bordy
wenn das Hüten den BCs (JEDEM BC) sooooo im Blut liegt - warum gibt es dann so viele BCs, die
a) nicht hüten, selbst dann nicht, wenn sie Schafe vor der Nase haben UND aus Leistungslinie gezüchtet sind? Wir haben bsp. eine BC-Hündin im Verein, die hatte der Züchter behalten um damit weiterzuzüchten. Beide Eltern arbeiten an den Schafen - und zwar nicht nur ein bischen "modisches Schafe schubsen weil es halt gerade IN ist unter den BC-Haltern", sondern ECHTES Arbeiten - der Züchter hat sie abgegeben, weil diese Hündin an Schafen ungefähr so viel Interesse zeigt wie ein Zebra an einer Ozeanüberquerung.
b) wenn sie dann mal an den Schafen sind und "Interesse" zeigen, so rein überhaupt keinen Peil haben, was man mit diesen lockigen Viechern machen kann, sondern einfach mal munter zwischenreinknallen und womöglich auch noch anfangen nach diesen Tierchen zu schnappen?
BTW - durchaus auch keine BCs aus "Showlinie".
Auch dir dürfte klar sein, dass es bei jeder wie auch immer gearteten Zucht immer wieder Ausreisser gibt. Mir ist es auch schon passiert, dass ich rein von Zucht und AT her der Meinung war das der Hund die Passion in persona sein müsste, aber was wars am Ende - nix. Warum auch immer. Man kann nun Mutmaßen warum das so ist. Fakt ist es passiert, was aber noch lange nicht heißt, das jegliche genetische Veranlagung Humbug ist.
Und von "garkeinen Peil" haben kann doch bei deinem Beispiel auch mal nicht die Rede sein. Schnappen ist Jagdverhalten und teilweise durchaus auch gewünscht. Ausserdem, nur, weil gewisse Dinge noch nicht in Bahnen gelenkt sind, sind sie deswegen noch lange nicht nicht genetisch vorhanden.
Ein Labrador aus FT Linie wird dir auch nicht ohne Training ein perfekter Jagdbegleiter sein, was noch lange nicht heißt, dass gewisse Bringtreue und gewisse Abläufe einfach genetisch da sind (oder sein sollte). Bzw. wird ein DSH aus entsprechend orientierter Zucht zwar auch genetisch alle Abläufe (Griffverhalten, (zivile) Agression, etc) mitbringen, weswegen er um im Dienst tauglich zu sein trotzdem noch Ausbildung benötigt. Nun irgendwelche hämischen Kommentare abzulassen, nur weil ein BC trotz guter Veranlagung noch nicht aus dem Stand z.B. einen kompletten Umtrieb meistern kann, macht nicht unbedingt den besten Eindruck was fachliches Wissen beim Schreiberling angeht. #
Achja von.... jeder Border Collie etc. hat keiner etwas geschrieben - ausser du.
Was bitte ist "Hüten" anderes als ausleben des Beutetriebs / Beuteinstinkts auf eine sehr spezielle im Verhalten extrem stark eingeschränkte Weise?
das hat doch auch keiner bestritten - aber sag mir bitte, wo sich diese "extrem eingescheschränkten Verhaltensweisen" mit dem Agility decken, von der Bewegung abgesehen? Der BC ist ein Spezialist, der darauf selektiert ist gewisses Verhalten zu zeigen. Diese Selektion macht ihn natürlich auch für andere Sportarten sehr interessant, allerdings auch sehr "fehleranfällig".
Bestes Beispiel das vielbeschrieene "Border Eye" ....... das sehe ich bei meiner alten GP-Hündin tagtäglich. Also nix "Border Eye". Dieses extrem geduckte Anschleichen mit Anstarren der Beute ..... das ist ein ganz normales JAGDverhalten, BEUTEverhalten. Mit dem kleinen Unterschied, dass meine GP-Dame dann irgendwann vorwärts geht und an die "Beute" rangeht.
Ach ja - beim BC ist das Ganze inzwischen auch anatomisch entsprechend "gefestigt" durch den entsprechend passend angezüchteten Körperbau. So mancher BC heutzutage kann ja gar nicht mehr anders laufen als "anpirschend".
Sorry, aber hast du schonmal einen BC wirklich intensiv beim Hüten beobachtet? Da ist nichts mit zwanghaftem rumgeschleiche und mit etwas starren hat das auch nichts zu tun. Das tun meine auch (wenn ich sie liese) und trotzdem haben sie definitiv kein "Border Eye" - da liegen Welten dazwischen.
Das die mittlerweile bestehende "Agility LEistungszucht" sowas hervorruft, bestreite ich mal garnicht.
Was mich an Maren's überheblichem Geschreibsel stört ist dieses "Ich weiss eh alles besser, da ich Border Collies habe und diese hüten".
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, hier ist keiner Überheblich geworden und auch keiner Weiss alles besser - von dir mal abgesehen. Maren hat hier ihre Erfahrungen und ihren persönlichen Eindruck niedergeschrieben und das ganze nicht als allgemeingültig publiziert. Die einzige die mir hier ziemlich angefressen erscheint bist du - du scheinst dich mit deiner Hunderasse als abgewertet zu sehen, was aber nie geschehen ist.
Ich kann das ja grundsätzlich verstehen, mir wirds teilweise auch anders wenn in meinem Sport z.B. die Malis mystifiziert werden, während z.B. ein DSH ja eh nix is, keine spezielle gute Führung braucht und halt eh nich so toll ist wie jedweger Mali (und mag der noch so starke Mängel haben). Deswegen muss ich aber noch lange nicht so reagieren, denn egal wie sehr mich das teilweise nervt, ändert das es nichts daran das auch diese Rasse spezielle Behandlung braucht. Das eine ist das eine, das andere ist das andere.
Meine GP-Hündin knallte im Agi-Parcours in schöner Regelmässigkeit durch - und zwar auf einem völlig anderen Level als so ein BC - mit dem Ergebnis, dass ab und an auch mal ein Hindernis zu Bruch ging. Wenn diese Dame ein Dummy suchen darf, habe ich einen völlig anderen Hund - deshalb darf sie jetzt eher Dummy suchen als Agi-Hindernisse zerstören.
Trotzdem würde ich nicht sagen, dass aufgrund dieser Erfahrung Grosspudel im Agi nichts zu suchen haben.
Und im Gegensatz zu Maren habe ich nicht nur Ahnung von meiner Rasse, sondern auch vom Agi.
Es spricht dir ja auch keiner ab, dass du davon Ahnung hast.
Aber jetzt weiten wir das mal aus. Du hast erkannt, das dein spezieller Hund evtl nicht dafür geeignet ist.
Dehnen wir das mal aus und von 10 Pudeln die du sehen würdest, währen 9 so wie deine Hündin. Würdest du dann nciht auch mal äussern, dass es für die Rasse im Allgemeinen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, als Agility? Denn nichts anderes habe ich hier gelesen. Ich kenne ehrlich gesagt aus dem THS wie aus dem Obedience (und von diversen Agility Turnieren als Helfer) wirklich 9 von 10 BCs/Aussies als Hunde, die für mein Empfinden im Parcours einfach nur gepusht werden oder ihre angeborenen Instinkte an Bällen etc abreagieren. Da finde ich Zweifel schon berechtigt.
Und in einem gebe ich Iuju absolut recht - Agi ist nicht "wie bekloppt über die Hindernisse rasen" ohne Konzentration und ohne den HF beachten. Wenn Maren das als Agi ansieht, zeigt das nur wieder, dass sie so rein überhaupt keine Ahnung hat.
Ohne Konzentration und ohne auf den HF zu achten, hat auch keiner Geschrieben. Ich kenne übrigens auch durchaus Hunde, die schnell und recht "fehlerlos" einen Parcour bewältigen können, auf ihren HF achten, aber die sich trotzdem einfach nur in Sphären pushen, die ich als dauerhaft kaum förderlich für die Psyche eines Hundes erachte. Das läuft dann meistens unter "jaja, der kann Top laufen, aber so ist das halt.. kann ja auch schief gehen"
Nochmal - auch für Dich - wenn ich einen Hund fehlerfrei in hoher Geschwindigkeit durch den Parcours führen will, dann muss dieser Hund
- klar im Kopf sein auch in hoher Trieblage > sprich ansprechbar sein
- auf minimalste Körperbewegungen des HF reagieren
- generell auf den HF achten
Dass das nicht jeder HF hinbekommt ist klar - aber genausowenig bekommt es jeder HF hin, dass sein BC ordentlich Schafe hütet.