angst vor schlappohren...
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Hi,
Man kann die Ohren kleben. Finde ich auch in Ordnung, wenn es einem einfach nur besser gefällt. Es behindert den Hund wirklich nicht.
ABER:
Ich finde schon, dass man einen Hund nicht so lange manipulieren sollte, bis er äußerlich zuchttauglich aussieht. Schließlich vererbt sich die Ohrform. Hab auch schon davon gehört, dass Züchter weiße Flecken im Fell überfärben etc.
Wenn es nur darum geht, den Zuchthund äußerlich hinzuoperieren, bräuchte es eigentlich überhaupt keinen Rassestandard mehr!Beim Collie z.B. geht man davon aus, dass mindestens 1/3 der Hunde eigentlich Stehohren hat - beim Collie sind die aber unerwünscht.... Woher kommts? Richtig, die Leute kleben die Ohren in die passende Form.
Das ist eine ganz sichere Art und Weise, die Gene einer Rasse zu verändern.
Daher mein Tipp:
Dein Hundi ist doch wirklich noch jung. Gibt ihm Zeit - der wird die Ohren schon noch stellen.
Aber lass dir einfach genau durch den Kopf gehen, warum ausgerechnet dein Hund so besonders ist und welche Qualitäten er hat, dass er als Zuchthund eingesetzt werden soll.lg,
SuB - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Zitat
Hi,
Man kann die Ohren kleben. Finde ich auch in Ordnung, wenn es einem einfach nur besser gefällt. Es behindert den Hund wirklich nicht.
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Beim Collie z.B. geht man davon aus, dass mindestens 1/3 der Hunde eigentlich Stehohren hat - beim Collie sind die aber unerwünscht.... Woher kommts? Richtig, die Leute kleben die Ohren in die passende Form.
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Das ist eine ganz sichere Art und Weise, die Gene einer Rasse zu verändern.Wenn man das nachträglich anklebt, dann verändern sich doch die Gene nicht?! *verwirrt bin*
Das wäre ja, wie wenn ein Mensch abstehende Ohren hat und sich diese dann annähen lässt, dass er dann "anliegende" Ohren weitervererbt. Das wäre praktisch :-)
LG, Cel
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Hi,
ZitatWenn man das nachträglich anklebt, dann verändern sich doch die Gene nicht?! *verwirrt bin*
Das wäre ja, wie wenn ein Mensch abstehende Ohren hat und sich diese dann annähen lässt, dass er dann "anliegende" Ohren weitervererbt. Das wäre praktisch :-)
LG, Cel
Nein, aber wenn du mit einem genetisch gesehen schlappohrigen Hund züchtest, der aber aussieht wie ein stehohriger Hund, weil er im Welpenalter geklebt wurde, wird er dieses "Schlappohr-Gen" an seine Nachkommen weitergeben.
Wenn das jetzt viele Züchter machen, wird es im Genpool einer eigentlich stehohrigen Rasse auf Dauer immer mehr "Schlappohr-Gene" geben. Und damit verändert sich der Genpool der Rasse hin zum Unerwünschten.Ein verantwortungsbewusster Züchter oder Rüdenbesitzer sollte deshalb meiner Meinung nach nicht an seinen Zuchthunden manipulieren sondern sie tatsächlich nur dann zur Zucht einsetzen, wenn sie auch genetisch dem Rassestandard entsprechen.
lg,
SuB -
Zitat
Nein, aber wenn du mit einem genetisch gesehen schlappohrigen Hund züchtest, der aber aussieht wie ein stehohriger Hund, weil er im Welpenalter geklebt wurde, wird er dieses "Schlappohr-Gen" an seine Nachkommen weitergeben.
Wenn das jetzt viele Züchter machen, wird es im Genpool einer eigentlich stehohrigen Rasse auf Dauer immer mehr "Schlappohr-Gene" geben. Und damit verändert sich der Genpool der Rasse hin zum Unerwünschten.Es gibt kein s.g. "Schlappohr-GEN" das wird oft behauptet und wurde bereits schon vor 20 Jahren heiß diskutiert---ist aber völlig Falsch!!! Schlappohren sind eine Laune der Natur und werden "auf keinen Fall" weitergegeben"
Schlappohren können z.B. auch entstehen durch einen ZECKENBISS, wenn die Zecke im Wachstum des Junghundes beim Biss die Nervenbahnen trifft! Wenn so ein s.g. Schlappohr-Hund Welpen bekommt heisst dies doch auch nicht, dass er das Schlappohr weiterträgt. Sorry Leute aber mein Onkel hat 30 Jahre unter dem VDH Schäferhunde gezüchtet und das "Schlappohr-Gen" ist eine Finte!!!! -
Aber wieso sind sie dann zuchtausschließend!? Wär doch dann wurscht oder?
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Warum werden "fehlfarben" ausgeschlossen, oder 1-2 cm größer. Es gibt halt bei der Eintragung einer Rasse ein s.g. IDEALBILD und dies muss eingehalten werden, auch wenn es grausam klingt.
Ich würde aus meiner Sicht auch nicht einen Deckrüden bezahlen mit Schlappohr. Nicht weil ich Angst vor eine "Vererbung" habe, sondern weil die Käufer wohl leicht erschrocken wären, wenn man ihnen einen "Schlappohr" als Vater der Welpen vorsetzt. Die meisten Käufer sind unwissend denken dann genau wie hier diskutiert, der Welpe bekommt auch Schlappohr, da bring ich mein Geld lieber zum anderen Züchter! -
HI,
ZitatEs gibt kein s.g. "Schlappohr-GEN" das wird oft behauptet und wurde bereits schon vor 20 Jahren heiß diskutiert---ist aber völlig Falsch!!! Schlappohren sind eine Laune der Natur und werden "auf keinen Fall" weitergegeben"
Nein, natürlich gibt es nicht ein ganz bestimmtes Gen, das Schlappohren
macht. War von mir nur etwas verallgemeinert ausgedrückt.Aber ganz selbstverständlich ist die Ohrenform u. -stellung genetisch fixiert. Wenn dein Onkel wirklich Hunde gezüchtet hat, müsstest du dich damit eigentlich besser auskennen.
Warum würde es denn Rassen mit Stehohren und Rassen mit Schlappohren geben, wenn das nicht genetisch fixiert wäre?
Zufall?
Ein Cocker wird z.B. immer Schlappohren haben!ZitatWenn so ein s.g. Schlappohr-Hund Welpen bekommt heisst dies doch auch nicht, dass er das Schlappohr weiterträgt. Sorry Leute aber mein Onkel hat 30 Jahre unter dem VDH Schäferhunde gezüchtet und das "Schlappohr-Gen" ist eine Finte!!!!
Nein, natürlich muss ein Hund mit Schlappohren nicht unbedingt Welpen mit Schlappohren produzieren. Aber wenn der andere Zuchtpartner womöglich auch noch Schlappohren hat, steigt die Wahrscheinlichkeit schon an.
Wie das Ohr steht oder hängt, hat mit ganz vielen Faktoren zu tun. Z.B. mit der Größe des Ohres, der Ohrform, dem Gewicht des Ohres usw. Und all diese Dinge sind ganz selbstverständlich durch Gene bestimmt.
Nur sind das so viele Gene, das man das nicht so leicht zuordnen und vorhersagen kann. Trotzdem bleibt die Tatsache, dass eine Hundepopulation (z.B. die Population der Schäferhunde) die ursrpüngliche Ohrstellung verlieren kann, wenn bei der Zuchtauslese nicht darauf achtet.
Grüße,
SuB -
Sorry, OT:
ZitatSorry Leute aber mein Onkel hat 30 Jahre unter dem VDH Schäferhunde gezüchtet[...]
Willste dir den Satz nicht so langsam mal in die Signatur packen? Irgendwie wiederholst du ihn wortwörtlich in so ziemlich jedem Thread, in dem du antwortest...

OT Ende
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Zitat
Aber lass dir einfach genau durch den Kopf gehen, warum ausgerechnet dein Hund so besonders ist und welche Qualitäten er hat, dass er als Zuchthund eingesetzt werden soll.ich denke das jeder seinen hund als besonders empfindet, aber warum und weshalb meiner als deckrüde ((später und WENN möglich)) eingesetzt werden soll steht hier ausser frage! er soll einfach seinen teil zum erhalt der grauen rein langhaarig gezogen schäfis beitragen...
aber das war ja auch hier gar nicht die frage
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Zitat
Ein verantwortungsbewusster Züchter oder Rüdenbesitzer sollte deshalb meiner Meinung nach nicht an seinen Zuchthunden manipulieren sondern sie tatsächlich nur dann zur Zucht einsetzen, wenn sie auch genetisch dem Rassestandard entsprechen.
Yep, genau.
Solange die Ohren aber auch unter ganz "normalen" Hundehaltern ein solch großes Thema sind, wird sich da wohl nie etwas ändern. Nachdem ich nun 2 Stehohr-Collies habe, wird mir das immer wieder präsentiert. Neueste Aussage eines lieben Mitmenschen:"Wenn es denn im Rassestandard steht, dann solle man (=ich) doch bitte auch für korrekte Ohrhaltung sorgen."
Ja mei? Warum dürfen meine Hunde nicht ihre natürlichen Ohren haben, ohne dass ich da ständig zu Stellung nehmen muß und mir sonstwas anhören darf? Im Nachhinein betrachtet, ist ja das Gequake der lieben Mitmenschen schon fast ein Grund fürs Kleben.Meine Idee wäre ja, das dusselige Ohr (endlich) aus dem Standard zu nehmen. Dann würde sich der Genpool beim Collie glatt so immens erweitern, dass ein Jammern wegen MDR1 nicht mehr notwendig wäre. Hach, ich hör sie schon alle schreien

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