Goldie Mädel -brauche eure Meinung

  • Hallo,

    habe seit 5 Wochen unser Retriever Mädel -
    Sie ist jetzt 14 Wochen alt.
    Mein Freund und ich sind beide behindert und wir wollten mit ihr einen Hund, der uns später einfach ein bisschen helfen kann.
    Ich selbst hatte schon einige Hunde und .. ich ich merke schon beim Schreiben... ich erwarte zuviel von dem Hund ....
    Wir sind in der Hundeschule ... meine Tochter übernimmt da den Part, da wir beide körperlich nicht können ... und der Hund benimmt sich nur daneben....
    Wir haben eine Katze und zwei Kater ... ein Kater davon ist 18 Jahre alt ... ich bin nur am Schauen .... wenn ich Schluss sage ist sie lieb, wenn ich nicht hinschaue, dann sitzt sie auf ihm ... tut ihm nicht richtig weh, aber es ist zu heftig ... das gleiche beim anderen Kater, der ist 13 Jahre und meistend schneller, aber nicht immer ... vor der Katze hat sie Respekt, sie ist 5 Jahre und teilt gut aus, das weiß sie inzwischen ...

    Ich habe sie vorher beobachtet , sie ist sehr leicht ablenkbar ... Vögel, Fahradahrer, Autos, Musik ... wenn ich sie rufe, reagiert sie eher selten, als oft ... ich kann sie kaum mehr frei laufen lassen, da sie ständig die Katzen oder unsere drei Enten jagt ...
    ich bemühe mich richtig, doch sie ignoriert mich meistens ... und das nehme ich blöderweise manchmal auch noch persönlich ... ich weiß... das ist doof... doch es trifft einfach ...
    ... und ich weiß ... sie ist noch so klein ....

    wäre schön,wenn ich paar Erfahrungen oder Tipps von euch bekäme,
    Danke
    Eva

  • Geduld,das wird schon :headbash: sie ist ja noch ein Baby,also erwarte nicht zuviel!Du musst es einfach immer und immer wieder unterbinden-das nervt,aber sie begreifen alle irgendwann :D
    Wichtig ist auch den Hund auf andere Weise auszulasten und spielerisch Kommandos zu üben.da sie Goldie ist,ist sie sicher verfressen :D
    Belohne,wenn sie was richtig macht-lass sie Suchspiele machen etc.Sofortiges Kommen mit einem Leckerlie belohnen,etc.
    Wenn sie anfängt etwas zu jagen was sie nicht soll,Fahrräder,Jogger,etc.versuche sie schon mit z.B.einem Spiel abzulenken b e v o r sie den Jogger sieht.Später kannst du dann Abbruchkommandos üben,z.B.Nein!oder in Platz schicken,sobald sie wieder los will.
    Aber das dauert und dauert-meiner ist jetzt 7 Monate alt und hat auch noch etliche Flausen im Kopf.Jogger,Fahrräder etc.sind im jetzt egal.
    Je mehr der Hund auf dich fixiert ist,desto weniger interessiert ihn was anderes.DU musst das Interessanteste sein!Übe auch an der Bindung,versteck dich mal,wenn sie nicht hört etc.Sowas wirkt oft Wunder!
    Geduld-es wird!!

  • Hey,

    also es tut mir leid, aber ich finde, du erwartest ganz schön viel von deinem Welpen. Sie ist gerade einmal dreieinhalb Monate alt und erst so kurze Zeit bei euch. Ein Hundekind kann in dem Alter nicht perfekt hören!
    Du schreibst, du hast eine Tochter - hat sie mit (sagen wir mal) drei Jahren immer pariert, alles gemacht, was sie sollte?

    Du schreibst, deine Tochter übernimmt die Hundeschule. Was machst du denn mit dem Hund? Lässt du dir von deiner Tochter aus der Hundeschule berichten und übst die Sachen dann mit dem Hund oder wie kann man sich das vorstellen? Was machst du, um Beziehung aufzubauen und um die Kleine zu erziehen?

    Noch mal an dieser Stelle: Sie ist noch ein Baby!

    LG
    Shalea, selbst mit einem Goldie an der Seite, mit dem sie ein Jahr lang gekämpft hat - und jetzt läuft's

  • Zitat


    ... und ich weiß ... sie ist noch so klein ....

    Genau, ein Baby, was noch alles in der Welt erkunden und entdecken will.

    Entdecke doch in dem Maße, wie es körperlich geht, die Welt zusammen mit ihr. Einen 14 Wochen alten Hund wirst du bei Ablenkung nicht zum Gehorsam bringen... es ist doch alles andere auch spannend ;) Zeige dem kleinen Wurm, das es toll ist bei dir in der Nähe zu sein (Spiele, Futter o.ä.). Auch wenn ihr draußen seit. Wenn sie meint eigene Wege zu gehen drehe dich kommentarlos weg und suche ein gutes Versteck (wo du sie im Auge hast) und lass sie mal einen Schreck bekommen ;)

    Kopf hoch, die Zeit ist anstrengend aber vergeht auch.. und dann möcht man sie wieder klein :roll:

  • Hallo Eva und willkommen im DF :winken:

    Ich nehme an, ihr habt Euch das Mädel ausgesucht, oder?
    Vom Züchter?
    Oder hat er/sie Euch zu ihr geraten?
    Auch wenn es immer heißt, Goldies sind so verträglich, auch die haben ordentlich Jagdinstinkt im Blut.
    Habt ihr sie aus einer Zucht, wo die Eltern auch jagdlich geführt werden?
    Was das Verhalten draußen angeht, macht ihr eine Schleppleine ans Geschirr, so daß sie die Enten eben nicht jagen kann.
    Im Haus würde ich schauen, daß die Katzen einen Rückzugsort haben, wo sie nicht dran kommt.
    Zur Not vor ein Zimmer ein Kindergitter machen, wo die Katzen zwar durch können, aber Goldie eben nicht.
    Was meinst Du damit, daß sie sich in der Huschu daneben benimmt?

    Grüzzle
    Bianca

  • Hallo,

    danke für Eure Unterstützung.
    Hundeschule sieht so aus, dass wir alle drei gehen, meine Tochter macht die Laufarbeit. Das letzte Mal - es ist einmal in der Woche, eine dreiviertel Stunde - hat sie sich ständig auf den Rücken geschmissen, wollte fast nichts mitmachen. Beim Freilauf zieht sie sich zurück und will dann spielen, wenn die Zeit vorbei ist.
    Die Trainerin fragte uns dann, ob wir mit ihr daheim auch üben .... was wir ja auch machen ... aber halt in Maßen ... ich lass mich sowas von unter Druck setzen ... und setz dann Emelie unter Druck ...

    Was die Katzen anbetrifft, sie haben genug Rückzugsmöglichkeiten, doch natürlich treffen sie immer wieder aufeinander ... es ist auch nicht unbedingt jagen, sie will spielen ... die Katzen haben auch nicht richtig Angst, im Gegenteil, sie finden Emelie interessant .... nun ja bis auf unseren ältesten Kater, der ist einfach zu alt, doch auch er geht inzwischen nicht mehr auf seine Rückzugsplätze und wenn ich dabei bin, dann schleckt sie ihn ab ... nur wenn ich wegschaue, wird sie wieder übermütig ....
    die Enten jagt sie auch nicht, es macht ihr nur offensichtlich Spass, wenn die in alle Richtungen fliegen, wenn sie kommt ... die Eltern haben mit Jagd nichts zu tun ...
    und der Verkäufer hat uns den Hund ausgesucht ... er war weiter weg ...
    sie ist auch nicht von einem Züchter ... wir konnten sie von klein an über Bilder beobachten, wie sie aufwächst, die waren echt nett und haben viel mit den Welpen gespielt ...und haben uns Emelie gebracht.

    Die Idee mit der Schleppleine im Garten ist gut, hab ich mir auch schon gedacht, doch ich wollte sie ungern anbinden ... mal sehen ...

    Ballspiele liebt sie, Wasser in jeglicher Form ... am Besten schlammig ..grins --- Verstecken und Suchen ... und neugierig alles durchühlen, buddeln.

    Liebe Grüße
    Eva

  • Ja, du erwartest zuviel von dem Hund.
    Ein Welpe mit 14 Wochen kann sich nicht daneben benehmen, der ist so.
    Viell. solltest du dir ein paar gute Welpen/Junghund Bücher besorgen, damit du siehst, wie solch eine Entwicklung voran geht.

    Wie setzt du Emelie den unter Druck :???:

  • Hallo Eva,

    wenn ich das richtig verstanden habe, dann soll Euch der Hund später mal unterstützen, richtig?
    Dafür ist erstmal nicht jeder Hund geeignet, daß ist Euch klar, oder?

    Wie ist Deine Behinderung genau?
    Sitzt Du im Rollstuhl?

    Behinderten-Begleithunde sollten nicht die üblichen 0815 Welpenstunden machen, da sie andere Dinge kennenlernen sollen.

    Was genau wird in der Welpenstunde gemacht?

    Hier mal ein interessanter Link:
    http://www.hundefuerhandicaps.de/ausbildung/aus…ldung/index.php

    Und hier noch einer:
    https://www.dogforum.de/ftopic53409.html
    https://www.dogforum.de/ftopic80368.html


    SUNNYUNDCO ist im Forum noch aktiv, ich schicke ihr mal ne PN, vielleicht kann sie Dir ein bißchen helfen.
    https://www.dogforum.de/ftopic51677.html

    Gruß
    Bianca

  • Zitat

    ...Sie ist jetzt 14 Wochen alt....
    Mein Freund und ich sind beide behindert und wir wollten mit ihr einen Hund, der uns später einfach ein bisschen helfen kann.

    Ja, da muss ich Asterix recht geben, Behindertenhunde sind ganz spezielle Hunde die von einem fuer diesen Zweck ausgebildeten Trainer ausgesucht und dann ausgebildet werden. Nur wenige Welpen/Hunde eignen sich fuer so was.
    Da habt ihr das ganze vom falschen Ende aufgezaeumt. Ihr haettet euch einen speziel ausgebildeten Hund besorgen sollen, nicht irgendeinen Welpen.
    Naja, trotzem viel Glueck. Vielleicht zeigt sie sich ja doch noch fuer diesen Zweck nutzbar, aber da solltet ihr jetzt schon mit dem speziellen Training anfangen, denke ich mal.
    Hier, schau mal:
    http://www.hundefuerhandicaps.de/ausbildung/index.php

  • Hallo,
    danke für die Links, werd sie mir in Ruhe anschauen.

    In der Hundeschule lernt sie einfach die Grundkenntnisse, wie jetzt noch "sitz" "fuss" "lauf", später mehr. Dazwischen 2 x Freilauf mit Spiel und Laufen durch Reifen, Tunnels, über Brücken, etc, alles mit Belohnung.
    Wir können dort bis zum Begleithund arbeiten.

    Mein Freund hat nach einem Motorradunfall (am 18.Geburtstag) ein Bein ist seitdem schwer lädiert, einschließlich Hüfte. Er kann nur mit Krücken laufen.
    Ich hatte mit 1 1/2 Jahren Kinderlähmung, mein rechter Arm ist gelähmt und inzwischen haben mich die Spätfolgen der Kinderlähmung eingeholt, d.h. ich werde insgesamt schwächer und mein linker Arm und beide Beine waren damals ebenfalls betroffen und werden immer schwächer ... im schlimmsten Fall können neue Lähmungserscheiningen auftreten, was ich natürlich nicht hoffe. Ich habe noch keine Hilfsmittel.

    Die Krücken ist Emelie inzwischen gewohnt, kein Problem, wenn wir meine Mutter im Pflegeheim besuchen ... sie läuft mit einem Gehwagen...
    ist das ebenfalls ganz normal ... sie verhält sich da richtig gut.

    Ich hatte mal nen Berner Sennhund/Bernhardiner Mischling, das hat sich ganz natürlich ergeben, dass sie mir hilft, wie Treppen hochziehen oder sowas ... ich hoffe nicht, dass wir das Ganze von hinten aufgezäumt haben ... wir haben nach dem Tod unseres letzten Hundes einige Zeit gewartet und es hat sich sehr schön gefügt mit Emelie, sodass ich sicher bin, wir haben uns gegenseitig gefunden ....

    Wie mache ich Druck?
    Mit meiner inneren Einstellung ....ich gaub, ich hab versucht, ihr meine Vorstellung aufzudrängen und habe dabei vergessen, sie zu beobachten und darauf einzugehen .... eure Beiträge haben mich erst mal wieder zurückgeholt, danke!
    Habe mich heute morgen ganz ruhig verhalten ... sie einfach mal machen lassen, das ging ganz gut ... sie hat mit den Katzen teilweise gespielt, manchmal musste ich eingreifen, weil sie zu wild wird, ansonsten war das schon ganz o.k. ....
    zwischendurch haben wir Ball oder Steckchen werfen gespielt, bis sie wieder ne Katze gesehen hat oder ein Vogel pfiff, ich hab sie dann einfach gelassen .... bis sie dann mal wieder in den Garten abgedüst ist (sie hat den Weg hintenrum schon entdeckt, die Nudel, denn vorne ist ein Tor) und die Enten aufgeschreckt hat .... jetzt habe ich sie mit rein genommen, inzwischen schläft sie ...

    150 km von uns entfernt ist auch eine Schule für Behindertenbegleithunde, doch das ist zu teuer, das können wir uns nicht leisten .... ich denke neben professioneller Hilfe werden wir lernen müssen, uns gegenseitig zu verstehen ....

    Grüße

    Eva

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