Kastration ist unnatürlich-aber unsere Welt doch auch?!
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Auch wieder nur teilweise...
Der Chip sorgt für gar kein Testosteron, weil die Rezeptoren blockiert sind. Ein kastrierter Rüde hat aber noch Testosteron.Wenn das alles so einfach wäre. Ein Kastrat hat bereits wenige Stunden nach der OP den Spiegel eines lange kastrierten Rüden. Sein Verhalten ändert sich aber erst langsam, wenn überhaupt.
Wie viel ist davon jetzt ein Placeboeffekt, weil der Besitzer sich endlich entspannt?LG
das Schnauzermädel - Vor einem Moment
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Zitat
Trotzdem hatten meine Hündinnen keinen wochenlangen Leinenzwang wegen Läufigkeit, man kennt doch die Stehtage und die Hunde der Umgebung.
Auch meine Rüden leben relativ leinenfrei. Warum auch nicht?
Ein Hund lebt in seiner Umgebung. Für einen Stadthund, der mit Läufigkeiten umgehen kann, ist das weniger stressig als für den Landhund, den es nur 2 bis 4 mal im Jahr erwischt.Hm......da habe ich leider ganz andere Erfahrungen gemacht :/
Hier laufen die meisten Hunde unangeleint herum und mit einer läufigen Hündin durch die Gegend zu spazieren bedeutet auf jeden Fall Stress. Die ersten verliebten Kandidaten warten schon sehnsüchtig vor der Haustür, noch bevor man überhaupt auf der Straße ist
Vielleicht kann sich die Hündin noch gegen die kleineren Rüden wehren, aber die großen Hallodris greifen gleich zu....und lassen sich auch sehr ungern vertreiben!
Es ist wirklich nicht lustig mit einer hypernervösen Hündin an der Leine, die sich ständig gegen zudringliche Kerle wehren muß. Geschnappe und Gekeife sind da noch harmlos.
Übrigens halte ich diese 3-Stehtage für einen Irrtum! Der Zyklus von Hündinnen ist oft sehr unterschiedlich und lässt sich selten auf den Tag genau berechnen.
Was meint ihr, wie viele Hündinnen aufgrund von Unkenntnis der Besitzer
gedeckt wurden? Wieviele junge Rüden, die kaum dem Welpenalter entwachsen waren(...och, der kann ja noch gar nicht) schon in der Lage waren, eine Hündin zu besteigen?
Ich glaube nämlich nicht, daß alle HH so verantwortungsvoll sind wie z.B. @Schnauzermädel.....und die vielen "Hobby-Würfe" geben mir auch Recht.Was hat z.B. eine Hündin davon, wenn ein Rüde völlig "natürlich" seinen Trieb ausleben darf? Wieviel Sexualität und wieviel Instinkt braucht ein Hund überhaupt und wird er in diesem Bereich nicht vielleicht auch zu vermenschlicht?
Ich hatte immer kastrierte und unkastrierte Hündinnen und ich möchte mal einfach so vermuten, daß die kastrierten Hündinnen( jetzt alle aus dem Tierschutz) ein durchaus zufriedenes Leben hatten und es ihnen an nichts fehlte
LG -
Mein erster Hund war kastriert, als er zu mir kam. Jetzt die beiden Jungs sind unkastriert. Ich bin oft hin- und hergerissen:
Der kastrierte Bodo war eindeutig der coolere und entspanntere Hund. Er hatte mit keinem anderen Hund Streß, weder er mit anderen noch ein anderer mit ihm. Er konnte die Spaziergänge richtig genießen, war nicht von Hündin-Pipi gestreßt und "abgelenkt". Er war einfach nur fröhlich.Die beiden jetzt sind oft gestreßt von Hündin-Pipi, laufen oft auf den Spaziergängen wie stoned durch die Gegend. Richtig nach Spaß sieht das nicht aus. Beide haben mit fremden Rüden keine Probleme, aber die Rüden sehr wohl mit meinen Jungs. Ich selber bin gestreßt, weil ich meine Hunde vor fremden Pöbel-Rüden beschützen muß und auch möchte.
Nur: ich weiß ja nicht, wie Bodo vorher war. Und ich weiß auch nicht, ob meine Jungs mit ner Kastration entspannter würden. Was wird besser? Was wird schlimmer? Was wird anders? Was bleibt?
Dennoch denke ich schon, daß für viele Kastraten die Lebensqualität höher ist, als für gestreßte intakte Rüden. Damit meine ich nicht die "Belastung" durch heiße Hündinnen. Sondern einfach den Streß durch andere pöbelnde Rüden. Hier in meiner weiteren Umgebung finden andere Rüdenbesitzer das noch toll, wenn ihr Rüde sich raufen und prügeln will. Und da meine Jungs recht klein sind, sollen der Schäferhundrüde mit 50 kg und mein Bluey mit 19 kg das mal schön unter sich ausmachen. Solange ihrer gewinnt ist das toll. Und wenn nicht, kann ihrem Hund ja nicht viel passieren, dann ist das auch nicht so schlimm.
Das nervt total, mich und die Jungs. Das war bei Bodo viel entspannter: Der wurde wirklich nie nie nie von anderen Rüden angepöbelt oder zu ner Rauferei aufgefordert. Dementsprechend entspannt ist er mit anderen Hunden umgegangen. -
@ Audrey
Wenn ich die Stehtage meiner Mädels nicht genau bestimmen könnte, dann hätten wir regelmäßig Nachwuchs, weil ein intakter Rüde bei uns lebt.

LG
das Schnauzermädel -
Zitat
@ Audrey
Wenn ich die Stehtage meiner Mädels nicht genau bestimmen könnte, dann hätten wir regelmäßig Nachwuchs, weil ein intakter Rüde bei uns lebt.

LG
das Schnauzermädel...ich sagte ja, du bist da sicher sehr verantwortungsvoll und achtest auf die eindeutigen Symptome
Viele verlassen sich aber nur auf Zahlen, gerade auch was das Ende der Läufigkeit betrifft. Manno, du glaubst gar nicht, wie "entspannt" so mancher HH mit dieser Situation umgeht und wieviele Welpen aus solchen "hab`ich ja gar nicht gewußt-Würfen" dann einfach mal so entstanden sind!LG
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Irgendwie lebe ich in 2 Welten...
Auf den Hundeplätzen sind die Hunde intakt, wenn keine medizinische Notwendigkeit zur Kastra bestand.
Dort ist das Leben recht entspannt, man kennt seine Hunde und geht passend damit um.
"In der freien Wildbahn" dagegen begegnen mir viel mehr Kastraten. Und da finde ich das Leben deutlich stressiger, weil eben die Einschätzung der Hunde oft fehlt. Ist ja auch nicht nötig, sind ja kastriert. :zensur:LG
das Schnauzermädel -
schnauzermädel: Das ist voll krass. Bei mir hier ist es meist das Gegenteil: Im Hundeverein sind viele wenn nicht die meisten Rüden kastriert, weil sie sich dann besser konzentrieren, nicht so abgelenkt sind, sich besser vertragen, viele Leute schon kastriert haben und dann erst merkten, daß kastrieren alleine nicht reicht und dann erst mit dem Hund arbeiten.
Im Wald, Feld und Flur sind mehr unkastrierte Rüden unterwegs, weil die machen das ja unter sich, müssen mal ordentlich raufen und wenn sie ne Hündin nerven, dann soll die halt mal Bescheid sagen. Rüden untereinander machen sich ja eh nix, nur Tamtam...
Und das sind dann die, die meine armen friedliebenden Jungs bedrängen, anpöbeln, gleich mal anfallen, platt machen wollen, angerast kommen, wo man noch weit und breit vom Hundehalter nix sieht. Die, die mich überlegen lassen, ob meine Jungs nicht weniger Streß hätten, wenn sie nicht nach Prügelkollege, Kontrahent, Konkurrent oder Revierstreitigmacher riechen würden. -
Zitat
schnauzermädel: Das ist voll krass. Bei mir hier ist es meist das Gegenteil: Im Hundeverein sind viele wenn nicht die meisten Rüden kastriert, weil sie sich dann besser konzentrieren, nicht so abgelenkt sind, sich besser vertragen, viele Leute schon kastriert haben und dann erst merkten, daß kastrieren alleine nicht reicht und dann erst mit dem Hund arbeiten.
Im Wald, Feld und Flur sind mehr unkastrierte Rüden unterwegs, weil die machen das ja unter sich, müssen mal ordentlich raufen und wenn sie ne Hündin nerven, dann soll die halt mal Bescheid sagen. Rüden untereinander machen sich ja eh nix, nur Tamtam...
Und das sind dann die, die meine armen friedliebenden Jungs bedrängen, anpöbeln, gleich mal anfallen, platt machen wollen, angerast kommen, wo man noch weit und breit vom Hundehalter nix sieht. Die, die mich überlegen lassen, ob meine Jungs nicht weniger Streß hätten, wenn sie nicht nach Prügelkollege, Kontrahent, Konkurrent oder Revierstreitigmacher riechen würden.Bei uns ist es wie Schnauzermädel geschrieben hat.
Alle Hunde auf dem Platz unkastriert, ausser ein paar einzelnen älteren, Krankheitsbedingt.
Die Hundeführer die ich kenne, wollen keine kastrierten Hunde und ich muß ehrlich sagen, da wird bei uns überhaupt nicht drüber gesprochen.
Die kastrierten Hunde, die wir treffen, treffen wir beim spazieren gehen. -
Wechsel den Sport, im VPG-Bereich sind kaum Kastraten unterwegs.

Hier in der Umgebung ist es einfach ätzend. Man geht mit seiner läufigen Hündin, die wird von irgendwelchen Kastraten belästigt, aber das macht nichts, kann ja nichts passieren. Wenn es einen stört, kann man ja ebenfalls kastrieren. :zensur:
Das kann man sozusagen unendlich weiterführen, das bisher krasseste war ein Besitzer, der mir erklärte, dass meine Hündin nicht läufig sein könnte, weil wir ja einen intakten Rüden hätten und die Haltung eines intakten Paares nicht möglich sei.
LG
das Schnauzermädel -
ich bin immer wieder überrascht, wie sehr die Einstellung der Menschen je nach Wohngegend voneinander abweicht...

Tja, den Sport wechseln... VPG-Sportler gehen doch aber mit ihren Hunden nicht spazieren...
(achtung ironie) - Vor einem Moment
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