Aufregung vor der ersten Einzelstunde

  • Das ist ein CumCane Ansatz.

    Es geht dabei darum, die konditionierte emotionale Reaktion des Hundes gegenüber anderen Hunden zu verändern.

    Anfixen wird deshalb auch geclickt, weil es eine UNBEWUSSTE Reaktion auf Adreanlin ist. Unbewusstes Verhalten kann nicht operant verstärkt werden und somit kann man schön ins Anfixen reinclickern und via klassischer Konditionierung Arbeit an der Basis betreiben.

    Wenn man einmal gesehen hat, wie schnell sich bei diesem Weg eine Verbesserung einstellt, ist man wahrscheinlich mehr überzeugt.

    Theoretisch fundiertes Training, dass in der Praxis erfolgreich eingesetzt wird.

    Ist übrigens auch beim Menschen so, alle unsere Entscheidungen werden letztendlich durch konditionierte, emotionale Entscheidungen getroffen, und unser Hirn bastelt sich dann eine rationale Erklärung zusammen.
    Die Emotionen haben IMMER das letzte Wort ;)

  • Zitat

    Ist übrigens auch beim Menschen so, alle unsere Entscheidungen werden letztendlich durch konditionierte, emotionale Entscheidungen getroffen, und unser Hirn bastelt sich dann eine rationale Erklärung zusammen.

    Stimmt, die Werbepsychologen verrichten bei mir auch immer einen sehr erfolgreichen Job. Stelle ich immer wieder fest, wenn ich einkaufen war. ;)

    Danke für die Erklärung! :gut:

    Ich werde meine Bildungslücke in diesem Bereich sofort schließen, kann ich ja nicht auf mir sitzen lassen. :headbash:


    Aber so richtig einleuchten, will es mir dennoch nicht...
    Das hieße ja dann auch, dass ich einen Hund jedes Mal loben müsste, wenn er Angst hat (bzw. Stresssymptome zeigt), um die Angst abzubauen.

    Kannste das bitte etwas weiter ausführen?

  • Zitat

    Das ist ein CumCane Ansatz.

    Es geht dabei darum, die konditionierte emotionale Reaktion des Hundes gegenüber anderen Hunden zu verändern.

    Anfixen wird deshalb auch geclickt, weil es eine UNBEWUSSTE Reaktion auf Adreanlin ist. Unbewusstes Verhalten kann nicht operant verstärkt werden und somit kann man schön ins Anfixen reinclickern und via klassischer Konditionierung Arbeit an der Basis betreiben.

    Wenn man einmal gesehen hat, wie schnell sich bei diesem Weg eine Verbesserung einstellt, ist man wahrscheinlich mehr überzeugt.

    Theoretisch fundiertes Training, dass in der Praxis erfolgreich eingesetzt wird.

    Und wie geht es laut CumCane danach weiter?

  • Ich schließe mich der Frage von flying-paws mal an.

    Dann wüßte ich noch gerne, denn das hört sich doch mal extrem theoretisch an, ob du dragonwog damit praktische Erfahrungen hast? Mir hört sich dieses anklickern von anstarren - weg von der Theorie, rein von der Logik her - grundsätzlich falsch an. Ich probiere ja immer gerne Dinge aus mit meinem Hund ... der gerne das Opfer spielt :D ... aber das wäre mir in diesem Fall zu brenzlig.

    Ich finde ja Hunde untereinander sind so praktisch ... sie sind so wenig lerntheoretisch sondern so schön praktisch, so fair und zackig. Die sagen kurz "pass auf Alter, dass was du da machst gefällt mir nicht, lass den Scheiß" und zack hat der Hund das begriffen.

    Aber ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren :) und lerne vor allem gerne dazu, wenn es sinnvoll erscheint.

    Ich überlege grade spontan, ob ich an diesem komischen Web-Seminar teilnehmen werde :D

  • Zitat


    Ich finde ja Hunde untereinander sind so praktisch ... sie sind so wenig lerntheoretisch sondern so schön praktisch, so fair und zackig. Die sagen kurz "pass auf Alter, dass was du da machst gefällt mir nicht, lass den Scheiß" und zack hat der Hund das begriffen.


    Und was passiert, wenn der andere den Scheiss daraufhin nicht lässt? Wollen wir Menschen diesen Weg wirklich bis zur letzten Konsequenz gehen?

  • Ich finde, euer Erfolg klingt doch schon mal super und ich drücke die Daumen, dass es für euch genau so weiter geht. Die Hauptsache ist, du fühlst dich mit eurem Training wohl und du bemerkst eine Veränderung bei deinem Hund!

    Sehr gut finde ich ja den Artikel von D. Mech über den Alpha-Wolf! Ich habs in meinem Clickertraining-Buch schon angelesen, aber den Artikel jetzt nochmal genau durchgelesen und für mich passt das gut! :D

    Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Spaß beim Üben miteinander!

  • Zitat

    Aber so richtig einleuchten, will es mir dennoch nicht...
    Das hieße ja dann auch, dass ich einen Hund jedes Mal loben müsste, wenn er Angst hat (bzw. Stresssymptome zeigt), um die Angst abzubauen.

    Kannste das bitte etwas weiter ausführen?

    Ja, loben im Sinne von Mut zu sprechen.

    Also, wenn dein Hund jedes Mal gelobt wird und ein Leckerchen bekommt und idealerweise noch ein Alternativverhalten lernt, womit die Angst weniger wird bzw. er sich aus der Bedrohung bringen kann, wird die Angst weniger.

    Auch streicheln führt nicht zu mehr Angst, vorausgesetzt, der Hund empfindet es als angenehm und fühlt sich dabei nicht bedroht.

    @all

    Wenn der Hund als Belohnung Schnüffeln, Weitergehen darf, Abstand zum Auslöser geschafft wird, dann ist es ein Alternativverhalten. Auch das Leckerchen werfen, sodass der Hund sich es holen muss, fällt fast darunter.

  • Zitat

    Ich überlege grade spontan, ob ich an diesem komischen Web-Seminar teilnehmen werde :D

    Mach es. Ich bin auf jeden Fall am Freitag dabei. Und freu mich schon total drauf. =)

  • @ naijra
    Diese Diskussionen wurden ja in anderen Threads schon bis zum erbrechen geführt, deshalb will ich diesen Thread dafür nicht mißbrauchen. Mich interessiert ja durchaus der Weg der hier gegangen wird, vielleicht grade weil er für mich eher befremdlich ist.

    Thera
    Hab mich mal angemeldet, mal schauen, ob ich noch mitmachen darf, Samstag ist ja scheinbar - ob der großen Nachfrage - ein zweites Webseminar angesetzt.

    Ich finde die Idee mit den Webseminaren eh gar nicht so blöd, grade wenn es um ein Seminar geht was primär auf dem theoretischen beruht, dass wäre mal ein Ansatz auch für andere, denn dann hätte man die Möglichkeit die Seminare zu besuchen, Wissen zu erweitern und müßte nicht so weit fahren, hätte keine Übernachtungskosten und keine Seminargebühren von 150-200 EUR.

    Das Seminar von Günther Bloch, wo ich war, hätte man auch gut als Webseminar machen können, dass von Mirko Tomasini ebenfalls. Bei Michael Grewes Seminaren eher schwierig, da doch viel Praxis und direkte Arbeit mit den Hunden ist. Generell aber ein guter Ansatz, den sich hoffentlich noch andere abschauen werden.

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