• Er ist eine sie ! ;-)

    Ich sehe schon einen Unterschied zwischen "mal gerne was mitschleppen" und "fixiert auf einen Ball sein". Hunde (nicht alle) kann man leicht von einem Ball abhängig machen ... die leichteste Übung wäre doch, einfach mal kpl. auf den Ball zu verzichten, so ganz, mal eine Woche lang.

    Seltsamerweise antwortet aber JEDER mit "ich schränke es ein". Wer ist den abhängiger, der Hund oder der Halter, der seinen Hund damit abhängig macht !!??

    Gruß, staffy

  • Zitat

    Er ist eine sie ! ;-)

    Ich sehe schon einen Unterschied zwischen "mal gerne was mitschleppen" und "fixiert auf einen Ball sein". Hunde (nicht alle) kann man leicht von einem Ball abhängig machen ... die leichteste Übung wäre doch, einfach mal kpl. auf den Ball zu verzichten, so ganz, mal eine Woche lang.

    Seltsamerweise antwortet aber JEDER mit "ich schränke es ein". Wer ist den abhängiger, der Hund oder der Halter, der seinen Hund damit abhängig macht !!??

    Gruß, staffy


    Ja sicher kann ich auf einen Ball verzichten - aber warum sollte ich, wenn weder mein Hund noch ich ein Problem damit hat?

    Ich sehe eine Situation wie hier in diesem Thread.. Jemand beschreibt einen Hund, der zwar scheinbar einen ausgeprägten Beutetrieb hat, von daher näher im Umkreis bleibt und scheinbar hat keiner ein Problem damit. Der Hund trägt das Ding scheinbar ganz gerne, verteidigt es nicht und scheint zu akzeptieren wenn es weg ist.

    Mir erschließt sich ehrlich gesagt nicht, warum ich dann direkt den Teufel an die Wand malen muss bei einem Hund, der keine größeren Auffälligkeiten zeigt. Da schreibt jemand sein Hund mag den Ball oder ein gewisses Spielzeug, trägt es ganz gerne und krigt es manchmal geworfen - sofort kommt aus irgendeiner Ecke wer und schreit "Balljunkie!!".

  • Zitat

    er will nur mit mir und dem ball spielen............ein normaler spaziergang ist so kaum möglich........

    ist das normal? :???:

    Ich finde es nicht normal und sehe es so wie Staffy und Flying Paws, dass Du Dir einen Junkie ran gezogen hast.
    Und da ist es auch egal, ob er akzeptiert, dass der Ball von anderen Hunden weggenommen wird.

    So wie Du schreibst, ein normaler Spaziergang ist kaum möglich, kann wohl was nicht passen, oder? ;)

    Was ist denn, wenn Du den Ball nicht mit nimmst?? :???:

  • Also ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen.....versuch es mal ohne Ball.

    Von "spielt gerne mit dem Ball" zum "Balljunkie" ist es manchmal nur ein kleiner Schritt.

    Ich hab damals meiner Hündin einen Ball mit in den Wald genommen weil sie zum einen sehr viel Spaß daran hatte und zum anderen sie dann keine Leute angesprungen hat. Das war nämlich 2 Jahre lang ein großes Thema bei uns |)

    Das Ende vom Lied war......ohne Ball ging gar nichts mehr. Sie hat ihn sich zwar auch wegnehmen lassen usw. Aber...sie ist die ganze Zeit nur um mich rum, nach dem Motto "Werf endlich", es gab kein Ende, andere Hunde wurden ignoriert, es wurde immer schlimmer. Es gab echt nur noch den Ball.

    Wenn wir mal keinen mithatten....ohje....sie tanzte nur um uns herum....sie hat zwar weder gebellt oder sonstwas..aber war nur fixiert, wann wir endlich werfen. Und irgendwann kam der Tag, wo sie einen Hund angeblafft hat, einfach nur weil er an ihr schnüffeln wollte und sie wollte aber gerade uns dazu bekommen, den Ball zu werfen.

    Da wußte ich..es war etwas gründlich schief gelaufen. Ich habe dann eine gute Hundeschule besucht und sie auf "kalten" Entzug gesetzt. Stattdessen haben wir im Wald Baumstamm-Agility gemacht, Leckerchen unter Laub verstecken und suchen usw. usw.

    Und jetzt....habe ich einen super ausgeglichenen Hund der mit anderen Hunden spielt, der manchmal sogar an liegen gebliebenen Bällen vorbeiläuft und in seinem Leben noch einen anderen Sinn sieht, als Bälle zu holen, zu suchen usw.

    Ich weiß nur eins....beim nächsten Hund würde ich das Thema "Ball" anders angehen ;)

    Suse

  • zum thema ball empfehle ich das verhalten des hundes im spiel in bezug auf folgende grundsätzlche aspekte des spielverhaltens zu hinterfragen:

    - rollenwechsel (auch im solitärspiel vorhanden, es gibt hunde, die in geradezu alberner manier sich selbst den ball vor die füße werfen, sich mal mit den pfoten, mal mit dem ganzen körper drauf stürzen, dabei ein spielgesicht aufsetzen)

    - entspannte "luxusbewegungen", z.b. in dem fall ein albernes pfötelndes zum-ball-gehopse

    - vermischung von funktionskreisen

    - und zu guter letzt: spielverhalten als solches ist nur möglich, wenn die situation entspannt ist und nimmt im allgemeinen bei erwachsenen einen geringen teil der tagesenergie ein

    enomis, du hattest ja geschrieben, dass dein hund andere hunde nicht mehr wahrnimmt. das er nu auf den moment wartet, in dem der ball rausgeholt wird.

    wenn ein hund völlig fixiert auf seinen ball ist, sind die kriterien des spielverhaltens nicht erfüllt. ein ballfixiertes darauf-zuschießen (ohne luxusbewegungen) und umwelt-ausblendends verhalten hat nichts mehr mit spiel zu tun. hier zeigt der hund reine jagdsequenzen und es ist absolutes suchtverhalten, ähnlich einer stereotypie. auch das permanente auf-den-ball-fixiert-sein widerspricht sehr deutlich der tatsache, dass spiel nur einen geringen teil der tagesenergie einnimmt.

    suchtverhalten in bezug auf jagdobjekte macht das leben mit einem solchen hund sicherlich um einges leichter, da dieser nichts anderes mehr wahrnimmt. für den hund bedeutet es genauso abhängigkeit, wie für einen alkoholiker oder junkie. das ist heutzutage durch die hirnforschung bewiesen. es ist im endeffekt nichts anderes, als wenn der hund seinen eigenen schwanz jagd.

    ob du das in kauf nehmen möchtest?

  • gestern habe ich auf dem spaziergang den ball nicht rausgeholt...es ging auch so ...wir haben lecjerliesuchspiele gemacht....er durfte auf bänke und große steine springen.....erst als wir auf der wiese waren kam der ball zum einsatz....er spielte nur mit seinem ball und die anderen bälle haben ihn nicht interessiert....zw.durch mußte er absitzen,platz machen und durfte auch erst auf komando den ball holen.........ich miuß noch dazu sagen,dass die anderen hunde viel größer sind als er und auch jünger....sie tollen ziemlich grob miteinander rum und meiner mag das nicht......wenn ein hund in seiner größe kommt,dann hat er gestern auch den ball liegenlassen und hat den hund begrüßt und beschnüffelt............also denke ich nun,dass er nicht so süchtig ist,wie ich dachte

  • Zitat

    Nur mal als Frage:
    Warum läßt du nicht mal konsequent den Ball eine ganze Woche weg, ganz, immer !?

    Was hast du zu verlieren ?

    Gruß, staffy

    Was man verlieren kann? Einen hochwertigen Verstärker. Die sind notwendig, um den Hund effektiv erwünschte Verhaltensweisen (gutes Benehmen) beizubringen. Je mehr erwünschtes Verhalten effektiv belohnt wird, desto weniger muss mit Strafen gearbeitet werden.

    Bei "kranken Balljunkies" sieht das natürlich anders aus. Allerdings handelt es sich dabei um bestimmte Dispositionen und falsche Trainingsmaßnahmen.

    Wichtig ist a) das man dem Hund nach dem Ballspielen IMMER Pausen ermöglicht und b) sich der Hund in Gegenwart des Spielzeugs entspannen kann. Das kann man fördern, indem man beispielsweise den Ball auf den Boden legt und den Hund so lange massiert, bis er einschläft oder sich völlig entspannt.

    Ist das nicht mehr möglich, hat der Hund ein Problem und es sollte daran gearbeitet bzw. der Ball weggepackt werden.

    Ist aber bei der Userin anscheinend nicht der Fall ;)

  • ich sehe das auch als positiven verstärker.........das mit dem entspannt hinlegen neben dem ball,macht er auch von alleine....er buddelt dann auch mal und spielt einfach nur so mit dem ball..........

    was ich doof finde,sind unsere hundegruppen....leider stehen die meisten nur rum,unterhalten sich und schmeißen ab und zu den ball..oder die großen hunde spielen miteinander......meiner macht da nicht mit,weil die ebend so groß und grob sind............er sitzt dann einfach nur neben mir und deshalb gehe ich dann etwas abseits und spiele mit dem ball oder übe grundkomandos..........

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