Wie erkenne ich, dass mein Hund beisst?
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ok, und wie ist es,wenn der Hund ein Schnappen vortäuscht? und aber im nächsten Moment die Hand ableckt?
Klingt für mich nach Unsicherheit, der Hund weiß die Situation nicht einzuschätzen und versucht sie aufzulösen durch drohen und Beruhigung. Würd mich dann auch nicht draufverlassen, dass er nicht noch mal schnappen würde.
Das kommt aber auch extrem auf die gesamte Körpersprache an. Kann sein, dass die Situation sich danach für ihn gelöst hat, oder aber auch nicht. Je nach dem ob's schnappen einfach eine Schrekcreaktion war oder nicht.Schwierig zu beschreiben

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26. Mai 2010 um 22:16
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Wie erkenne ich, dass mein Hund beisst? - Vor einem Moment
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Ich hab auch gerade überlegt etwas zu diesem Thema aufzumachen

Mir fällt gerade bei meinem, nicht so verträglichem, Dackel auf, dass viele Leute seine Körpersprache vollkommen falsch interpretieren.
So ziemlich jeder denkt z.B. dass Hunde friedlich sind wenn sie mit dem Schwanz wedeln.
Das stimmt aber nicht und es kommt immer darauf an wie er wedelt.
Arnold wedelt auch wenn er total genervt ängstlich und total am durchdrehen ist. Wenn er freudig wedelt wackelt der ganze Hund.
Kann ich schwer beschreiben.
Ich höre auch an der Stimme wie er drauf ist. Das geht von freudigem auffordernden bellen, das klingt wie lachen, bis zu hysterisch überschlagender Stimme.
Wenn er plötzlich stehen bleibt, Rute steht gerade ab,Körperhaltung steif und er fixiert, weiß ich, "jetzt ist Pommern in Not".
Arnold hat auch manchmal Tage an denen er "schlechte Laune hat".
Ich merke das auch an seiner Körpersprache. Dann weiß ich, heute bleibt er an der Leine sonst ist er weg und hängt nem Rotti an den Hinterläufen. Aber ich kann schwer beschreiben wie er dann aussieht. -
Dieses Thema ist im wahrsten Sinne des Wortes ein weites Feld.

Es gibt ja nicht den Grund, warum ein Hund meint beissen zu müssen. Und je nach Motivation sieht die Sache immer sehr unterschiedlich aus.
Generell kann man sagen, je größer, steifer, ruhiger ein Hund wird oder je unsicherer, je stärkere Flucht- und Rückzugstendenzen Hund zeigt, desto brenzliger wird die Situation.
Und dann spielen natürlich die Erfahrungen eines Hundes eine sehr große Rolle. Normal aufgezogen und sozialisiert kostet es einen Hund schon Überwindung herzhaft in einen Menschen zu beißen. Aber das kann sich ändern. Ich nehme mal meinen Rüden, der hat Beißerfahrung und weiß, dass er stärker ist als ein Mensch. Er lässt sich nicht von fremden Anfassen, wenn ich ihn nicht per Kommando dazu "zwinge" oder er sich freiwillig annähert. Er weicht aus und geht zurück, er wird steif, weiter "droht" er aber nicht, wird er trotzdem angefasst, nutzt er sofort seine Zähne. Wie fest und nachdrücklich das hängt vom "Patscher" ab. Ist der sehr selbstbewusst auf den Hund "losgegangen", dann hat er ihn fest irgendwo hängen, war es ein unerfahrenes und unbedarftes "Lass dich doch mal streicheln", dann wird es eher ein Abschnappen.
Eine ganz andere Sache sind Unfälle durch den Beutetrieb.
Erwachsene Menschen lösen so gut wie nie den Beutetrieb aus. Jogger oder Radfahrer sind zwar durchaus interessant, aber eben dann doch Mensch (und da werden die meisten Hunde zum Glück geprägt) und bei näherer Betrachtung etwas groß. Außerdem reagieren sie normalerweise nicht wie Beute, sie werden selten schneller, sondern halten an, wenn Hund angeschossen kommt.
Bei Kindern sieht die Sache anders aus. Die eher eckigen Bewegungen animieren sehr und die Reaktion entspricht auch eher dem, was Hund von Beute erwartet. Und wenn dieser Teil des Jagdverhaltens einmal angefangen hat, dann wird der schwer zu stoppen, eines folgt aufs andere, fest genetisch verankert. Man packt die Beute, zieht sie nieder und tötet sie.Es gibt so viele Gründe, die einen zum Beißen bringen und die durchaus auch noch als Mischmotivation.
Wenn man sich Hunde untereinander und ihre Reaktionen auf unangemessenes oder respektloses Verhalten genau ansieht, dann muss man dankbar sein, dass so wenig passiert. Hunde schaffen es besser uns als Menschen und nicht als Hunde zu sehen, während wir dazu neigen den Hund eher menschlich zu betrachten.LG
das Schnauzermädel -
Da haste recht, Schnauzermädel, mit dem weiten Feld. Um das weite Feld etwas einzugrenzen, vielleicht wäre es sinnvoll, normal sozialisierte (also an Kinder, Fahrradfahrer, Jogger, Staubsauger
gewohnte) Hunde ohne schlechte Erfahrung als Beispiel zu nehmen. Weil es mich besonders interessiert, was solch einen Hund, der "immer lieb war", dazu treibt, "das hat er ja noch nie gemacht" - auf einmal zuzubeissen. Gibt es da Signale (lange?) vorher? Ich denke da an eine Art Depression oder so? Wenn ja, wie sieht die aus? Oder: selbst wenn Hundi beim Schmusen immer hinhält und mitmacht, wie erkenne ich es, dass es ihm zu nah ist? Und: kann Handabschlecken auch ein Zeichen dafür sein, oder ist das ausschliesslich eine Art Küssen? Zoe hat da was kurz erwähnt....Zitat
Ich nehme mal meinen Rüden, der hat Beißerfahrung und weiß, dass er stärker ist als ein Mensch.Meine Trainerin sagt immer, dass ein Hund nicht weiss, wie gross er ist was ich ihr nicht glaube, weil Zookie sich im Spiegel sieht und lange betrachtet. Woher weisst Du, dass Deiner weiss, dass er stärker ist?
Arnold und Gesine beschreibt das Schwanzwedeln. Wie könnte man das noch genauer deuten? Ich kenne das schnelle hinundherfegen nicht unten, nicht oben, sondern in der Mitte, wenn sie aufgeregt ist, kann aber nicht unterscheiden, ob neg. oder pos. aufgeregt.
Ach ja, der Beutetrieb: ich weiss von Löwen etc., dass die nur trainiert werden, wenn sie satt sind
. Hat ein Hund dann und warum hat er dann Beutetrieb, wenn er satt ist?LG Falbala
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Manche Menschen können zb. eine unsichere Haltung nicht von einer Spielhaltung unterscheiden...das fällt inbesondere kindern nicht leicht.
...sagen wir mal ein Mensch kommt auf den Hund zu und will mit ihm spielen (manche können da sehr distanzlos auf den Hund eingehen)...Hund zeigt Verunsicherung, wedelt mit dem Schwanz und "windet" sich hin und her und geht ein Stück zurück und tänzelt dabei und nimmt eine leicht beugende Geste ein..."Unwissende" könnten diesen "Ausdruck" als ein "Willen zum Spiel" interpretieren...aber in Wahrheit versucht der Hund sich aus der mißlichen Lage zu befreien und zu entkommen...viele Menschen sehen das nicht.
...Naja meistens passiert dies bei Fremden...Zu Hause kann ich als erstes dauerndes Gähnen als ein Indiz für Überforderung ansehen, wenn meine jüngste Tochter ihre Finger nicht vom Hund lassen will, dann schaut mich meine Hündin an und ich kümmere mich um die Situation.
Ich kann meiner Tochter tausendmal erklären, das ein gähnender Hund nicht immer müde ist, sondern eventuell überfordert ist, sie versteht es noch nicht so ganz... -
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Zitat
Ach ja, der Beutetrieb: ich weiss von Löwen etc., dass die nur trainiert werden, wenn sie satt sind
. Hat ein Hund dann und warum hat er dann Beutetrieb, wenn er satt ist?LG Falbala
Naja, ein satter Löwe hat, wenn er gefressen hat keinen großen Beutetrieb(Beutetrieb:packen und töten), sonder "nur" den Jagdtrieb: also etwas schnell bewegendes sehen und hinterherjagen und festhalten, eventuell nochmal loslassen um nochmal zu jagen..
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Hallo @ all,
also ich bin der Meinung generell kann man die Gefahr, dass ein Hund in einer ganz bestimmten Situation, irgendwann im Laufe seines Lebens, zubeißt nicht gänzlich ausschließen.
Die Erfahrungen des Hundes spielen hier wesentliche Rolle. Wenn man seinen Hund in Stresssituationen immer wieder genau beobachtet, kann man die Signale seines eigenen Hundes schon sehr gut erkennen.
Mein Hund hat noch nie gebissen, deshalb kann ich auch nicht vorhersagen in welcher Situation es jemals so weit kommen würde.
Man sollte die Tolleranzgrenze und die Besonderheiten schon kennen, um immer den Überblick zu behalten. Bei Anzeichen von Aggressionen gilt es sofort entgegen wirken. Hier ist oft eine schnelle Reaktion des HH gefragt.
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Bei Emily ist es meistens so, dass sie unsicher wird. Geducktere Haltung, nervöses Wedeln, zurückgelegte Ohren. Wird die Situation dann nicht aufgelöst, springt sie verbellend nach vorne und wieder zurück. Spätestens dann ist Schicht im Schacht und ich muss sie aus der Situation nehmen. Wenn sie ansonsten keine Möglichkeit hat, auszuweichen, müsste ich damit rechnen, dass sie sich gegen den unkalkulierbaren Feind "wehrt" - das sind dann in der Regel schreiende, hopsende, rennende Kinder mit eckigen Bewegungen, die frontal auf sie zukommen und "bestenfalls" auch noch die Hände in die Luft reißen oder von oben streicheln wollen. Bei ruhigen Kindern, die nicht hampeln, sich normal nähern, sie schnuppern lassen und ruhig unter dem Kopf, am Hals kraulen, gibt es keine Probleme (außer, dass die vor Freude umgerannt werden könnten
). Sie ist der klassische Hund, die eher aus Angst zupacken würde. Hat sie aber noch nie getan, weil ICH die Situationen für sie einschätze und beende und weil ich immer auf meinen Hund achte!Eine andere Komponente ist der Jagdtrieb. Dann wird sie ruhig, steifer, die Ohren sind auf´s Ziel gerichtet, die Rute wedelt langsam, tief gestellt hin und her. Wenn ich dann nicht abbreche, ist sie dem Objekt der Begierde hinterher - in dem Falle Kaninchen/Hasen oder Fasane.
An dem Jagdtrieb arbeiten wir daher besonders, weil wir eine kleine Tochter (10 Wochen) haben, die ich im Krabbel-/Lauflernalter ungerne als Beute betrachtet haben möchte. Deswegen gibt es bei uns auch kein Bällchen werfen, keine Quietschspielzeuge etc.
Knurren habe ich meinen Hund bisher nur hören, wenn eine fremde Katze durch den Garten läuft. Die gehört da eben nicht hin, das dürfen nur die eigenen. Oder auch mal bei fremden Menschen im Treppenhaus. Dann geht auch die Bürste hoch. Würde der Fremde dann plötzlich in der Wohnung stehen, kannste aber davon ausgehen, dass meine Hündin in unterwürfig begrüßt.
Die Zeichen, die ein Hund zeigt, sind so unterschiedlich stark ausgeprägt, wie Hunde eben unterschiedlich sind. Eine feststehende Regel gibt es da m.E. nicht. Und auch ich sage: es gibt Hunde, die lese ich leichter, andere schwerer, wieder andere wohl gar nicht. Und der klassische Ridgeback hier im Freilaufgebiet, der sich jedes Mal fixierend anschleicht, hat noch nie was Böses gewollt

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Hi,
kann da nur wärmstens das Buch Calming Signals empfehlen !!!
Normalerweise, wenn ein Hund gut sozialisiert ist, gibt es schon ganz viele kleine und sehr feine Anzeichen, wenn ein Hund sich bedrängt/genervt fühlt, bevor er wirklich schnappt.
Hinzu kommt auch noch die individuelle Frustrationstoleranz und Reizschwelle jedes einzelnen Hundes, die sehr unterschiedlich ist ( rassebedingt, Geschlacht, Alter, Aufzucht und Persönlichkeit ).
Ich weiß z.Bsp. nicht, was passieren muss, damit mein Mädel überhaupt mal schnappt ( nach Menschen ) geschweige denn zubeißt. Sie erträgt lieber alles, als dass sie nach vorne geht. Aber man sieht an Körperspannung, Ohren, Augen, Kopfhaltung, Rutenhaltung und dem eigentlichen vorgezogenem Rückwärtsgang sehr genau, wie es ihr geht.
Bei meiner Ältesten sah das ganz anders aus, weil sie sowieso kein Urvertrauen in Menschen hatte.
Liebe Grüße
Alexandra -
Empfehlenswert dazu:http://www.dog-snake.de/Aggression/aggression.htm
Birgit
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