Meine Hündin beisst 13jährigen Jungen !

  • Hi :smile:

    meine Hündin hat einen Jungen gebissen! Gottseidank ist nichts schlimmes passiert. Leicht geblutet hat es und der Schreck!

    Die Hündin ist tagsüber bei Ihrer Pflegefamilie. Dort wohnt auch der 13jährige Sohn, der sich auch immer gut mit der Hündin verstanden hat.

    Die Situation war wie folgt:

    Hundenanny und Hündin liegen auf der Couch. Der Sohn kommt aus der Schule. Die Hündin ist auch nicht wie sonst aufgestanden um den Sohn zu begrüssen sondern ist wedelnd auf der Couch liegen geblieben. Der Junge ist dann zu ihr hin und hat sie unter dem Kinn zu Begrüßung gekrault. Er hat sich nicht über sie gebeut sondern ist einfach vor der Couch stehengeblieben. Sie hat dann gewedelt also alles ganz normal und plötzlich hat sie ihm in die Hand gebissen. Vorher hat sie noch seine Hand geleckt zur Begrüßung.

    Versteht Ihr das? :schockiert:

    Die Hundenanny hat sich sehr erschrocken und hat die Hündin angeschrien, sie von der Couch verwiesen und ihr eine auf den Hintern gegeben.

    Wie verhält man sich richtig in solchen Situationen? Wie soll sich der Sohn jetzt gegenüber der Hündin verhalten?

    Fragen über Fragen ....

    Vielen Dank

    Gruß
    Karuma

  • Ach, sowas ist so um 5 Ecken wirklich schwer zu beurteilen - man war ja nicht dabei.

    Generell kann man sagen, dass kein Hund "einfach so" beißt. Ich vermute, dass die Nanny und auch ihr vielleicht schon vorher einige Zeichen nicht bemerkt habt. Die Situation "Hund liegt mit Mensch auf Couch, ein anderer kommt dazu" kann je nach Hund sehr brenzlich sein. Hinzu kommt, dass Kinder von Hunden selten für voll genommen werden und der Junge vielleicht einige Warnsignale des Hundes übersehen hat.

    Holt euch einen guten Trainer ins Haus, der sich euer Verhältnis zueinander mal anschaut. Und überdenkt nochmal die Regeln, die der Hund bei der Hundesitterin hat (oder eben nicht hat).

  • Ich habe mich schon mit dem Hundetrainer in Verbindung gesetzt. Er wird die Tage vorbei kommen :-)

    Wollte mich vorab schonmal informieren . . . wie Ihr das so seht.

    Vor ein paar Tagen hat die Hündin ihm schonmal in die Wade gezwickt. Das war beim Ballspielen, da sind wir davon ausgegangen, dass es beim Spielen passiert ist!

    Der Sohn hat natürlich ein wenig Angst jetzt, was ja auch verständlich ist. Nur wie soll er sich verhalten. Ich habe gesagt, er soll sie in Ruhe lassen und weitesgehend ignorieren. Oder ?

  • ich sehe es ähnlich wie reggy. Wedeln bedeutet übrigens lediglich Aufregung. Nur weil ein Hund wedelt heißt das nicht, das er sich freut.

    Die Wunde würde ich gut beobachten, da die sich in der Regel recht schnell oberflächlich schließen, meint man oft es ist halb so schlimm. In der Wunde vermehren sich dann Bakterien und führen zu einer schönen Entzündung. Also nicht so ganz auf die Leichte Schulter nehmen.

  • Der Hund muss auf jeden Fall weg von der Couch und an einen Platz, wo er nicht so viel sehen kann ("strategisch unwichtig"). Dann wird er auch nur beachtet, wenn man was von ihm will - sonst nicht und da soll er am besten auch auf dem Platz bleiben.
    Wenn er mit dem Jungen zusammen ist - Maulkorb drum! Nur so kann man sichergehen dass er nicht nochmal schnappt.

    Mehr Tipps kann ich nicht geben, weil sowas nicht mal eben erklärt ist über ein Forum - man muss es vor Ort sehen. Und ich weiß auch nicht wie "fähig" die Hundesitterin ist, inwiefern sie auf den Hund einwirken kann und wie ernst der Hund sie nimmt.
    Ich hoffe, der Trainer kann was und wird bei euch etwas Klarheit schaffen.

  • Ich weiß, es ist immer schwierig, wenn man nur die Situation erklärt bekommt. Für mich ebenfalls, da ich auch nur das erzählte weitergeben kann und selbst nicht dabei gewesen bin.

    Genau, dass habe ich auch gesagt, runter von der Couch, auf ihren Platz und der Junge soll sie nicht beachten!

    Wir hatten schon oft Kinder im Haus zu Besuch. Den Kindern habe ich gesagt, dass sie nicht an den Hund gehen sollen, da ich den Hund auch nicht 100ig kenne. Den Hund habe ich in ihr Körbchen verwiesen und das war auch i. O. Die Kinder haben den Hund ignoriert und der Hund auch die Kinder.

  • Sorry, was mir beim lesen auffiel... WARUM bekommt der Hund einen auf den Hintern :???: Runter vom Sofa und ab ins Körbchen etc. alles okay... aber eine auf den Hintern... für uns ein absolutes no go... in jeder Situation und SCHREIEN im Sinne von Schreien, böser Ton - ja... aber Schreien... hmmm... wir haben auch drei Hunde, drei Terrier (die immer belächelt werden, aber richtige Terrier sind ;) ), aber wir haben unsere Hunde noch nie einen auf den Hintern gegeben, geschweige denn angeschrien. Ja... ernster Ton, Verweis auf den Platz etc. alles okay... aber nicht mehr.

    Das mit dem Jungen ist dumm gelaufen, ganz bestimmt und es wird auch seine Ursache haben, vll. geht der Junge nicht immer nur nett mit der Hündin um :???: Mal ganz lieb mit dem Jungen gesprochen? Hat die Hündin anderen gegenüber auch schon mal so ein Verhalten gezeigt?

    Wünschen viel Erfolg :smile:

  • Zitat

    Sorry, was mir beim lesen auffiel... WARUM bekommt der Hund einen auf den Hintern :???: Runter vom Sofa und ab ins Körbchen etc. alles okay... aber eine auf den Hintern... für uns ein absolutes no go... in jeder Situation und SCHREIEN im Sinne von Schreien, böser Ton - ja... aber Schreien... hmmm... wir haben auch drei Hunde, drei Terrier (die immer belächelt werden, aber richtige Terrier sind ;) ), aber wir haben unsere Hunde noch nie einen auf den Hintern gegeben, geschweige denn angeschrien. Ja... ernster Ton, Verweis auf den Platz etc. alles okay... aber nicht mehr.

    Ach ehrlich gesagt glaube ich nicht dass das jetzt SOOO dramatisch für den Hund war.
    Es ist zwar nicht gerade das richige Verhalten und stellt die Leute auch nicht als souverän dar, aber den Hund wird schon nicht traumatisiert haben.

    Wie gesagt - richtig war das nicht, aber für die Frau wohl das einzig logische in dem Moment. Sie hat den Hund ja nicht verprügelt.

  • Hallo Marlis,

    der Klaps auf den Hintern und das lautere Reden mit dem Hund, war eine Kurzschlußhandlung.

    Die Nanny hat sich auch so erschrocken und hat in dem Moment so gehandelt. Selbstverständlich ist das nicht "normal" bei uns. Aber stellt Dir mal vor, Dein Hund macht so etwas mit Deinem Kind, da reagierst Du auch vieleicht nicht so wie man es sollte. Da an erster Stelle immer noch das Kind steht.

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