Deutsche Dogge für mich?!

  • Eine Dogge draußen zu halten ist für mich Tierquälerei. Die haben kaum Unterwolle und sind einfach nur noch verweichlichte zu groß geratene Schoßhunde. Ein Schatten ihrer Urahnen...

    Ich hatte selbst zwei Doggen. Hab sie mir nicht ausgesucht sondern geschenkt bekommen und ich würde mir nie wieder eine zulegen. Sie wurden zwar beide zehn Jahre alt, hatten aber lebenslang Probleme mit Gelenken, Tumoren, den Augen. Ganz schlimm. Waren für mich keine gesunden Hunde. Einer war vom Vermehrer, die andere von VDH Zucht also daran kanns auch net liegen.

    Ich würde mir keinen Hund holen der so extrem gefährdet ist früh zu sterben.

  • In meiner Hundeschule hat ein junges zartes Mädchen eine junge verspielte gar nicht zarte schwarze Dogge. Ein wunderschönes Tier.
    Wenn sie ihr das Leckerlie hinhält nimmt Nellie (die Dogge) die ganze Hand ins Maul. Ich bin froh, dass ich der Besitzerin nicht die Hand geben muss.
    Wenn Nellie mit Schara spielt, ist Schara mit weißem Schlabber übersäät.

    Die Mutter der Besitzerin ist auch meistens dabei und kann Nelli auch nicht halten. Sie ist einfach verspielt und ungestüm. Bei einem kleineren Hund kein Problem, aber bei so einem großen wird das schon schwieriger.

    Ich habe die Mutter mal beim Drogeriemarkt getroffen. Ich war mit Schara drinnen und die stand ganz lieb neben den ganzen Hundeleckerlies. Da schaute die Mutter ganz traurig und meinte, das ist halt auch schön wenn man mit so einem Hund in die Stadt gehen kann.

    Mit Nellie kann man (noch) nicht in die Stadt gehen. Sie freut sich über jeden den sie sieht und lässt es den auch wissen. :hust: Abends um die Häuser ziehen ist auch problematisch weil viele Leute wirklich Angst vor so einem großen schwarzen Hund haben.

    So herrlich wie Nellie ist, aber man muss das schon wirklich mögen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie das mit dem Geschlabbere daheim geht. :/

  • Zitat

    Ich würde mir keinen Hund holen der so extrem gefährdet ist früh zu sterben.

    Das ist für mich der Grund, weshalb ich keine "Nachfrage" schaffen will, eben durch den geplanten Kauf eines Welpen. Weil ich trotzdem Doggen einfach liebe, also sozusagen in einem Dilemma stecke, sind es als Kompromiß bisher immer ältere Doggen aus dem Tierschutz gewesen. Dadurch schaffe ich keine Nachfrage, und die Vierbeiner haben noch eine schöne Seniorenzeit.

    LG, Chris

  • Hallo,

    auch wir hatten über eine DD nachgedacht, weil ich die Rasse einfach toll finde - uns hat die geringe Lebenserwartung von durchschnittlich 5-6 Jahren abgehalten. Ich fand die 12 Jahre bei meiner ersten Hündin schon zu kurz.

    Ich würde definitiv auf einen sehr guten Züchter achten und schonmal ein Sparkonto anlegen =) denn die Tiere fressen ne Menge und kosten leider auch beim TA einiges.

  • Ich würde Dir auf jeden Fall davon abraten, eine Dogge in der Wohnung zu halten! Auch wenn du sagst, du wärst anfangs zuhause usw.

    1.) Wenn du nicht da bist und sie ist noch ganz jung, zerlegt sie deine Einrichtung, nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie dich vermisst!

    2.) Du brauchst viel Zeit, wirklich viiiiiiel Zeit, um mit deiner Dogge den Gehorsam zu üben, und es ist bei einem so großen Hund sehr wichtig, dass sie vernünftig an der Leine geht, keine Radfahrer fängt usw. Mann kann einen 50kg-Hund nicht mal eben festhalten, wenn er schnell mal wo hinterher rennen will......

    3.) Dein Eltern werden sich bedanken, wenn deine Dogge ihren sicherlich gut gepflegten Garten umgegraben hat :D Das tut sie nämlich leidenschaftlich gern!

  • Zitat

    Das ist für mich der Grund, weshalb ich keine "Nachfrage" schaffen will, eben durch den geplanten Kauf eines Welpen. Weil ich trotzdem Doggen einfach liebe, also sozusagen in einem Dilemma stecke, sind es als Kompromiß bisher immer ältere Doggen aus dem Tierschutz gewesen. Dadurch schaffe ich keine Nachfrage, und die Vierbeiner haben noch eine schöne Seniorenzeit.

    LG, Chris

    Finde ich toll! Denn fördern sollte man die Zucht der kaputten Giganten nicht. Ich hoffe ja dass sich die Doggenzüchter ein wenig auf die Rückzüchtung besinnen, die Hunde ein bisschen kleiner und leichter züchten und dafür wieder gesünder. Weil es sind einfach klasse Hunde, ich habe meine Beiden auch sehr geliebt. Aber eben genau deswegen möchte ich die Zucht nicht fördern.

  • Zitat

    Ich würde Dir auf jeden Fall davon abraten, eine Dogge in der Wohnung zu halten! Auch wenn du sagst, du wärst anfangs zuhause usw.

    1.) Wenn du nicht da bist und sie ist noch ganz jung, zerlegt sie deine Einrichtung, nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie dich vermisst!

    2.) Du brauchst viel Zeit, wirklich viiiiiiel Zeit, um mit deiner Dogge den Gehorsam zu üben, und es ist bei einem so großen Hund sehr wichtig, dass sie vernünftig an der Leine geht, keine Radfahrer fängt usw. Mann kann einen 50kg-Hund nicht mal eben festhalten, wenn er schnell mal wo hinterher rennen will......

    3.) Dein Eltern werden sich bedanken, wenn deine Dogge ihren sicherlich gut gepflegten Garten umgegraben hat :D Das tut sie nämlich leidenschaftlich gern!

    Und was ist da bitte der Unterschied zu jedem anderen Hund? :???:

  • Zitat

    Ich würde Dir auf jeden Fall davon abraten, eine Dogge in der Wohnung zu halten! Auch wenn du sagst, du wärst anfangs zuhause usw.

    1.) Wenn du nicht da bist und sie ist noch ganz jung, zerlegt sie deine Einrichtung, nicht aus Böswilligkeit, sondern weil sie dich vermisst!

    Dieses Argument geht irgendwie schräg von hinten links durch die Brust ins Auge... ;)
    Statt einem vom Alleinsein gestreßten Junghund (jetzt mal völlig schnurz welcher Rasse) dann in den Zwinger zu sperren, was ja dann die Alternative zur Wohnungshaltung wäre und ihn da IMMER noch Streß haben zu lassen, wäre es doch irgendwie sinniger, dem Junghund das Alleinsein beizubringen.

    LG, Chris

  • Für mich ist Wondermomans Statement nicht ganz nachvollziehbar. :???:
    Jeder Hund könnte die Inneneinrichtung in Haus/Wohnung beschädigen..bsp. gibts ja hier mit diversen Fotos im DF genug.Auch buddeln die meisten Hunde sehr gerne,da brauche ich keine Dogge um mir meinen Garten umgraben zu lassen.Und wo besteht der Unterschied zwischen einer 50 kg Dogge und einer anderen Rasse /Mix mit ähnlichem Gewicht?
    Mein Rüde selbst schwankt zwischen 47/48 kg Lebendgewicht und wenn ich aufmerksam bin(was man bei Spaziergängen eh sein sollte) kann ich ihn halten wenn er meint loszuspurten oder versucht den wilden Mann ander Leine zu spielen.
    Das a und o ist doch,gerade bei großen und schweren Hunde,die Erziehung(das gilt auch für Kleine,da wird meist aber geschludert von dem einen oder anderen HH).Und wenn ich eine Dogge auslaste dann kann sie genauso gut über mehrere Std. allein bleiben wie jeder andere große und kleine Hund auch.Sonst sollte man ja auch tunlichts Abstand von Rassen wie Hirtenhunden,Neufis,Riesenschnauzern,Berhardinern und Co nehmen.Klar ist es immer schöner eine sehr geräumige Wohnung möglichst mit Garten oder sogar ein Haus zu haben.Aber dringend notwendig erachte ich das nicht.Es gibt viele HH die haben Haus und Hof und der Hund lebt da auch dann fast ausschließlich drin,weil der liebe HH meint das Hundi genug "Auslauf" auf dem Grundstück hat.Da lob ich mir doch den HH der vllt. etwas beengter wohnt,sich dafür aber regelmäßig um seinen Hund kümmert und diesem vernünftige Auslastung/Auslauf gönnt!
    Ich könnte mir lediglich vorstellen,das in einer ca. 65 qm Wohnung es nun wirklich etwas eng sein könnte.Alleinig nur daher,das ne Dogge,wenn sie sich legt ja nun schon einiges an Platz für sich benötigt-ich sehs ja shon an unserem Rüden mit seinen 70 cm SH-wenn der auf nem Teppich liegt sind gleich 1,5 m belegt :D
    Ich finde es immer schön,wenn ein Tier aus dem TH/Tierhilfe geholt wird.Bei uns im TH waren vor ca. 2 Monaten auch 2 Doggen (1 x jung/1 x etwas älter) zu vermitteln.Und die beiden waren ratzfratz vermittelt-hat nicht mal 14 Tage gedauert.Für einen Welpen ,egal welcher Rasse/Mix braucht man immer etwas mehr Zeit,die muß man immer einkalkulieren,egal ob großer oder kleiner Hund.

  • 50 Kilo Dogge *räusper* Selbst unsere Hündin hatte 60 und der Rüde mit 92 Zentimetern Stockmaß hatte 80 *grins*

    Aber ob jetzt ein Schäferhund oder eine Dogge die Wohnung oder den Garten verwüstet bleibt sich wohl tatsächlich gleich. Ich denke auch ein Beagle könnte ordentlich Schaden anrichten wenn er wollte.

    Ich halte es jedenfalls für nicht vertretbar Hunde ohne Unterwolle ganzjährig draußen zu halten.

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