Schlechte Erfahrung... wie dagegen arbeiten?
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Jeany1983 -
21. Juni 2010 um 22:13 -
Geschlossen
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Hallo Zusammen,
ich brauche mal euren Rat.
Joker ist nun 10 Monate und riecht wohl allmählich nach Rüde und wird so immer wieder zum "Feind" Objekt für andere Rüden.Heute morgen wurde er im Freilauf von einem weißen Schäferhund auf links gedreht. Joker wollte sich schon bei der ersten Zickerei von dem Schäfi entfernen und zu mir. Der Schäfi hat aber überhaupt nicht abgelassen und Joker lag am Ende quietschend auf dem Rücken.
Gerade kam ein Collie Mischling an und ging Joker auch extrem an (Joker war bei mir an der Leine und der Collie frei) er wollte Joker auch sofort besteigen. Ich konnte den Collie aber abblocken.
Und keine 5 Meter weiter, der nächste Klopper.
Es kam uns ein Pärchen entgegen, ich hörte nur "Hiiiiier" und sah ne Leine fliegen. Dann stand da ein Bulle von Hund... ein Pitbull.
Der Hund stand auch einen Moment still, die Frau warf sich sofort auf den Hund und versuchte ihn schnell wieder an die Leine zu machen .
Der Hund stand schon nur noch auf den Hinterbeinen und dann konnte sie ihn nicht mehr halten :panik:Ich hab mich aber trotzdem im ersten Moment vor Joker gestellt und wollte den Hund abblocken, der volle Lotte in mich rein lief und mich umwarf.
Ich habe dann nur die Leine fallen lassen um meinem Hund die Chance der Flucht zu ermöglichen....und Joker ist mit eingezogenem Schwanz auch sofort abgehauen.
Gott sei Dank konnte der Typ den Hund aber doch recht schnell wieder packen.. der dann auch ordentlich einen mit der Leine übergebraten bekommen hat (welch Wunder, dass der Hund so aggro ist :rolleyes: ) und ich hab mich schnell mit dem verstörten Joker vom Acker gemacht...In letzter Zeit haben wir immer öfter solche Situationen.
Joker hat sich bisher noch nicht verändert, er ist nach wie vor recht entspannt mit anderen Hunden und auch bei Hundebegnungen.
Ich bin etwas besorgt, dass Joker diese schlechten Erfahrungen vielleicht irgendwann durch eigene Aggressivität abwenden will. Im Moment ist er noch nicht der Hund, der dagegen hält. Er ist da doch noch recht kleinlaut und versucht dann lieber dem Konflikt aus dem Weg zu gehen...Wie reagiert ihr auf solche Begegnungen? Ich hab ihn nach der Action (sowohl heute morgen und auch gerade) eigentlich kommentarlos weitergeführt. Ich wollte jetzt kein Bohei drum machen und ihn evtl. in seiner Angst bestätigen... Richtig ? Falsch ?

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21. Juni 2010 um 22:13
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Das Dominieren ist eine ganz normale Verhaltensweise, mit der Hunde in der Regel auch gut umgehen können. Da hätte ich erst einmal keine Bedenken und würde per se auch nichts unternehmen.
Allerdings, wenn die Sache aus dem normalen Rahmen herauszugleiten droht, dann wäre schon ein Grund zum Einschreiten gegeben, denn eine Klärung der Rangfolge mit den Zähnen muss nicht sein.
Ich denke, wenn Du, solange es gewaltfrei bleibt, die Begrüßung mit ritualisierter Klärung, "wer wen zuerst zu grüßen hat", Deinem Hund gestattest, wird er keinen Schaden davontragen, "wenn er zuerst grüßen muss". Schließlich ist er ja auch rangniedriger als Du und hat deshalb dennoch keinen seelischen Knacks.
Das ist zuerst vielleicht etwas schwer für Dich, die Lage einzuschätzen und den Dingen, solange sie nicht aus dem Ruder lufen, ihren Gang zu lassen. Du wirst aber feststellen, dass trotz einer etwas rauhen Begrüßung eine innige Freundschaft herrschen kann und die Hunde friedlich und mit Freude miteinander spielen.
Anders ist es natürlich, denn Dein Hund zu Dir flüchtet. Dann ist es völlig ok, wenn Du ih beschützt. Nur würde ich das nicht generalisieren, sondern in einer entsprechend harmlosen Situation auch ruhig mal sagen, dass er das ja wohl auch selbst durchstehen kann. Ist eben manchmal eine Gratwanderung.
Auch im Spiel können manchmal recht "robuste" Dinge vorkommen, etwa wenn der Jäger dem Gejagten nach den Hinterläufen schnappt. Aber keine Angst, das gehört zum Spiel und wird mit großer Vorsicht gemacht. Da passiert in der Regel gar nichts (außer, dass sich die Hunde am Spiel erfreuen).
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P.S.: Rüden gehen mit Konflikten viel gelassener um als Hündinen. Während Hündinen ihre Feindschaften pflegen wie ein Blümchen (immer schön gießen, dass es ja nicht eingeht), prügeln sich Rüden wie die Kesselflicker und gehen anschließend erst einmal ordentlich "einen saufen" (und trinken bei der Gelegenheit gleich Brüderschaft
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Habe gerade gelesen, dass Jacky ein Aussi ist. Da mache Dir mal keine Sorgen, die können richtig zur Sache gehen und wissen sich auch durchzusetzen. Ich hatte mal einen Border von so 20 kg. Gaaanz lieb der Rüde, friedlich und verschmust. Aber als ihm ein 35 kg Deutsch Kurzhaar blöd kam, da war es auf einmal kein lieber, friedlicher und verschmuster Border, da war eine Bestie am Gange, die ganz locker dem Deutsch Kurzhaar gezeigt hat, wo der Bartel den Most holt. Bin natürlich gleich dazwischen und habe von meinem Hund bei der Gelegenheit einen fetten blauen Fleck am Oberschenkel verpasst bekommen
. Gut, wir haben beide so getan, als wäre letzteres niiie passiert
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Also bei aller liebe, aber das war schon recht viel Blödsinn auf einen Haufen.
ZitatIch denke, wenn Du, solange es gewaltfrei bleibt, die Begrüßung mit ritualisierter Klärung, "wer wen zuerst zu grüßen hat", Deinem Hund gestattest, wird er keinen Schaden davontragen, "wenn er zuerst grüßen muss". Schließlich ist er ja auch rangniedriger als Du und hat deshalb dennoch keinen seelischen Knacks.
Welche Begrüßung? Wer muss wen da begrüßen und warum? Es geht um fremde Hunde, da gibt es keine Rangfolge oder dergleichen. Und er hat sich schon gar nicht von anderen schwer über den Haufen rennen zu lassen.
ZitatAuch im Spiel können manchmal recht "robuste" Dinge vorkommen, etwa wenn der Jäger dem Gejagten nach den Hinterläufen schnappt. Aber keine Angst, das gehört zum Spiel und wird mit großer Vorsicht gemacht. Da passiert in der Regel gar nichts (außer, dass sich die Hunde am Spiel erfreuen).
Nicht für jeden Hund gehört so etwas zum Spiel. Wenn ich die Spielpartner kenne, und weiß wie sie drauf sind, lasse ich auch viel machen. Bei Fremden Hunde greife ich viel schneller ein...zu schnell kann das umschlagen. Und ich bin mit Sicherheit keine, die alles regelt, aber fremde Hunde haben meinen Hund weder zu unterwerfen, noch sonstwie klein zu machen.
ZitatP.S.: Rüden gehen mit Konflikten viel gelassener um als Hündinen. Während Hündinen ihre Feindschaften pflegen wie ein Blümchen (immer schön gießen, dass es ja nicht eingeht), prügeln sich Rüden wie die Kesselflicker und gehen anschließend erst einmal ordentlich "einen saufen" (und trinken bei der Gelegenheit gleich Brüderschaft zwinkern ).
Das mag auf einige Exemplare zutreffen, aber auch unter Rüden gibt es Feindschaften auf Lebenszeit und Hündinnen zicken nicht immer. Ja es gibt sogar Hündinnen, die die Gesellschaft anderer Hündinnen denen mit Rüden vorziehen.
ZitatHabe gerade gelesen, dass Jacky ein Aussi ist. Da mache Dir mal keine Sorgen, die können richtig zur Sache gehen und wissen sich auch durchzusetzen.
Jeder Hund kann sich durchsetzen, wenn er den Charakter dazu hat. Aber nicht jeder Aussie hat den Charakter dazu. Und ihrer ist noch jung und ungefestigt. Soll man ihn wirklich zwingen, sich durchzusetzen, weil er von Frauchen keinen Schutz bekommt? Und das nur, weil man meint, ein Aussie kann das schon alleine? Nacher hat sie ein keifendes Fellbündel an der Leine was schon aus Angst von vornherein Stunk macht. Ich glaube das ist das Letzte was die TE will.
An die TE:
Iich würde den Vorfällen keine große Bedeutung zugestehen. Das ist das Beste für den Hund. Weiterhin würde ich Begegnungen suchen, von denen man weiß, das sie positiv verlaufen werden. Bekannte Hunde kann man ja recht gut einschätzen. Natürlich kann immer mal was sein, auch das sich mal zwei Rüden anzicken, aber das sollte nicht so aussehen, das deiner von den anderen im schnellen Galopp umgerannt wird.
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@tanoz:
Ja danke, so sehe ich das ja eigentlich auch.
Vorallem bei den letzteren Vorfällen hatte ich Joker ja auch an der Leine bei mir und hab ihn versucht zu schützen, das eine mal bei dem Collie Mischling war es ja auch erfolgreich und ich konnte dann Hund abwehren.Bei dem Pitbull war ich ja selbst froh, dass ich den Zusammenprall heil überstanden habe (o.k. einen dicken blauen Fleck am Schienbein hab ich doch :/ )
Aber da konnte ich meinen Hund nur noch schützen indem ich die Leine fallen lies und er so flüchten konnte, bis das herrchen von dem Pitbull ihn zu greifen bekam.Ich denke eben auch, dass gerade bei mir völlig unbekannten Hunden eine Begrüßung auch überhaupt nicht stattfinden muss. Vorallem hab ich das ja eigentlich deutlich signalisiert indem ich Joker an der Leine führte und sogar noch auf meine rechte Seite schickte um ihn am Hund vorbei zu führen.
Die mit dem Collie hat das einfach ignoriert und er kam grummelnd und bellend angeschossen.
Bei dem Pitbull war es für das Paar der Überraschungsmoment (es ist ja auch wirklich ungewöhnlich, dass man am Parkplatz vom Rhein andere Hunde trifft
) sie wollten ihn dann ja doch noch schnell anleinen. Hund war nur schneller und stärker.Meine Hunde haben genügend positiven und regelmäßigen Hundekontakt, sie müssen sich meiner Meinung nach mit jedem anderen Hund auseinandersetzen und schon gar keine Rangfolge ausmachen, wenn ich die vielleicht einmal in meinem Leben (hoffentlich) treffe...
Ja ein Aussie ist recht kernig, ABER man darf auch das Aggressionspotential nicht unterschätzen und ich möchte ja eben vermeiden, dass er irgendwann aus schlechter Erfahrung heraus Angstaggressiv wird. Also gestern hat der kleine Kerl echt was mitmachen müssen.
Es ist nur wirklich schwierig solche Situationen immer zu vermeiden (wahrscheinlich unmöglich) wenn es immer wieder solche HH gibt, wie ich ihnen gestern alle Nase lang begegnet bin.... :zensur:
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Hallo,
wir halten es so das unsere nur noch mit ausgewählten Hunden Kontakt
haben. Sollte es doch mal zu solchen Vorfällen kommen wie bei dir
jetzt, verbuche ich es unter die Leute wollen es einfach nicht kapieren
das nicht alle Hunde auf der Welt zum spielen da sind.
Gib ihm einfach die Sicherheit die er bei dir sucht und versuche dich
einfach von solchen Leuten mit ihren Hunden fernzuhalten.
Achte beim Laufen einfach noch mehr darauf was du willst und in welcher
Situation er sich noch wohlfühlt. Sobald ich merke das läuft nicht,
sind unsere auch aus der Situation genommen.ZitatHabe gerade gelesen, dass Jacky ein Aussi ist. Da mache Dir mal keine Sorgen, die können richtig zur Sache gehen und wissen sich auch durchzusetzen.
Ich frag mich bei so einer Aussage immer warum man immer beim
Aussie davon ausgeht das alles gut geht und er sich immer durchsetzen
kann. Vor allen Dingen verknüpft der Aussie sehr schnell alles
negative und wartet beim nächsten Mal vielleicht nicht auf das
Einschreiten des Halters ab.
Lieber vorher die Grenzen für sich und seinen Hund abstecken,
als warten bis es knallt. Sollte die Chemie zwischen beiden Hundehaltern
und den Hunden stimmen, kann immer noch eine Toberunde frei gegeben
werden.
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Zitat
Ich frag mich bei so einer Aussage immer warum man immer beim
Aussie davon ausgeht das alles gut geht und er sich immer durchsetzen
kann. Vor allen Dingen verknüpft der Aussie sehr schnell alles
negative und wartet beim nächsten Mal vielleicht nicht auf das
Einschreiten des Halters ab.

Das kann ich bestätigen, obwohl wir "nur" einen Aussie-Mix haben.
Auch wenn sich der Aussie im Allgemeinen durchsetzen kann, sollte man es als HH nicht darauf anlegen.Merkwürdig finde ich schon, dass es bei Euch so häufig knallt.
Dago hat, bedingt durch eine heftige Beißerei mit der Folge, dass er operiert werden musste, schon eine Art Angstaggression aufgebaut. Die zeigte sich anfangs durch massives Verbellen aller dobermannähnlichen Hunde.
Wir haben richtig daran arbeiten müssen, dass Dago dieses Verhalten wieder ablegte.Wichtig ist schon, dass Du kein großes Tamtam machst, auch wenn es manchmal schwerfällt.
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Zitat
Merkwürdig finde ich schon, dass es bei Euch so häufig knallt.
DAs wundert mich auch. Er lief wirklich mit Blick zu mir an der Leine an meiner rechten Seite und ich wollte an den Hunden vorbei.
Der Pit hat nur einen HUnd kommen sehen... die Halter sagten wohl auch er wäre immer so bei Rüden
Sie haben sich entschuldigt, ich hab auch net groß diskutiert ich wollte auch mit Joker einfach nur weiter.Ich weiß auch nicht. Kann es vielleicht an der Umstellung von Junghund zu erwachsenem HUnd sein?
So dass er für Rüden halt auch nach Rüde riecht und nicht mehr als Schnösel angesehen wird? War so meine Theorie...Zitat
Wichtig ist schon, dass Du kein großes Tamtam machst, auch wenn es manchmal schwerfällt.Ja stimmt schon. Obwohl ich sagen muss, als ich mich vor Joker gestellt hab, als der Pit angerast kam, hatte ich selbst auch ein wenig Panik... wenn da so ne Masse an HUnd auf mich zugeschossen kommt, ist es auch für mich schwer keine Angst zu bekommen...
Naja Joker hab ich ja wie gesagt bei den Actionen dann kommentarlos weitergeführt, als es dann ging und erst einige Meter als wir in "Sicherheit" waren hab ich ihn nach Macken abgesucht. Zwei Macken am Ohr hat er abbekommen. :/
Heute hat er aber wieder schönen Kontakt gehabt. Wir haben einen seiner besten Spielkumpels getroffen. Ein wunderschöner und verspielter Dobermann Rüde, unkastriert 2 Jahre.
Also es gibt doch auch verträgliche Rüden bei uns, die ich jetzt vermehrt suchen werde, damit er mehr positiven als negativen Kontakt hat
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Oh ja, ich kann dich sehr gut verstehen und habe es selber durch!

Als Fussel noch Junghund war hatte ich auch ständig diese Situationen, nur das Fussel ein Teppichporsche mit einer SH von 30cm ist.
Alle Größen stürzten sich immer wieder auf ihn und alle waren unangeleint.
Er bekam schon Panik wenn er einen größeren Hund sah und hing quitschend in der Leine.Irgendwann war ich so entnervt vom Ablocken und Diskusionen mit den HH, das ich den Ort (Park) gemieden habe.
Es dauerte Monate bis Fussel wieder einigermaßen entspannt um den Häuserblock laufen konnte, ohne ständig unsicher stehen zu bleiben und sich umzuschauen.
Da wir jeden Tag in den Wald fahren, sind wir auf den Park nicht angewiesen und im Auslaufgebiet hat er mit den anderen Hunden kein Problem. Auch ist er dort wesentlich selbstbewusster und wehrt sich, wenn er angepöpelt wir und da spielt die Größe keine Rolle.
Manchmal habe ich das Gefühl, das im Park nur Stadtneurotiker unterwegs sind!

Wenn du keine Ausweichmöglichkeiten hast, bleibt dir leider nur das resolute Abblocken und viele nette, ausgewählte Hundebegegnungen!!

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