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Beiträge von puderzucker

    So das Telefonat mit der Trainerin war gut, die kennt zumindest auch den Titus. Sie ist optimistisch, schaffts aber leider erst am Montag weil sie dieses Wochenende auf nem Seminar am anderen Ende der Republik ist. Sie empfiehlt erstmal trennen und schaut es sich Montag an. Sie meinte wir würden da jetzt auch einfach zu emotional ran gehen, wo sie ja auch recht mit hat. Die Hunde sind abwechselnd mit meinem Mann im Garten, der Junge knurrt nicht mehr am Fenster den Alten an.

    Hey Jenny! Ich sags dir. Riesen großer Mist. Ich hätte mich mal vorher wieder melden sollen und mal nen bisschen positives berichten sollen wa ;)
    Du kennst ja auch Titus. Er ist einfach nicht der typisch triebige Aussie. Heute noch viel weniger als vor vier Jahren. Daher Zweifel ich gerade etwas ob Gabi die Situation so erfassen könnte, wenn sie nicht live hier ist. Aber danke für den Tip, ich werde es mal im Hinterkopf behalten falls die Ansätze der Trainerin hier nicht für geeignet halte.


    Das Humpelchen nenne nur ich so. Er läuft so ziemlich wieder rund. Ja nichts anmerken lassen, das was weh tut. Ich muss ihn echt bremsen in seinem Bewegungsdrang.

    Ich wollte es jetzt mal selbst sehen und war mit dem Humpelchen im Garten, während der Kleine hinterm Zaun vor der Scheune stand. Da hat er jetzt kein Verhalten gezeigt wie von meinem Mann heute früh beschrieben. Er stand ganz locker, entspannt da und fiepte ein bisschen vor sich hin alá "Ich steh hier HINTERM Zaun, was soll das?" Habs aber dann gleich wieder abgebrochen, wills ja mit Trainer machen. Mhm. Von Mann und Tierarzt gibt's auch noch nix neues. Ich hoffe ja das er die Nachbehandlung (wie sonst auch) zuhause bei uns macht und sich dann gleich den Kleinen auch nochmal ansieht. Als Landtierarzt hat der sicher auch ne Meinung dazu. Und die würde ich gern hören.

    Nein auf keinen Fall lasse ich sie zusammen ohne Trainer. Während mein Mann heute früh mit dem Humpelchen im Garten gelaufen ist zum lösen, stand der kleine am Bodentiefem Fenster und hat geknurrt was das Zeug hält... Ich bin echt erschüttert was hier plötzlich los ist.

    Guten morgen!
    Vielen Dank für die Meinungen die in den letzten Stunden hier noch so eingetrudelt sind. Prinzipiell bin ich der Meinung das eine Mehrhundehaltung, auch mit Aussie Rüden, funktionieren kann. Nun weiß man einfach nur bis zu einem gewissen Maß was der zweite Hund, als Welpe, mitbringt. Was trainierbar und was Charakter ist. Und Charakter haben diese Hunde wohl.
    Trotzdem mag ich hier nicht schnell schießen. Ich verstehe eure Überlegungen zur Abgabe und wie gesagt, auch mein Vertrauen ist angeknackst. Aber jetzt beruhigen wir uns alle erstmal und lecken Wunden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit dem Kleinen Dreh ich jetzt ne Runde, dann kommt er zu meinen Schwiegereltern. Mein Schwiegervater hat mit ihm Hundeschule gemacht, der ist eine wichtige Bezugsperson. Und dann lass ich das alles erstmal übers Wochenende abkühlen.
    Mein Mann ist grad noch beim befreundeten Tierarzt und berät sich mit dem, danach ruf ich mal die Trainerin an.


    Prinzipiell sei gesagt, das wir hier knapp zwei Jahre gut miteinander verbracht haben. Und das nun EIN Vorfall war. Ich weiß wie zweijährige Aussies sind, bevor der Alte dick und faul wurde, war er auch mal zwei ;) (und er war die Pest!) ich muss jetzt einfach für uns abwägen inwiefern das alles machbar ist oder nicht... Auch im Hinblick aufs Kind.
    Danke für eure Antworten, Meinungen und Genesungswünsche.

    Ich habe die Möglichkeit den Jüngeren bei meinen benachbarten Schwiegereltern unter zu bringen. Unsere Häuser sind von einer großen Scheune getrennt, da sehen / hören Sie sich nicht. Allerdings würde dann wahrscheinlich eine Gassi Runde für den Kleinen Weg brechen. Gut was erzähl ich... Ich kann ja sowieso nicht mehr mit beiden Hunden und dem Baby laufen gehen... Also bricht so oder so weg

    Ach Gott... Entschuldigt wenn es jetzt wirr wird. Aber ich bin am heulen und stillen und heulen und stillen.


    Zu der Frage, was ich bei den vorhergehenden Auseinandersetzungen getan habe. Erstmal sei gesagt, das sie auch zusammen fressen, ihre Futter, nebeneinander. Ohne Stress. Sie machen auch die Reinigung des Küchenbodens nachdem meine Tochter gegessen hat, sie fressen gemeinsam Reste. Prinzipiell gibt es bei allem was wir zuteilen keine Probleme.
    Ich erinnere mich an ein paar schiefe Blicke oder Klau-Versuche wenn sie draußen was besonderes (Hasenohren o.ä.) bekommen haben. Aber auch da konnte ich immer jedem Sein fressen und seine Ecke zuweisen und gut war es.
    Wo gab es noch Stress? Der Große ist nen ziemlich geduldiger Geselle und der Kleine hat sich immer mal ausprobiert, ist auf dem großen rum gesprungen, hat gezergelt, getestet. Der große hat entsprechend gewarnt und manchmal gabs eins auf den Deckel für den Jüngeren. Aber das waren immer kürzere Episoden und idR schneller vorbei als ich eingreifen konnte. Allerdings hatte der Ältere da meist die Oberhand. Heute früh kam es mir eher so vor als hätte der Jüngere gerade zum Schluss über den Älteren "gesiegt" Er hat auch immer noch eins drauf gesetzt und wollte nicht ablassen.

    Phew. Das sind ehrlich gesagt nicht ganz die Antworten die ich dachte zu hören zu bekommen. Aber gut. Nun krieg ich doch etwas Angst das die Situation nicht so easy zu kitten ist. Wenn überhaupt.
    Tannoz hat schon recht, leider. Natürlich ist es für mich nicht dauerhaft möglich die Hunde zu trennen, nur unter Beobachtung zueinander zu lassen und dabei noch das Baby zu sichern. Das geht nicht.
    Trainer, ja. Habe ich jemanden im Kopf und werde sie morgen mal kontaktieren. Wobei ich ehrlich gedacht / gehofft hatte das intern zu lösen.

    Bonjour! Vielleicht kennt mich hier noch jemand von den alten Hasen, ich hab vor gefühlt drölfzigtausend Jahren bei den Aussie Klönschnackern mitgeschrieben, damals hatte ich "nur" einen Aussie, meinen Rüden Titus (mittlerweile sechs Jahre alt)
    Naja leben und so, wir sind aufs Land gezogen, großer Garten, zweiter Hund und haben uns an menschlichen Nachwuchs gewagt.
    Nun hat's heute früh zwischen den Aussies gekracht und ich stehe etwas ratlos da und weiß nicht wie ich weiter machen soll. Ich bin mir sicher ihr habt aber ne Idee, also hier kurz die Rahmenbedingungen, die eventuell wichtig sind:
    Zwei Australian Shepherds, leben draußen und drinnen, immer mit uns zusammen. Ich bin den ganzen Tag zuhause zwecks Elternzeit. Mein Kind ist sieben Monate alt und es klappt m. E. sehr gut mit den Hunden.
    Titus ist knapp sechs Jahre alt, Keks gerade zwei Jahre. Beide sind gut sozialisiert, werden regelmäßig bewegt, von mir wie meinem Mann und meinem Schwiegervater betreut, bespielt, bespaßt. Der Große wird langsam etwas gemütlicher und ist recht happy mit einer großen Runde am Tag und möchte ansonsten einfach dabei sein. Der Kleine hat Hummeln im Arsch, mag vor allem ordentlich rennen - aber auch das kriegt er. Mit ihm gehe ich meistens am Nachmittag auch noch ne Runde alleine. Die zwei sind beide nicht kastriert. Bis heute meinte ich eigentlich die würden sich echt lieben, klar gab es immer mal ne Auseinandersetzung, auch mal ruppiger - aber nie tragisch. So nun mal endlich dazu was passiert ist (ich schwafel, entschuldigt. Ich möchte nur klar stellen das dies kein "oh mein Aussie ist kein Schoßhündchen, ist ja komisch was kann ich nur tun." Post ist)


    Ich kam mit meiner Tochter auf dem Arm raus und sah Keks, den jüngeren, angespannt neben einem Eimer liegen. Ich sprach ihn an, er lößte seine Verkrampfung ein wenig. Aber sah noch nicht glücklich aus. Den Großen, Titus, hab ich da noch gar nicht gesehen. In dem Eimer lagen ein paar Brocken Futter die mein Mann wohl gestern beim füttern ausversehn hat rein fallen lassen. Ich ging also mit meiner Tochter zum Auto, da hör ich wie es hinter mir los geht. (Ich hab keine Ahnung wer angefangen hat) Gab wohl einen Disput wem die drei Krümel da jetzt noch gehören. Ist nicht super ungewöhnlich, normalerweise Giften sie sich kurz an und gut isses. Ich das Baby also erstmal ins Auto gesetzt, dachte bis ich wieder im Hof bin haben die sich beruhigt aber nix, sie prügelten sich im Hof rum. Verbal haben sie gar nix mehr wahr genommen, also hab ich nen Besen geholt und versucht die zwei zu trennen. Hat nicht geklappt: also nen Eimer Wasser. Nach dem dritten Eimer haben sie endlich voneinander abgelassen und ich hab Titus ins Haus gelassen.
    Nun zum traurigen Resümee: Titus hat die Pfote gebrochen und drei große Fleischwunden die getackert werden mussten. Die Wunden verteilen sich auf dem rechten Vorderbein, bei linken ist die Pfote hin. Er kann also kaum laufen. Könnte er ohnehin nicht, sein Kreislauf war total hinüber nach dem Gebeiße. Keks hat einen Riss im Ohr, mehrere blutige, große Schrammen. Die Schanuze ist angeschwollen. Ganz du schweigen von den vielen kleinen Verletzungen die beide haben.


    Wir haben vorhin versucht die zwei wieder zueinander zu lassen. Beide hatten eine retrieverleine als Sicherheit um, wir haben versucht es entspannt anzugehen, keinen Druck aufzubauen. Keks ist sofort wieder auf Titus los und wir mussten sie wieder trennen.


    So und nun bin ich etwas sehr ratlos und vor allem sehr traurig. Und ein bisschen ängstlich, das in der Beziehung der beiden jetzt irgendwas hinüber ist. Der Vertrauen ist angeknackst, auch meins.
    Ich bin nicht der Freund von Kastration, einen Hund abzugeben kommt auch nicht in Frage. Ich will gern trainieren, aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Mir war klar das Keks irgendwann in ein Alter kommt wo er die Rangfolge mit Titus neu ausdiskutieren möchte. Aber nicht das er ihn dabei halb zerpflückt.


    Meine Güte, was für ein Wall of Text. Oh danke jedem der sich bis hierher durch gekämpft hat. Ich hoffe so sehr jemand hat eine Idee oder einen guten Rat für uns.


    Ganz liebe Grüße,
    Franzi alias Puderzucker

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