Kastration ist unnatürlich-aber unsere Welt doch auch?!

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    gute Reaktion...haette mir meinen besser auch verkneifen sollen... :roll:

    Nö, ich fand Deinen Kommetar gut, aber ich selber nehme solchen Leuten lieber mit einem Lächeln und Schweigen den Wind aus den Segeln.

    Naja, der Thread ist jetzt jedenfalls versaut, es sei denn irgendjemand von Euch hat noch was beizutragen...

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    Naja, der Thread ist jetzt jedenfalls versaut, es sei denn irgendjemand von Euch hat noch was beizutragen...

    Och.....klingt ja so enttäuscht ;)
    Wir sind hier doch nicht im Wissenschaftsforum( zum Glück) und "absurde Theorien" finde ich persönlich sehr interessant, denn sie erweitern so manchen engstirnigen Horizont :D
    LG

  • Zitat

    Och.....klingt ja so enttäuscht ;)
    Wir sind hier doch nicht im Wissenschaftsforum( zum Glück) und "absurde Theorien" finde ich persönlich sehr interessant, denn sie erweitern so manchen engstirnigen Horizont :D
    LG

    Ich fand meine Gedanken gar nicht so absurd. Denkt Ihr denn nicht, dass Hunde in der Stadt im Konflikt mit ihren Instinken leben?

  • Zitat

    Denkt Ihr denn nicht, dass Hunde in der Stadt im Konflikt mit ihren Instinken leben?

    Mit welchen Instinkten genau?
    Können sie denen woanders/in einer anderen Zeit tatsächlich freien Lauf lassen?

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    Mit welchen Instinkten genau?
    Können sie denen woanders/in einer anderen Zeit tatsächlich freien Lauf lassen?

    Ich meinte z.B. den Instinkt sein Rudel und Territorium gegen "Eindringlinge" zu verteidigen. In der Stadt gibt es aber ja kein wirkliches Territorium (wenn man mal vom Garten/Wohnung/Haus absieht), alles überschneidet sich und aus meiner Sicht "denken" dann viele Hunde, in ihrem Gebiet sind ständig Eindringlinge und darauf kommen viele Hunde nicht klar und es gibt Probleme.
    Das muss nicht auftreten und man kann (wie hier gesagt wurde) dem Hund lehren, dass er sich anzupassen hat, aber die Möglichkeit besteht doch, oder nicht?

  • Die Möglichkeit besteht ziemlich sicher, da geb ich Dir schon recht. Ob es sinnvoll (und wirklich möglich) ist, Instinkte durch (wie auch immer geartete) medizinische Eingriffe lahmzulegen bleibt dahingestellt.

    Ich denke es wird da einfach gerade beim Hund zuviel Aufmerksamkeit gelegt. Mich fragt auch niemand, ob ich gegen meine Instinkte lebe, meine Katzen fragt auch niemand danach. Warum also meine Hunde?
    Ich versteh Deinen Ansatz, bin aber so gar nicht der Meinung, dass man das beheben müsste (und ich glaube auch nicht, dass das für den gesunden Hund ein Problem darstellt).

    Irgendwie lässt sich das mit Alinas "warum muß ich den Hund erziehen"-Thread in Einklang bringen.
    Und ich weiß, ich wiederhole mich (sowohl hier als auch in besagtem anderen Thread), aber all das ist ja eigentlich die Stärke des Hundes und macht seine Beliebtheit aus. Ich denke hier spielt wieder viel "umdenken" eine Rolle. Es gab Änderungen im Leben der Hunde vor vielen, vielen Jahren und auch davor und davor. Es gab bestimmt jedesmal einige Menschen die meinten, das ist nicht die Natur des Hundes, mittlerweile ist das alles normal. In einigen Jahren wird auch diese Umstellung normal sein, das ist der Lauf der Zeit.

  • Zitat

    Worum gings dann? Da scheint ja dann nicht wirklich deutlich geworden zu sein. :???:


    Ist mir nach wie vor nicht klar, worum's hier ging/geht... :hilfe:

  • finnrotti

    du warst mit den "absurden Theorien" gar nicht gemeint, sondern Herr/Frau Professor Avicenna ein paar Seiten vorher :D

    Ich finde dein Thema eigentlich ganz interessant, denn was inzwischen unter Natur und Natürlichkeit abgehakt wird, ist vielleicht doch nicht immer zum Wohle des Hundes.
    Ich frage mich wirklich, ob es einer kastrierten Hündin in der Stadt nicht besser geht als einer Hündin, die durch Läufigkeiten relativ oft großem Stress ausgesetzt ist. Und das wäre sie hier mit Sicherheit! Rüden ohne Ende, genervte Besitzer, Leinenzwang über Wochen, vielleicht ungewollte Welpen :roll:
    Natur kontra Lebensqualität.....auch ein Aspekt

    LG

  • Zitat

    finnrotti

    du warst mit den "absurden Theorien" gar nicht gemeint, sondern Herr/Frau Professor Avicenna ein paar Seiten vorher :D

    Ich finde dein Thema eigentlich ganz interessant, denn was inzwischen unter Natur und Natürlichkeit abgehakt wird, ist vielleicht doch nicht immer zum Wohle des Hundes.
    Ich frage mich wirklich, ob es einer kastrierten Hündin in der Stadt nicht besser geht als einer Hündin, die durch Läufigkeiten relativ oft großem Stress ausgesetzt ist. Und das wäre sie hier mit Sicherheit! Rüden ohne Ende, genervte Besitzer, Leinenzwang über Wochen, vielleicht ungewollte Welpen :roll:
    Natur kontra Lebensqualität.....auch ein Aspekt

    LG

    Mhh, ich halte nun seit über 25 Jahren intakte Hunde, wenn sie denn nicht irgendwann wegen einer medizinischen indikation kastriert werden mussten. Bis auf das letzte Jahr habe ich das in einem extremen Ballungsraum mit hoher Hundedichte, immer in der direkten Einflugschneise zu Parks oder Freiluafgebieten getan. Bei mir kamen also immer alle Hunde der Umgebung vorbei.
    Trotzdem hatten meine Hündinnen keinen wochenlangen Leinenzwang wegen Läufigkeit, man kennt doch die Stehtage und die Hunde der Umgebung. ;)
    Auch meine Rüden leben relativ leinenfrei. Warum auch nicht?
    Ein Hund lebt in seiner Umgebung. Für einen Stadthund, der mit Läufigkeiten umgehen kann, ist das weniger stressig als für den Landhund, den es nur 2 bis 4 mal im Jahr erwischt.
    Eine Hündin wird nicht sonderlich belästigt, wenn ich als Besitzer mit Biss bekannt bin, da muss sie sich gar nicht stressen.

    Bei meinem Rüden erkenne ich zum Beispiel nach einem Jahr Landleben das umgekehrte Phänomen. In der Stadt war die Wohnung sein, das Auto sein und der Garten sein. Auf den Gassigängen traf man immer Hunde, die regelmäßigen Runden waren Allgemeingut, selten begangene Strecken ebenfalls. Jetzt trifft man auf den Standardrunden wochenlang keinen Hund. Jetzt sieht er auch diese Runden als sein. :hust:

    Und die gesundheitlichen und sozialen Nachteile einer Kastration werden irgendwie immer vergessen/verdrängt.

    LG
    das Schnauzermädel

  • finnrotti
    Ich finde das Thema gut !
    Ich muss mich hier damit auch täglich auseinandersetzen,
    obwohl es hier in Spanien dabei hauptsächlich um Geburtenkontrolle geht.

    Du sprichst von Instinkten, wie z.B. der Territorialität.
    Ich denke, unsere Hunde sind mittlerweile so manipuliert,
    dass nicht mehr alle territorial sind.
    Das hilft ihnen, in ihrer 'unnatürlichen' Welt zurecht zu kommen.

    Es gibt Hunde, bei denen der Jagdinstinkt 'weggezüchtet' wurde oder wird.
    Das ist eigentlich auch unnatürlich, wenn auch in unserer heutigen Welt sicherlich leichter für den Hund.

    Sexualtrieb, hmmm. Der wird nicht züchterisch manipuliert.
    Daher wäre ich in Einzelfällen für und in anderen Fällen gegen Kastration.
    Das hängt, denke ich, immer vom Umfeld und der Art des Individuums ab.

    Hunde sind einerseits Anpassungskünstler, seit 15000 Jahren,
    andererseits züchten wir sie uns so zurecht, wie wir sie brauchen.

    Ich denke nicht, dass sie in unserer für sie unnatürlichen Welt
    kein gutes Leben führen, da sie ja kein anderes Leben kennen.

    Wenn's aber um Kastration und Sexualverhalten geht,
    dann würde ich doch eher mal Hunde in einer für sie natürlichen Umgebung studieren.

    Pembo-Hunde, oder Afrikanische Parias, oder ganz einfach,
    in spanischen Dörfern , wo alle noch wild durch die Gegend laufen.

    LG
    Chrissi

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