Der Setter und ich - Teil 1 - Verstaendigungsprobleme.

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  • Der Setter ist ein seltsames Wesen. Irgendwie erinnert er mehr an einen grossen Cocker (er wurde auch schon als haesslicher Dalmatiner beschimpft :motzschild: ), tatsaechlich misst er gerade einmal 54 cm und ist somit nicht nur eine recht kleine Ausgabe, sondern auch noch die Jagdzuechtung, ein sogenannter "Field type".

    *The field type & show type English Setter look very different, even though they are the same breed. Field type setters are often smaller and are seen with less feathering and usually more distinctive spotting than show type setters.*

    Die Frage, was ich mir da ins Haus geholt hatte, stellte sich sehr schnell. Urspruenglich hatte ich mich erbarmt, Pflegestelle fuer eine in Griechenland taetige Organisation zu machen. Da diese nicht besonders gut organisiert zu sein scheint, endete es damit dass ich mit dem Zug nach Duesseldorf fahren um dort, mit Maanu am Telefon, verzweifelt ein nicht existierendes Geheimtor suchen musste. Aber das ist eine andere Geschichte. Als schliesslich die Hunde ankamen, waren alle ganz aufgeregt. Alle ausser mir, ich war totmuede, hatte bereits 5 Stunden im Zug hinter mir mit 3 x Umsteigen und immer noch keinen Kaffee. Ich wollte nur den Hund nehmen und dann weg. Unsere erste Begegnung verlief damit, dass mir seine Leine in die Hand gedrueckt wurde und er erst mal umfiel, da er noch unter Beruhigungsmitteln stand. Ich also fluchend den Hund gepackt und ueber das halbe Flughafengelaende getragen. Im Bahnhof angekommen hatte ich das erste Mal Zeit, mir meinen neuen Mitbewohner in Ruhe anzuschauen. Er war ueberraschend klein, sehr zart und feingliedrig, furchtbar weich und seidig und hatte einen riesen Schaedel mit Froschaugen. Ausserdem standen seine Beine in einem seltsamen Winkel zueinander (spaeteres Roentgen ergab jedoch dass alles in Ordnung ist und er lediglich "Fussballerbeine hat :ka: ). Langer Rede kurzer Sinn, wir schafften es irgendwie nach Hause, dort angekommen entleerte er sich erst mal gepflegt in der Wohnung - was das einzige Mal bleiben sollte, und schlief anschliessend gefuehlte 4 Wochen lang. Grover war sehr skeptisch, schien ihn aber nicht total scheisse zu finden, was prinzipiell kein schlechtes Zeichen ist. Bein Fressen schling er alles nur so runter - das tut er leider heute noch, und Individualdistanz war ein absolutes Fremdwort fuer ihn. Er draengte sich einem dermassen auf und sass einem im wahrsten Sinne des Wortes im Gesicht und, was er auch heute noch tut, sehr zu meinem Leidwesen, leckte einen staendig ab. Draussen jagte er was das Zeug haelt und das tut er ebenfalls immer noch. Wir arbeiten dran. Ansonsten ist er sehr pflegeleicht, bleibt alleine so lange wie man es von ihm verlangt, bellt nicht, ist super lieb und vertraeglich (ausser mit Huskies, die hasst er wie die Pest) und man kann ihn ueberall mit hinnehmen.


    So. Nun zum eigentlichen Thema. Meine Probleme sind:

    - Er ist absolut Futtergeil, der schlingt alles bis er kotzt, er macht keine Pause zum atmen, nichts.

    - Er hat immernoch ein Problem mit Individualdistanz, er kommt einem des oefteren noch bedraengend zu Nahe, was sehr nervig und unter Umstaenden auch sehr schmerzhaft sein kann.

    - Er stinkt. Er stank schon als wir ihn bekommen haben, wobei das glaube ich auch eine Veranlagung von Hounds sein kann,die Hounds die ich kenne stinken naemlich gewaltig. Barf hat recht gut geholfen, allerdings ist Barfen momentan nicht moeglich aus Platz und mit dem aus Platzmangel entstehenden Kostengruenden. Also gibt es momentan zum TroFu taeglich ein halbes Glas Babybrei mit Spirulina. Falls jemand noch andere Tipps hat, immer her damit.

    - Er jagt sehr stark. Daran arbeiten wir. Ich habe einige Wege wo er frei laufen kann aber leider ist das eher selten moeglich, es sei denn ich habe Lust ihm staendig hinterher zu rennen. Wenn er losspurtet dann schaltet er sein Gehirn aus, da kann ich schreien und machen das bockt den kein Stueck. Ausser ich komm dann wie eine Furie auf ihn zugerannt, dann werde ich freudig begruesst. Ich habe das Gefuehl dass es ein wenig besser wird aber das scheint auch tagesabhaengig zu sein, wie ich gestern feststellen musste.

    - Er achtet nicht auf mich, bzw beim Laufen achtet er nicht. Er zieht prinzipiell nicht an der Leine aber „Halt“ oder „Stop“ sind unmoeglich, jedes Mal rennt er in die Leine, er orientiert sich kein Stueck an mir sondern laeuft stoisch seinen Weg.

    - Er ist absolut „schmerzresistent“. Mit Schmerz meine ich nicht den eigentlichen Schmerz im Sinne von Wehtun, aber wenn er zB an mir vorbeizieht und es gibt ein Rot interessiert es ihn nicht. Leinenruck interessiert ihn nicht (ja ich habe das auch schon versucht, allerdings nicht fest sondern zum Testen ob er ueberhaupt auf was reagiert), er ist wie ein riesiger (kleiner) trampeliger Panzer der durch die Gegend rollt. Dieser Hund koennte mit einer Eisenstange verpruegelt werden, das waer dem total egal der wuerde das nicht mal merken (um Gottes Willen, das macht hier keiner, ich will nur damit zeigen wie egal ihm saemtliche koerperliche Kommandos/Ermahnungen sind).

    - Auf der anderen Seite ist er total unterwuerfig. Er schmeisst sich staendig auf den Boden wenn man auf ihn zugerannt kommt (zB im Spiel mit ihm oder wenn er im Weg steht beim Spiel mit Grover), knurrt man ihn an – denn die menschliche Koerpersprache kann er nicht deuten – schmeisst er sich auf den Ruecken und auch als ich ihn einmal etwas schroffer zur Seite zestossen habe da er im Begriff war, Aas zu fressen, hat er sich sofort fallen lassen.

    - Er ist prinzipiell nicht dumm, ganz im Gegenteil. Nachdem er das Kommando „basket“, also Korb kennt, traut er sich schon beinahe nicht mehr raus wenn man ihn einmal reinschickt.

    Ich wuerde mich freuen wenn ein paar von euch zu diesen Unterpunkten Tipps oder Ratschlaege haben, vielleicht selbst diese Probleme kennen.
    Vielleicht noch als Anmerkung, ich clicker nicht mit meinen Hunden und will es eigentlich auch nicht.

  • Eine Frage: wie alt ist der Setter?

    Viel Tips kann ich dir leider nicht geben, klinke mich aber hier ein, weil ich auch einen Arbeitlinien- English Setter kenne. Und der Hund derart anders ist als unsere Huskies, dass ich angefangen habe mich näher zu interessieren.

    Diese Distanzlosigkeit erkenne ich total wieder. Besagter Setter klebt einfach andauernd an einem und will immer, immer auf Körperkontakt sein. Er hat gelernt, dass Anspringen nicht so der Hit ist (er ist jetzt 9 Monate alt), aber kaum setzt oder legt man sich wo hin, klebt sich der Setter an einen (was seine Besitzer aber null stört, im Gegenteil).

    Futtergeil: nur so zum ausprobieren: wie wärs mit Handfütterung? Oder halt immer nur kleine Mengen in den Napf leeren, nacheinander, so dass der Hund nicht grosse Mengen auf einmal runterschlingen kann.

    Stinken: "Mein" Setter stinkt nicht, er hat kaum Eigengeruch.

    Unterwürfig/"schmerzresistent": ich kenne Setter allgemein bis jetzt nur als totaaaal sensibel. "Mein" Setter ist sehr, sehr sensibel, kaum dass man ihm Druck macht sprüht er nur so vor Beschwichtigung und Übersprungshandlungen. Diese Übersprungshandlungen sind bei ihm an Körperteilen schlecken, herumrasen wie irre, totale Hibbeligkeit. Das was ich am Anfang für totale Hyperaktivität gehalten habe, ist in Wirklichkeit nur Übersprungshandlung aus Stress.

    Ist der Hund deiner, oder ein Pflegehund? Was sind deine Ziele mit ihm?

    Irgendwie lese ich da sehr viel Frust und Unverständnis für das Verhalten des Hundes heraus.

    Ich habe Huskies und Terrier (selbstbewusste und eigenständige Hunde), der English Setter des Schwiegervaters (hibbelig, total sensibel und totaaal führerbezogen) würde mich wahnsinnig machen. Wegen seinem Wesen, einfach alles. So hat jeder seine Vorlieben und sucht sich die Rassen, die zu seinem eigenen Charakter passen.

  • In manchen Beschreibungen erkenne ich meinen Labrador vor ca. 3 Jahren wieder :D
    Daher hier meine Beschreibungen, wie ich es mit dem Riesenbaby gemacht habe, ob das bei euch dann passen könnte, müsstest du dann beurteilen ;)

    Schlingen: Etwas besser ist es geworden, seit es kein TroFu mehr gibt, sondern sie entweder bekocht wird bzw. NaFu bekommt. Deutliche Besserung hat das absolute "Nicht-Dasein" des Hundes während des Fressens gebracht. Während Maja frisst, ist sie für sämtliche Familienmitglieder nicht existent. Vorher hat der ein oder andere sie ab und an nochmal versucht, durch ein "Laaaangsam, Maja" oder so zu bremsen und das Gegenteil erreicht. Ich stelle den NApf nur noch hin und gehe. Erst wenn sie den Napf wirklich das fünfte Mal durch die Gegend geschoben hat und sich dann irgendwohin verzogen hat zum Schlafen, gehe ich hin und sammle ihn ein. Inzwischen klappt das so gut, dass man auch wieder beim Fressen anwesend sein kann und wenn ich was vergessen habe, darf ich sie sogar kurz ansprechen oder einen Wassernapf tauschen, ohne dass sie wieder in Hektik verfällt. Allerdings muss sie komplett getrennt von anderen Hunden fressen, sonst kriegt sie wieder einen "Ich muss fertig werden, bevor es mir einer klaut"-Koller.

    Individualdistanz: Konsequentes "Wegschicken" und darauf beharren, dass sie wegbleibt. Ein "Körbchen"-Kommando war da recht hilfreich. Ich hatte da vielleicht den Vorteil, dass Maja schon als Welpe gelernt hat, dass meine Kommandos keine netten Vorschläge sind, sondern Handlungsanweisungen, an denen nicht zu rütteln ist. Sie versucht es heute noch ab und an, lässt sich aber durch ein "Nein" stoppen. Bei mir akzeptiert sie es besser als bei denen, die das nie so deutlich durchgesetzt haben (liegt daran, dass sie halt mein Hund ist, der Rest der Familie ist dafür auch einfach nicht verantwortlich).

    Leinenziehen: Ich hab ewig gedacht, dass sie das nicht schnallt. Bis ich während einer Schonphase, in der sie eh nicht viel laufen durfte, es wirklich wirklich mal durchgesetzt habe. Wir haben ca. eine Woche lang für ne kurze Runde um den Pudding so lang gebraucht wie für normale Spaziergänge, aber es hat sich gelohnt. Nachdem sie es einmal geschnallt hatte, gings dann recht schnell bergauf. Was ich immer recht problematisch finde, ist, dass man es ggf. nicht konsequent macht. Bei Maja bot sich diese Krankheitsphase dafür an, dass ich das IMMER durchsetzen konnte, dass an durchhängender Leine gelaufen wurde. Bei meinem Gassi-Pudel wirds schon anstrengender, weil da halt Maja immer dabei ist und dann wird man einfach nachlässiger (ich zumindest ;)).

    Einzig das Jagen war bei Maja nie ein Thema - aber ich find deinen Setter toll, ich tät den wohl nehmen :D

    LG, Henrike

  • Was willst du beim Futter ändern? Nur das schlingen im Haus, oder auch sein Futtersuchen draussen??
    Ich hab das damals in gewisser Art und Weise als Handfütterung gemacht. Wobei er es nicht nur aus der Hand bekommen hat. Ich hab es teilweise auch über den Boden verteilt, so das die Broken einzeln rumlagen. Er hatte dann 2x noch ne Hausleine dran, danach war er entspannter, auch wenn er nie so entspannt war beim fressen wie z.B. Lee.. Das gleiche hab ich anfangs auch bei Kaya gemacht..

    Jagen.. Wie sieht's aus mit nem Seminar bzgl. AJT? Und einer Möglichkeit den Trieb gezielt ausleben zu können? Zeigt er an irgendwas Interesse womit du ihn lenken könntest?


  • @ Niani

    Korb kennt er, da kann ich ihn auch reinschicken. Nur bremst er zB nicht ab wenn er auf einen zugestuermt kommt und derjenige irgendwo liegt.

    Ich hab mich vielleicht falsch ausgedrueckt, er ist absolut Leinenfuehrig, er orientiert sich nur nicht an mir, zB wenn ich Stop sage oder Halt laeuft er weiter.

    Zitat

    Was willst du beim Futter ändern? Nur das schlingen im Haus, oder auch sein Futtersuchen draussen??

    Das Schlingen. Ich kann ihm das schon portionsweise geben, nur mit Nassfutter geht das schlecht, auch mit dem Verteilen. Draussen muss er sich sein Futter erarbeiten, das passt dann schon. Drinnen ist halt bloed.

    Jagen.. Wie sieht's aus mit nem Seminar bzgl. AJT? Und einer Möglichkeit den Trieb gezielt ausleben zu können? Zeigt er an irgendwas Interesse womit du ihn lenken könntest?

    AJT werde ich bestimmt mal ein Seminar dazu machen, das ist klar. Was meinst du mit seinen Trieb ausleben? Er soll nicht jagen. Das ist mein Ziel.

    Ach und sorry Niani, ich behalte ihn ;)

  • Zitat


    Nur mal einige Gedanken....
    Wie kommst du darauf, dass er keinen Stress hat, wenn er so viel beschwichtigen muss? Setter sind, wenn sie nicht gerade arbeiten (jagen) führerweich und sensibel, wenn du da zuviel Druck ausübst, zeigen sie die genannten Beschwichtigungen, die häufig Übersprunghandlungen sind und Stress anzeigen.

    Mit "Trieb ausleben" ist vermutlich eine rassegerecht sinnvolle Beschäftigung gemeint. Der Hund ist fürs jagen gezüchtet, hat vermutlich eine Menge der Anlagen und entsprechende Motivation (evt. sogar Erfahrung), dem musst du schon ein passendes Betätigungsfeld bieten - mit einfach jagen verbieten ist es da nicht getan. Also eine Jagdersatzbeschäftigung finden.


    NB: Ein Setter ist ein Gundog, kein Hound

  • Puuh da haste dir ja ne Menge arbeit ins Haus geholt.

    Distanzlosigkeit, joa wäre eine Beschreibung des Setters. Das Unwort bei der Beschreibung des Setters ist hier ja auch schon gefallen "hibbelig".
    Vorweg: Ich hab zwar einen Setter, der fällt aber völlig aus dem Bild des Setters raus.

    Aber was du da beschreibst erkenne ich schon ein Stück wieder. Man hat auf der einen Seite das Gefühl man könnte den Hund treten und es würde ihn nicht stören, auf der anderen Seite ist er extremst sensibel. Meine Erfahrung zeigt dass sie sehr sensibel sind und ziemlich stark auf uns achten. Der Eindruck der entsteht dass diese Hunde nichts stört ensteht schnell. Bei meinem war es vielleicht eine Art von resignieren. Denn sie werden nicht offensichtlich zeigen dass ihnen etwas nicht passt. Ist also ein falscher Eindruck an der Stelle. Wenn man genau hinschaut zeigen sie auch hier schon beschwichtigende Signale.

    Nichts destotrotz darf man sie aber nicht mit totalen Samthandschuhen anfassen, Konsequenz muss schon sein!
    Ich muss sagen wenn man diesen Drehpunkt herausgefunden hat, ist es einfach nur toll einen Setter zu führen.

    Ein weiterer Punkt ist die Auslastung. Du hast nunmal einen Jagdhund, es wäre nicht fair ihn das nicht irgendwie ausleben zu lassen. Heisst natürlich nicht dass er selbst auf die Jagd gehen soll, sondern du ihn entsprechend lenkst. Persönlich halte ich Mantrailen, Flächensuche ect. für sehr geeignet. Außerdem solltest du dir vielleicht überlegen was dein Hund draußen zeigen soll?? Willst du ihn abrufen können oder reicht es dir vielleicht schon dass er vorsteht? Er würde dir das Wild anzeigen, du kommst, hebst ihn raus und es geht weiter. Diese Taktik hab ich schon von manchen Jagdhundehaltern gehört.

    Zum Stinken: Ist er kastriert? Hat er Unterwolle? Evtl kann es da helfen wenn der Hund einmal ordentlich getrimmt wird.

    lg
    sandra

  • Wie lange ist der Setter nun bei dir? Sind doch erst wenige Wochen oder und von denen hat er die ersten 4 Wochen auch noch verschlafen :roll:

    Geduld & Zeit euch aneinander zu gewöhnen und anzupassen, ist glaube ich sehr wichtig, vielleicht erwartest du für dich vieles zu schnell und überforderst Setter damit.

    Das Futter runterschlingen habe ich bei meiner zweiten Hündin leicht ausgebremst, indem ich sie a.) nicht am gleichen Platz mit der Großen fressen lies und b.) meine Finger mit im Spiel hatte, sprich sie teilweise mit der Hand fütterte, oder mit den Fingern in ihrem Topf fingerte... Bei Tyra half es, sie frisst nun relaxter, aber nie so gediegen und langsam wie die Große.

    Die Aufmerksamkeit beim Laufen würde ich nicht mit Kommandos einfordern, sondern 'Quadrate laufen', in Ruhe und mit lockerer Leine nach unterschiedlicher Schrittlänge einen rechten Winkel laufen und Setter ohne Druck 'mitnehmen'... immer und immer wieder, wenn er es braucht auch mehrere Tage, je näher er bei dir ist, loben, loben, loben... ihr habt doch Zeit.

    Das bedrängen, bzw. nicht bedrängen in der Wohnung bedarf imho auch noch Zeit, wenn Setter 'basket' gut versteht, wo ist dann das Problem ihn bei richtigem Timing dort hin zu schicken? Im Freien bedrängt er dich nicht, oder habe ich das Überlesen?

    Wie riecht denn sein 'stinken'? Riecht er aus dem Maul/Ohren, oder der gesamte Body? Ich kann mir das nur schwer vorstellen, all meine langhaarigen Hunde rochen schon intensiver, als die jetzigen Kurzhaarmädels, aber richtig gestunken haben bisher nur kränkelnde Hunde....

    Zum jagen fällt mir ausser den schon genannten Tipps und einer Schlepp nichts anderes ein, sorry.

    Mit dem Stress sehe ich es wie naijra.

    Viel Erfolg für euren weiteren Weg Ari und lass dem Setter und dir doch Zeit, nach den wenigen Wochen, muss er doch noch nicht die Perfektion in Hund sein, oder ;)

  • Hey Alex,

    ganz ehrlich, wieso heißt er nur "der Setter"?? :sad2:
    Er heißt Kody, ich finde, daß ist ein schöner Name, warum nennst Du ihn nicht so??

    Irgendwie kommt es mir so vor, als wenn Du ihn lästig findest und ihn deshalb so bezeichnest.

    Findest Du das nicht auch schade??

    Du hast Dich damals vorgestellt, da hattest Du

    Zitat

    2 j. Schaeferhund Mix und eine 2 j. belgische Schaeferhuendin


    Du kennst also auch hibbelige Hunde, aber von den Beiden hast Du nichts mehr geschrieben.
    Dann kam ein Golden-Retriever, der leider verstarb oder war der vorher?

    Danach kam Grover, unkompliziert, laut Deiner Beiträge, ein Musterschüler, nur zu dick, wenn ich das so richtig gelesen habe.

    Danach kam Silas, nicht das, was Du scheinbar wolltest, wenn ich mir einige Beiträge anschaue. Er hat wohl nicht so gut funktioniert wie Groover, oder? Aber er war ja auch jünger, als Du dachtest ;)

    Und nach Silas kam dann Kody, ein Jagdhund, wie er im Buche steht. Eigentlich nur Pflegestelle, sollte er bei Dir bleiben.

    Alles, was ich lese, "der Setter" macht dies, "der Setter" macht das.
    Positives lese ich da wirklich selten, hast Du Dich mal gefragt, warum das so ist?

    Hast Du Dir da wirklich den richtigen Hund für Dich und Deine Situation ausgesucht?

    Ein Jagdhund ist eine echte Aufgabe, da reicht ein schnödes Gassi nicht, diese Hunde müssen ihrem Trieb entsprechend gearbeitet werden, sonst gehen sie ihre Weg und das immer. Soweit ich Deine Beiträge verfolgt habe, hast Du aber keine große Lust an Dummytraining etc., oder?

    Ich habe das selbst durch und meine Große lief für knapp 7 Jahre an der Leine. Warum, weil ich immer falsch gearbeitet habe.

    Was Du schreibst, er beschwichtigt in einer Tour, der Hund hat in meinen Augen Stress hoch 10 und Du denkst, der hat nur "einen an der Klatsche", wenn ich es so salopp ausdrücken darf.

    Er ist kein Groover und wird es niemals werden, kein Hund wird so sein. Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und das ist auch gut so.

    Zu Deinen Problemen:
    Futtergeil: Handfütterung, nichts mehr aus dem Napf, Knabbersachen hälst Du fest, so das er lernt, langsam zu fressen

    Bedrängen: Warum er das tut, kann alles sein. Gerade Jagdhunde sind extrem sensibel und reagieren gerade auf Ablehnung sehr stark. Wenn er Dich wirklich so sehr nervt, lein ihn an seinem Platz an, pack ihn in die Box oder in ein anderes Zimmer.

    Stinken: Wie genau stinkt er? Das Fell, aus dem Maul, wie genau? Fell, da würde ein gutes Shampoo helfen, eventuell die Hormone prüfen lassen, Maul, könnte von den Nieren kommen

    Jagen: Wieso ist er nicht an der Schleppleine? Einen Jagdhund, der erst so kurz bei Dir ist, würde ich persönlich erstmal garnicht ableinen. Warum, weil er dann nicht jagen kann und somit gibt es kein hinterher Gerenne und aufregen darüber. Wegen dem AJT wurde ja schon was geschrieben.

    Leine ziehen: Wie lange hast Du die Dinge probiert? Stehenbleiben, umdrehen, ein Rot, klare Ansage, etc. Wie lange?

    Der Hund ist wie lange bei Dir? Zwei oder drei Monate??

    Denkst Du nicht, daß Du viel zuviel in viel zu kurzer Zeit erreichen willst?

    Gruß
    Bianca

  • Shoppy hat hier einiges zum Training von jagdlich sehr motivierten Settern geschrieben - müsstest du mal raus suchen. Sie arbeitet ja intensiv mit Jagdhunderassen.


    Setter kann man zwar nicht mit Golden Retriever vergleichen, dennoch kann ich dir evtl. ein paar Tips geben von meinem Hibbel-Hund :) :

    - Ich arbeite mit der 12m Schleppleine. So lange, weil er und ich so genügend Zeit haben um Kommandos zu befolgen, zu reagieren etc. ohne gleich am Ende der Leine anzukommen.

    - Jegliche Orientierung an dir wird bestätigt. Willst du wirklich nicht klickern (wäre hier ideal) dann mach es über ein Markerwort und Futter. Sobald er in deinem "Dunstkreis" ist, wird bestätigt. Ich muss so meinem Hund NIE ein Kommando geben damit er nicht in die Leine rennt. Er ist zu beschäftigt mit anderen Dingen die ich ihm als Aufgabe gebe.

    - In dieses Orientierungstraining baust du Dummies, Beisswurst, Ball (was auch immer) ein um die Motivation zu steigern und die Zusammenarbeit zu fördern. Wenn er das nicht kennt kann das einige Zeit dauern.

    - Dann ist es ein MUSS ein Kommando zu konditionieren - platz, sitz was auch immer - er muss lernen dieses Kommando sofort zu befolgen, in jeder Situation, bei jeglicher Ablenkung. TRIEBUNTERBRUCH - kann ihm das Leben retten...

    - Und als nächstes müsstest du herausfinden, worauf er denn so abfährt. Sind es die Fährten, ist es das Hetzen, Vorstehen, stöbern etc. Damit wirst du bei einem so triebigen Hund in Zukunft arbeiten müssen damit er ausgeglichen ist.

    - Es ist viel Arbeit, aber es macht Spass und man ist viiiieeeeel an der frischen Luft :D


    Und willkommen im Club :D

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