Hundeschule, kein Futter mehr aus dem Napf?

  • Hallo,

    letzten Montag haben wir eine Probestunde in einer Hundeschule in der Nähe mitgemacht.
    Die arbeiten mit postiver Verstärkung, also die Gabe von Leckerli.

    Soweit so gut. Es hat natürlich noch lange nicht alles super geklappt, aber ansich bin mit uns zufrieden. Wir möchten dort einfach noch das Grundgehorsam verbessern.

    Einziger Knackpunkt für mich: wir sollen das füttern aus dem Napf komplett einstellen und das TroFu nurnoch übers Training über den Tag verteilt geben.
    - Problem: Tiara nimmt das Futter während es Spaziergangs nicht an oder frisst zögerlich. Sie ist da auch einfach viel unaufmerksamer als Zuhause und auf dem Hundeplatz.

    Meint ihr ich kann weiterhin meinen Hund "normal" füttern und dann eben einfach mit weniger Futter trainieren?

    Mein Feund ging ja dann sogar soweit zu sagen es wäre Tierquälerei und auch kein echtes Gehorsam, da der Hund ja nur hört weil er hunrig ist... :???:

    Seine Ablehnung hat mich irgendwie verunsichert und nun weiß ich nicht ob sich das Geld für die Huschu "lohnt", wenn ich dann zu Hause doch anders und ggf weniger konsequent trainiere.

    Hoffe auf Anregungen von euch!

  • hallo,
    warum wiegst du das futter für den tag nicht ab und was du nicht als belohnung nimmst, bekommt der hund abends in den napf.

    gruß marion

  • Wichtig ist immer sich mit einer Sache auch wohl zu fühlen. Ich arbeite z. Zt. mit einer ND-Trainerin und meine Hunde bekommen ihr Futter nur noch aus dem Futterbeutel. Mein großer hat draussen Anfangs auch nicht gefressen. Dann wurde halt Zuhause, erst drinnen, dann im Garten und später in Reizarmer Umgebung gearbeitet. Mittlerweile weiß er es gibt nicht später im Napf was und frisst auch in aufregender Umgebung.

    Mit Leckerchen wollte ich so allerdings nicht mehr arbeiten. Sprich mit den Trainern über deine Bedenken. Ein guter Trainer erklärt es dir entweder so, dass es dich auch überzeugt, oder spricht über Alternativen.

  • Für mich persönlich ist es Zwang, nicht rein positiv, wenn man den Hund hungern lässt, damit er mitarbeitet. Das ist für mich schön-reden, wer anderes behauptet. Jeder, der mal Hunger hatte, wird wissen, dass das nicht weniger unangenehm ist, als ein lautes Wort oder ähnliches...

    Auf der anderen Seite: der Hund soll ja lernen: das lohnt sich und das lohnt sich nicht. Er soll sich sich also belohnt fühlen. Meine Hündin z.B., die kann sich aus dem Napf satt fressen trotzdem freut sie sich draußen jederzeit über eine Futter-Belohnung. Es ist Bestätigung und Anreiz für sie. Mein Rüde, den müsste ich wirklich hungern lassen, damit er draußen hört, bloß damit er mal was zu fressen bekommt... Da kann man schauen, worum geht es dem Hund gerade? Ich finde es sehr schade, den Hund rein auf Futterbelohnung oder auch Ball werfen zur Belohnung zu reduzieren...

  • Zitat

    Ich finde es sehr schade, den Hund rein auf Futterbelohnung oder auch Ball werfen zur Belohnung zu reduzieren...

    ja, aber das muß man doch privat nicht machen, oder?

    gruß marion

  • hallo Nischen,

    mir wurde dasselbe geraten, da meine Hündin mich draußen anfangs nicht wahrgenommen hat. Ich fand das im ersten Moment auch nicht toll, habe es aber doch ausprobiert. Anfangs wollte meine Große auch nicht fressen draußen. Aber als sie merkte, dass es zuhause nichts mehr gibt, hat sie beim zweiten Mal gern draußen gefressen. Und sie kam erstmals freiwillig, wenn ich sie rufe (natürlich noch an der Schleppleine).
    UND, was mich überrascht hat: Plöttzlich waren auch Mauselöcher & Co uninteressant. Mein Hund hat immer wieder nach mir geschaut, kam zwischendrin "freiwillig" ... und es schien ihr sogar richtig Spaß zu machen, mit mir auf diese Weise den Spaziergang zu verbringen. Sie war gefordert, es gab Futter ... es machte ihr Spaß.
    Ab und zu füttere ich jetzt auch zuhause noch dazu, wenn es unterwegs wenig Gelegenheit zum Trainieren gab. Aber alles in allem hat es bei mir sehr viel gebracht. Ich habe das Gefühl, dass sich auch die Bindung verstärkt hat. Ich würde es jederzeit weiter empfehlen, so zu arbeiten. Kleine Extras wie Nageknochen und Ochsenziemer etc. kannst du ja zuhause noch geben, so als Leckerchen zwischendurch.

  • Zitat

    Wichtig ist immer sich mit einer Sache auch wohl zu fühlen. Ich arbeite z. Zt. mit einer ND-Trainerin und meine Hunde bekommen ihr Futter nur noch aus dem Futterbeutel. Mein großer hat draussen Anfangs auch nicht gefressen. Dann wurde halt Zuhause, erst drinnen, dann im Garten und später in Reizarmer Umgebung gearbeitet. Mittlerweile weiß er es gibt nicht später im Napf was und frisst auch in aufregender Umgebung.

    So habe ich es azch gemacht, bzw. mache es noch so. Ausnahme ist morgens. Vor oder während dem Spaziergang frisst sie nichts. Sie hat schlicht und einfach keinen Appetit. Also üben wir immer am Ende oder eben zu Hause. Dann bekommt sie auch nicht nur einen Futterbrocken, sondern eben 3 am Stück, damit eben auch genug Futter im Hund landet.

    Dennoch füttere ich ab und an auch noch aus dem Napf. Zum Beispiel wenn Hundi mal einen Tag schlecht drauf ist oder ich schlecht drauf bin. Dann muss ich nicht auf Biegen und Brechen mit ihr üben. Also gibts das Futter so.

    Mein Hund hungert dadurch übrigens nicht. Sie bekommt morgens ihre normale Portion Futter, nur eben während einer Übungseinheit. Und abends ebenso. Was zwischendursch läuft ist Zusatz. Also meine hungert nicht!

  • Wir hatten einen sehr jagdambitionierten Hund bei dem wir fast komplett nur noch draußen aus der Hand gefüttert haben. Allerdings habe ich geschaut dass die Abstände zwischen den einzelnen Mahlzeiten nicht zu lang waren.
    Also wenn ich wusste dass ich erst um zB 17h mit ihm laufen gehe dann bekam er morgens was aus dem Napf, oder eben abends wenn wir morgens schon laufen waren.

    Dazu muss ich aber sagen dass ich viel mit Clicker gearbeitet habe (also viele Leckerchen brauchte) und einen kleinen Hund hatte bei dem sich zusätzliche Leckerchen schnell auf den Hüften bemerkbar gemacht hätten.
    Die Trainingsfortschritte waren deutlich, und ich würde bei Bedarf wieder nach dieser Methode arbeiten.

  • Nur draussen füttern würde ich nie machen. Meine Hunde bekommen feste Mahlzeiten morgens und abends.
    Ich arbeite draussen auch mit Belohnung, (es mußt ja nicht nur Futter sein) aber in Maßen und diese Belohnungen kann man ja wenn man will, von der üblichen Futterration abziehen.
    Es würde mir nicht gefallen, wenn mein Hund nur was macht, weil er Hunger hat, ich möchte einen freudigen Hund, der gerne mit mir arbeitet.

    Ganz abgesehen davon, glaube ich ja nicht das jemand bei der Hitze Nassfutter draussen füttert und wenn es Trockenfutter ist, wo ist denn da das Wasser, was dann ausreichend zur Verfügung stehen sollte :???:

  • Ich arbeite auch über positive Bestärkung mit Futter, allerdings nicht so wie beschrieben.

    Mein Hund bekommt seine Mahlzeiten an Tagen ohne Hundeplatz ganz normal morgens und abends, wenn HuPla ist, dann fällt die entsprechende Mahlzeit aus, weils sonst einfach zuviel und Hund rund wird..

    Ich nehme aber auch kein 0815Trockenfutter zum Treiben sondern Dinge, auf die mein Hund von allein steht, ohne dass ich sie hungern lassen muss ;)

    Bei mir gibt´s Fleischwurststückchen(Geflügel) oder geviertelte Hähnchenherzen, andre nehmen Käsewürfelchen..

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