Kastration ist unnatürlich-aber unsere Welt doch auch?!
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Ich fand meine Gedanken gar nicht so absurd. Denkt Ihr denn nicht, dass Hunde in der Stadt im Konflikt mit ihren Instinken leben?
Doch, ich sehe das auch so, auch wenns ja anscheinend "falsch" ist, laut Meinung der Meisten, die sich bisher hier zu Wort gemeldet haben..
Und meine Frage/ Anmerkung vor ein paar Seiten war wohl untergegangen: Warum werden die Männchen anderer Haustier/ Nutztierrassen standardmäßg kastriert, nur beim Hund kommen deswegen immer wieder Diskussionen auf?
Wahrscheinlich kann man das jetzt auch wieder nicht vergleichen, weil der Hund domestiziert ist und sich deswegen an alles anpassen muss/ soll, aber in der Natur sind ja außerdem selten die Weibchen das ganze Jahr paarungsbereit, oder?
Insofern haben die Männchen der meisten Tierarten nicht das ganze Jahr über mit diesen "Versuchungen" zu kämpfen. In der Stadt allerdings ist immer irgendwo eine Hündin läufig... - Vor einem Moment
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Hallo,
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Andere Tiere...
Katzen, da wird die Haltung schwierig wenn man sie intakt lässt, bzw. es wird für die Katze oft auch gesundheitlich ein Problem.
Pferde. Bequemlichkeit. Hengsthaltung ist vergleichsweise schwierig, man bekommt sie kaum unter. Und kaum jemand kann mit Hengsten umgehen, wenn man die ganzen Hobbyreiter betrachtet.
Rinder. Erleichterung der Haltung und Mast.
Schweine. Man erreicht höhere Schlachtgewichte bei Kastraten, Eber müssten eher geschlachtet werden, weil sonst kaum jemand das Fleisch herunterbekommen würde.
In den Niederlanden wird z.B. Aldi boykottiert, weil man dort die Ferkelkastration ablehnt.LG
das Schnauzermädel -
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Und meine Frage/ Anmerkung vor ein paar Seiten war wohl untergegangen: Warum werden die Männchen anderer Haustier/ Nutztierrassen standardmäßg kastriert, nur beim Hund kommen deswegen immer wieder Diskussionen auf?Nutztiere kann man kaum mit Haustieren vergleichen.
Haustiere:
Katzen: Meine weibliche Katze ist kastriert, da sie dauerrollig wurde und dies wahrlich kein Zustand war. Einen Kater hätte ich wahrscheinlich kastriert weil die wohl die Wohnung markieren.
Mäuse/Ratten/Kaninchen/Meerschweinchen: Werden bei Unverträglichkeit kastriert, da Einzelhaltung Qual ist. Aber z.B. Rattenböcke kann man durchaus unkastriert zusammen halten.
Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten, Arachniden: Werden nicht kastriert.Hab ich irgendwelche Haustiere vergessen?
Da Hunde eher selten Wohnungen markieren oder unverträglich mit Beschädigungsabsicht sind und meine Hündin auch nicht dauerrollig ist sehe ich keinen Grund für eine Kastration.
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Ich fand meine Gedanken gar nicht so absurd. Denkt Ihr denn nicht, dass Hunde in der Stadt im Konflikt mit ihren Instinken leben?
Nein, das denke ich nicht.
Kastration nimmt dem Hund ja nur einen Instinkt und zwar den Fortpflanzungstrieb, den sogar auch nicht immer.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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Nein, das denke ich nicht.
Kastration nimmt dem Hund ja nur einen Instinkt und zwar den Fortpflanzungstrieb, den sogar auch nicht immer.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Hm. "Nur" den Fortpflanzungstrieb... Dabei geht es ja nicht lediglich um den Akt
an sich, da hängen doch viele andere Verhaltensweisen mit dran, z.B. ständiges Markieren im Freilauf, Schnüffeln und Pipi auflecken, evtl. Nervosität/ Futterverweigerung/ Streunern weil irgendwo eine läufige Hündin unterwegs ist, Unverträglichkeit mit anderen Rüden, da diese Konkurrenz darstellen. -
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Nein, das denke ich nicht.
Kastration nimmt dem Hund ja nur einen Instinkt und zwar den Fortpflanzungstrieb, den sogar auch nicht immer.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Hm. "Nur" den Fortpflanzungstrieb... Dabei geht es ja nicht lediglich um den Akt
an sich, da hängen doch viele andere Verhaltensweisen mit dran, z.B. ständiges Markieren im Freilauf, Schnüffeln und Pipi auflecken, evtl. Nervosität/ Futterverweigerung/ Streunern weil irgendwo eine läufige Hündin unterwegs ist, Unverträglichkeit mit anderen Rüden, da diese Konkurrenz darstellen.Huch.. Einmal reicht ja

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Bei genügend Rüden ändert sich am Verhalten gar nichts, weil das männliche Gehirn das auch ohne Hormone steuert. Die Nachteile, die sie wegen ihres geänderten Geruchs erfahren, die müssen sie aber ausbaden.
LG
das Schnauzermädel -
Klar gibts bestimmt auch Fälle, wo sich am Verhalten nichts ändert, aber grundsätzlich, denke ich, kann man nicht abstreiten dass eine reduzierte bzw. nicht mehr vorhandene Testosteron-Produktion sich auch auf das Verhalten auswirkt. Ob positiv oder negativ sei mal dahin gestellt.
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Und der Hund ist das Versuchskaninchen, weil man eben vorher nicht weiß, ob seine Verhalten von den Hirnstrukturen oder den Hormonen kommt?
LG
das Schnauzermädel -
Um Gottes Willen, nein! Ich hab ja nie gesagt, dass man auf Verdacht einfach mal kastrieren könnte, um zu gucken, was passiert.
Ich denke aber schon, dass es unter bestimmten Umständen, bei bestimmten Hunden, eine Erleichterung sein KANN. Und um das evtl. rauszufinden, gibt es ja inzwischen das Suprelorin, welches die Testosteron-Produktion für ein paar Monate hemmt. Natürlich wird auch da nicht 1:1 eine echte Kastration "vorgetäuscht", aber Anhaltspunkte kann man damit schon bekommen.
Das ist jedenfalls meine Meinung. - Vor einem Moment
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