Hund mag keine Menschen und mehr.... *Langer Text*
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Okay, das mit der Ressourcenkontrolle stimmt aber das ist wirklich der einzig dominante Part, den ich erkenne.
Hallo,
daran ist mal gar nix Dominantes. Dieser Hund ist nicht dominant (kein Hund ist charaktertechnisch dominant). Dominanz besteht zwischen zwei Dingen. Es gibt immer einen Part, der dominiert und einen der dominiert wird. Und das müssen nicht immer die selben sein. Dominanz ist keine Charaktereigenschaft.
Und in diesem Fall der Ressourcenverteidigung sehe ich keine Dominanz, sondern schlicht Angst um sein Fressen. Du hast erzählt, er wurde als Welpe bereits unterworfen, wenn er sich beim Säugen "vorgedrängelt" hat. Da wurde wohl der Grundstein für dieses Verhalten gelegt. Er hat schon sehr sehr früh gelernt, daß es negativ ist, wenn sich beim Fressen jemand nähert.
Und davon, DIESEM Hund was Freßbares wieder abzunehmen, seit Ihr meilenweit entfernt. Bevor man da irgendwas trainiert, sollte der Rest in Angriff genommen werden.
Zum eigentlichen Aggressionsproblem kann ich leider nix sagen, aber das war mir jetzt grade ein Anliegen.
Ich denke übrigens, daß sich dieser Hund hier nicht erst absetzen läßt, wenn er Menschen entdeckt. Da er so "hochdreht", werden die 2 Sekunden für Kommando und Ausführung schon zu lang sein.
Auch wenn es von Euch nicht gewollt ist, aber ein Trainer wird da (erneut) von Nöten sein. Laßt Euch hier jemanden empfehlen, damit es nicht wieder in vergebene Mühe und zum Fenster rausgeschmissenen Geld ausartet.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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4. November 2010 um 18:32
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Hund mag keine Menschen und mehr.... *Langer Text* - Vor einem Moment
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Ja, den Abstand musst du lernen einzuschätzen. So früh absitzen lassen, dass er noch nicht "Hochgefahren" ist... Lernt man mit der Zeit :). Und eben auch ohne Ablenkung Üben. Kann ja auch tolle Sachen für tolle Ausführung geben. Bei mir gibt es dann schonmal Käse oder ähnliches... Das wichtigste ist das Timing und die Konstanz des Fütterns am Anfang (in meinen Augen). Die Trainingsschritte auch nur sehr langsam erhöhen und Rückschläge vermeiden sogut es geht :)
Irgendwo hab ich auch mal gesehen, glaub das war irgendso eine Britische Trainierin, die haben dem Hund von Fremden aus der Ferne Leckerlies "zugeschmissen" also eher gerollt, damit es nicht bedrohlich für den Hund aussieht. Die haben das so ganz gut in den Griff bekommen, aber ich übernehme keine Garantie, kann mal schauen ob ich das Video finde...
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email,ist raus

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Denkt ihr wirklich "schönfüttern bringt was, wenn der Hund wirklich panische Angst hat? (So kommt es jetzt zumindest rüber)
Das ist, als geht ihr durch eine stockdustere Gasse und hört hinter euch Schritte. Und ihr kriegt natürlich mords Panik. Und statt eure Angst ernst zu nehmen, wedelt euer Freund mit dem Brathähnchen vor euch rum.
Wenn der Hund das "objekt" gesehen hat, Kommando "Schau" oder "guck" und dem Hund klar machen "okay, ich hab das gesehen, danke, aber das ist okay, ich regel das"
So kommt es mir auch vor, aber wie kann ich ihm dieses Gefühl vermitteln ? Anscheinend fühlt er sich mit mir nicht sicher !?
blackbetty Sry da habe ich mich wieder hinreisen lassen, dieses Wort zu benutzen *g
@AnnaAimee danke, würde mich mal interessiern, aber wie gesagt, ich denke, dass er sich nie von einem Fremden bestechen lassen würde....Aber einen Versuch ist es natürlich wert :)
Bromi Danke !!
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Rufe bitte deine Mails ab....
Gruß
Leo -
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kann dir auch noch paar Tipps geben, wie ich es versuche im Altag umzusetzen bei meinem kleinen Leinenpöbler.
Am besten wäre wenn du eine Trainingsperson hast. Oder eine Große Wiese, wo ein Weg dran verläuft.
So kannst du den Abstand bei den ersten Trainingseinheiten sehr gut regulieren (wie von AnnaAimee beschrieben).Wenn der Weg einfach zu schmal ist (das ist natürlich bei einem Menschenanpöbler schwieriger wie bei einem Hundeanpöbler), bitte die Menschen stehen zu bleiben bis du deinen Hund vorbei geführt hast. Sobald dein Hund sich reinsteigert sofort stehen bleiben deinen Hund sitz machen lassen und dann erst weiter wenn er ruhig ist.
Das hat bei mir anfangs manchmal 5 Min gedauert bis das Gekleffe aufhörte und ich wieder Kommandos geben konnte. Mitlerweile nur noch so ca 1min und ich kann ohne Probleme an anderen Hunden weiter vorbei gehen.
Doof ist sind immer solche Situationen wo das angekleffte Objekt einfach schnell am Hund vorbei geht. So hat der Hund den lerneffekt: Ich hab durch meinen Aufstand jemanden in die Flucht geschlagen, ich hab alles richtig gemacht und Herrchen ist auch wieder entspannter.
Solltest du dann vielleicht auch noch Sauer werden, dann kanns sogar sein, das dein Hund es nicht auf sich bezieht sondern ebenfalls auf den Menschen.
Bei dieser Methode ist es auch egal, ob der Hund aus Angst oder anderen Gründen Leinenaggressiv reagiert. Durch das abstand nehmen zeigst du deinem Hund ja das du seine Ängste auch ernst nimmst und ihn in solchen Situationen gut und sicher vorbei führst.
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So kommt es mir auch vor, aber wie kann ich ihm dieses Gefühl vermitteln ? Anscheinend fühlt er sich mit mir nicht sicher !?
Ich würde dir vielelicht mal dazu raten, dich mal in die Philosophie der Hundeteamschule reinzulesen. http://www.hundeteamschule.de/teamschule/hundeteamschule.nsf/
Schau was du da für dich selbst mitnehmen kannst. Unter Downloads sind mehrere Artikel. Wichtig ist nur: Bleib dir selbst treu, mache nichts wovon du nicht 100 prozentig überzeugt bist, das merkt dein Hund. Ich finde Anita Balser hat wirklich gute Ansätze und viele ihrer Methoden wende auch ich sehr erfolgreich an.EDIT: Aber wa sich unbedingt dazu sagen muss: Ich habe eine Trainerin, die mit mir und dem Hund danach arbeitet!
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Huhu!
Ich kann grad nicht so viel schreiben, wollte Dir aber ein wenig Mut machen und meinen Respekt aussprechen. Schön, dass Du nicht aufgibst.
Und such doch mal nach "konditionierte emotionale entspannung", "konditionierte emotionale reaktion".
Ach ja, ein Hund, der droht hat immer (auch) angst, hätter er keine, könnte er sich ja das drohen sparen und einfach tun, was er will... drohen dient eigentlich immer der deeskalation.
viel erfolg
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Ich werde es nochmal probieren, da dieser Vorschlag doch jetzt öfters kam, nur dazu kommt, dass er ab einem gewissen Abstand keine Leckerli mehr annimmt...
Futter bekommt er auf einen festen Platz und sage "ok" vorher geht er nicht dran...Jap bei allen Menschen das selbe, nur Kinder lässt er in Ruhe...
Wenn er ab diesen gewissen Abstand keine Leckerli mehr annimmt, dann meide diese Grenze. Beginne beim Training mit einem Abstand, in dem er noch Leckerlis annimmt. Wenn du gaaaanz langsam vorgehst verschiebt sich seine Reizschwelle nach und nach immer weiter, bis die Leute irgendwann vorbeigehen können. Aber das dauert...
Dass er in diesem Moment noch frisst ist übrigens ein Zeichen, dass er zumind. noch nicht Ultrapanik schiebt. Frisst er normalerweise, aber bei geringerem Abstand nicht mehr, dann ist er mit der aktuellen Übung überfordert.
Ich habe auch so eine kleine Menschenscheue, die aus Unsicherheit nach vorne statt nach hinten geht...bei ihren Vorbesitzern waren Alphawurf & Co. Gang und Gäbe...durch ihre 20 Kg lässt sie sich aber natürlich besser händeln...aber bei uns hat sichs schon gut gebessert...
Den ersten "Durchbruch", also die erste bemerkbare Verbesserung kam tatsächlich, als ich mich innerlich zur Ruhe zwang. Ich habe ganz bewusst ruhiger geatmet, bei Begegnungen allzeit freundlich gelächelt, betont freudig die Leute angesprochen.
Dazu habe ich selbst Beschwichtigungssignale angewandt. Beles dich mal zu diesen Signalen. Einige grundlegende Infos findest du z.B. hier:
http://www.spass-mit-hund.de/seiten/mehr_wi…tigungssignale/
Wenn dein Hund wirklich ängstlich/unsicher ist, dann wird dir in diesen Stresssituationen auffallen, dass er solche Beschwichtigungssignale einsetzt. Meine Hündin reagiert sehr darauf, wenn ich auch solche Signale einsetze und sie verstand sie intuitiv von Anfang an. Wenn meine Hündin also eine Person erspäht und unruhig und angespannt wird, dann setze ich z.B. folgende Signale ein:
- ich schaue flüchtig zu der Person und schaue dann demonstrativ von der Person weg (um zu zeigen "Pah, die ist ja sooowas von unintressant, überhaupt kein Grund zur Beunruhigung")
- ich schaue mit gerecktem Hals "neugierig" in alle Richtungen, nur nicht zu der Person (so durch die Gegend schauen würde nur ein entspannter Hund, niemals ein bedrohter)
- ich gähne und/oder lecke mir schmatzend (um mit dem Schmatzen Happys Blick darauf zu lenken) über die Lippen
- ich atme tief seufzend in einem langen beruhigenden Stoß ausIch verwende das Gähnen und Lippen lecken so gern, weil das die Beschwichtigungssignale sind, die auch Happy am Meisten einsetzt. Sendet dein Hund bevorzugt andere Signale, dann setze auch bevorzugt diese ein!
Wenn ich merke, dass sie trotzdem in massiven Stress gerät, dann gehe ich rechtzeitig einen Bogen so weit, bis sie sich mithilfe der Signale wieder beruhigt.
Sinn des Ganzen war für mich, meinem Hund in seiner Sprache zu zeigen, dass ich ihn verstehe. Sie ist unsicher und beschwichtigt und ich zeige ihr durch Beschwichtigungssignalemeinerseits, dass ich sie verstanden habe, in der Folge aber durch mein weiterhin sicheres und entspanntes Auftreten, dass sie keine Angst mehr zu haben braucht.
Hatte bei uns auch den positiven Nebeneffekt, dass mein Hund jetzt sehr aufmerksam mir gegenüber ist und auf meine (wortlosen) Signale sehr achtet.
Wenn ich mit jemandem reden wollte, meine Nachbarn kamen o.ä. habe ich immer schon frühzeitig (dh bevor der Hund aufdreht) von Weitem betont freudig gerufen, gewunken und dann meine Hündin so richtig freudig plappernd darauf aufmerksam gemacht. Dann bin ich zielstrebig und zügig auf die Person zugegangen, habe sie hinter mir gehalten und wenn ich vor Leuten stehe und mit denen quatsche, dann ist das für Hundi sozusagen das Zeichen, dass die okey sind und dann benimmt sie sich auch neutral bis freundlich.
Diese Gesprächssituationen habe ich dann auch immer dazu genutzt, die Leute meinem Hund ein paar Leckerlis geben zu lassen. Und ich achte darauf, ob Hundi sich unwohl/bedrängt fühlt und nehme sie dann aus der Situation ein Stückchen weg.Uff, ganz schön lang...So im Internet kann man natürlich nur spekulieren. Deshalb habe ich dir hier beschrieben, wie wir das in den Griff bekommen haben, vielleicht helfen dir ja manche Dinge auch. Falls du noch mehr über unsere "Taktik" wissen willst, maile mich bitte an.
Perfekt ist es auch bei uns noch nicht, besonders wenn Leute Hundi direkt angucken oder bei kleinen Kindern reagiert sie oft noch sehr impulsiv, aber wir können schon größtenteils ohne Bellen durch die Stadt gehen und arbeiten weiter.
Viel Glück und findes übrigens klasse, dass du diesen schweren Weg mit deinem Hundi gehen willst!
Liebe Grüße,
Lily und Happy -
erstmal, ich finde es gut, wie sehr du versuchst, deinem hund zu helfen!

viel dazu sagen kann ich nicht - aus der entfernung ist schwer zu raten.
aber eine frage hab ich: die mischung rottweiler/schäferhund - seit ihr euch sicher, dass das so nun stimmt?
60kg kommen mir für diese mischung ein bisschen arg schwer vor - und mich erinnert das verhalten irgendwie an eine andere gruppe von hunden.
auf alle fälle wüsche ich euch und eurem vierbeiner alles gute - und - ich wünsch euch, dass ihr bald ein paar fortschritte in die richtige richtung macht.
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