Allein bleiben? Zeitgefühl?

  • Wau, danke für Deine Erfahrung.

    Das gibt mir Sicherheit für die weitere Arbeit am Alleinbleiben. Er muss es in meiner jetzigen Lebenssituation ja nicht zwingend. Aber ich glaube, das egal wie "gut" man derzeit lebt, es kann Zeiten geben, in denen der Kleine eben allein bleiben können "muss" und dafür muss man vorbauen... so denke ich zumindest.

    Klar, ist es schön, Ausweichmöglichkeiten zu haben, aber ich muss an mir arbeiten, ihn auch mal allein zu lassen, ohne mich zu sorgen und schlechtes Gewissen zu haben. Im Rudel geht ja auch ein Teil zur Jagd und kommt nach Stunden wieder, die anderen haben andere Aufgaben und sind nicht gestresst. Also müsste es auch im Hund-Menschen-Katzen-was-auch-immer-Rudel gehen ;-) ich bin zuversichtlich und wenn es sogar bei Deinem Hund geklappt hat, der so schreckliche Erfahrungen machen musste, dann kann es doch bei einem vertrauensseeligen Hund ohne schlechte Erfahrungen auch klappen :-)

    Danke Dir!!! Dieses mal bin ich aber noch in der Zwischenstufe und lasse ihn bei meine Eltern und er ist nicht ohne Menschen. Aber ich werde es in Stufen weiter ausbauen und an mir arbeiten... :-)

    Viele liebe Grüße

  • Genau :gut:

    übe das MUSS und KÖNNTE...üben und Bauch sind gang wichtige
    Faktoren.
    Du machst das toll und einfühlsam!

    Grüße Susanne ( zwei sind eben nicht alleine :hilfe: )

  • Hallo,

    ich denke du solltest deinem Bauchgefühl folgen. ;)

    Klar bleiben auch unsere drei Fellnasen ohne Probleme alleine und gerade am Abend wenn man ausnahmsweise eine längere Party etc. hat schlafen sie tief und fest, doch schleicht sich ab einer gewissen Zeit (bei uns ca. 6 Stunden) ein Unwohlsein ins Gemüt und dann möchte man einfach nach Hause ....... auch wenn einem die Fellnasen dann noch verpennt entgegen kommen. :D

    Für dein aufkommendes Problem des Bellens beim klingeln etc. rate ich dir von Anfang an, deinen Hund auf seinen Platz zu verweisen und dort abzuliegen zu lassen.
    Ich würde mit Trockenübungen zu Hause beginnen.

    Der Hund wird auf seinen Platz geschickt oder geführt und muss bleiben (unterstützt mit auf den Platz werfende Leckerlis). Steht er auf und verläßt den Platz, sofort zurück schicken (nicht laut werden - immer im ruhigen Ton seinen Platz einfordern - z.B. gehe in dein Korb / Decke - besser noch kurzer: Korb - Decke und dann belohnen wenn er bleibt.

    Dann kann die richtige Übung losgehen. Ein Familienmitglied bleibt vor dem Haus und klingelt. Erst ein - zweimal und je nach Übungsschritt und Erfolg immer öfter.

    Wenn man ruhig und konsequent ist klappt es in relativ kurzer Zeit.

    Viel Spaß mit deiner süßen Fellnase :gut:

    Ich hoffe du entschuldigst das ich noch mal auf missplastik eingehe und damit außerhalb deines Themas agiere und noch mal informiere. :gott:

    Hier war schon mal das prisante Thema von Kennelhaltung.
    Mich hat das sehr geärgert, da ich es für Tierquälerei halte und den Tierschutz angeschrieben hatte.

    Hie noch mal den gekürzten, wichtigen Auszug der Antwort:

    Der Deutsche Tierschutzbund hat mir geantwortet und ich hoffe, das es für alle deutlich geschrieben ist!

    Sehr geehrte Frau xxxxxxx,

    vielen Dank für Ihr Schreiben vom 09.08.2010.

    Aus Tierschutzsicht sollten Hunde nur in Ausnahmefällen in Boxen untergebracht werden (z.B. zum Transport).

    Rechtliche Grundlage für die Haltung von Hunden sind das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Hundeverordnung ((http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/medi…everordnung.pdf). Nach §2 des Deutschen Tierschutzgesetzes muss jedes Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend verhaltensgerecht untergebracht werden. Dies ist bei der mehrstündigen Haltung eines Hundes in einer Box sicherlich nicht der Fall.

    Mit freundlichen Grüßen, im Auftrag
    Steffi Märke
    ________________________________
    [http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/pics/logo_dtsb_mail.gif] [http://www.tierschutzbund.de/fileadmin/pics…_schriftzug.gif]

    LG Sabine

  • Ich hätte an deiner Stelle den Hund auch die 5 Stunden allein gelassen.
    Aber vermutlich wäre es nicht gut gegangen, weil du selber dauernd gedacht hättest "geht das wohl gut?" Und genau, weil man sich viel zu viele Gedanken drum macht, ob ein Hund das wohl verkraftet, geht viel dabei schief.
    Ich habe mir zwar wohlweislich einen Hund ausgesucht, der kein Problem mit dem Alleine bleiben hatte, aber das hätte ja anders sein können. Ich bin aber mit der Einstellung daran gegangen, dass es wohl klappt und das tut es.

    Achja: Das, was ich oben schreibe, gilt nicht für Hunde, die nachweislich Probleme mit dem Alleine sein haben und auch nicht für Welpen, denn die sind viel zu jung dafür, um sie länger als max. ne Stunde allein zu lassen.
    Es sollte schon langsam gesteigert werden, aber eben nicht wegen 5 min mehr oder weniger gleich Panik geschoben werden.

  • Hallo,

    Zitat


    Mein Gewissen geht super damit um, endlich keine zerstörte Wohnung durch einen gestressten Hund, endlich einen schlafenden, ruhe findenden Hund, der nach den 9 Stunden im Kennel täglich 2 Stunden rauskommt.
    Und sie bellt nicht und sie macht nichts - sie schläft nur, als hätte sie drauf gewartet, dass ihr endlich jemand die Rolle des Bewachens abnimmt.
    Und das obwohl wir das Ding erst seit Freitag haben..

    Was soll sie denn auch 9 Stunden lang machen? Ihr bleibt wohl nix anderes übrig wie schlafen...sie kann sich ja eh nicht viel bewegen..

    ich finde sowas echt widerlich... mir egl, ob du das als email willst oder nicht...
    und sorry für OT

  • Danke Euch allen :-)

    Ich habe den "freien" Abend relativ genießen können, weil ich wußte, er ist gut aufgehoben, aber es war für mich trotzdem ungewohnt. Aber - wie gesagt - das sind wir HH, die die Sorge haben ;-) als ich zu ihm bei meinen Eltern ankam, war die Freude groß :-) aber schön entspannt :-)

    Ich werde dringend dran arbeiten, dass er allein bleibt und ich keine Sorge habe. Schön langsam Schritt für Schritt.

    Das OT-Thema Kennel stört mich übrings nicht, ich finde es gut, wenn aus einem Thema manchmal eine andere Diskussion erwächst - das ist ja (leider!) für manche die Alternative und darum gehört es ja irgendwie dazu und darum finde ich es gut, auch darüber zu reden und deutlich zu machen, dass es nicht artgerecht ist und dem Hund nicht gut tut, in einer Box so oft und dann auch noch so lange eingesperrt zu sein. Ich hoffe, dass die Halterin, die das tut, sich nicht einfach angegriffen fühlt, sondern darüber nachdenkt und versucht, etwas zu ändern... für sich und für ihren Hund!

  • Hallo,
    ich finds einfach grausam und besonders schlimm finde ich es immer, wenn behauptet wird, dass es dem Hund gut geht. Ein Hund kann nicht sagen, dass er unglücklich ist. Er resigniert oder wird verhaltensauffällig. Leider resigniert er in diesem Fall, sodass gedacht wird, dass alles in Ordnung ist.

  • Zitat

    Interessant, dass ihr wisst, ob ein euch total fremden Hund resigniert :roll:

    "interessant", dass die Zwischentöne nicht gehört werden... kaum einer verurteilt hier, die meisten geben nur zu bedenken, dass derjenige, der seinen Hund täglich lange Zeit in eine Box sperrt / sperren muss, vielleicht mal nachdenken / nachfühlen sollte, ob es seinem Hund auch wirklich gut geht... ich glaube ungesehen, dass derjenige seinen Hund sehr liebt und daher auch auf jeden Fall behalten will, aber ist das manchmal nicht egoistisch, wenn´s nur unter diesen Umständen möglich ist?! Ich wünsche keinem, vor so einer Entscheidung zu stehen... Ich wünsche demjenigen, etwas weniger Abwehr gegen das, was hier gegen die lange "Aufbewahrung in einer Box" gesagt wird. Ich glaube, keiner will hier jemandem, der seinen Hund liebt, wehtun - aber wachrütteln und das kann ja auch manchmal ganz gut sein. Vielleicht gibt es ja andere Möglichkeiten?

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