Hund-Mensch-Teamtraining nach Anita Balser-Kennt das Jemand?
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Wenn ich das im AL-Thread richtig verstanden habe, wird da nicht mit Spielzeug oder so belohnt, damit der Hund nicht hochpuscht

Aber Anni wird uns das vielleicht noch erklären

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Hallo,
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Also Cleo macht sich sowieso nicht viel aus Spielzeug, deshalb kann ich sie damit schlecht bestärken. Und bei Maja habe ich irgendwie nie drüber nachgedacht

Ich weiß nur noch damals, bevor Maja kam, hat Cleo ja zwischenzeitlich ziemlich gut gehört. Auf Zuruf kam sie immer. Ich habe dann mal versucht die Leckerlies auszuschleichen - von da an hörte sie kaum noch :/ Also musste ich ihr wieder bei jedem Mal ein Leckerlie geben. Das kam mir dann eher so vor, als hätte sie mich erzogen anstatt ich sie...
Ich merke irgendwie, dass ich mit dem Training gerade frustriert bin, aber das gehört in einen anderen Thread
Ich glaube ich werde dort jetzt mal etwas schreiben. -
Die DVDs sind da, aber...
...mein DVD-Player ist schrott. :zensur: Jetzt kann ich mir erst einmal einen neuen besorgen, arghs. Mein Laptop ist zu alt, um Filme richtig anzuzeigen.
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na toll...technik

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Hallo, ich werde mit dem Mofftier Anfang Juni ein Seminar bei Anita Balser besuchen (In der Muttersprache des Hundes). Ich bin schon ganz gespannt, wie es wird. Die DVD's haben mich zumindest zum größten Teil sehr angesprochen.
Ich werde dann mal berichten, wie es war!
Liebe Grüße
Nele -
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hey das ist ja cool.
ja mach das mal bitte und berichte uns!
liebe grüße
biggi
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ich persönlich habe alle DVDs gesehen und habe bei der ersten DVD (HHS 1) erstmal skeptisch das Seminar verfolgt, aber mehr, weil ihre Art etwas zu vermitteln für mich ungewöhnlich war. Habe dann aber alle DVDs gesehen (2x) und bin ebenfalls positiv beeindruckt, auf welche Weise sie uns vermittelt, wie die menschlichen "Schwächen" uns mit dem Hund in Missverständnisse rückt.

Das alle Vorgehensweisen bezogen auf die dortigen Teilnehmer bei der Rudelharmonie DVD war, sollte jedem klar sein. Und sie betont immer wieder, das sie eigentlich nie eine einzige Methode hat. Kommt immer auf HH und Hund bzw. deren Beziehung an ;-)
Anita Balser - Ich bekenne mich als Fan

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Vorab:
Ich finde Anita Balser gut. Die DVDs etwas teuer, für die Aufnahmequalität, aber gut. Nur ihren Kommentar zum Antijagdtraining finde ich blöd, denn nachher bietet sie ja doch Jagdersatzbeschäftigungen an. Und sie müßte nicht so beschimpfend andere Theorien runter machen. Das wars aber auch schon. Ansonsten find ichs klasse. Viele Dinge weiß man, jedenfalls ich, schon vorher. Aber es ist wichtig, dass sie alles in einen - ihren - Zusammenhang setzt. Mir tut dieses in Ruhe, aber etwas eindringlich auf mich einreden und Erklären sehr gut. Dann legt sich irgendwann ein Schalter bei mir um und ich fühle, was sie meint. Die Message kommt an. Das ginge mit einem Buch für mich so nicht.Nun genauer:
So, ich gestern trotz Urlaub ins Büro gefahren und...... DVDs rin.
Hundehalterschulung 2 habe ich zuerst angesehen und dann die 1.
Ich massiere total gerne und dachte, ich mache das schon richtig, aber nach Anleitung lief es noch besser. Also habe ich den ersten mit Maja massierend auf dem Boden verbracht.
Mein Hund im Büro, wo alles ungewohnt ist, entspannen? NIEMALS!
Doch, im Stehen angefangen, Hund entspannt sich, am Kopf weitergemacht, Hund lässt sich zur Seite fallen und döst ein. Voll cool.Als wir spät abends aus dem Gebäude kommen, kommt uns ein Boxer-Halter entgegen und ruft "Junge oder Mädchen?", "Hündin.", "Ja, aber Junge oder Mädchen?!",
"Hündin! Also Määäädchen."
, "Achso, ja dann ist ja nicht schlimm." Lässt seinen Rüden wieder los. "Doch, an meine kommt jetzt gar kein fremder Hund ran!", "Ja, aber, meiner macht doch nichts.", "Egal, aber es kommt jetzt keiner an sie ran!" Er zieht verwirrt leine.
-> Maja hatte nur das Nackenfell oben, lief an lockerer Leine neben mir und machte NIX. Schaute mich nur irritiert an. Sonst hätte sie mindestens das ganze Nackenfell aufgestellt, an der Leine gezogen und möglicherweise geknurrt. Gerade, weil ich mit dem Mann spreche und somit die Aufmerksamkeit auf ihn lenke.Andere Menschen wurden am Bahnhof 1x angeknurrt und sie fuhr schnell wieder runter. Außer bei einem Typ, aber der war mir auch nicht ganz geheuer.
Spät in Herzogenrath, aber es kommt kein Bus mehr, ich musste also so 40 min zu Fuss nach Hause laufen mit Maja.
Maja zieht, ich räusper mich. NIX.
Maja zieht, ich "Fuß". NIX.
Maja zieht weiter, ich "Hey!". Sie wird kurz langsamer, dann zieht sie wieder.
Ich bin genervt, fühle mich wieder hilflos. Dann schaltet sich die Balser im Kopf ein und sagt: "Nicht, was sie machen soll... Was soll sie LASSEN? Was willst Du gerade unbedingt?"
Ich warte ein paar Minuten. Dann ein "Hey!" Maja guckt, und alles wie immer. Aber kurz BEVOR sie wieder richtig zieht, also während des Ziehen-Beginnens (?) halte ich die Leine an der Stelle, gehe aber schnell vor und greif (nicht kneif oder irgendwas schlimmes) ihr unten an den Bauch. Also an der Stelle, wo zwischen sich zwischen Hinterlauf und Bauch
die Haut etwas spannt. Maja springt erschrocken zur Seite. Ich denke "Scheiße, jetzt hat sie Angst vor Dir..."
Nach ner Zeit zieht Maja wieder. Also "Hey." Sie duckt sich direkt. Hm... Beim nächsten "Hey." (wieder was später) reagiert sie auch wieder sofort, schaut mich devot (wie die Balser sagt) an und konzentriert sich so lange auf mich, bis ich sie von der Leine lasse und frei gebe. Vorher läuft sie ohne Leine immernoch im Leinenradius von 1 m.Wenn wir die Straße überqueren muss sie im Fuss laufen. Sonst kann ich mehrfach "Fuß." sagen, weil sies sonst auflöst. Sie testet also immer wieder, obs noch gilt und wenn dann das obligatorische "Fuß." kommt, na gut, dann gilt das wohl noch.
Dieses Mal gehe ich auf die Straße zu, warte, dass Maja neben mich kommt und gehe einfach, ohne was zu sagen. Sie überholt mich, ich habe ja kein Kommando gegeben. Ich "Hey." Sie schaut mich mit einem "Oh." an und ordnet sich schuldebewusst (devot?) neben mir ein und läuft so lange neben mir, bis ich sie wieder frei gebe.
Bei der nächsten Straßenüberquerung musste ich sie noch eimal erinner mit einem "Hey.", danach kam sie automatisch zu mir, ging im Fuss und das entspannt (nicht ungeduldig wartend, wie sonst, dass endlich die erlösende Freigabe kommt). Die ganze Zeit, bis ich sie irgendwann frei gab.Heute war eine Freundin zu Besuch. Wenn jemand dabei ist, ob Mensch oder Hund, ist sie aufgeregter und läuft nicht mehr gut an der Leine. Es waren ein paar mehr Heys nötig, mit abruptem Aufstampfen als Rot, dann gings auch. Kein ziehen. Noch während dieses Etablierens (neue Situation, weil jemand dabei), kommt uns ein Hund entgegen. Maja schaut ihn an, das Nackenfell richtet sich langsam auf. "Hey." Sie schaut mich an und geht einfach - und vor allem entspannter! - weiter.
3 Stunden später bin ich mit Maja noch einmal draussen und da steht ein kleiner Hund (öfter mal beliebtes Opfer). 1. Habe ich ihn natürlich wieder vor ihr gesehen, sie schnuppert gerade an einer Hausecke. Dann gehen wir weiter in Richtung Hund. Sie sieht ihn. Nackenfell stellt sich langsam auf. Ich wieder "Hey.", sie schaut mich an. Geht 2 Schritte weiter und fängt an den Hund anzuwedeln. Sie darf also hin (vorher hätte ich sie auch dann nicht hingelassen, weil zuviel Schiss). Maja schnüffelt interessiert, darf der andere Hund auch bei ihr. Dann Nackenfell was hoch und sie knurrt. Ich nur "Ok. Maja WEITER." Sie hält ne Sekunde dagegen und entspannt dann etwas, kommt mit. Schaut noch einmal interessiert zurück. Ist dann wieder schnell auf normalem Modus und geht brav an der Leine weiter.Zu Hause wird sonst schnell geknurrt und gebellt, wenn draussen ein Geräusch schon den Nachbarn ist. Kein Bellen mehr. Knurren ja, aber kürzer. Bei mehr kommt ein "Hey." War aber nur 1x nötig.
Es kann natürlich sein, dass sich das neue Verhalten auf mein neues Verhalten doch wieder legt.
Ich bin schonmal beim Fuss-Gehen-Üben gegen sie gerempelt oder habe kurz den Fuss aufgestampf. Da ging sie bei jedem "Fuss" direkt geduckt neben mir und schaute mich an, als sei ich unberechenbar übergeschnappt. Dann gewöhnte sie sich dran und es brachte nichts mehr.Ich will es jetzt und wollte es auch damals beim Üben. Ich setze es auch durch. Aber jetzt fordere ich kein Kommando ein, sondern, dass sie etwas bestimmtes lässt und sonst machen kann, was sie will. Ich finde das viel entspannter auch für mich. Ich muss nicht immer wieder auf sie einwirken, da kommt man sich irgedwie blöd vor. Ich weiss, welche Dinge sie kann und verstanden hat und setze voraus, dass sie die auch macht. Wie "Fuss" bei der Strasse. Sie ist doch nicht blöd. Wenn wir das immer so machen, wird sie das wissen. Warum ein Kommando einfordern und zur Not noch Leckerli rein?! Das Beispiel mit der 10jährigen, die aufs Klo gegangen ist, fand ich sehr gut.
Ich fühle mich motiviert, selbstbewusst und sicher, dass sie machen wird, was ich will, bzw. lässt, was sie lassen soll.Sie kommt mehr kuscheln seit gestern. (Oder ich achte mehr drauf, kann auch sein.) Sie achtet auf jeden Fall mehr auf mich, so auf die Weise "Und, was machen wir jetzt Mama. Was sagst Du dazu." Das zeige ich ihr und die Sache ist abgehakt.
Vielleicht wirds ja jetzt endlich was mit uns beiden, weil ich mich für sie eindeutiger ausdrücke? Ich werde jedenfalls alles dafür geben (also Ruhe, Zuversicht, Eindeutigkeit und Beharrlichkeit und ganz viel gutes Gefühl), dass es so weiter geht, Tag für Tag.
:jump: -
Vielen Dank Maja summ für den interessanten Bericht!
Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn ich über Meideverhalten arbeite. Es hat mich darin bestätigt, dass man es nur ausnahmsweise machen sollte, und dass es keinenfalls die Grundlage für Ausbildung oder Erziehung sein sollte! Es kann durchaus heilsam sein, wenn man mal sagt, "So nicht!", und Hund dann entsprechend entsetzt und unterwürfig versucht, den zürnenden Gott wieder gnädig zu stimmen. Aber ständig zum Gott aufschwingen sollte man sich nicht (auch wenn es der menschlichen Psyche schmeichelt). Leider funktioniert es, und daher ist die Versuchung gross...Zitat"Nicht, was sie machen soll... Was soll sie LASSEN? Was willst Du gerade unbedingt?"
DAS finde ich einen sehr ambivalenten Grundsatz, da würde ich gerne den Zusammenhang wissen..... Denn es ist eigentlich ein Widerspruch - wenn ich was unbedingt will, weiss ich doch auch, was der Hund tun sollte? Nur verbieten ist extrem situationsbezogen und abhängig von den verfügbaren und akzeptablen Handlungsoptionen: Will ich von 1000 Verhaltensweisen nur 3, 4 und verbiete den Rest und lasse den Hund dann im entstandenen Vakuum hängen, ohne ihm zu sagen, WAS ich denn in dieser Situation für angebracht halte? So kriege ich einen Hund, der dem eventuell zürnenden Gott gegenüber sehr aufmerksam und devot ist... Will ich das wirklich, möchte ich der zwar wohlwollende, aber unberechenbare Tyrann sein? Muss jeder für sich beantworten.... -
Der Hintergrund ist, dass sie ein paar Dinge nicht machen soll. Ich will also unbedingt, dass sie jetzt gerade genau eine Sache nicht tut. Ansonsten darf sie alles machen, was sie will. Dadurch entsteht meiner Meinung nach kein Vakuum. Ich verstehe aber, was Du meinst.
ZitatWill ich das wirklich, möchte ich der zwar wohlwollende, aber unberechenbare Tyrann sein? Muss jeder für sich beantworten....
Ich forder nur ein, was sie schon weiß, wozu es schon ganz oft ein Nein oder Hey, als Abbruch gab, aber außer wütender Sarah, die irgendwann anner Leine rumzieht keine Konsequenz. Also geh IMMER im Fuss mit mir über eine Strasse, warte an Straßen auf mich (tut sie immer), mach keine anderen Menschen an und auch keine anderen Hunde. Unberechenbar empfinde ich das nicht, ich setze es nur durch, weil es wichtig ist.
Sie soll darauf vertrauen, dass ich weiss, was gut und richtig ist. Mir die wichtigen Entscheidungen überlässt und sich an mich wendet, statt aus Unsicherheit und Angst nach vorne zu gehen.
Darum, möchte ich, dass sie in bestimmten Situationen bei mir bleibt. Siehe Strasse, fremde Hunde bei denen sie Krawall anzetteln will, Menschen, die sie unheimlich findet. Und für meinen Rücken und kaputten Fuss (habe mir das Band angerissen), wenn sie an der Leine ist.Ich hätte auch gedacht, dass eine klare Anweisung, was sie gerade tun soll, leichter für sie wäre und mehr Sicherheit gäbe. Aber das hat nun 2 Jahre nicht wirklich funktioniert. Im Moment scheint es für sie tatsächlich einfacher zu sein, ein paar Dinge nicht zu tun, als viele verschiedene Kommandos befolgen zu müssen.
Ich habe sie nach der beschriebenen anfänglichen Reaktion nicht mehr ängstlich erlebt. Sondern entspannter. Und das finde ich beeindruckend.Ich bin der letzte, der ein Despot sein will oder werden könnte. Ich möchte, dass ein paar wichtige Dinge klar sind und ansonsten einfach gemeinsam leben. Wenn das so ohne weiteren Stress machbar sein sollte, finde ich es vertretbar.
Maja ist ein unsicherer Hund, der eine klare und verlässliche Führung braucht. Die habe ich ihr lange nicht geben können. Sollte ihr diese Art mit ein paar Regeln, also ein paar strikten Dont's und sonst vielen Does diese Führung vermitteln bin ich froh drum. Wenn nicht, werde ich daran auch nicht festhalten.
Es geht nicht darum, dass ich mich mit etwas gut fühle, sondern eine Sache für uns beide paßt und wir entspannt, vertrauensvoll und zufrieden zusammen leben können.Ich kann leider die DVDs nicht so wieder geben. So etwas muss man sich anschauen und es fühlt sich richtig oder falsch an. Zumindest ist das bei mir so.
Ich hoffe, es war einigermaßen verständlich, was ich hier gerade geschrieben habe.

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