HUnd vom Sofa?
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Hallo,
also anfangs dachte ich ,dass die Hunde das untereinander regeln aber ich kann doch nicht zulassen das einer doll angegriffen wird und evtl. gebissen wird?!
Wo soll man eingreifen und wo nicht?
Draußen beim Spazieren geht es ganz gut mit beiden schnüffeln zusammen usw.
Aber heute morgen in der Wohnung schon wieder. Die Vannca macht oft den Eindruck als hätte sie in der Früh vergessen dass da noch jemand ist.
Ps. Das Buch werde ich mir besorgen-
Lg Susanne - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo,
ich bins nochmal, jetzt mit mehr Zeit.
Also ich würde es gut finden wenn die Hunde im Bett und aufs Sofa dürfen.
Die Trainerin damals sagte uns es gibt Hunde die vertragen diese "gehobene Stellung" nicht. So ein Hund ist Vannca.Warum darf sie denn überhaupt auf die Couch?
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Sie war von Anfang an ziemlich aggressiv anderen Hunden und auch Katzen gegenüber.Da hättet ihr euch die Anschaffung eines zweiten Hundes überlegen sollen.
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Als wir die Kleine ausgesucht haben war sie dabei und die beiden haben sich auch vertragen.Das war ja auch bestimmt nicht ihr Revier
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Meist geht es auch nur die große Liebe ist nicht ausgebrochen.Es gibt auch Hunde die einfach nebeneinander her leben, das ist nicht schlimm. Zu Eskalationen kommt es meißtens, wenn der Mensch sich falsch verhält.
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Mein Problem ist schon, dass ich eine beginnende Aggression nicht erkennen kann.Dann musst du dir die Situationen merken, in denen sie agressiv reagiert (wie die Sofa-Geschichte)
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Auch wer der dominantere ist seh ich nicht deutliich.Das spielt auch keine Rolle. Du sollst entscheiden wer was wann darf!
Stell dir folgendes vor: Dein zweiter Hund ist krank (er wäre der rangniedere) und muss Tabletten bekommen, die packst du in Schmierwurst, das der Hund das nimmt.
Jedesmal, wenn du dem Hund die Tabletten gibst, müsstest du davor und danach deinem anderen Hund auch Schmierwurst o.ä. geben, nur damit du diesen (weil er vielleicht ranghöher ist) bevorzugst.Du wirst ja der Sklave von deinem Hund!
Jeder sollte das bekommen, was er braucht.
Kein vordrängelndes Verhalten belohnen, damit erziehst du sie zu frechen Dränglern! Die lernen, dass sich kämpfen (um dich) lohnt.Zitat
Ich habe ein paar Bücher zum Thema gelesen aber die Realität sieht anders aus.Was stand denn dort drin und wie sieht die Realtität bei dir aus?
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Oft liest man ja, dieser Hund ist unverträglich z-B. ich frage mich dann
kann man so eine Eigenschaft abtrainieren????
Es gibt schon Hunde, die lieber alleine wären, das stimmt schon.
Aber hier gilt meiner Meinung auch das, was du willst und nicht der Hund.
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Von solchen Theorien halte ich absolut gar nichts......zumal ein Rudel Haushunde oftmals ueberhaupt keine wirkliche Rangfolge erkennen laesst.
Dem stimme ich übrigens voll zu!!! Das ist bei uns genauso!
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In meinem "Rudel" halte ich es so das ich auschlieslich positives Verhalten belohne und mich um keine Rangfolge schere.....wer poebelt oder staenkert wird gemassregelt.....wer sich vorbildlich benimmt wird dafuer belohnt.Ich habe zwei Bücher zu dem Thema (jeweils mit anderen Ansichten) und einen tollen Beitrag zur Mehrhundehaltung gelesen.
Und unser Weg sieht so aus wie bei tagakm+ wir geben den Hunden nicht etwas nach ihrem Rang, sondern nach dem wie sie es brauchen!
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Hallo,
also anfangs dachte ich ,dass die Hunde das untereinander regeln aber ich kann doch nicht zulassen das einer doll angegriffen wird und evtl. gebissen wird?!
Wo soll man eingreifen und wo nicht?Hallo Susanne,
Hunde kommunizieren fortwährend miteinander - nicht erst, wenn einer von beiden knurrt, bellt oder gar den anderen angreift. Da spielt sich auf einer lautlosen, körpersprachlichen Ebene schon vorher einiges an Kommunikation ab.Wenn Du Deine beiden einfach mal nur beobachtest, wirst Du schon einiges an Signalen erkennen können - lange bevor das erste Knurren oder eine Attacke erfolgen.
Das geht über das starre Anschauen, das s. g. Fixieren, wo die eine Hündin, die andere ganz fest anblickt und damit schon deutlich macht, dass wahrscheinlich ganz bald was passieren wird... Selbst ein Blinzeln, eine Kopfwendung, eine Veränderung der Körperhaltung - all das ist Kommunikation unter Hunden.Hunde in einer Gruppe regeln also sowieso schon recht viel untereinander selbstständig und das ist auch völlig in Ordnung so- aber was wir als Halter mehrerer Hunde nun so gar nicht wollen, ist, dass dieses Selber-Regeln ein bestimmtes Ausmaß überschreitet. Bei mir ist das der Punkt, wo es zu Attacken mit "Beschädigungsabsicht" kommen würde.
Ich beschreibe Dir mal den Ablauf einer typischen - von mir je nach Verlauf geduldeten - Konfliktsituation unter meinen Hunden:
Abends - nach dem Betthupferl für die Hunde
Hund 1 liegt auf seinem Platz und schläft.
Hund 2 ist ein "Nahrungsmittelsuch-Hund" und immer auf der Suche nach irgendwelchen Bröseln...
Hund 1 hat erfahrungsgemäß mit Doggen-Sabber festgeklebte Brösel in den Lefzen hängen...
Hund 2 weiß das...und schleicht sich an Hund 1 an, um dem die Lefzen abzulecken....
Das paßt Hund 1 natürlich nicht, also wird kurz gebrummelt.
Hund 2 macht zwar einen Schritt zurück - geht aber wieder vor - weil, da ist ja noch ein Brösel, der gegessen werden will!
Hund 1 ist mittlerweile genervt, denn Hund 1 will ja schließlich schlafen!
Hund 1 brummelt noch mal deutlicher, nachdrücklicher und hebt dabei bereits den Kopf.
Hund 2 ist unbeeindruckt.
Hund 1 reicht es jetzt und schnappt mit lautem "RRROOOAAAH" in Richtung Schnauze von Hund 2 ab - ohne ihn zu treffen, das will Hund 1 noch gar nicht.Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
Hund 2 hat verstanden und zieht sich zurück (wozu meist schon allein die Druckwellen vom RRROOOAAAR ausreichen...)
Dann ist alles ok.Oder:
Hund 2 nervt Hund 1 weiter.Dann wäre der nächte Schritt - nachdem alle "Vorwarnstufen" durch sind - eine deutliche körperliche Maßregelung durch Hund 1 (Dogge) gegen Hund 2 (Yorkie-Mix) - letzterer ist recht "fragil" gebaut und nach Unfall gehandicapt - ich würd ihn ungern aus einem Doggen-Kiefer rauspflücken müssen...(was jetzt eine dramaturgische Übertreibung ist)
Und spätestens dann, wenn Hund 2 sich durch das warnende Abschnappen nicht beeindrucken läßt, komm dann ich.
Schick Hund 2 auf seinen Platz und wisch Hund 1 die Brösel von der Schnüß. (Was wir normalerweise immer machen, aber man übersieht ja auch mal was und sei es nur, um fürs Hundeforum ein Beispiel zu haben....)
"Sieger" ist in dem Sinne keiner.
Hund 2 hatte mit seinem Generve keinen Erfolg. Und musste den Schauplatz aktiv verlassen (das ist viel wirkungsvoller, als ihn zu nehmen und zur Seite zu setzen)
Hund 1 schläft nach dem Brösel-Abwischen einfach weiter.Und Ruhe ist.
Du, Susanne, musst noch lernen, die Körpersprache Deiner Hunde richtig zu interpretieren. Und Dir Gedanken darüber machen, was Du in Deiner kleinen Hundegruppe an "untereinander regeln" zulassen willst.
Am besten läßt Du Dich bei Dir zuhause - denn in der Umgebung mit den meisten Ressourcen, um die sich gern gestritten wird, sieht man erst mal viel mehr an Kommunikation - von jemandem "beraten", der sich mit Hunden und ihrem Verhalten bestens auskennt.
Dann sitzt Ihr Menschen auf der Couch und kuckt "Dog-TV" sozusagen. Und der Hundekenner "übersetzt" Dir, was sich da gerade zwischen den Hunden und auch zwischen Hunden und Mensch an Kommunikation abspielt. Das wird einige AHA-Effekte geben....Und dann musst Du selbst noch lernen, wie man einem Hund gegenüber - auf ihm verständliche Weise - Grenzen setzt. Auch da wirst Du sicherlich mit einem Hundetrainer am ehesten zum Ziel kommen.
Nun ist die Konstellation Deiner Hunde - sehr diplomatisch formuliert - eine recht ungünstige... Zwei Hündinnen, von denen die erste eh Dir gegenüber schon auffällig ist und die eifersüchtig auf die zweite Hündin ist - da braucht man schon sehr viel Wissen und Hundeverstand, um das "Gruppen-Management" zu schaffen. ohne dass die beiden Hundemädels sich spinnefeind werden...
Ich würde mir an Deiner Stelle noch mal einen Hundetrainer ins Haus kommen lassen - evtl. einen anderen als beim ersten Mal, denn Deine Schilderung der Couch-Empfehlungen ist nicht unbedingt das Non-plus-ultra für Dich und Deine Hunde und ich würde mir an Deiner Stelle in einer stillen Stunde tatsächlich mal ganz in Ruhe und ganz ehrlich mit mir selbst, überlegen, ob es wirklich diese beiden Hunde in dieser Konstellation sein müssen - denn wenn, kommt eine Menge Arbeit auf Dich zu - in erster Linie Arbeit an Dir selbst und an beiden Hunden, Grundlagenarbeit und weitergehendes Gruppen-Management.
Ohne diese Arbeit, wird es absolut in die Hose gehen.LG und viel Erfolg,
Chris -
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Dem stimme ich übrigens voll zu!!! Das ist bei uns genauso!
Nur fürs Protokoll: ich selber habe keinerlei Erfahrung mit der Mehrhundhaltung und habe lediglich einen kurzen Teil des Artikels wiedergegeben. Beschwerden bitte an das DOGS-Magazin ;-)Chris: toll beschrieben!

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@ Zappa,
erst mal Danke und dann - ich seh das so, dass sowohl der Haltungsansatz nach Rangfolge, als auch der von mir beschriebene beide ihre Berechtigung haben und eben jeder für sich entscheiden muss, welcher Ansatz sich mit dem eigenen Leben am besten verbinden läßt.Ich würds also gar nicht in grundsätzlich richtig oder grundsätzlich falsch sortieren - für mich und meine Lebensweise hat sich der haltungsansatz einer Mehr-Hunde-Gruppe ohne Rangordnungs-Gedöns sehr bewährt... Es gibt sicherlich auch Mehr-Hunde-Halter unter Haltungsbedingungen, die einem natürlich gewachsenem Rudel gleichen und die auch in einer Art mit ihren Hunden zusammenleben, wo sich diese Haltung nach Rangfolge anbietet - aber ich persönlich finde die Mehr-Hunde-Haltung, die sich an den menschlichen Vorgaben orientiert einfach für die ganzen "normalo-HH" wesentlich alltagstauglicher.
LG, Chris
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Und spätestens dann, wenn Hund 2 sich durch das warnende Abschnappen nicht beeindrucken läßt, komm dann ich.
Yup.....ungefaehr so schaut's bei uns auch aus. Ich habe momentan 6 Hunde im Haus.
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Hallo Chris,
das war sehr ausführlich geschrieben. Das mit dem Trainer zu Hause werd ich machen nehm die von unserer HUndeschule weil sie auch die Hunde kennt.
Vannca ist übrigens die Hündin meiner Tochter , die sie irgendwannn, wenn sie auszieht, mitnimmt.
Ich habe mich im Vorfeld natürlich informiert welche KOnstellation am Besten ist und da wird speziell bei Kleinhunden nur gleichgeschlechtlich empfohlen.
Das soll bei anderen Rassen ganz anders sein.Viele Chi-Besitzer haben mehr als einen Hund und sie sind immer gleichgeschlechtlich.
Lg Susanne -
Hallo Susanne,
und? tut sich schon was bei Euch?LG, Chris
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welche KOnstellation am Besten ist und da wird speziell bei Kleinhunden nur gleichgeschlechtlich empfohlen.
Was soll bei kleinen Hunden anders als bei großen sein?

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