte :???:

  • :hust: Der Junghund hier (~8 Monate) kann:

    - in die Box rennen um auf sein Futter zu warten (er bekommt ein paar Kruemel, weil die anderen auch fressen)
    - sich draussen loesen
    - alles kaputt machen
    - sabbern wie ein Weltmeister

    Mehr kann der nicht. Er hat ganz grob begriffen, dass sitz = Po auf Boden und Platz = Bauch auf Boden bedeutet. Abruf, Leinenfuehrigkeit, auf seinen Namen reagieren lernt er gerade bzw. er hat es in den letzten 14 Tagen gelernt und vergisst es eh wieder.. Zusaetzlich hat er gelernt: Futter nur ueber Arbeit/Kontakt mit dem HF, ohne sitz+Blickkontakt keine Freigabe (egal zu was), Impulskontrolle und (ganz wichtig!) selber runterfahren und Ruhe halten..

    Das war's :lol:

  • Zitat

    Mehr kann der nicht. Er hat ganz grob begriffen, dass sitz = Po auf Boden und Platz = Bauch auf Boden bedeutet. Abruf, Leinenfuehrigkeit, auf seinen Namen reagieren lernt er gerade bzw. er hat es in den letzten 14 Tagen gelernt und vergisst es eh wieder.. Zusaetzlich hat er gelernt: Futter nur ueber Arbeit/Kontakt mit dem HF, ohne sitz+Blickkontakt keine Freigabe (egal zu was), Impulskontrolle und (ganz wichtig!) selber runterfahren und Ruhe halten..

    Das war's :lol:

    Zwei Fragen:
    -Wie lange hast du denn den Hund?
    -Impulskontrolle = Frusttoleranz? :gruebel:

  • Unser Racker ist jetzt 9 Monate und hat auch schon viel gelernt. Ist ja auch kein Wunder wir haben uns im HSV angemeldet. So lernt er alles was ein "guter Hund" lernen soll. Sitz, Platz Fuß ,Steh Das klappt schon fast perfekt aber nur fast.

    Aber er kann auch andere nicht so tolle Sachen :headbash: Garten umgraben, Schuhe zerkauen, Halsbänder unserer Hündin zerfleischen( schon 3 davon ) Decken zerpflücken. und Frauchen beim spielen blaue Flecken verabreichen.
    Aber !!! alles wird besser hoffentlich :lol:

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