schwere Entscheidung: abgeben / einschläfern... lang

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    Schreib einfach an die Emailadresse die ich dir geschickt habe ;) Das bin zwar nicht ich, aber das egal.. Der Hund ist wichtiger ;)


    ok, das werde ich dann später machen. Muss jetzt erst mal los - Spielstunde für Hund und Kind bei meiner Mutter ;)

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    das ist wohl wahr. Wir können ihm auch nicht mehr vertrauen. Jedoch war dieses zu Beginn sehr wohl da. Und ja, wir haben sicherlich Fehler gemacht, aber unser bestes gegeben. Wir haben STARK an uns gearbeitet; offensichtlich leider ohne Erfolg.

    'hinterhältig' hmmm, das ist vielleicht auch einfach eine menschliche Interpretation in sein Verhalten. Mir fällt, ehrlich gesagt, auch grad kein anderes Wort ein, mit dem ich das beschreiben könnte: erst lieb und schmusig streicheln lassen und dann doch plötzlich die Meinung ändern. Klar, kann ich verstehen, dass ihm vielleicht aus seiner Sicht, aus seinem Verständnis irgendwas nicht gepasst hat bzw. irgendwer etwas falsch gemacht hat, dennoch sollte ein Hund nicht gleich auf's Volle gehen, oder?

  • Hi,
    bitte lass ihn nicht einschläfern.
    Ich habe auch ein solches Exemplar bei mir. X-mal rum gereicht und weiter vermittelt, saß ewig im Tierheim. Biß nur um sich, war nur aggressiv zu jedem und allem. Heute schläft er bei mir im Bett und ist ein "Schmusehündchen" geworden.
    Für die Hunde ist es ein Neuanfang bei einem neuen Besitzer und es könnte sich alles ändern. Die Chance hat dein Hund verdient.
    Manchmal ist es auch das Umfeld, Ausstrahlung und Symphatie, die einen Hund schnell verändern kann. Tierheim finde ich gar nicht sooo schlimm.
    Natürlich ist eine Privatvermittlung schöner, aber ihr tut euch und dem Hund doch keinen Gefallen wenn ihr das noch ewig so weiter macht.
    Viel Glück für euch und viele Grüße
    fusselinette

  • hallo Nina,

    wenn ich alle "Fehler", die wir bislang in der Hundeerziehung gemacht haben aufschreiben würde, ich würde nen ganzen Block brauchen. Wir arbeiten auch ständig an uns und mit unserem Hund.

    Du schreibst selbst, daß ihr kein Vertrauen mehr zu ihm habt, das wäre für mich ein Grund meinen Hund abzugeben. Zu meinem Wohle, aber auch vor allem zum Wohle des Hundes.

    Lg

    Snoepje

  • Ihr habt ja schon gut erkannt wo das Problem liegt.
    Wir haben mit unserem Hund ähnliche Probleme. Er hört jedoch gut auf mich und ich kann immer eingreifen bevor es überhaupt zu so einer Situation kommt.
    Bei ihm ist das Problem dass er bei meiner Mutter einfach zu viel darf und denkt er ist gleichberechtigt.

    Wie alt ist denn euer Hund? 1,5 Jahre wenn ich das richtig rechne ?
    Wie verhaltet ihr euch ihm gegenüber?
    Darf er auf die Couch/Bett?
    Bekommt er Essen vom Tisch?
    Reagiert ihr wenn der Hund zum spielen/streicheln animiert oder geht Beschäftigung von euch aus?
    Wie verhaltet ihr euch denn wenn sich ein "unsicherer Fremder" dem Hund nährt?
    Werdet ihr unsicher und denkt "Oh Gott, den fällt er jetzt gleich an"?

    Solltet ihr die Situation nicht händeln können, würde ich für den Hund nach einer kompetenten Person mit viel Hundeerfahrung suchen.

  • Einschläfern ist keine Option!

    Warum?

    Es handelt sich nicht um einen "unkurierbaren Fall"...der Hund gehört m.E. einfach in ein sicheres Umfeld, wo entsprechend mit ihm gearbeitet wird.

    Wenn Ihr das (ggf. mit nochmal Hilfe??!) nicht leisten könnt, trennt Euch im Sinne des Hundes und sucht einen guten Platz, ggf. mit Hilfe einer seriösen Tierschutzorga/über einen Trainer.

    Wir alle machen Fehler, ausbaden muss das in der Regel das Tier. Wichtig ist: man muss dies erkennen und angemessen handeln. Dies wollt Ihr anscheinend auch tun, nachdem Ihr auch selber schon viel probiert habt.

  • Zitat

    Einschläfern ist keine Option!

    Warum?
    dieser Gedanke kam von der Amtstierärztin. Sie hat ihn ja nur kurz gesehen und da nicht von seiner besten Seite. Ansonsten 'kennt' sie ihn ja nur aus Erzählungen. Ich denke, sie hält ihn für unvermittelbar. Außerdem meinte sie, dass er ja nicht artgerecht gehalten werden könne, da er ja nur mit Maulkorb rauskommt und an der Leine ist. Und da er erst 3,5 Jahre alt ist, sähe sie darin ein Problem, wenn er so noch die nächsten Jahre leben müsste.


    Zitat


    Du schreibst selbst, daß ihr kein Vertrauen mehr zu ihm habt, das wäre für mich ein Grund meinen Hund abzugeben. Zu meinem Wohle, aber auch vor allem zum Wohle des Hundes.


    es ist nicht so, dass wir gar kein Vertrauen mehr zu ihm haben. Uns gegenüber ist er der tollste Hund überhaupt. Lieb, schmusig, schlau. Ist auch mit Feuereifer dabei, wenn wir Suchspiele usw. machen. Und auch mit unserer Tochter ist er SEHR umgänglich und hält sehr viel aus (Grenzen gibt es für sie natürlich).

    Nur draußen bzw. anderen Menschen gegenüber kann ich ihm einfach nicht mehr trauen :(


  • Oh Gott...
    Einschläfern ist nie eine Option!!!!

    Ich kann dich verstehen ... gib ihn ab. Er WIRD, auch wenn
    es ggf. länger dauern wird, Menschen finden die dieser
    Problematik gewachsen sind ... wende dich an die Orga oder
    kompetente TS-Vereine oder Heime ( oder Murmel )....
    Ich weiss wovon ich rede ... ich hab vor 11 Jahren einen
    vorgehenden, bissigen, authistischen Hund dessen Körpersprache
    aufgrund seiner Rasse nicht( wirklich) erkennbar war aus dem TH
    geholt. Er war misstrauisch und mit 3,5 Jaren nicht sozialisiert !
    ( bei der Rasse - PON - ein riesen Problem )
    Er wurde als Welpe im TH übern Zaun geworfen.... und zwischen-
    durch 1/2 Jahr in schlechte Haltung vermittelt.
    Es ist eine hundelebenslange Verantwortung die man da trägt...

    Gib ihn in erfahrene,kompetente Hände bzw. dorthin wo man
    in eben diese Hände vermittelt ...

    Ich wünsch dir alle Gute

    Susanne mit Bär im Herzen

  • Lass Dich mal drücken.

    Ich kann mir vorstellen (wissen tu ichs natürlich nicht), wie stressig und belastend diese Situation sein muss und ich habe großes Mitgefühl für Euch und natürlich auch für Sam.

    Dass er innerhalb Eurer Familie ein liebes Tier ist, zeigt doch auch, dass eine Basis vorhanden sein muss. Er scheint ja kein grundsätzlich aggressives Wesen zu haben - weshalb ich den Vorschlag der Amtsveterinärin auch ziemlich arm finde, um ehrlich zu sein.

    Vielleicht kannst Du hier im Forum ein paar Kontakte zu Menschen knüpfen, die eine ähnliche Geschichte bereits bewältigen konnte? Vielleicht suchst Du einmal danach oder eröffnest ein Austausch-Thema für Menschen mit Austicker-Hunden. Vielleicht kommen auch noch mehr Tipps und Adressen zusammen und Du findest einen Trainer, der Euch wirklich helfen kann.

    Ich würde es Euch wünschen.

  • Nunja ich habe bisher keinen einzigen Hund kennen gelernt der ohne Vorwarnung beißt und kenne viele beißende Hunde ;)
    Sucht euch einen guten Trainer, oder gebt ihn an eine Orga ab die wirklcih Erfahrung mit solchen Hunden hat.
    Erziehungstips über das Netz ohne den Hund im echten Leben mal gesehen zuhaben wäre absoluter Wahnsinn.

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