Doch Schutztrieb...
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Zitat
Du kannst deinen Hund nicht deuten und bringst sie in solche Verlegenheiten, das versteh ich nicht.
In beiden Fällen hätte etwas passieren können und dann wäre der Hund wieder der BÖSE gewesen.
Warum beschwörst du solche Situationen herauf, bevor du bei einem Trainer warst.
Hast du auf dem Boden gesessen als das mit dem Mann passiert ist, also verstehen tu ich das ganze nicht
In Situation 1 habe ich vermutet das sie so reagieren würde. Und wie gesagt, die Leine war locker, aber dennoch so kurz, dass nichts passieren konnte. Meiner Meinung nach wusste Kimba, dass ich die Situation nicht kontrollieren konnte, da ich ja nicjhtz aufmerksam war und handelte selber um die Bedrohung los zu werden. Das war eben meine Vermutung, die ich so bestätigt sehe.
Situation 2 war ein ganz normaler Geburtstag im Garten wo Kimba eben mit war.
Außerdem kommt diese Reaktion von Kimba ja nicht täglich vor. Ich kann an 1,5 Händen abzählen wann sie so gehandelt hat (innerhalb von über einem Jahr).
Sicherheit vermittel ich Kimba durch meine Körpersprache. Wenn ihr etwas unheimlich ist kommt sie immer zu mir. Ebenso wenn ihr andere Hunde zu stürmisch sind.
Und mit den Fremden auf dem Hundeplatz ist das eben so eine Sache: Wir sind seit einem Jahr dort, Kimba kennt tatsächlich schon alle Leute.
Aber ich möchte mih hier nicht rechtfertigen müssen. Ich wollte eigentlich ein paar Hinweise wie dieses Verhalten einzuordnen ist. Natürlich habe ich auch so meine Gedanken dazu, wollte nur mal ein paar andere Meinungen hören...
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10. Juli 2010 um 09:06
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Doch Schutztrieb... - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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wo kommst du denn her, Spatzine?
In der Hundeschule, wo ich mit Merlin bin, gibt es Begegnungstraining. Dort werden Woche für Woche so Situationen gestellt. Pures Alltagstraining. Die Leute dort wechseln immer, ist ein offene Gruppe und beim Gruppenwechsel(erste Gruppe zu Ende - zweite kommt) wird auch immer erst kurz zusammengearbeitet. Also immer neue Gesichter und neue Hunde, darunter auch einige die sich nicht riechen können.
Sowas könnte euch vllt einfach weiterhelfen. Das schafft Routine und es sind oft Hunde am Start, die meinen Fremde verbellen zu müssen etc. -
Wenn das auf dem Hundeplatz mit dem Fremden passiert ist, verstehe ich es erst recht nicht.
Übt ihr denn da nicht
Wo war denn da der Übungsleiter ? -
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Unsicherheit nach vorne umgesetzt wie aus dem Bilderbuch.
Und du liest deinen Hund gefährlich falsch... sorry.Das da..
ZitatFremder (großer Mann) kam zu uns. Kimba schnüffelte aus der Enfernung: Heißt Hinterläufe weit ausgestellt, ganz langer Körper.
Hund ist hier schon Bedacht auf Abstand, hält den durch Strecken zum untersuchten Objekt/Mensch hin. Quasi Fluchtbereitschaft. Hier war schon deutlich, dass ihr die Situation nicht geheuer ist.
ZitatDer Fremde sprach sie an und beugte sich leicht nach vorne. Da sprang sie ihn an. Sie war nicht in Bedrängung, hätte ausweichen können.
Falsch.
Aus ihrer Sicht war sie in absoluter Bedrängung und duhast es nicht erkannt. Dass sie aus deiner Sicht zurückweichen könnte(!) hilft nicht, sie tut es nicht. Sie setzt nach vorn um. Treibt das, was Angst macht, von sich weg statt selbst auszuweichen.ZitatEs war nur ein unterdrücktes Wuffen zu hören, kaum wahrnehmbar.
Hunde die sich nicht äußern aber agieren sind... nicht ungefährlich.
ZitatEr stieß sie weg, weil er nicht will das Hunde ihn anspringen. Daraufhin knurrte sie. Körperhaltung leicht geduckt, Ohren angelegt, Schwanz nach unten hängend und bereit den Rükzug anzutreten.
...die hat sich nicht bereit gemacht für den Rückzug. So sieht ein Hund aus, der gleich aus Unsicherheit ins Beißen kippt.
Also so wie ich deinen Beitrag lese, unterschätzt du die Situation aktuell ganz massiv. Und das Provozieren dieser Situationen während du deinen Hund nicht zuverlässig lesen kannst ist brandgefährlich. Mit diesem Mann hat nicht viel gefehlt. Ganz und gar nicht.
Du schätzt aktuell - in meinen Augen - falsch ein, wann sich dein Hund bedroht fühlt. Ich glaube ehrlich gesagt gar nicht, dass sie sich relativ willkürlich einzelne Leute raussucht und auf die komisch reagiert, während sie das bei andren nicht tut.
Ich vermute eher dass bei diesen Einzelfällen Komponenten in Mimik/Gestik/Körperhaltung auftauchen, die der Hund als bedrohlich empfindet und die du so - Stand jetzt - einfach nicht siehst.
Von daher wäre die Frage, ob du überhaupt "Fremde" brauchst oder einfach nur Leute, an die sie nicht gewöhnt ist.
Is ne nich ganz einfache Baustelle, die du da hast.
Schönfüttern halt ich hier für sehr schwierig - damit kannst du beim Terretorialverhalten gut rangehn. Aber was das Bedrohungsgefühl bei Begegnungen angeht sehe ich da düster, dazu sind die Reize zu weit voneinander weg..Wie ist sie denn sonst in Sachen Unsicherheit inzwischen?
Was macht das Körpergefühl? Stößt sie Türen auf, wenn die angelehnt sind und sie anders nicht durchkommt?
Wie reagiert sie bei unbekannten leblosen Dingen beim Spazierengehn etc.?
Wieviele Menschen außer dir plus deiner Familie gibt es, die sie wirklich relativ überall anfassen können?
Kannst du sie "umarmen"? Dich über sie hängen z.B. wenn sie am Boden liegt beim Spielen? Wie reagiert sie da? (Probier das aber jetzt bitte nicht aus, wenn ihr das noch nie gemacht habt..)
Rangelst du mit ihr?
[Edit]Vergessen: Kennt sie ein Entspannungs-Signal?
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Super geschrieben Fussel

Was mich irritiert, wenn die Trainerin Dir schon gesagt hat, dass sie in der Situation Unsicherheit zeigt, wieso gehst Du dann zu einem Dir unbekannten Trainer?
Und wieso zeigt Dir Deine Trainerin nicht, wie Du mehr Sicherheit vermittelst und Deinem Hund zeigst, was okay ist und was nicht.
Ist übrigens schön, dass Du diesen Mann so gut beschrieben hast, aber wieso hast Du ihn nicht zurück gedrängt, nachdem sie so reagiert hat?Gruß
Bibi -
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Huhu,
also ich würde dir ebenfalls raten, Fremde erstmal auf Abstand zu deinem Hund zu halten. Warte den Termin bei der D.O.G.S.-Trainerin ab und guck mal, was die dir für Tipps für euer gemeinsames Training gibt. Ich bin gespannt, was du zu berichten hast. :)
Fusselflitz: Super Beitrag!

LG
Shalea -
Zitat
Was macht das Körpergefühl? Stößt sie Türen auf, wenn die angelehnt sind und sie anders nicht durchkommt?
was hat das damit zu tun? habe türen aufstoßen noch nie damit in zusammenhang gebracht und interessiert mich wirklich sehr!!
würde mich freuen, wenn du mich kurz aufklärst.ansonsten

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Weil Körpergefühl und Selbstsicherheit recht eng beisammen sind.
Unsichere Hunde meiden neue Erfahrungen tendenziell aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Desto stärker man den Hund also zu neuen Erfahrungen ermutigt und er positive oder zumindest keine negativen Konsequenzen erfährt, schiebt man an diesem grundsätzlichen Regler rum in Richtung rechts...
Der Körper ist da ein wichtiger Schlüssel.
Desto gelassener ein Hund körperlich an neue Erfahrungen herangehn kann, umso mehr Sicherheit gewinnt er. Er lernt, dass sich "probieren" lohnen kann und dass fremde Dinge, die ihn berühren, nichts gefährliches sein müssen.
Es geht bei der ganzen Angstbeißerei dem Hund ja darum, körperlich unversehrt zu bleiben bzw. seinen Körper zu schützen.
Seitdem ich zum Beispiel mit meiner - auf Anraten einer Rettungshundeführerin - Körpergefühlübungen gemacht habe, sei das jetzt eben Türen aufschieben oder Papierblätter vom Futternapf runterschieben etc. schnappt meine nicht mehr, wenn Fremde sie am hinteren Körper berühren. Vorher war das bei ihr eines der Hauptthemen - rumfahren und schnappen nach Fremden, wenn die sie berühren, z.B. auch streifen beim Vorbeigehn.
Und diese Erfahrungen, dass Dinge, die vorher gruselig waren nicht gruselig sein müssen und es sich sogar lohnen kann, wenn mans drauf ankommen lässt, das überträgt der Hund irgendwann und stuft nicht mehr so schnell in "GEFÄHRLICH!" ein sondern wartet ab, ob denn wirklich irgendwas schlimmes passiert, oder vielleicht doch was Gutes.
Das ist jetzt sehr wirr, aber ich tu mir grad schwer es in Worte zu packen.
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ZitatAlles anzeigen
Weil Körpergefühl und Selbstsicherheit recht eng beisammen sind.
Unsichere Hunde meiden neue Erfahrungen tendenziell aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Desto stärker man den Hund also zu neuen Erfahrungen ermutigt und er positive oder zumindest keine negativen
rum in Richtung rechts...
Der Körper ist da ein wichtiger Schlüssel.
Desto gelassener ein Hund körperlich an neue Erfahrungen herangehn kann, umso mehr Sicherheit gewinnt er. Er lernt, dass sich "probieren" lohnen kann und dass fremde Dinge, die ihn berühren, nichts gefährliches sein müssen.
Es geht bei der ganzen Angstbeißerei dem Hund ja darum, körperlich unversehrt zu bleiben bzw. seinen Körper zu schützen.
Seitdem ich zum Beispiel mit meiner - auf Anraten einer Rettungshundeführerin - Körpergefühlübungen gemacht habe, sei das jetzt eben Türen aufschieben oder Papierblätter vom Futternapf runterschieben etc. schnappt meine nicht mehr, wenn Fremde sie am hinteren Körper berühren. Vorher war das bei ihr eines der Hauptthemen - rumfahren und schnappen nach Fremden, wenn die sie berühren, z.B. auch streifen beim Vorbeigehn.
Und diese Erfahrungen, dass Dinge, die vorher gruselig waren nicht gruselig sein müssen und es sich sogar lohnen kann, wenn mans drauf ankommen lässt, das überträgt der Hund irgendwann und stuft nicht mehr so schnell in "GEFÄHRLICH!" ein sondern wartet ab, ob denn wirklich irgendwas schlimmes passiert, oder vielleicht doch was Gutes.
Das ist jetzt sehr wirr, aber ich tu mir grad schwer es in Worte zu packen.
nein, ist nicht wirr. ist super verständlich. vielen dank für die erklärung!
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Danke für die Antwort und deine Meinung zu diesem Verhalten:
"...die hat sich nicht bereit gemacht für den Rückzug. So sieht ein Hund aus, der gleich aus Unsicherheit ins Beißen kippt."
Also dise Körperhaltung nimmt Kimba immer ein wenn ihr etwas nicht geheuer ist. Sie weicht dann zurück sobald etwas passiert.

"Du schätzt aktuell - in meinen Augen - falsch ein, wann sich dein Hund bedroht fühlt. Ich glaube ehrlich gesagt gar nicht, dass sie sich relativ willkürlich einzelne Leute raussucht und auf die komisch reagiert, während sie das bei andren nicht tut. Ich vermute eher dass bei diesen Einzelfällen Komponenten in Mimik/Gestik/Körperhaltung auftauchen, die der Hund als bedrohlich empfindet und die du so - Stand jetzt - einfach nicht siehst."
Also ich weiß schon wann sie sich bedroht fühlt, kann nur (noch) nicht 100%ig einschätzen wann sie einfach zurückweicht und wann sie nach vorne geht. Wie gesagt, das gezeigte Verhalten kann man zum Glück an 1,5 Händen abzählen. Heißt es kommt nur selten vor.
"Is ne nich ganz einfache Baustelle, die du da hast.
Schönfüttern halt ich hier für sehr schwierig - damit kannst du beim Terretorialverhalten gut rangehn. Aber was das Bedrohungsgefühl bei Begegnungen angeht sehe ich da düster, dazu sind die Reize zu weit voneinander weg.."Sehe ich genau so. Weiß nur eben noch nicht wie ich vorgehen soll. Daher ja auch die Trainer.
"Wie ist sie denn sonst in Sachen Unsicherheit inzwischen?"
Sie orientiert sich sonst sehr stark an mir wenn ihr etwas nicht geheuer ist. Sie weicht dann nicht von meiner Seite. Generell ist sie an manchen Tage sicherer, an anderen etwas unsicher. Hängt auch immer davon ab wie ich drauf bin.
"Was macht das Körpergefühl? Stößt sie Türen auf, wenn die angelehnt sind und sie anders nicht durchkommt?"
Weiß ich gar nicht richtig. Bei uns sind immer alle Türen offen. Aber an sich hat sie keine Berührungsängste mit neuen Gegenständen.
"Wie reagiert sie bei unbekannten leblosen Dingen beim Spazierengehn etc.?"
Normalerweise gar nicht. Sie interessiert es nicht. Wenn ihr doch mal was komisch vorkommt geht sie in einem Bogen daran vorbei. Wenn ich dann hingehe kommt sie hinterher und zeigt die Körperhaltung wie bei dem Mann. Sie schnüffelt dann vorsichtig und wir gehen dann einfach weiter.
"Wieviele Menschen außer dir plus deiner Familie gibt es, die sie wirklich relativ überall anfassen können?"
Wenn Menschen sie anfassen geht sie höchstens weg. Sie schnappt nicht, hat auch noch nie geschnappt und knurrt auch nicht. Alle Menschen die sie kennt können sie überall anfassen. Also mind. 10 weitere Personen.
"Kannst du sie "umarmen"? Dich über sie hängen z.B. wenn sie am Boden liegt beim Spielen? Wie reagiert sie da? (Probier das aber jetzt bitte nicht aus, wenn ihr das noch nie gemacht habt..)"
Ich kann mit ihr alles machen. Ich könnte sie mir sogar auf den Rücken binden das würde sie nicht stören. Ich kann sie überall anfassen, in alle Richtungen drehen. Sie hat noch nie geknurrt oder gar geschnappt. Nichts dergleichen. Slbst als ihr Augen nach der OP schmerzten, konnte ich ihr problemlos Salbe ins Auge machen.
"Rangelst du mit ihr?"
Nein. Als Welpe hat sie schon immer recht fest "zugebissen" wenn sie so hochgedreht ist. Spiel nur mit Spielzeug. Meistens Zerrspiele.
"[Edit]Vergessen: Kennt sie ein Entspannungs-Signal?"
Bei uns gibts ein "Alles OK" in ruhigem Ton. Das sage ich z.B. wenn sie mal bellt. Dann hört sie sofort auf.
Bentley:
Wenn das auf dem Hundeplatz mit dem Fremden passiert ist, verstehe ich es erst recht nicht.
Übt ihr denn da nicht grübel Wo war denn da der Übungsleiter ?"
Wohl ein Missverständins. Keine der Situationen hat auf einem Hundeplatz stattgefunden.Memake:
"wo kommst du denn her, Spatzine?"
Aus einem kleinen Dorf bei Braunschweig.
Das hört sich gut an was ihr macht. Wir haben das auch gemacht, aber Leuet mit Hund sind für Kimba keine Bedrohung. Die hat sie noch nie angeknurrt oder verbellt. Ich bräuchte Leute ohne Hund. - Vor einem Moment
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