HILFE: Nächtlicher Terror - warum, was tun?
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Hallo Hundefreunde, -kenner und -experten.
Nahe an der Verzweiflung und völlig übernächtigt, hoffe ich, dass Ihr mir helfen könnt:
Meine heißgeliebte aber etwas verhätschelte Hundedame terrorisiert nachts die ganze Familie!... und ich kann es mir nicht wirklich erklären (blöde Marotte, tiefergehende Ursache wie Angst o.Ä.) Vielleicht habt Ihr eine Idee. Hier eine Beschreibung der Problemlage - sie erscheint so komplex, deshalb weiß ich auch nicht weiter:
Duffy ist eine 13 Jährige Border-Collie-Mix Hündin. Seit einiger Zeit macht sie nachts häufig radau. Sie schmeißt uns (meine Eltern, Schwester und mich) regelrecht aus den Betten: Erst geht es mit nem leisen Fiepen los, dass dann aber recht schnell zu einem (fordernden, oder doch verhalten verzweifelten?) Bellen wird, wenn keiner reagiert. Wenn sich dann einer von uns nachts um 5 aus dem Bett qequält hat, ist ihr Ziel die vor dem Haus gelegene Wiese.
Jetzt würde man vermuten, dass sie vielleicht inkontinent ist und es nicht mehr die ganze Nacht ohne Pipi und Kaka aushält. Natürlich gab es auch schon die Fälle, wo sie tatsächlich ganz dringend musste, weil sie Durchfall hatte. Nicht selten macht sie aber höchsten n bisschen Pipi und legt sich dann gemütlich in die Wiese und lauscht mit ihren überdimensional großen Ohren den Geräuschen der Nacht (ihre Leidenschaft). Manchmal tut sie sogar nur Letzteres. Da kommt man sich dann reichlich veräppelt vor. Vor allem passiert das auch nicht nur einmal in der Nacht. Es kann durchaus sein, dass sie dieses Theater 2-3 die Nacht veranstaltet. Sooo dringend kann die Notdurft dann auch nicht sein, vor allem weil sie tagsüber auch locker ihre 6-7 Stunden oder auch mal länger durchhält?Aber was ist es dann? Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie von irgendeiner inneren Unruhe getrieben wird. Wenn ich die Treppe zu ihr herunter komme (sie hat ihren Platz unten im Flur, darf aber auch treppauf auf dem Teppich vor den Schlafzimmern schlafen, was sie in der Regel zumindest den ersten Teil der Nacht auch tut) ist sie immer völlig aus dem Häuschen (Druck der Blase, freudige Erwartung in die Nacht hinaus zu kommen oder echter Stress? Ich weiß es nicht). Sie jagt dann in die Nacht hinaus, kläfft erst einmal eine Runde das Getier im Garten an an ... den Rest habe ich ja schon beschrieben. Vielleicht ist es aber auch keine innere Unruhe, sondern einfach nur Verzogenheit: Sie hat dann vielleicht einfach ausgeschlafen und langweilt sich und wenn dann Herrchen und Frauchen immer brav springen und mit ihr rausgehen, tolle Sache - für den Hund.
Andererseits müsste ihr schon klar sein, dass wir das nicht so prickelnd finden, nachts aus dem warmen Bett geholt zu werden, um auf der feuchten Wiese in der Kälte zu stehen. Natürlich springen wir auch nicht sofort, sondern sagen ihr nachdrücklich sie soll "Platz" und "Aus" machen (was meist nur kurz Wirkung zeigt). Aber was soll man machen. In dem Moment weiß man eben nicht, ob sie vielleicht wirklich einfach super dringend auf den Topf muss oder ob es eher wieder "verarsche" ist. Wir wollen ja auch nicht, dass sie mit zusammengenkiffenen "Po-Backen" und Bauchweh die ganze Nacht da liegt und dann auch noch ausgeschimpft wird. Veräppeln lassen wollen wir uns aber auch nicht.
Was auch noch seltsam ist: Manchmal möchte sie dann nach dem Wiesenbesuch garnicht mehr mit ins Haus, sondern lieber in Auto (da ist sie genrell gerne drin, wenn wir mal irgendwo zu Besuch sind und ihr alles zu hektisch und unsicher ist). Sie weigert sich schon fast wieder mit ins Haus zu kommen und hin und wieder haben wir sie dann eben samt ihres Bettes in den Kofferraum verfrachtet. Daher frage ich mich manchmal, ob sie vielleicht so etwas wie Angstzustände hat und sich im großen Haus dann einsam und verlassen vorkommt und sich im Auto sicherer fühlt. Oder ob sie einfach nicht wieder mit ins Haus will, weil sie da nicht mehr so leicht herauskommt (aus dem Auto allerdings ja auch nicht).
Sie ist mit dem Alter sehr anhänglich geworden. Wir haben sie deshalb eine zeitlang auch mit im Schlafzimmer schlafen lassen, aber dann kommt es immer wieder vor, dass sie die ganze Nacht ums Bett schlawenzelt, jammert und keine Ruhe findet. Die fehlende Nähe zum Rudel kann es daher eigentlich nicht oder nur bedingt sein, zumal sie ja auch direkt vor den Schlafzimmern schlafen kann. Andererseits gibt sie meist auch Ruhe, wenn man nach dem nächtlichen Wiesen-Besuch sich auf die Couch statt ins Bett legt. Sie legt sie dann dazu und gibt meist Ruhe - es kamm allerdings auch schon vor, dass sie anfing zu motzen, wenn man die kurze "Schlaf-ein"-Streichelei einstellte.So kann es jeden Falls nicht weitergehen. Durch ihr Theater sind wir alle schon völlig übernächtig. Besonders für die Berufstätigen unter uns ist das hart und wir kommen langsam echt an unsere Grenzen

Deshalb: Hat einer von Euch eine Idee, weshalb Duffy nachts diese Faxen macht? Habt Ihr einen Rat, wie man das Problem lösen oder ihm zumindet auf den Grund gehen kann? Wir sind für jeden kleinen Tipp oder Hinweis dankbar.
Vielen lieben Dank schon Mal für Eure Antworten,
Verena
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1. September 2010 um 22:54
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Wenn sie sooo gerne draußen ist, dann setzt ihr doch eine Hundehütte in den Garten und lasst sie draußen schlafen.
Nächtliches Bellen werdet ihr in dem Alter aber schwerlich ganz herausbekommen. Deshalb würde ich eine Hundehütte wählen, die ETWAS größer ist als nötig und sie mit einer Tür versehen. Dieses sollte eine Pendeltür sein, die oben einen ca. 10 cm breiten Luftspalt hat. Sollte sie nachts die Hütte zum Bellen verlassen, macht einen Riegel dran, mit dem ihr zum Schlafengehen die Hundehüttentür verriegelt. Ich denke, dass das Bellen, sofern es denn dann noch auftritt, durch die Tür so gut gedämpft wird, dass nicht gleich die ganze Nachbarschaft aus dem Bett fällt.
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Hallo,
habt ihr sie schon mal gründlich beim Tierarzt durchchecken lassen? Blutwerte & Co? Bei meiner verstorbenen Hündin trat z.B. nächtliche Unruhe in Verbindung mit chronischer Niereninsuffizienz auf. Würde auf jden Fall erst mal körperliche Ursachen ausschließen lassen!
Viel Glück euch!
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Bei einem 10 cm breiten Luftspalt (immerhin) ist die "Dämpfung" wohl nur noch gering. Viel Freude für die Nachbarschaft.
Abgesehen davon: Viel Aufwand für vermutlich wenig Erfolg.
Ich würde ebenfalls erst einmal medizinisch alles abklären lassen.
Zudem: Auch alte bzw. ältere Hunde können unter Demenz und ähnlichem leiden.cazcarra
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Erstmal gesundheitlich alles abklären.
Das könnten Probleme mit den inneren Organen sein, ein Magenproblem, etc..
Wenn da alles im grünen Bereich ist, sollte man ein ausführliches Gespräch mit dem TA führen, Demenzerscheinungen bei Hunden sind nicht selten. Man kann Medikamente versuchen, z.B. Karsivan, das verstärkt die Hirndurchblutung oder Selgian, das verändert den Botenstoffstoffwechsel im Gehirn.
Ihr habt da eine alte Dame. Alte Hunde verändern sich manchmal sehr, sie werden tüddelig, entwickel Marotten. Alterserscheinungen können sehr "menschlich" werden.
Genießt die Zeit mit der alten Dame und macht ihr das Leben angenehm.
LG
das Schnauzermädel -
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Ich würde bei nächtlicher Unruhe auch erstmal alle gesundheitlichen Aspekte checken lassen. Und ich würde es vielleicht doch nochmal versuchen, sie mit ins Schlafzimmer zu nehmen.
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Unruhe und der Drang nach draußen erinnert mich an unseren alten Hovi, der alt und krank zunehmend nur noch draußen sein wollte. Allerdings war er da wirklich schon sehr klapprig und ja, etwas dement.
Es erinnert mich aber auch an den älteren Bordercollie-Mix von Freunden, der ebenfalls "Marotten" entwickelt hat (Unruhe durch Angst) und nachts keinen mehr schlafen ließ... Sie haben das Problem mit Trainerin und Hundebox gelöst oder zumindest sehr verbessert. Die Box wurde dem Hund so schmackhaft gemacht, dass er sich jetzt freiwillig bei Unruhe hineinlegt und zur Ruhe kommt.Übrigens glaube ich nicht, dass mein Hund jemals drüber nachgedacht hat, wie unangenehm das Aufstehen für mich sein kann... ;-)
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Zitat
Übrigens glaube ich nicht, dass mein Hund jemals drüber nachgedacht hat, wie unangenehm das Aufstehen für mich sein kann... ;-)
Exakt. Genau das hatte ich noch schreiben wollen. Danke.
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Hallo,
ich würde sie auch gründlich durchchecken und auch ein Blutbild anfertigen lassen.
Vielleicht hat sie Probleme mit der Schildrüse?Erst wenn das abgeklärt ist kann man versuchen an dem Problem zu arbeiten oder ihr auch auf pflanzlicher Basis etwas gegen die Unruhe geben.
Sagt mal bescheid was beim Tierarzt rauskam, denn dann gibt es bestimmt noch den ein oder anderen Tipp wie man das Problem in den Griff bekommen könnte.
Sie draußen im Garten schlafen lassen würde ich nicht wollen und ich denke auch nicht, dass es das Problem behebt.
Vielleicht fühlt sie sich im Auto einfach sicherer und eventuell könnte ihr eine Box diese Sicherheit im Haus vermitteln?Liebe Grüße
Steffi
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Hallo,
ich hab auch als Erstes an beginnende Altersdemenz gedacht - grad wenn sich solche "Merkwürdigkeiten" so allmählich einschleichen und andere, organische Ursachen (Herzerkrankungen, z. B.) ausgeschlossen werden konnten, die für nächtliche Unruhe sorgen...Das Medikament Karsivan ist schon angesprochen worden - lasst sie mal "durch-checken" beim TA und wenn der nix findet, sprecht ihn auf Karsivan an - das ist zwar auch freiverkäuflich erhältlich, hat aber einigige Anwendungsbeschränkungen, die mit dem TA abgesprochen sein sollten.
Bei meiner Omi damals fing die Demenz auch ganz "punktuell" an - die hatte 14 Jahre nicht den Hof verlassen, obwohl sie es hätte tun können und plötzlich von einem Tag auf den anderen, hat sie sich schnüffelnderweise über die Straße
entfernt und fand nicht mehr heim....Danach kamen schleichend noch so einige andere Seltsamkeiten hinzu...
LG, Chris
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