Hund wird aggressiv gegenüber anderen Hunden

  • So wie schon in meiner Vorstellung angekündigt, brauche ich Rat.
    Wir haben folgendes Problem:
    Taylor, also unser Münsterländer Schäferhund Mix hat ein arges Problem mit anderen, fremden Hunden.
    Er jault bellt knurrt sobald er einen anderen Hund trifft, was nicht weiter schlimm wäre wenn es nur dann wäre wenn beide an der Leine sind oder ähnliches.
    Uns war schon länger klar das dieser Hund Probleme macht, wir haben das aber nie besonders ernst genommen, aus dem Grund das Taylor mit den anderen Hunden aus unserer Straße klar kommt.
    Nur hatte ich in den letzten Tagen folgende Situation:
    Ich war mit dem Hund draußen, mir kam ein anderer Hund entgegen, Taylor fängt an zu bellen und zu jaulen, da er aber in keiner Weise geknurrt hat oder das Nackenfell aufgestellt hat habe ich mich mit dem anderen Hundebesitzer abgesprochen und beide Hunde von der Leine gelassen.
    Im ersten Moment war noch alles gut, dann überschlugen sich die Ereignisse.
    Taylor stellte sobald er bei dem anderen Hund war sein Nackenfell auf, zieht die Lefzen soch und schnappt zu, an d ieser Stelle sollte ich anmerken, das Taylor kastriert ist und der andere Hund ein Weibchen von zarten 7 Monaten war.
    In dieser Situation hätte man vielleicht erwarten können das der andere Hund sich unterwirft, dem war aber nicht so, der andere lief davon und unser hinterher.
    Das Problem daran ist, wie ich dann später erfahren habe, dass er so mit jedem anderen Hund beim ersten Treffen auch umgegangen ist, also auch denen aus unserer Straße, und das ging so lange bis einer der Hunde ihn "zurechtgestutzt" also unterworfen hat, sobald das geschehen war, war alles in Ordnung aber vorher.....naja
    Jedenfalls, habe ich nun folgende Situation, entweder ich kümmere mich in den nächsten Wochen darum das dieser Hund ruhiger wird, egal mit welchen Mitteln oder er kommt weg.
    Ich will aber nicht das der Hund wegkommt, deshalb mein Hilferuf auch hier, wenn jemand eine Idee hat oder etwas derartiges kennt, bitte so schnell wie möglich antworten, die Zeit drängt.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

    Karesh

  • Punkt 1: Wo kommt der Hund her, seid Ihr erstbesitzer oder ist es Secondhand-Hund?

    Punkt 2: Falls es ein Secondhand-hund ist, was ist über dei Vorgeschichte bekannt?

    Punkt 3: Wie alt ist Taylor?

    Punkt 4: Warum ist er kastriert worden und wann?

    Punkt 5: Wieviel Hundeerfahrung habt Ihr?

    Punkt 6: Wieso war schon vorher klar, daß es mit Taylor Probleme geben wird?

    Angesichts des Verhaltens des Hundes würde ich einen Trainer empfehlen.


    Birgit

  • Wir sind erstbesitzer, der Hund ist kastriert worden als er alt genug dafür war, er ist jetzt 2 Jahre alt.
    Die Vorgeschichte dazu...gut, also meine Mutter war mit dem Hund an der Weser spazieren, zu dem Zeitpunkt war er noch sehr jung, er lief ohne Leine, es kam ein anderer Hund mit Leine Taylor zu dem hin und wollte spielen, der andere Hund hat sich erschrocken fiepte einmal und das Herrchen ist tretenderweise auf unseren losgegangen, seitdem gabs mit anderen Hunden immer Probleme, also mit angeleinten Hunden, da ist er absolut voreingenommen.
    Mit der Erziehung gab es kleine Probleme aber nix großartiges...
    Beim Trainer waren wir schon mit ihm, besser gesagt mein Vater, und der hat uns nur gesagt, das wir wenn er mit anderen Hunden sich trifft und aggressiv wird, wir die Aufmerksamkeit auf uns lenken sollen, klappt auch solange gut, bis die Leine auf einmal weg ist....

  • Karesh... ich verstehe das Problem, aber meinst Du nicht, das es etwas übertieben wäre den Hund abzugeben.
    Er ist 2 Jahre alt und eigentlich entwickelt er sich ganz normal...will heißen, Dein Hund wird erwachsen und es ist normal, das sich das Verhalten gegenüber anderen Hunden verändert.
    Ich glaube nicht, das das Verhalten damit zu tun hat, was in der Vergangenheit passiert ist.

    Was erwartet ihr von einem Hund?...ich denke (und meine das nicht böse) das ihr eine falsche Vorstellung von der Hundehaltung habt.

    Viele HH haben dieses Problem ebenfalls.
    Ab einem gewissen Alter ist ein zusammenführen fremder Hunde halt problematisch...das ist ganz normal.

    Eure Aufgabe ist es daran zu arbeiten...und wenn es nicht so recht klappen will, seh ich auch kein großes Problem.

    Lasst Euren Hund erstmal an der Schleppleine und wenn er sich so aufführt, wird er rausgenommen...lasst ihn absitzen und versucht es nochmal...wenn er sich gut aufführt darf er weiter zu dem anderen Hund...das kann Monate dauern, bis es klappt.

  • Mich würde mal interessieren, was "alt genug bedeutet" und was der auslösende Grund für die Kastration war.

    Und was bedeutet: Uns war schon klar das dieser Hund Probleme macht?
    Gab es schon andere Vorfälle oder gibt es noch andere Probleme im Zusammenleben und der "Angriff" auf die Hündin war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat?

  • sag mal, wieviel Kontaktmöglichkeiten zu fremden Hunden gebt ihr ihm denn?
    Seid ihr häufig auf der Hundewiese oder geht ihr nur mit dem Hund alleine Gassi?
    Er hat geschnappt.... Hat er richtig gebissen? wie war die Körperhaltung des amderem Hundes?
    Der andere Hund ist weggelaufen, deiner hinterher.. was ist dann passiert?
    Interessant wäre eher, wie die beiden Hunde den Konfllikt gelöst haben.

    Es gibt einige Hundeschulen, die Kurse anbieten, um die Körpersprache der Hunde - auch der eigenen - zu lesen und besser verstehen zu können.


    Zitat

    Er jault bellt knurrt sobald er einen anderen Hund trifft, was nicht weiter schlimm wäre wenn es nur dann wäre wenn beide an der Leine sind oder ähnliches.

    Doch, genau hier solltest du ansetzen. Sieht für mich nach Ansätzen zur Leinenpöbelei aus...
    genau das ist doch ein Zeichen, dass in der Hundererziehung nicht alles so rund läuft bei euch :-)
    Erstmal würde ich überlegen, wie bei euch die häuslichen Regeln sind, da werden nämlich die Grundlagen gelegt. "Kleine" Ursache - Große Wirkung.
    Was darf er, was darf er nicht? Was erlaubt ihr ihm? Wo agiert er und ihr re-agiert?

    Sobald er anfängt, an der Leine zu knurren, würde ich ihm massiv den Blick verstellen oder schnurstracks in die entgegengesetzte Richtung laufen.

    Wieviel trainiert ihr denn mit ihm? Und was? Ist ja schließlich n Jagdhund: Der braucht Aufgaben. Falls nicht, sucht er sich die halt selbst ...


    P.S.
    Guten Trainer suchen, der mit euch Timing übt und ggf. nochmal n Grundlagencheck vor Ort macht...

  • Natürlich kann man hierbei schlecht Ferndiagnosen stellen, aber für mich hört es sich, nach deiner Beschreibung, nicht mal unbedingt nach Aggression an, was dein Hund da zeigt. Es klingt eher so, als sei er ein bisschen unbedarf in der höflichen Hundekommunikation.
    Aber um sicher zu gehen, würde ich einen weiteren Trainer konsultieren und mich ausführlich mit der Hundesprache auseinander setzen.

    Und solange ihr unsicher bei der Sache seid, solltet ihr den Kontakt mit neuen, fremden Hunden einfach vermeiden. Er scheint ja ein paar Kumpel zu haben, mit denen er sich gut versteht.

    Viel Erfolg

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