Hund mag keine Menschen und mehr.... *Langer Text*
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Stop!!!
Ich denke alle Tips hier sind gut gemeint und haben auch wie beschrieben funktioniert
Aber:
Nicht bei Deinem Hund. 65 kg, 3 Jahre alt. Er hat eben nicht bis gestern auf nem Einödhof gelebt, wo nur einmal im Monat der Postbote vorbeikam. Sondern er hatte ein Leben mit Dir, die ganzen drei Jahre lang. Irgendetwas ist dabei gewaltig schief gelaufen. Ohne Dir irgendwelche Vorhaltungen machen zu wollen. Und ich glaube einfach nicht, dass Du alleine oder mit einer Hilfe übers Internet aus dieser eingefahrenen Schiene rauskommst. Seh es wie es ist.
Das einzige, was wir wirklich für Dich tun können, ist, hier nach einem Trainer zu suchen, der Euch beiden wirklich weiterhelfen kann.
Auch wenn Du es sicher nicht gerne liest, das ist die einzige Lösung, alles andere wäre unverantwortlich....
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4. November 2010 um 20:32
schau mal hier:
Hund mag keine Menschen und mehr.... *Langer Text* - Vor einem Moment
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Übrigens.... es ist wirklich wichtig, auch an das passende Hundefutter zu denken.
Ich habe für unseren Buddy unglaublich lange nach einer Sorte gesucht, die wirklich zu ihm passt. Immer wieder habe ich etwas Neues ausprobiert und war nie ganz zufrieden. Durch Zufall bin ich hier im Forum auf den kostenlosen Futtercheck gestoßen. Dort konnte ich sehen, welches Futter andere Hundehalter mit derselben Rasse bevorzugen und gute Erfahrungen gemacht haben.
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LG Steffi mit Buddy
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Zitat
aber eine frage hab ich: die mischung rottweiler/schäferhund - seit ihr euch sicher, dass das so nun stimmt?
60kg kommen mir für diese mischung ein bisschen arg schwer vor - und mich erinnert das verhalten irgendwie an eine andere gruppe von hunden.
Das dachte ich auch...
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Zitat
Das dachte ich auch...
...da ist doch auch noch Dogge drin!

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Ich hab nur dein Eingangspost, dein Problem und deine schlechten Erfahrungen mit Trainern gelesen. Du bist aus dem Odenwald !?
Ich kann dir nur einen wirklich guten Rat geben: Es gibt in Reichelsheim ein TH, die Leiterin ist Ute Heberer, selber ausgebildete Hundetrainerin und sie hat sich auf die Aufnahme von Problemhunden spezialisiert.
Wenn jemand kompetent ist und dir helfen kann, dann sie. Ich kenne sie persönlich sehr gut und kann sie allerbesten Gewissens empfehlen.Vielleicht kontaktierst du sie einfach mal und sprichst mit ihr !
http://hundecampus-odenwald.lassy.org/
Gruß, staffy
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Ich gebe lotuselise recht.
Auch wenn hier noch 100 verschiedene Tipps kommen und du dir einige heraussuchst und es ausprobierst, kann es ein Schuss nach Hinten sein.
Ihr habt ja mehrere Problematiken ( Futteraggression, Leinenunführigkeit und verbellen von Menschen).
Ich kann dich auch verstehen das du eventuell von den Möchtegerntrainern die Schnauze voll hast und nach kostenlose Tipps sucht, doch das wird euch nicht helfen.

Keiner kennt oder sieht euch in den Situationen.
Es gibt wirklich "gute, erprobte Trainer" und die können auch in deinen Raum bestimmt genannt werden.
Gut heißt, er hat viel Zeit beim Eingangsgespräch, schaut sich die Situationen im Einzelnen an, gibt sofort praktische Tipps und dann wird ein Arbeitsplan ausgearbeitet.
Falls sich hier keiner weiter meldet und einen guten Trainer empfehlen kann, starte einen neuen Thread "Dringend suche guten Trainer Raum ......" mit kurzer Vorgeschichte.
Ich wünsche so sehr das ihr die Probleme, eure und die von der Fellnase, lösen könnt und dann ein entspanntes Leben vor euch liegt.

staffy hat schon einen Tipp

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Hallo Leute,
nochmal vielen vielen Dank für die nette Anteilnahme und die freundliche Hilfe !
Ich habe mir mal richtig darüber Gedanken gemacht und werde doch nochmal nach einem Trainer suchen, da ich glaube, dass es anders nicht funktionieren wird.Eure Tipps sind wirklich lieb und das ein oder andere werde ich auf jeden Fall anwenden. Was hier manche für riesen Texte geschrieben haben, extra um uns zu helfen, ist wirklich Wahnsinn und ich bin überaus dankbar !
staffy Danke, diese werde ich zuerst konsultieren, die Preise sind auch ziemlich moderat ! Aber erst muss ich mir eine paar € sparen, bin leider im Moment Student *g
Ich halte euch auf dem Laufenden :)
Gruß
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Hi,
bin keine Trainerin, hatte aber spontan ein paar Ideen, wie ich mit meinen bei sowas arbeiten würde. Vielleicht kannst Dir hier ein paar Ideen für einen eigenen Trainingsansatz mitnehmen.
- Nur noch aus der Hand füttern - Ziel: der Hund soll länger und besser für Leckerligabe unterwegs ansprechbar sein (Hunger, weil´s daheim nix gibt), aber auch immer sofort für richtiges Verhalten belohnt werden können. Und wenn Du dann daheim noch füttern würdest, hat er bald ein paar Kilo mehr drauf *gg Außerdem dürfte der Hund dann noch mehr Aufmerksamkeit für Dich übrig haben und evtl. irgendwann anfangen, nach Dingen zu suchen, die er richtig machen kann, damit er was zu futtern bekommt. Also das Futter NUR noch bei gut erledigten Aufgaben geben, und wenn´s anfangs mal nur ne Strecke Fußgehen ist, damit er nicht hungern muß ;-)
- breite Wege wählen, wo Du den Sicherheits- bzw. Wohlfühlabstand des Hundes austesten bzw. einhalten kannst. Im größtmöglichen Abstand vorbeigehen, dabei signalisieren, "alles ist ok" (Leute fröhlich begrüßen mit hohem Tonfall, ihm sagen "ist gut, weiter, feiiiner!" oder sowas). Wird der Hund nervös, kommt ein ganz ruhiges, sicheres, aber auf keinen Fall angespanntes (!) "NEIN - Fuß!" oder "NEIN - WEITER!", der Abstand wird auf keinen Fall verringert.
- Timimg: damit er nicht pöbelt, schon ganz ruhig und bestimmt, aber freundlich (keine Anspannung in der Stimme!) das Alternativverhalten verlangen, BEVOR er zu stänkern anfängt (weil er, wenn er erstmal hochgedreht hat, schwieriger auf Dein Kommando hören wird, als wenn er noch ruhig ist). Ich bevorzuge hier aber ein "FUß"-Kommando gegenüber dem Sitz. Hintergrund: das Sitzen ermöglicht es dem Hund unter Umständen, den Anderen in Ruhe zu fixieren und so noch mehr hochzudrehen! Außerdem nimmt er viel bewußter wahr, daß der andere auf ihn zukommt, und nachdem er sich dadurch bedroht zu fühlen scheint, vielleicht nicht die beste Variante in dem Fall - meine Einschätzung, das mußt Du natürlich entscheiden, Du kennst den Hund besser! Außerdem: wenn der Hund weitergehen muß (ich sag dann, wenn meiner aus dem Fuß ausbrechen will, einfach nur "weiter!", damit ich das Kommando nicht nochmal geben muß), ist er damit beschäftigt, Dir zu folgen, und hat folglich weniger Zeit zum Pöbeln, und ein Teil der Aufmerksamkeit ist gezwungenermaßen schonmal bei Dir. (ok - Weitergehen ist mit meinen pöbelnden Zwergen sicherlich einfacher als mit über 60 Kilo, die sich in die Leine stemmen, zugegeben... *gg Weiß net, wie weit das so umsetzbar ist für Dich?)
- Evtl. mit Bekannten trainieren. Die kommen zu Besuch, der Hund muß beim Klingeln ins Körbchen oder so, dort anbinden (bitte nicht am wackligen Regal....*hust...), oder eben ins Nebenzimmer, wie Dus ja schon machst. Besuch kommt, ignoriert Hund komplett (wichtig, nicht mal ein Blick), Du sagst nur "ist gut - paßt schon!", irgendsowas halt zum Hund, damit der sieht, er braucht Dich net zu verteidigen. Erst, wenn der Besuch sitzt (dann ist er auch kleiner und optisch weniger bedrohlich für den Hund) und sich schon unterhält mit Dir, und der Hund ne Weile ruhig war, darf er laufen. Auch hier noch sollte der Besuch den Hund NICHT ansehen. Der Hund wird evtl. irgendwann von selbst kommen. Dann darf neben dem Besucher ein Leckerli runterfallen, auch noch ohne Anschauen des Hundes. Einfach den Besuch als was Nettes erleben lassen. Du selbst kannst ja, sobald der Hund aufhört mit Bellen oder so, schon mal ein Leckerli/Knochen zu ihm ins Körbchen legen oder ein ruhiges "sooo ist fein!" aussprechen, damit das Aufhören explizit bestätigt wird. Fremde dürfen grundsätzlich NICHT ans Körbchen! Das soll ein sicherer Platz für den Hund sein und bleiben.
- das Fuß als Alternativverhalten immer wieder trainieren, erst ohne Ablenkung, dann mit etwas mehr... etc., generell: klar ist ein Fuß nicht generell lebensnotwendig, aber wenn Du genau das als Alternativverhalten einführen möchtest, dann muß es natürlich erstmal OHNE Ablenkung und Streß einwandfrei funktionieren, ganz zuverlässig. Sonst geht unter Streß dann gar nix mehr. Vielleicht war das auch der Sinn des Unterordnungs-Trainingsansatzes? Evtl. Fuß auf beiden Seiten gehend trainieren (unterschiedliche Kommandos), damit Du den Hund auf die jeweils vom entgegenkommenden Abgewandte seite nehmen kannst, um ihm das Gefühl zu geben, daß Du ihn abschirmst vor dem Gegegnüber.
- Wenn das mit dem Alternativverhalten nicht geht (enger Weg oder so): umkehren, BEVOR der Wohlfühlabstand vom Hund durch das Gegenüber unterschritten wird. Für sowas muß man halt die Gegend kennen und evtl. Umwege/Ausweichmöglichkeiten im Hinterkopf haben - anstrengend anfangs, gibt aber Dir andererseits vielleicht auch ein sichereres Gefühl, und das merkt auch der Hund, bleibt vielleicht auf Dauer ruhiger, wenn er merkt, Du bringst ihn nicht in bedrohlich wirkende Situationen.
- Sobald der Hund keine Leckerli mehr annimmt, hast Du seinen Wohlfühlabstand unterschritten. Klar wirst Du im Training immer wieder mal austesten müssen, ob Du schon 1-2 Schritte näher ran kannst, aber dann merkst Du schon - Leckerli wird vielleicht weniger gierig genommen oder so, und dann sofort Abstand gleichhalten, nicht weiter verringern, also reagieren, BEVOR Leckerlies wieder ausgespuckt oder ignoriert werden.
- Zum Futterproblem: was der Hund hat, das hat er - da geht keiner mehr ran. Versuch (aber bitte nur, wenn Du sicher bist, daß nix passieren kann, also auch erstmal nur Du selbst!): den Raum während des Fressens betreten (oder wahlweise nach Freigabe des Napfes gar nicht erst verlassen), was Tolles in etwas Entfernung hinlegen (Knochen), wieder gehen, während der Hund frißt. Ziel: er soll lernen, daß niemand ihm was streitig macht, im Gegenteil, Ihr wollt ihm was geben. Erübrigt sich natürlich in dem Moment, wo ihr nur noch aus der Hand füttert. Wichtig: wenn der Hund bereits frißt, keinen Fremden in diesen Raum lassen bzw. sich diesem nähern lassen.
Achtung: Bitte vorsicht mit Hundekontakten unterwegs bei Umstellung auf Handfütterung, wenn er so futterneidisch reagiert, nicht daß Du Dir da was Böses einhandelst, wenn der Hund weiß, Du hast Futter dabei unterwegs, und ein fremder Hund nähert sich, und er will das Futter dann auch noch verteidigen... Hier mußt Du selbst (bzw. dann ein Trainer) abschätzen, inwiefern das so durchführbar ist!
Generell: die Einschätzung über Durchführung mußt Du selbst vornehmen, denn ein großer Hund, der auch noch aus Angst reagiert, ist natürlich viel schwieriger zu kontrollieren als meine Zwerge - die haben zusammen 15 Kilo (davon pöbeln auch "nur" 9), das halt ich auch grad noch mit einer Hand ;-)
Generell zum Aus-dem Haus-Stürmen: wenn der Hund sich so verhält angesichts fremder Menschen, wird er bestimmt zwangsläufig viel nur mit Leine gehen. D.h., Du mußt versuchen, ihn anderweitig auszulasten, das ermöglicht es ihm, den aufgestauten Streß abzubauen, oder sich erstmal auszupowern, BEVOR Du ihn in stressige Situationen auf dem Spaziergang bringst (mit dem Auto rausfahren, dann dort einsame oder breite Wege suchen, auf dem Feld spazierengehen oder so, wo er vielleicht sogar laufen darf). Hast Du nen Garten doer eingezäunten Hundeplatz, wo Du ihn laufenlassen kannst? Oder hast Du Lust, ihm Fährten zu legen, das geht mit Leine, und lastet super aus. Sachen wie Bällchenwerfen sind für so große Hunde wegen evtl. Gelenkprobleme wahrscheinlich eher weniger geeignet. Radfahren dürfte ausscheiden, denn der zieht Dich ja derzeit noch hemmungslos vom Rad, wenn er in die Leine steigt angesichts anderer Leute.... ;-(
Ich finds supertoll, was Du Dir schon für Mühe gegeben hast mit dem Räuber und hoffe, daß Ihr das zusammen in den Griff kriegt - wir drücken Euch ganz doll die Daumen!
LG,
BieBoss
... die (gemeinsam mit ihren Bandscheiben) immer wieder froh ist über ihre 2 "Handvoll Hund"... *gg -
Zitat
- ich schaue flüchtig zu der Person und schaue dann demonstrativ von der Person weg (um zu zeigen "Pah, die ist ja sooowas von unintressant, überhaupt kein Grund zur Beunruhigung")
- ich schaue mit gerecktem Hals "neugierig" in alle Richtungen, nur nicht zu der Person (so durch die Gegend schauen würde nur ein entspannter Hund, niemals ein bedrohter)
- ich gähne und/oder lecke mir schmatzend (um mit dem Schmatzen Happys Blick darauf zu lenken) über die Lippen
- ich atme tief seufzend in einem langen beruhigenden Stoß ausdas würde ich in einer solchen situation niemals machen, denn es signalisiert meinem hund, dass ich als frauchen auch noch total verunsichert. und ein unsicherer hund braucht ein sicheres frauchen, um sich daran zu orientieren.
ansonsten schließ ich mich meinen vorschreibern an: ein guter trainer kann dir sicher helfen

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Hallo,
die Tipps hier sind alle sehr gut, aber werden deinem Hund nicht helfen. Dazu ist er schon viel zu eingefahren in seinen Verhaltensmusters.
Ich habe auch so einen ähnlichen Fall. Wir haben ihn bekommen, da war er bereits zwischen 1,5 und 2 Jahre alt. Allerdings hat er schon gebissen.
Jeder Trainer hat die Situation verschlimmert, da die Trainingsmethoden nicht auf den Hund individuell abgestimmt werden. (Jedes Training erfolgt halt nach Schema F).
Wir haben dann einen Verhaltenstherapeutin aufgesucht. Die hat unseren Hund sowohl zuhause als auch beim Spaziergängen beobachtet und dann ein Konzept erarbeitet, das genau auf den Hund abgestimmt war. Es hat dem Hund sehr geholfen. Das ganze Programm fruchtet jetzt langsam.
Es dauert lange, man erleidet auch immer noch mal wieder Rückschläge, aber die Fortschritte überwiegen.So ein Verhaltenstherapeut für Hunde nimmt in der Regel nicht mehr als 60 €/pro 'Stunde. Und verlange immer Referenzen und Ausbildungsnachweise.Ein guter Therapeut bekommt sehr schnell heraus wie dein Hund tickt und was schief läuft.
Uns hat es geholfen.Viel Glück
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