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Beiträge von Sannchen

    Es tut mir sehr leid für Euch...fühl Dich umarmt

    :streichel:


    Ich habe auch im Moment sehr zu "knabbern"....ich habe meine Hündin im Alter von 15 Jahren am 26.01. gehen lassen...und weiß bis jetzt nicht, ob die Entscheidung richtig war...sie hat seit Monaten so "geröchelt"...nicht immer...aber ab und zu. Man konnte es an nichts "bestimmtem" fest machen. Wir hatten alles durch...Herzultraschall = super Herz, keine Auffälligkeit mit 15 Jahren, Lunge geröntgt usw. usw. Letztes Mittel: Bronchioskopie...wir haben lange überlegt, weil einem Hund mit 15 Jahren noch eine Narkose zumuten ? Aber da nichts half, haben wir einen Termin ausgemacht.


    Ich habe sie am 26.01. zum Arzt gebracht, sie ist in meinen Armen eingeschlafen...morgens hat sie noch mit einem anderen Hund gespielt, noch in der Praxis nach Leckerchen gebettelt weil sie ja nüchtern sein musste, hat mir dauernd Pfötchen gegeben...


    Ich gehe zum Auto.....klingelt mein Handy....der Tierarzt....ich solle sofort zurück kommen.


    Er hatte in ihrer Luftröhre einen bösartigen Tumor gefunden...Option: aufwendige OP mit langer Nachheilungsphase, Gefahr von Blutungen und die Gewissheit, das der Tumor nach Wochen/Monaten nachwachsen wird (er könnte nur ausgeschält werden, nicht komplett entfernt) und sie - wenn wir die Zeichen nicht sehen - ersticken wird.


    Ich habe dann mit meiner Tierärztin telefoniert (die Untersuchung war bei einem Spezialisten) und habe dann nach Rücksprache mit beiden Ärzten die schlimmen Worte ausgesprochen "Lassen wir sie in Frieden gehen"...ich habe ihr für die 15 tollen Jahre gedankt, sie ein letztes Mal gestreichelt und gehen lassen.


    In dem Moment war ich mit meiner Entscheidung "klar" weil sie ein langes Leiden nicht verdient hatte.....aber als "alles vorbei war".....da habe ich mich gefragt, ob ich es nicht doch hätte riskieren sollen...


    Aber beide Tierärzte sagten, es würden von großer Liebe zu ihr zeugen, wenn ich sie gehen lassen würde...darauf habe ich mich verlassen...


    Ich habe sie im Rosengarten einäschern lassen und ihre Urne steht jetzt bei mir im Wohnzimmerschrank.


    Ich wünsche all Euren Senioren das sie noch lange bei Euch sind....genießt jeden Tag mit Ihnen....manchmal kommt alles schneller als man denkt

    :(



    Suse

    Ich musste meinen Seelenhund am letzten Dienstag ganz plötzlich gehen lassen. Sie war zwar schon 15, aber total fit. Hat morgens noch mit einem anderen Hund gespielt...und wir hatten für 10.30 Uhr einen Untersuchungstermin in Vollnarkose. Sie hat seit einiger Zeit so geröchelt und es wurde keine Erklärung gefunden. Das Herz war voll in Ordnung, wir haben alles versucht....es blieb nur die Bronchioskopie. Aber mit 15 (Narkoserisiko) ? Wir hatten uns dann schließlich durchgerungen die Untersuchung machen zu lassen.


    Ich habe sie in meinen Armen einschlafen lassen. 2 Minuten nachdem ich die Praxis verlassen hatte, klingelte mein Handy. Ich solle sofort zurück kommen. Es war ein bösartiger Tumor in der Luftröhre gefunden worden. Er hätte nicht komplett entfernt werden können, wäre nachgewachsen....in einigen Wochen (wenn es lange gewesen wäre, Monaten) wäre sie - wenn wir den richtigen Zeitpunkt verpasst hätten - erstickt.


    Ich habe sie ein letztes Mal gestreichelt, ihr gesagt wie sehr wir sie lieben und ihr für die schönen 15 Jahre gedankt.


    Zur Zeit ist sie noch im Tierkrematorium, die Urne bekomme ich in den nächsten Tagen zurück.


    Die ersten Tage habe ich sehr mit mir gekämpft weil ich das Gefühl hatte, sie "umgebracht" zu haben, hatte ich ihr doch versprochen, der "Onkel Doktor hilft Dir und nachher sind wir wieder zu Hause". Sie war so fröhlich....hat noch kurz vor der Schlafspritze Pfötchen gegeben und gebettelt, sie wollte ein Leckerchen....auch wenn der Arzt gesagt hat, es ist der größte Liebesbeweis ihr Leid zu ersparen und sie jetzt gehen zu lassen...es hat lange gedauert, bis ich soweit war, es einzusehen. Bis dahin war ich (vor mir selber) der "Mörder" von meinem Hund der nichts böses geahnt hat.....


    Bei mir ist es jetzt ganz komisch...ich kann Fotos von ihr anschauen...aber bei ganz "alltäglichen" Dingen...da schnürt sich mir der Hals zu. Die Kühlschranktür öffnen und keiner kommt....abends in die Stille lauschen und ihre Schnarchgeräusche nicht hören...das letzte Stück Brötchen sinnlos in der Hand halten....da ist kein felliger Staubsauger mehr der ein Stück haben möchte....


    Die Terrassentür öffnen und keiner rennt an einem vorbei in den Garten...es regnet in Strömen und man muss nicht mit Engelszungen reden und den Hund davon überzeugen, das es drinnen gemütlicher ist (sie war bei jedem Wetter so gerne draußen...kein Sturm, kein Regen, kein Hagel konnte sie abhalten)...


    Sie war mein zweiter Hund.....der erste war 13 Jahre bei mir....sie 15.....aber sie war etwas ganz besonderes.


    Es tut so weh....aber ich weiß noch von "damals" bei unserem ersten Hund...irgendwann wird es besser werden....irgendwann


    Suse

    Es tut mir sehr leid, dass Deine Fellnase solche Probleme hat.


    Was ich jetzt nicht so richtig herausgelesen habe....ist denn schon mal geröngt worden ?


    Warst Du schon einmal bei einem guten Physiotherapeuten für Hunde ?


    Es kann auch schon mal vorkommen, dass eine ältere "Sache" an die man gar nicht mehr so denkt, "Spätfolgen" hat.


    Uns ging es z.B. einmal so, als unsere Hündin plötzlich von jetzt auf gleich Schmerzen zeigte und nicht mehr hüpfen und springen konnte. Normales laufen ging problemlos. Wir haben dann alles mögliche untersucht/untersuchen lassen...bis meine Tierärztin fragte, ob es vielleicht vor längerer Zeit ein Ereignis gab...und da ist es mir eingefallen....sie hatte sich beim wilden toben im wahrsten Sinne des Wortes mehrfach überschlagen....das war aber eine ganze Weile vorher....sie hat sich geschüttelt, ist aufgestanden und hat einfach weitergemacht. Und das über Wochen und Monate....


    Uns hat damals Physiotherapie, Wärme und gezielte Übungen (die Dir der Physiotherapeut zeigt) sowie eine Zeit lang Schmerzmittel gut geholfen.


    Ich drücke Euch die Daumen.


    Suse

    Zum Thema Beschäftigung ist ja schon einiges gesagt worden.


    Ich will daher nur zum "nicht durchschlafen" etwas sagen. Jeder Hund ist anders. Der eine schläft schneller durch, der andere später.


    Wir haben unsere Hündin vor nunmehr fast 15 Jahren mit 8 Wochen bekommen Ende Januar.....durchgeschlafen hat sie das erste Mal Ostern im April. Ansonsten waren wir jede Nacht 1 - 3 x draußen. Es hat lange gedauert, bis sie ihre Blase komplett unter Kontrolle hatte.


    Also nicht verzweifeln

    ;)

    ...irgendwann schlafen sie mal durch....der eine früher, der andere später.


    Suse

    @ Chris und Falco



    Ich lese es jetzt erst.....es tut mir sehr leid. Fühlt Euch umarmt

    :streichel:


    Auch wenn man weiß das es so besser ist und der Hund nicht mehr leidet....es tut so verdammt weh....


    Als mein erster Hund damals gestorben ist hat mich dieser Schmerz echt "umgehauen"....und ich war sicher, diesen Tag nie wieder erleben zu wollen....."nie wieder" zog dann irgendwann bei uns ein und wird jetzt bald 15....und wieder kommt die Angst vor "diesem" Tag.


    Ich wünsche Euch viel Kraft in diesen schweren Tagen. Ich hoffe es kommt für Euch bald die Zeit an der ihr mit einem lächeln an all die schönen Dinge denken könnt die ihr zusammen mit Euren Hunde erlebt habt....und die Tränen weniger werden.


    Suse

    Wegen den Zähnen kann ich Dir nichts sagen weil ich damit keine Erfahrungen habe. Aber...wegen der Narkose mit 8....ich kann Deine Ängste sehr gut verstehen und wollte Dir einfach ein bisschen Mut machen.


    Meine Hündin musste letzten Oktober - ca. 6 Wochen vor ihrem 14.ten Geburtstag - am Kreuzband operiert werden. Das ist - im Gegensatz zu einer Zahnsanierung - wirklich eine tiefe Narkose. Und sie hat alles ohne Probleme überstanden. Klar...letztendlich ist jeder Eingriff ein Risiko. Aber manchmal hat man einfach keine andere Wahl

    :streichel:


    Alles Gute für Deine Patienten und auch für Dich.


    Suse

    Wir fahren nur in den Hunsrück, Häuschen im Wald. Ggf werde ich da natürlich zum Doc gehen.


    Ich weiß nicht wo genau ihr in den Hunsrück fahrt. Aber solltest Du dort einen Arzt brauchen....ich kann die Tierklinik in Birkenfeld sehr empfehlen...dort ist unser Hund im letzten Jahr im Urlaub im Hunsrück "gelandet". Oder die in Trier soll sehr gut sein. Ich hoffe natürlich, dass es nicht notwendig ist aber ich dachte...wenn ich Dir die beiden nenne kann es auch nicht schaden

    ;)

    Ich speichere mir solche Sachen immer im Handy ab bevor wir irgendwo hin fahren. Man kann ja nie wissen....


    Suse

    Ich denke mal....das einzige was wirklich hilft ist das, was ihr bald nicht habt...Zeit.


    Mit 8 Monaten ist ein Hund ja auch oft im "Umbruch". Da kann selbst der bislang gut erzogene Junghund zum "ich höre und ich sehe nichts mehr" werden.


    Dann dazu noch Besitzer- und Umfeld-Wechsel, anderen Tagesablauf usw. usw.


    Wenn Euer Herz an dem Hund hängt würde ich versuchen die Zeit bis zur Halbtagstätigkeit noch zu nutzen um ggf. in Einzelstunden mit einem erfahrenden Hundetrainer etwas an der Situation zu ändern bzw. daran zu arbeiten. Dann für die Anfangszeit der Halbtagstätigkeit ggf. eine Hundebetreuung suchen (Verwandte ? Freunde ? Nachbarn ?).


    Gerade ein Hund der schon einmal sein zu Hause verloren hat ist oft (nicht immer) unsicher. Es wäre gut herauszufinden, warum er zerstört hat als ihr weg gewesen seit (z.B. aus Unsicherheit, Angst o.ä.)


    Wenn Ihr allerdings so verunsichert seit durch das was passiert ist und dadurch "unentspannt" im Umgang mit dem Hund....das merkt er natürlich auch und das erleichtert die "Sache" nicht unbedingt.


    Horcht in Euch rein.....wolltet Ihr genau diesen Hund weil er für Euch "perfekt" war oder wolltet Ihr diesen Hund "retten" und ein "gutes Werk" tun ?


    Manchmal passt es auch einfach nicht

    :verzweifelt:

    ...ich habe noch nie in meinem Leben ein Tier abgegeben und bin auch nicht der absolute Befürworter davon. Aber die Frage die man sich ehrlich selber beantworten sollte ist halt: bin ich bereit den Weg weiter zu gehen und ggf. auch Rückschläge hinzunehmen....oder ist es mir "zu viel" ?


    Egal wie Ihr Euch entscheidet.....Ich wünsche Euch viel Glück und alles Gute...für Euch und den Hund.


    Suse

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