HUnd vom Sofa?
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Zitat
Kann ein Hund Sofaverbot bekommen und der andere (auch sehr eifersüchtige ) nicht?
In der aktuellen Dogs ist ein interessanter Bericht zur "Rudelhaltung". Da steht u.a., dass man die Rangfolge der Hunde beachten und akzeptieren soll, um Probleme zu vermeiden. Generell dürfen die Tiere unterschiedliche Privilegien haben, die aber immer der Rangfolge angepasst sein sollten.Dem rangniederen das Kuscheln auf dem Sofa erlauben und dem ranghöheren nicht, ist daher wohl keine gute Idee.
Zitat...weil sie in Wahrheit beide auf dem 80sten Platz sind
Mag sein, aber aus Sicht der Hunde ist trotzdem einer auf 80 und der andere auf 81 ;-) - Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ich denke, da spielen 2 Dinge eine sehr große Rolle.
Nämlich zum einen die Fähigkeit ein "Rudel zu führen" und die Fähigkeit klar zu kommunizieren und das mit mehreren Hunden.Wenn man so sicherstellen kann, das jeder Hund mit seinem Frust umgehen kann und auch der Mensch genau weiß, wie der eine oder der andere Hund in welcher Situation reagiert und entsprechend schon im Vorfeld entsprechend eingreifen und steuern kann, dann kann man auch verschiedenen Hunden, verschiedene Privilegien geben und alle können damit gut leben, ohne sich je etwas anzutun.
Aber viele Menschen fehlt aber gern eine oder gar beide Fähigkeiten und wenn dann noch das Bewusstsein für die Bedürfnisse der eigenen Hunde fehlt, dann kann es unter Umständen schon schwierig werden, wenn verschiedene Hunde verschiedene Privilegien haben.
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Zitat
Dem rangniederen das Kuscheln auf dem Sofa erlauben und dem ranghöheren nicht, ist daher wohl keine gute Idee.Wenn man es so betrachtet, dann muß man erstmal erkennen welcher Hund denn nun ranghöher ist und das können die meisten Menschen nicht.
Zumal die Theorie ja dann nicht mehr tragbar ist, wenn man andere Theorien (ich nenne es jetzt mal so) betrachtet, nach dem ein Hund nur immer in bestimmten Beziehungen dominant ist. Der eine ist es beim Futter, der andere beim Kuscheln, als Beispiel.
Ich würde hier auch erstmal beide Hunde gleich behandeln und keinen bevorzugen, eben um das Gerangel nicht noch zu unterstützen. Wenn die Hunde kapiert haben, wer das sagen hat...nämlich die Menschen, dann kann man auch mal einen Hund zum Kuscheln holen während der andere im Körbchen zu sein hat.
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In der aktuellen Dogs ist ein interessanter Bericht zur "Rudelhaltung". Da steht u.a., dass man die Rangfolge der Hunde beachten und akzeptieren soll, um Probleme zu vermeiden. Generell dürfen die Tiere unterschiedliche Privilegien haben, die aber immer der Rangfolge angepasst sein sollten.Dem rangniederen das Kuscheln auf dem Sofa erlauben und dem ranghöheren nicht, ist daher wohl keine gute Idee.
Da gibt es seit vielen Jahren unterschiedlichste Ansichten und "Studien" dazu.
Ich finde auch diese Sichtweise sehr interessant, und jeder muß für sich entscheiden welche Art er praktizieren will.Zitat
Mag sein, aber aus Sicht der Hunde ist trotzdem einer auf 80 und der andere auf 81 ;-)Wer weiß das schon?
Es gibt viele Anhaltspunkte, dass "rangniedrige" Tiere sich nicht darum scheren, WIE nieder sie im Rang stehen. Es gibt auch Anhaltspunkte, dass es sie interessiert.
Man kann da viel und ausgiebig darüber diskutieren, aber keine der beiden Ansichten ist ein Fakt
ZitatStell dir mal vor du dürfest immer neben deiner Frau auf der Couch sitzen, auf einmal hast du nen Konkurrenten, der auch dadrauf sitzt, der etwas macht, was dir nicht passt und dem du mal klar sagt: Das möchte ich nicht" (was hier jetzt der Auslöser war lassen wir mal außen vor).
Deine Frau schmeißt dich daraufhin vom Sofa runter, hast du dann nicht schon das Gefühl, sie bevorzugt den anderen?
Hast du dann nicht noch mehr Frust auf deinen Konkurrenten?
Vielleicht setzte du dich dann auf das Sofa und bist still, was passiert, wenn deine Frau weg ist, lässt du dann deine Konkurrenz in ruhe?Wenn meine Frau sagt, was wann zu passieren hat und unmissverständlich klar macht, dass sie Ruhe zwischen uns wünscht, würde ich den Konkurrenten natürlich in Ruhe lassen. Es hätte ja keinen Vorteil für mich, wenn ich es nicht tue

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Ich bin da nochmal anders

Wenn Madame Oberzicke (Lee) auf dem Sofa liegt und einen anderen Hund anknurrt (wohlgemerkt Hund nicht Mensch), der ihr entweder zu nah kommt oder eben aufs Sofa will, dann darf sie das. Zumindest solange ich den anderen Hund nicht "eingeladen" habe, aufs Sofa zu kommen. Tue ich das, hat sie die Gosche zu halten...
Das gleiche gilt für Pepper, allerdings zickt sie dabei nicht (das macht sie beim Futter/Beute).
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Also mir geht es darum, ob der Hund schon immer aufs Sofa dürfte und jetzt durch das Verhalten nicht mehr darf oder ob er sowieso nie auf das Sofa dürfte (und er nichts vermissen wird, wenn er es nicht darf).
Das hab ich vorher überlesen

Nachdem der Hund auf´s Sofa durfte, aber sich nie angemessen am Sofa verhalten hat, würde ich da sowieso mal was klären (und bitte bitte, liebe Mitleser, wenn ich "klären" schreibe, hat das nix mit Dominanz, Gewalt und auch nicht mit Leckerlies zu tun).
Einem Hund Priviliegien zu entziehen, ist eine Sache. Ihm zu vermitteln warum er diese entzogen bekommt eine andere.
Und man kann das durchaus kommunizieren, dass da nicht der andere Hund daran "Schuld" ist.ZitatWenn Madame Oberzicke (Lee) auf dem Sofa liegt und einen anderen Hund anknurrt (wohlgemerkt Hund nicht Mensch), der ihr entweder zu nah kommt oder eben aufs Sofa will, dann darf sie das. Zumindest solange ich den anderen Hund nicht "eingeladen" habe, aufs Sofa zu kommen. Tue ich das, hat sie die Gosche zu halten...
So ca. hab ich das gemeint. So ausgedrückt ist es wahrscheinlich verständlicher

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Da steht u.a., dass man die Rangfolge der Hunde beachten und akzeptieren soll, um Probleme zu vermeiden. Generell dürfen die Tiere unterschiedliche Privilegien haben, die aber immer der Rangfolge angepasst sein sollten.
Ich halte es in meiner Mehr-Hunde-Gruppe gänzlich anders.
Da entscheide ICH, wann ich was mit wem mache und hätte weder die Lust, noch die Zeit, nur weil ich Hund 5 eine Tablette im Lekkerli geben muss, erst den vier anderen ein Lekkerli zu geben, weil sie in der Rangfolge vermeintlich höher stehen...Mehr-Hunde-Gruppen, die ganz genau wissen (weil sie das so gelernt haben), dass es nicht den geringsten "Streit" um eine Führungsposition gibt, weil die dauerhaft durch Zweibeiner besetzt ist, kommen da nach ein wenig Übung sehr gut mit klar - UND haben dadurch deutlich weniger Streß, da die meisten Konflikte sich in "führungsnahen" Positionen abspielen - wenn alle Hunde eine Mehr-Hunde-Gruppe sowieso wissen, dass sich "da oben" für sie eh nichts tut, hat man eine angenehm freundliche, ruhige (in Sachen Auseinandersetzungen) Gruppe, in der lediglich kleinere Konflikte (um Kauknochen, etc.) und die aber auch sehr regelkonform stattfinden.
Ich überlege allmählich ob ich meinen Standard-Buchtipp
"Einmal Meutechef und zurück" von Patricia Mc Cornell nicht in die Signatur übernehmen.
DAS Buch jedenfalls würde ich der TS sehr ans Herz legen.Das größte Problem, das ICH mit einer Mehr-Hunde-Haltung nach Rangfolge habe, ist, dass unsere Hunde auch mal älter werden, mehr und intensivere Betreuung brauchen und bei Schwäche oder Klapprigkeit in der Rangfolge einiges auszustehen hätten... ICH will das nicht. Ich konnte meine Hunde-Oma für die anderen für Tabu erklären und sie bekommt momentan das zwanzigfache an Zuwendung und intensiver Betreuung, was die anderen kriegen. Das soll auch so sein - UND die anderen haben nicht das geringste Problem damit.
Für MICH ist die Mehr-Hunde-Haltung (ich spreche extra nicht von Rudel, das ist etwas anderes) nach Rangordnung in keinster Weise alltagstauglich.
LG, Chris
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Und jetzt noch was direkt an die Themenstarterin Susanne:
Im Grunde ist es völlig egal, was für Regeln Du aufstellst. Aber wenn Du Regeln aufstellst, dann müssen diese in aller Konsequenz durchgezogen werden.
Ich stelle mir gerade Deine Situation vor - mit einem Ersthund, der selbst EUCH schon anknurrt, wenn er auf dem Sofa ist, der mal runterbugsiet wird und mal nicht, dann ein Zweithund, der sich Euch gegenüber auf dem Sofa anständig benimmt, dazu der eifersüchtelnde Ersthund...Ich glaube, momentan herrscht bei Euch allgemeine Verwirrung - sowohl unter Euch Menschen - eben weil Ihr derzeit nicht wißt, was man eigentlich alles so an Regeln für Hunde aufstellen kann und wie man diese Regeln durchsetzt - und genauso, sogar noch viel schlimmer herrscht Verwirrung bei den Hunden...
Da fehlt momentan "verwirrungsbedingt" der rote Faden in Eurer Hausordnung. Und das ist etwas, dass aus ganz normalen Hunden kleine Ego-Monster machen kann und wird...
Deshalb geht Ihr Menschen erst Mal in Euch und überlegt Euch, was IHR wollt - das muss aus Hundesicht nicht gerecht oder fair sein.
Kein Hund auf der Couch.
Nur ein Hund auf der Couch.
Beide Hunde auf der Couch.Und dann gilt ab sofort diese Regel.
Und diese wird von EUCH ruhig, geduldig und konsequent umgesetzt.
Bis die Hunde die neue Regel kapiert haben, wird es für eine kurze Zeit NOCH SCHLIMMER werden, als es bisher war. Und dann, wenn Ihr das genauso ruhig und konsequent durchsteht, wird es auf einmal klappen.Lest Euch das Buch, das ich oben genannt habe, mal durch - dort gibt es viele hilfreiche und leicht umsetzbare Tipps zur Mehrhunde-Haltung.
Hunde sind geradezu dazu geboren, in einem sozialen Gefüge zu leben, in dem ein Rahmen von Regeln jedem Einzelnen die Sicherheit gibt, dass er weiß, was er zu tun hat.
Diese Regeln aufzustellen, ist Menschen-Job.LG, Chris
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Hunde gehören garnicht auf die Couch oder ins Bett... is doch klar dass der Hund SEIN Revier verteidigen will... dabei ist es eigentlich DEIN Revier. Also Hund runter!
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Hallo
vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.
Eine Frage kann ich schon beantworten, und zwar hat die ersthündin das Knurren schon vorher gemacht. Deshalb ja die Hundetrainerin.
Ich kann das erst heute abend näher erläutern weil ich jetzt weg muß es ist ein wenig kompliziert. Die Kleine kommt auch so hoch aber wenn ich sie runterschubs(sachte) fliegt sie bei ihrem Gewicht auch mal zu stark irgendwo gegen (1,5kg)
Mfg Susanne - Vor einem Moment
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