Viele Probleme nach so kurzer Zeit

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    Morgen sind wir eh noch einmal bei nem anderen Tierarzt. Dann wird auch sofort ein neuer Test gemacht. Das damit nicht zu spaßen ist das hab ich gelesen...wir haben ja noch die Hoffnung, dass der Bioresonanztest vllt doch nicht stimmt...

    Meines Wissens kann Leish. nur durch einen Antikörpertest nachgewiesen werden. Wie soll ein Bioresonsonztest ein zuverlässiges Ergebnis liefern? Mit LM ist nicht zu spassen, damit sind viele Tierärzte überfordert. Ich würde mich vorher in den entsprechenden Foren informieren und einen Tierarzt wählen, der sich mit Südkrankheiten auskennt, damit eine sichere Diagnostik gewährleistet ist.
    Infos über LM findet ihr reichlich im Netz. Außerdem sollte jede seriös arbeitende Orga darüber informieren, daß LM auch nach Monaten noch auftreten kann, auch nach einem negativen Testergebnis im Herkunftsland des Hundes. Wir haben unseren Hund auch nach einem Jahr noch einmal testen lassen.

    Zu den Verhaltensproblemen: der Hund ist erst drei Wochen bei euch und hatte eine bewegte Vergangenheit. Lasst ihn doch erst mal ankommen, Vertrauen entwickeln und sein neues Umfeld kennen lernen. Auf die Aussagen der Pflegefamilie kann man sich nur bedingt verlassen. Den Rat, den Hund in einen "Käfig" zu sperren finde ich unseriös und wahrscheinlich traumatisierend für den ohnehin verunsichtern und ängstlichen Hund. Hier ist wohl eher Fingerspitzengefühl, Geduld und Sensibilität gefragt...

    Leider klappt bei Hunden aus dem Tierschutz nicht immer alles nach Plan, darauf sollte man eigentlich vorbereitet sein. Wenn euch jetzt schon die Geduld und die Zeit fehlt, an den Problemen zu arbeiten, wäre eine Rückgabe vielleicht die beste Lösung.

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    Hallo,
    wir haben eine ganze Reihe Probleme mit unsrer Hündin. Wir haben sie über eine Tierschutzorganisation aus Spanien bekommen. Sie ist aber schon im Dezember zu einer Pflegefamile nach Deutschland gekommen und gekriegt haben wir sie Anfang Mai, sie ist also erst seit 3 Wochen bei uns. Vielleicht kommt es einigen ziemlich blöd vor das man so früh schon sagt "oh wir haben probleme" aber nunja.


    Es gibt doch keinen besseren Zeitpunkt, die Probleme gleich in der Entstehung mit einem kompetenten Trainer (ich würde übringes Diana Timmermann / http://www.die-briards.de empfehlen - ist eine Ecke zu fahren, aber es ist jeder gefahrene KM wert) in Angriff zu nehmen - bevor sie sich verfestigt haben.


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    Von der Pflegefamilie wurde uns gesagt, das unsre Hündin mindestens 2 Stunden allein bleiben kann. Bei uns schafft sie es nicht mal 2 Minuten. Wir gehen aus der Tür raus, Tür zu, Hund bellt. Sie steigert sich dann anscheinend sehr rein, weil man hört ihr Bellen bis ganz unten (wir wohnen im 3ten Stock). Nach einem Telefonat mit der Vermittlungsfrau kam nur ein "ja, das wusstet ihr ja aber, die Pflegefamilie hatte da auch Probeleme mit, da klappte das erst als sie in einen Käfig gesperrt wurde"

    Hunde sind schlechte Generalisierer. Da muß man damit rechnen, dass das in einer neuen Umgebung mit neuen Bezugspersonen erstmal wieder gar nicht klappt. Doppelt damit rechnen muß man wohl, weil sie ja wieder ganz "entwurzelt" wurde. Das braucht eben seine Zeit.
    Zu der Sache mit "dem Käfig" - meine beiden Pflegehunde haben auch beide eine Box - und sie haben diese Box mit Entspannung, Kraulen, und Kauspielzeug verknüpft, deshalb können beide tatsächlich besser in einer Box alleine bleiben. Aber das kommt natürlich erstens nicht von alleine, und zweitens ist bei echter Trennungsangst eine Box kontraprukuktiv, weil darin die Panik noch vie größer ist.
    Ansonsten würde ich das einfach mit einer Box mal testen.


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    Dann haben wir noch das Problem: sie bleibt nicht allein bei meinem Freund. Wenn ich aus der Tür gehe, dann ist riesen Theater. Sie ist nicht mehr ansprechbar, guckt nur noch zur Tür und jault und jammert. Dieses Wochenende war es ganz schlimm, ich war unterwegs und sie hat eine ganze Stunde lang gejammert, gefiept, ist ständig zur Haustür gelaufen und ließ sich nicht mal durch streicheln beruhigen. Wir denken das es daran liegt das ich im Moment 24std praktisch für sie da bin, mein Freund muss nämlich die Woche über zur Uni.


    Natürlich bist Du dann die Hauptbezugsperson. läßt es sich denn so einrichten, dass Du sie erstmal nicht alleine läßt, bzw. es gezielt übst, dass sie auch mit deinem Freund alleine bleiben kann (Sekundenweise starten)?


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    Nunja, unsere Probleme sind die "Alleinbleib"-Probleme. Wir wissen nicht ob man das hinkriegt in dem man mit einem Hundetrainer Einzeltrainingsstunden zuHause macht. Wir haben zudem auch noch Zeitdruck, ab August muss ich zur Ausbildung, was sollen wir machen wenn der Hund das bis dahin nicht schafft? Auch wenn sie das doof anhört, die ganze Sache wird natürlich auch nicht grade günstig. Wir wollen sie aber eigentlich auch ungerne zurückgeben, auch wenn die Pflegefamilie meinte sie würden sie zurücknehmen.


    Immer ruhig mit den jungen Pferden. Das bekommt ihr schon hin. Ich weiß es klingt doof, und in der Umsetzung ist es bestimmt noch schwieriger, aber je weniger Druck ihr Euch selber macht, desto schneller wird sie das wahrscheinlich lernen.
    Diana (siehe oben) kann Euch dabei helfen, dass sie lernt, dass "Alleine sein" = Entspannung bedeutet, wenn man es kleinteilig und mit der richtigen Technik aufbaut.

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    So, ziemlich viel Text, aber ich musste mich mal ausschreiben ;) Vllt kann mir jemand nen Ratschlag geben? Würde mich sehr freuen...

    Nathalie

    Sie muß erstmal verstehen, dass Sie bei Euch jetzt bleibt - das kann manchmal schnell gehen und manchmal eben auch nicht.

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    Zu den Verhaltensproblemen: der Hund ist erst drei Wochen bei euch und hatte eine bewegte Vergangenheit. Lasst ihn doch erst mal ankommen, Vertrauen entwickeln und sein neues Umfeld kennen lernen. Auf die Aussagen der Pflegefamilie kann man sich nur bedingt verlassen. Den Rat, den Hund in einen "Käfig" zu sperren finde ich unseriös und wahrscheinlich traumatisierend für den ohnehin verunsichtern und ängstlichen Hund. Hier ist wohl eher Fingerspitzengefühl, Geduld und Sensibilität gefragt...

    Leider klappt bei Hunden aus dem Tierschutz nicht immer alles nach Plan, darauf sollte man eigentlich vorbereitet sein. Wenn euch jetzt schon die Geduld und die Zeit fehlt, an den Problemen zu arbeiten, wäre eine Rückgabe vielleicht die beste Lösung.

    Dem ist nichts hinzu zu fügen.

  • Zu dem "ängstlich" kann ich nur sagen (also wie sie generell so wirkt): wie ich das vom hörensagen kenne und wie ich das von meinem alten Hund, der aus dem Tierheim kommt, haben viele dieser Hunde tatsächlich nen Knacks weg oder irgendwelche Macken. Wo wir mit unsrer kleinen den ersten Tag in der Wohnung ankame lief sie "freudestrahlend" durch die ganze Wohnung, sie hat sich nicht verkrochen oder war eingeschüchtert. Auch wenn wir bei für sie fremden Leuten zu besuch sind fühlt sie sich sofort wohl (vllt weil sie auch mmer sofort im Mittelpunkt steht).
    Auf jeden Fall, die Geduld fehlt uns keinesfalls! Wir wollen auf jeden Fall alles tun und versuchen, damit sie sich ans alleine bleiben gewöhnt.
    Danke schonmal für die bisherigen Antworten :)

    Zu der Sache mit meinem Freund: Er ist halt viel in der Uni, teilweise wirklich von 8-19h. Teilweise reicht es schon wenn ich aus der Wohnung geh um nach der Post zu gucken am WE.

  • Als meine Hündin zu mir kam, war sie 8 Monate alt.
    Alleinbleiben kannte sie. Sie musste beim Vorbesitzer leider fast den ganzen Tag alleine bleiben und aufs Herrchen warten, es kam halt nur jemand, der zwischendurch mit ihr Gassi ging.

    Kaum war sie hier bei mir, hatte sie auch alles vergessen, folgte mir auf Schritt und Tritt und sowie ich nur einen Fuß zur Haustür raus setzte, machte sie Theater vom feinsten.
    Mit schrittweise herantasten und viel Geduld haben wir das dann hin gekriegt.

    Genauso wie dein Hund, hat sie nach mir gejammert, wenn ich ging und "nur" Herrchen zuhause war. Sie mochte ihn, aber an mich reichte er lange nicht ran. Sie lag dann die ganze zeit vor der Haustür, egal wie lange ich weg war. Mein Mann konnte sich für sie auf den Kopf stellen, hat Hund alles nicht interessiert........Frauchen war weg und die Welt ging unter. Sie nahm auch kein Futter an, egal wie hungrig sie war, nichts zu machen.

    Wir haben es dennoch durchgezogen, ich bin weg gegangen (natürlich nicht jeden Abend) und so nach und nach gings besser. Dann habe ich es gewagt, über nacht bei meiner Freundin zu bleiben. Beim ersten mal hat sie auch da nur vor der Türe gelegen und auf mich gewartet. Alle Mühen die mein Mann sich gemacht hat, den Hund abzulenken oder sie zum Fressen zu bewegen blieben ohne Erfolg.
    Aber das hat sie auch nur einmal so extrem gemacht, beim nächsten mal (zwei Wochen später) ging das schon viel besser. Nach insgesamt 9 Monaten war das alles kein Thema mehr.

    Heute komme und gehe ich, sie freut ich wenn ich wieder da bin und hat während ich weg bin ihre Aufgabe, nämlich auf Herrchen auf zu passen. Sie ist total verrückt nach ihm.

    Ich hab jetzt zwar keinen Tip mit meinem Geschreibsel gegeben, aber vielleicht macht es ein bisschen Mut. Das wird schon.

  • ja ungefähr genauso ists bei uns auch...herrchen macht und tut, aber sie nimmt dann nicht mal ihren lieblingsknochen an. wir versuchen es im moment so das wir die wohnzimmertür zu machen und ich die wohnungstür auf und zu mache, aber im flur warte (wenn ich um die ecke stehe kann sie mich nicht sehen). einen kleinen erfolg hatten wir tatsächlich schon: sie bleibt jetzt auf ihrem platz liegen anstatt zur tür zu rennen :)

  • also am anfang war sie praktisch mein schatten. sie war überall mit dabei. aber mittlerweile bleibt sie auch auf ihrem platz liegen, kommt manchmal gucken was ich mach und geht dann wieder. sie bleibt aber auch zB über nacht allein im wohnzimmer, weil sie nicht bei uns im schlafzimmer schlafen soll, das klappt seit dem ersten tag den sie bei uns ist.

  • Uii, wie hast du das mit dem "Schatten" geschafft??? Meine Hündin ist auch seit knapp 3 Wochen bei mir - Tierverein aus Griechenland - und läuft mir ständig hinterher. Ich muss ständig aufpassen, dass ich nicht auf ihre Pfoten trete.
    Derzeit laufe ich teilweise stundenlang durch die Wohnung, ignoriere sie dabei und dergleichen. Doch es wird ihr nie langweilig dabei, angeblich soll das aber gut helfen.
    Ins Bad bspw. darf sie nicht mit hinein, dann sitzt sie vor der Türe und ist zwar still, aber beim Türöffnen (die geht nach außen auf), muss ich aufpassen, dass ich sie nicht treffe.

    Alleinesein ist bei uns auch noch so eine Sache. Ich habe keinen Partner, der da ist, wenn ich weg bin. Und sie geht mir an die Haustüre - die ist aus Holz - hoch und kratzt, wimmert und bellt dann.
    Hier mach ich das übliche: Raus, rein, raus, rein, die Abstände verlängern, wenn sie ruhig ist, draußen so tun, als wenn ich die Treppe runtergehe. Naja manchmal muss ich auch runter und dann gehts los. Damit sie die Türe nicht völlig demoliert, hab ich jetzt zur Rütteldose gegriffen. Sobald sie anfängt rufe ich laut "Nein" und rüttele einmal damit. Zumindest für ein paar Minuten klappt es.
    Da ich sie bei dem Wetter nicht mit zum einkaufen nehme, muss sie auch mal länger daheim alleine bleiben. Ich habe schon meine Nachbarin dahingehend instruiert und es klappt wohl auch. Nur länger als ne Stunde bin ich da nicht weg - wenn überhaupt -.

    Die Fixierung ist verständlich. Schließlich ist sie da ganz allein. Vorher waren bestimmt auch noch andere Hunde um sie rum - zumindest bei meiner -. Das mit ner Box werd ich wohl nicht machen können. Sie ist ein Zwinger-Hund *seufz*.

  • Das ist doch gar keine schlechte Ausgangsposition!

    Ich weiß ja nicht, ob es die Nachbarn nervt, aber ich würde versuchen, eine entspannte Ausgangssituation zu schaffen - vielleicht nach dem Füttern - und dann würde ich im 5 Minuten-Takt die Wohnung verlassen und immer wieder kommen. Ich habe das bei meiner (damals) kleinen Maus gemacht, nach dem 40sten Mal war ihr das zur Tür laufen wahrscheinlich einfach zu blöd. Bei diesem Kommen und Gehen habe ich sie nicht auf ihren Platz geschickt, sie durfte mit zur Tür laufen oder es lassen, dabei habe ich mich weder von ihr verabschiedet noch habe ich sie beim Wiederkommen begrüßt.

    Vielleicht ist das eine Option für Euch?

    LG

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