Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Mein Wildfang & Ich- der Problemmensch
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Hallo!
Ich habe mich schon durch einige Threads durchgelesen, würde aber gerne zusätzliche Meinungen zu dem Verhalten meiner Hündin hören.
Die Fakten:
ich weiß nichts über ihre Vergangenheit, das ist auch das größte Problem. Bis jetzt (3 Monate bei mir) hat sich noch kein ganzes Bild ergeben. Ich bekomme von ihr quasi immer nur ein Puzzlestück hingeworfen und muss sehen wo ich es einsetzen kann.
Was ich nicht verstehe ist ihr Verhalten, das sich immer wieder ändert.Bis jetzt habe ich nur "Jedermanns-Wunschhund" kennengelernt. Die Hunde aus meinem Bekannten- und Verwandtenkreis sind alle ballverrückt, "einfach" und vor allem einfach zu durchschauen.
Ich habe oft den Eindruck, dass sie nicht sozialisiert ist:
Bei einigen Hunden (Welpen, großen Rüden, schüchternen Hündinnen) zieht sie den Schwanz ein und versteckt sich hinter mir. Wenn der andere Hund zu aufdringlich wird, quietscht und schreit sie. Helle Hunde mag sie gar nicht. Ältere Hunde sind ein zweischneidiges Schwert. Den einen findet sie toll, den anderen knurrt sie an. Auf einen größeren, dominanten und ihr weitaus überlegenen Rüden (das muss für sie erkennbar gewesen sein) ist sie zugelaufen (für mich hat es ausgesehen als würde sie sich freuen und ihn begrüßen wollen) und hat ihn fast "attackiert" (also kein Beißen, aber doch deutlich aggressiv)
Bis jetzt hat sie nur mit einer (größeren) Hündin gespielt. Sonst ist sie sehr verhalten.
Bei unserem Familienhund (alt) verhält sie sich manchmal komisch. Er ist der Chef, weist sie auch zurecht. Wenn er das tut, dreht sie ihren Kopf zur Seite und steht wie erstarrt da mit aufrechter Rute. Schaut, finde ich, provokant aus. Manchmal geht sie hinter ihm her, teilweise versucht sie aufzureiten. Gelingt ihr aber nicht- Familienhund weist sie zurecht.
Sie "freut" sich eigentlich wenn sie andere Hunde sieht. Läuft hin, schnüffelt, zieht den Schwanz ein und läuft zu mir zurück. Das finde ich alles sehr seltsam- kein erkennbares Muster.
Was ich noch bedenklich finde, ist, dass sie mich manchmal verteigen will, jedenfalls Ansätze davon zeigt. Wenn jemand zu mir kommt oder sich über mich beugt, geht sie dazwischen. Ich unterbinde das, indem ich sie auf ihren Platz schicke.
Eifersucht ist überhaupt ein großes Thema. Ich darf weder Katze, Familienhund noch anderen Hund angreifen. Bei fremden Hunden zwickt sie mich manchmal (leicht), beim Familienhund reitet sie bei mir auf (jetzt nicht mehr so oft) und bei der Katze winselt sie.
Spielen ist auch problematisch. Wenn ich den Ball in der Hand habe, springt sie hoch und beißt mir in die Hand oder in den Arm. Dabei habe ich oft den Eindruck, dass sie eigentlich in den Ball beißen will, ihn aber nicht gut sieht oder erkennt (?) Wenn ich ihn zu lange in der Hand habe und ihn nicht werfe oder damit herumlaufe, zwickt sie mich ins Bein. Bringen tut sie ihn immer super, außer wenn wir schon länger spielen. Dann bringt sie ihn nicht mehr, sondern legt sich hin und fängt an den Ball zu zerstören.
Ein weiteres Problem ist, dass sie sich immer sehr freut, wenn ich nach Hause komme. Dann springt sie mich an. Ich hab alles schon ausprobiert. Ignorieren, sitzen lassen mit Belohnung, beruhigen,...nichts hat bis jetzt geholfen.
Was sagt ihr zu ihr? Was will sie mir mit ihrem Verhalten sagen? Warum reagiert sie so unterschiedlich und immer anders auf Hunde, denen wir beim Spazieren gehen begegnen?
Danke fürs Durchlesen!
liebe Grüße!
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20. November 2009 um 11:59
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Hm, zu den Hunden kann ich nichts wirklich sagen, aber ihr Verhalten dir gegenüber finde ich nicht gut.
Dein Hund ist weder blind noch blöd, der weiß ganz genau ob er dir in die Hand zwickt oder nicht. Sie versucht dich zu kontrollieren. Sie wird ungeduldig, weil das Spiel ihr nicht schnell genug geht oder se nicht den Ball hat oder oder...
Mit dem Zwicken versucht sie dich dazuzubringen, ihr ihren Willen zu geben.
Das solltest du nicht zulassen.
Genauso versucht sie es ja mit ihrer "Eifersucht". Sie möchte darüber bestimmen, wen du anfässt und wen nicht.
Du musst aufpassen, denn sonst wird sie dich als ihre soziale Ressource immer weiter beschützen und das kann dann irgendwann auch umschlagen in ein verteidigen.Ich könnte mir vorstellen, dass wenn sie mehr versteht, dass sie nicht dafür zuständig ist das Rudel zu schützen, bzw Kontrollaufgaben zu übernehmen, dass sie dann auch anderen Hunden souveräner gegenübertreten kann.
Wenn sie anfängt den Ball kaupttzumachen, bzw ihn nicht mehr bringt, dann hast du zu lange gespielt und sie überfordert.
Versuch mal das Spiel abzubrechen, wenn es gerade ganz toll läuft und sie dir den ball gebracht hat. Einfach Ball in die Tasche stecken und gehen.
Im Übrigen ist es eher kontraproduktiv, den Ball einfach zu werfen, denn so ziehst du dir einen Balljunkie heran. Besser wäre es, wenn ihr Spiele macht, die die Bindung fördern, also körpernahe Spiele.
Wenn du den Ball trotzdem weiterhin verwenden willst, dann verstecke ihn wenigstens und werfe ihn nicht. Dann muss dein hund seine Nase einsetzen, um den ball zu finden. Das ist Kopfarbeit. Das macht den hund wesentlich ausgeglichener als stures Hinter-dem-Ball-herrennen. -
Zitat
ich weiß nichts über ihre Vergangenheit, das ist auch das größte Problem.
Nein ist es nicht. Hunde leben nicht in der Vergangenheit, sie leben nur im hier und jetzt. D.h. mach dich frei davon und fange hier und jetzt an mit dem Hund zu arbeiten. Natürlich hat die Vergangenheit eine Relevanz aber nicht in dem Ausmaß, wie die Probleme sind die du hast.
Hier fehlt es einfach an Grunderziehung und daran, dass du an dir arbeitest, dein Verhalten änderst und deinem Hund gegenüber die Sicherheit vermitteln kannst.
Ich würde dir eine gute Hundeschule empfehlen, wo man am Gesamten arbeitet und nicht an den vermeintlich einzelnen Baustellen. Für mich hört es sich so an, als wären es nicht die einzelnen kleinen Dinge die das Problem sind, sondern das bei euch - was ja auch nach 3 Monaten logisch ist - das gesamte Sozialgefüge nicht stimmt.
Meine Empfindung nach ist die von dir benannte "Wildheit" einfach nur Unerzogenheit.
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Danke, dass du dir meinen langen Text durchgelesen und dir auch noch viel Zeit für die Antwort genommen hast

Wie soll ich das Zwicken und Schnappen während des Spiels unterbinden? Ich setze sie dann immer ab und werfe den Ball, sie muss weiter sitzen bleiben bis ich ihr erlaube den Ball zu bringen.
Was meinst du mit körpernahen Spielen? Suchspiele hab ich schon probiert, sowohl mit Ball als auch mit Dummy. Sie nimmt beides nur bedingt an.
Meinst du sie glaubt sie sei die Rudelführerin? Ich lasse mich eigentlich nicht unterbuttern, zeige ihr auch, dass ich bestimme wo es lang geht. Trotzdem bestehen diese Schwierigkeiten.

Was noch ziemlich lästig ist: Sie läuft mir im Haus nicht hinterher sondern immer vor mir. Nach jedem Schritt bleibt sie stehen (so muss ich auch stehen bleiben) und schaut ob ich eh komme. Meistens steige ich dann über sie und dann dackelt sie mir nach. Aus dem Weg geht sie mir eigentlich auch nie, außer ich schiebe sie weg :/
Ich hab das Gefühl ich müsste sie den ganzen Tag korrigieren und maßregeln. Könnte mir vorstellen, dass sie dann noch bockiger wird? Das fängt schon an, wenn ich aus dem Zimmer gehe. Immer zuerst Hund absetzen, Tür aufmachen, rausgehen und Hund holen. Ansonsten drängelt sie sich immer zuerst raus. Sie MUSS Erste sein. Immer und egal wo.

liebe grüße
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Hallo,
ich bin ein wenig hin- und hergerissen mit meiner Antwort.Am liebsten würde ich ein "BRRRRRR" in den Raum schmeißen und schreiben - lass sie doch erst mal ankommen - 3 Monate sind noch nicht viel für einen Hund mit Vergangenheit... Von der - der Vergangenheit des Hundes jetzt- Du Dich tatsächlich, wie Fantasmita es schon geschrieben hat, trennen solltest...Man kann darüber meist eh nur mutmaßen und ein Hund kann jederzeit mit Hilfe sein Leben "restarten"...
Auf der einen Seite scheint Deine Hündin schon viel gelernt zu haben - im Sitz bleiben, wenn der Ball geworfen wird und erst auf Erlaubnis los, Respekt.
Und auf der anderen Seite liest sich eben vieles auch sehr "unerzogen" - was nach drei Monaten auch niemanden wirklich wundert...Den "Kontrollzwang" haben viel adoptierte Hunde in der ersten Zeit, allerdings geht der Deiner Hündin tatsächlich ein wenig weit...sich davorstellen und den Weg quasi abschneiden ist schon recht heftig...und spricht nicht nur für Kontollieren aus Verlustangst, sondern mehr in Richtung Kontrolle über die Bespaßungsressource...
Ich könnte mir vorstellen, dass Du mit einer Umorganisation Eures Ausbildungsprogrammes ein wenig besser klar kommst - das Spielen würde ich erst mal deutlich einschränken und mehr an der "Hausordnung" - also den Regeln die im normalen Umgang gelten sollen, arbeiten...
Ein Hund, der vielleicht in seinem früheren Leben auf sich gestellt war, muss erst lernen dürfen, dass er die Verantwortung abgeben darf. Um Deine Worte zu benutzen, mit "Unterbuttern" und "Dominanzverhalten" hat das nicht viel zu tun - sie hat es nur nie anders gelernt.
Ich würde auch die Worte "korrigieren" und "maßregeln" aus dem Wortschatz streichen und sie durch "Regeln, die bei Euch nun mal herrschen, zeigen" ersetzen - das hört sich gleich viel freundlicher an und hilft einem auch, die liebevolle, ruhige Konsequenz beizubehalten, die dafür einfach nötig ist.
Dein Hund muss erst noch lernen dürfen, dass Du Dich um Euch beide kümmerst. Überleg Dir die Punkte, die zu Haus und unterwegs gelten sollen und arbeite daran - halte Dich mit Spielen solange deutlich bedeckter, bis sie ersichtlich anfängt, Deine Führung zu akzeptieren, Spielen ist eine tolle Freizeitbeschäftigung, aber Dein Hund braucht erst die Regeln für den Alltag.
LG, Chris
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Erstens: Lass dich nicht verrückt machen von deinem Hund

Dadurch wirst du unsicher (was du eh schon bist) und es fällt deinem Hund noch schwerer dir zu folgen.Wenn sie im Spiel anfängt nahc dir zu schnappen, pack den ball weg und beende so das Spiel. Sie muss lernen, dass so nicht gespielt wird. Gespielt wird nur nach deinen Regeln. Entweder sie hält sich dran oder sie kann eben nicht spielen.
Körpernah sind zB Zerrspiele oder auch Denkaufgaben oder eben Suchspiele.
Suchspiele sind eigentlich am besten geeignet. (Von Zerrpspielen solltest du am Anfang noch Abstand nehmen, denn sonst kannst du durch falsches Spielen ihre Schnappereien noch verstärken)
Erstmal muss der Hund lernen, was überhaupt suchen bedeutet. Dadurch kannst du zB Leckelies ausstreuen und wenn sie die gierig aufsammelt, dann sagst du immer wieder "Such!" So verknüpft sie dan aufsammeln (wo sie auch ihr Nase benutzt) mit dem kommando. Dann machst du die Verstecke immer etwas schwieriger, also legst die Leckerlie nicht mehr vor ihre Nase, sondern etwas weiter weg. Anfangs kann sie dich ruhig bei auslegen beobachten, sodass sie weiß wo sie suchen muss.ich glaube nicht, dass sie glaubt sie sei die Rudelführerin. Denn dann würde sie nicht bei dir Schutz suchen. Aber das Ganze ist auch immer situationsabhängig. Wichtig ist halt, dass sie lernt, dass du alle Situationen unter Kontrolle hast und sie nichts entscheiden muss. Gerade unsichere Hunde möchten am liebsten, dass man ihnen diese Aufgaben abnimmt und wenn man souverän genug rüberkommt, dann gibt der Hund diese Aufgaben auch sehr gern ab.
Ihr zeigen kannst du das zB bei Hundebegegnungen. Entscheide immer darüber, ob dein Hund den anderen Hund begrüßen darf.
Wenn du schon von vornherein merkst, dass sie den anderen Hund nicht mag, dann lasse den Kontakt nicht zu. Gib ihr Schutz, in dem du sie quasi "vor dem anderen Hund beschützt".
Sie kennt dich noch nicht so gut und es wird auch nicht von heute auf morgen klappen, denn der Hund lernt nur durch Situationen wann er sich auf dich verlassen kann. Also nur weil du ihn einmal beschützt, schließt er nicht daraus, dass du dies immer tun wirst.
Dafür braucht es Vertrauen und das muss man sich wie beim menschen hart erarbeiten.
Genauso kannst du es auch beim besuch machen. Wenn du merkst, dass ihr diese Begrüssungssituation unangenehm ist, dann "beschütze" sie auch vor dem besuch. Auch wenn sie freiwillig auf die Menschen zugeht, tut sie das nur, weil sie glaubt es sei ihre Aufgabe. Nehme ihr diese. Wenn du weißt, dass jemand kommt, dann lege sie ab (binde sie zu Not an, wenn sie nicht liegenbleiben sollte) und begrüße den Besuch. Lass sie einfach in Ruhe (auch wenn sie Terz macht) und bitte auch den besuch den Hund zu ignorieren. Wenn sie entspannt ist, dann kannst die sie von ihrem Platz losmachen aber mach kein großes Trara darum. Auch dann muss der Besuch sie nicht begrüßen. Einfach tun, als wäre alles normal.Dass sie im haus vor dir läuft ist kein Problem. Laufe einfach wie du magst. kannst du über sie drübersteigen, dann mach das, wenn es nicht geht, dann schicke sie beiseite. Aber mach auch da kein großes Trara drum. Wenn sie merkt, dass du dich darüber aufregst oder du dir unsicher bist, dann denkt sie dass du ja ein ganz schlechter Anführer sein musst, wenn du dir schon über so Kleinigkeiten Gedanken machst.

Auch sie muss erstmal, genau wie du, lernen, wie sich der andere bewegt, welches Ziel er hat usw.
Nur weil der Hund als erstes durch die Tür geht, heißt dass noch lange nicht dass er die Weltherrschaft an sich reißen will.
Dein Hund hat es nur nicht anders gelernt. Sie freut sich weil sie raus darf und warum sollte sie dann nicht rausstürmen?Dafür gibt es aber eine einfach Übung: Hund anleinen und sich vor die geschlossene tür stellen. Dann die Türklinke in die Hand nehmen und ganz leicht aufmachen. Wenn sie nach vorn stürmt und versucht die Nase durchzuquetschen Tür wieder zufallen lassen. (Aber nicht die Nase einqueteschen, dann hast du die Tür schon zu weit aufgemacht
) Anfangs reicht es wahrscheinlich schon, wenn du nur die Klinke runterdrückst, und dann wird sie schon aufspringen. Die ganze Zeit brauchst du nicht mit ihr zu reden. Solltest du auch nicht. Bei der Tür gibt es nichts zu sagen. Für sie soll selbstverständlich werden, dass sie erst raus kann, wenn du durch die Tür bist. Mache dir Tür immer weiter auf, ganz langsam. Sobald sie raus will, wieder zufallen lassen. Irgendwann wirst du die Tür ganz auf haben und sie wird neben dir bleiben, dann gehst du durch die Tür und sie darf mit raus. Danach brauchst du sie aber nicht zu loben. Dann würdest du ein zu großes Aufsehen um so eine Lächerlichkeit wie die Tür machen. (Auch dieses Aufhebensmachen um Kleinigkeiten lassen einen Anführer nicht gerade gut dastehen
) Und sie wird ja auch belohnt allein dadurch dass sie nun draußen ist.
Allerdings wird sie nach der übung nur an türen warten, bei denen du das geübt hast. Denn Hunde lernen immer ortsbezogen. Mein Hund kann das zB auch nur an unserer Wohnung- und Haustür. Mehr brauche ich aber auch nicht, denn das sind die türen wo wir am häufigsten durch gehen.Versuche dir mal vorzustellen, wie es wäre, wenn du unter einer diktatur leben würdest. Du würdest dir auch einen möglichst freundlichen, und souveränen diktator aussuchen. Einer der dich schützen kann, dir soviele aufgaben wie möglich abnimmt, die du dir nicht zutraust und der dir dafür aufgaben gibt, die dir spaß machen und die dich nicht überfordern (beim hund zB die suche nach leckerlies oder spielzeug)
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Super Beitrag, Leela

Hallo hokuspokus, willkommen im Club der Kontrolletti-Besitzer

Viele Dinge wurden hier ja schon erklärt: Konsequenz, strikte Kontrolle der Spielregeln und Hausregeln usw. Das gibt dem Hund Sicherheit, und sie wird allmählich entspannter und ruhiger werden, und sich in Zukunft in heiklen Situationen auf dich verlassen.
Ich musste durch diese unschöne Phase bei meinem Hund auch durch, und das obwohl ich ihn von klein auf hatte. Da konnte ich sein Verhalten beim besten Willen nicht mit einer schlimmen Vergangenheit beschönigen.
Aber Kopf hoch, das wird besser, wenn du mit dem Hund viel übst. Sei dir bewusst, jedes Verhalten und jede Reaktion von dir zählt, also sei auf alle Fälle konsequent. Und ganz wichtig, lass dich nicht beirren, wenn das Kontroll-Verhalten erst mal schlimmer wird. Hunde sind nicht doof, und wenn ein vorher erfolgreiches Verhalten auf einmal nicht mehr funktioniert, setzen manche Exemplare nochmal richtig eins drauf, weil sie das erst mal nicht akzeptieren.
Stell dir vor, dir macht immer jemand die Tür auf, wenn du auf nen Knopf drückst. Auf einmal passiert das nicht mehr, bzw nur noch ab und zu. Die meisten würden doch dann erst recht nochmal ne Weile wie blöd auf den Knopf drücken (kann ja sein, dass er kaputt is, nen Wackelkontakt hat, was auch immer), oder im Notfall auch gegen die Tür hämmern, herumzetern, alles ausprobieren was helfen könnte.
Erst wenn der Hund lernt, das "jetzt erst recht" auch nichts bringt, setzt eine dauerhafte Auslöschung des alten Verhaltens.
Ich wünsch dir nen laaaaangen Atem und ganz viel Konsequenz. Es lohnt sich!
Liebe Grüsse Alex mit (Ex-)Kontrolleur Milo
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Ich antworte mal in deinem Text. Wie ich es aus der Ferne interpretiere. Dabei ist sicherlich einiges dabei was hier schon gesagt wurde. Aber um meine Gedanken am "fließen" zu halten kann ich da schlecht aussortieren was evtl. schon gesagt wurde
ZitatAlles anzeigenHallo!
Ich habe mich schon durch einige Threads durchgelesen, würde aber gerne zusätzliche Meinungen zu dem Verhalten meiner Hündin hören.
Die Fakten:
ich weiß nichts über ihre Vergangenheit, das ist auch das größte Problem. Bis jetzt (3 Monate bei mir) hat sich noch kein ganzes Bild ergeben. Ich bekomme von ihr quasi immer nur ein Puzzlestück hingeworfen und muss sehen wo ich es einsetzen kann.
Wichtig ist für dich nur das Heute. Zwar kann die Vergangenheit in manchen Dingen schon recht praktisch sein, aber ohne geht es auch recht gut, da du dich ohne "Vorurteile" auf deinen Hund einlassen musst.
Was ich nicht verstehe ist ihr Verhalten, das sich immer wieder ändert.
Das wird noch die nächsten Monate/Jahre der Fall sein. Hunde die man von klein auf hat ändern sich auch ständig (Alter, Umwelt). Erst recht Hunde die man Erwachsen aufnimmt. Auch hier die Herausforderung dies zu erkennen und miteinander einen Weg zu finden (meine Hunde überraschen mich immer noch).
Bis jetzt habe ich nur "Jedermanns-Wunschhund" kennengelernt. Die Hunde aus meinem Bekannten- und Verwandtenkreis sind alle ballverrückt, "einfach" und vor allem einfach zu durchschauen.Ich habe oft den Eindruck, dass sie nicht sozialisiert ist:
Bei einigen Hunden (Welpen, großen Rüden, schüchternen Hündinnen) zieht sie den Schwanz ein und versteckt sich hinter mir. Wenn der andere Hund zu aufdringlich wird, quietscht und schreit sie. Helle Hunde mag sie gar nicht. Ältere Hunde sind ein zweischneidiges Schwert. Den einen findet sie toll, den anderen knurrt sie an. Auf einen größeren, dominanten und ihr weitaus überlegenen Rüden (das muss für sie erkennbar gewesen sein) ist sie zugelaufen (für mich hat es ausgesehen als würde sie sich freuen und ihn begrüßen wollen) und hat ihn fast "attackiert" (also kein Beißen, aber doch deutlich aggressiv)
Woran erkennst du das der Rüde überlegen, dominant ist? Wie hat er auf ihr Gehabe reagiert?
Bis jetzt hat sie nur mit einer (größeren) Hündin gespielt. Sonst ist sie sehr verhalten.
Bei unserem Familienhund (alt) verhält sie sich manchmal komisch. Er ist der Chef, weist sie auch zurecht. Wenn er das tut, dreht sie ihren Kopf zur Seite und steht wie erstarrt da mit aufrechter Rute. Schaut, finde ich, provokant aus.
Woran machst du fest das er der Chef ist? Eher scheint sie ja zu sagen: "mach du ruhig den Macker, stört mich nicht" Manchmal geht sie hinter ihm her, teilweise versucht sie aufzureiten. Gelingt ihr aber nicht- Familienhund weist sie zurecht. Solange sie sich ohne großartiges Gehabe einig werden ist das ok. Aber mit "das ist der Chef" wäre ich vorsichtig. Oft haben Hunde so ihre eigenen Vorstellungen.
Sie "freut" sich eigentlich wenn sie andere Hunde sieht. Läuft hin, schnüffelt, zieht den Schwanz ein und läuft zu mir zurück. Das finde ich alles sehr seltsam- kein erkennbares Muster.
Ich sehe da schon ein Muster: hinlaufen und prüfen und dann entscheiden. Meist zu dir zurück aber, wenn ich das richtig verstanden habe, auch mal motzen (wie bei dem Rüden) wenn sie meint es wäre notwendig.Was ich noch bedenklich finde, ist, dass sie mich manchmal verteigen will, jedenfalls Ansätze davon zeigt. Wenn jemand zu mir kommt oder sich über mich beugt, geht sie dazwischen. Ich unterbinde das, indem ich sie auf ihren Platz schicke.
Eifersucht ist überhaupt ein großes Thema. Ich darf weder Katze, Familienhund noch anderen Hund angreifen. Bei fremden Hunden zwickt sie mich manchmal (leicht), beim Familienhund reitet sie bei mir auf (jetzt nicht mehr so oft) und bei der Katze winselt sie.
Spielen ist auch problematisch. Wenn ich den Ball in der Hand habe, springt sie hoch und beißt mir in die Hand oder in den Arm. Dabei habe ich oft den Eindruck, dass sie eigentlich in den Ball beißen will, ihn aber nicht gut sieht oder erkennt (?) Wenn ich ihn zu lange in der Hand habe und ihn nicht werfe oder damit herumlaufe, zwickt sie mich ins Bein. Bringen tut sie ihn immer super, außer wenn wir schon länger spielen. Dann bringt sie ihn nicht mehr, sondern legt sich hin und fängt an den Ball zu zerstören.
Sie scheint insgesamt eine Aufgabe übernommen zu haben die sie überfordert: sie muss dich "überwachen". Sie zeigt auf Hundeart wo es lang geht, sie korrigiert dich, sie blockt dich (das permanente vor dir laufen). Übernehme du es per Körpersignal. Blocke sie ab, dränge sie nach hinten und erwarte auch das sie dann hinter dir bleibt. Auch an der Tür mit dem Körper blocken. Sie muss warten bis du es ihr erlaubst das sie vorgeht oder muss hinter dir herdackeln. Will sie einen Ball erzwingen (durch zwicken oder bellen) wird das Spiel abgebrochen. Wer sich nicht benimmt hat Pech gehabt.
Ein weiteres Problem ist, dass sie sich immer sehr freut, wenn ich nach Hause komme. Dann springt sie mich an. Ich hab alles schon ausprobiert. Ignorieren, sitzen lassen mit Belohnung, beruhigen,...nichts hat bis jetzt geholfen.
Dadurch das sie sich für alles verantwortlich fühlt ist sie wahrscheinlich froh das du auch ohne sie gut klar gekommen bist und nun endlich wieder gesund da bist
. Die meisten Hunde freuen sich einfach nur so, aber bei ihrer Unsicherheit wäre das auch eine Möglichkeit. Erst wenn sie merkt das du die Führung übernommen hast kann sie dann etwas gelassener mit allem umgehen.Was sagt ihr zu ihr? Was will sie mir mit ihrem Verhalten sagen? Warum reagiert sie so unterschiedlich und immer anders auf Hunde, denen wir beim Spazieren gehen begegnen?
Danke fürs Durchlesen!
liebe Grüße!
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Wow, so viele Antworten hätte ich mir nicht erwartet und dann auch noch so anregend und hilfreich- danke!!
ZitatHier fehlt es einfach an Grunderziehung und daran, dass du an dir arbeitest, dein Verhalten änderst und deinem Hund gegenüber die Sicherheit vermitteln kannst.
dafür ist definitiv die Hundeschule nötig, dass ich erzogen werde
Das Problem ist wirklich, dass ich nicht sehr sicher mit ihr bin, weil ich nicht weiß wie ich auf ihre Aktionen antworten soll. Zu viel will ich auch nicht hineininterpretieren z.b. wenn ich in der Früh aufstehe bleibt sie liegen obwohl sie schon eine halbe Stunde lang aufstehen will (sie fixiert mich also seit 30 min) Erst wenn ich sie "bitte" mit mir rauszugehen, steht sie laaangsam auf, streckt sich und gähnt. :irre3:Chris: Ich würde sie gerne "ankommen" lassen, aber dann denke ich mir, wenn ich ihr jetzt alles durchgehen lasse, wird es vielleicht schlimmer...
Regeln für den Alltag und das gemeinsame Miteinander aufzustellen, finde ich eine super Idee! Generell würde ich sagen: im Haus-mir nicht den Weg zu blockieren, mich nicht anspringen, nach mir durch die Tür gehen, den 2. Hund wenigstens in Ruhe lassen, nicht eifersüchtig (sein müssen) und draußen: nicht jagen(!!!) und sonst was Hunde draußen eben nicht tun dürfen und auch dürfen. Na gut, ich sehe das ist eh schon ein großes Projekt.Leela: Er macht mich verrückt! Bzw. ich mich!
ZitatIhr zeigen kannst du das zB bei Hundebegegnungen. Entscheide immer darüber, ob dein Hund den anderen Hund begrüßen darf.
Das ist ziemlich schwierig, weil sie entweder sehr stark hinzieht oder aber sie hört 100% auf mich und bleibt ohne Leine neben mir liegen und lässt den Hund vorbeigehen. Ich weiß leider auch nicht wirklich welchen Hund sie mag und welchen nicht, weil ich mich nicht traue sie zusammenzulassen. Nicht weil ich fürchte sie würde den anderen zur Schnecke machen, sondern weil die Besitzer immer schockiert sind, wenn sie z.b. die Zähne zeigt (verständlich, dass sie deshalb schockiert sind). Ich glaube aber, nachdem was ihr meint, dass sie ein ganz freundlicher Hund sein könnte, wenn sie weiß sie kann sich auf mich verlassen. Wenn ich aber jetzt wo sie eben noch so unsicher und ungewiss reagiert die Hundebegegnungen zulasse und sie bei den anderen Hundehaltern einen schlechten Eindruck hinterlässt, befürchte ich, dass sie meinen Hund und mich später meiden nach dem Motto "schau, das ist die aggressive Hündin, der gehen wir mal lieber aus dem Weg"Sie abzulegen wenn Besuch kommt, habe ich heute gleich ausprobiert. Ohne Probleme. Sie ist auf einmaliges "Platz und bleib" liegen geblieben und ist erst aufgestanden als ich sie gerufen habe.
Das ist ja das Schlimme. Sie versteht schnell, macht gewisse Dinge ganz toll und andere so gar nicht. (aber das ist sicher normal, es ärgert mich nur ein bisschen)ZitatWenn sie merkt, dass du dich darüber aufregst oder du dir unsicher bist, dann denkt sie dass du ja ein ganz schlechter Anführer sein musst, wenn du dir schon über so Kleinigkeiten Gedanken machst.
danke für die neue Sichtweise! So hab ich das echt nicht gesehen. Ich mache wirklich manchmal ein Drama aus Kleinigkeiten.ZitatNur weil der Hund als erstes durch die Tür geht, heißt dass noch lange nicht dass er die Weltherrschaft an sich reißen will
gib´s zu- du kannst meine Gedanken lesen
Dass ich zuerst durch die Tür gehe, ist kein Problem. Allerdings muss ich sie IMMER zuerst absetzen um dann die Tür aufzumachen und vor ihr durchzugehen. Hört das auch irgendwann auf? Also ohne, dass ich jedes mal "sitz und bleib" oder "bleib" sagen muss?
Der Diktaturvergleich ist wirklich treffend. Ich muss gestehen, dass ich manchmal ein schlechtes Gewissen habe. Sie muss so oft machen, was ich will während ich immer das tun kann, was mir passt. Jedenfalls in ihren Augen. z.b. esse ich etwas, sie sitzt vor mir oder weiter weg und starrt mich an, dann sage ich "nein" und sie dreht sich zur Seite, schielt mich aber weiter an, beim 2. "nein" schaut sie mich extrem vorwurfsvoll an und geht in ihr Körbchen.
milospeed:
ZitatDie meisten würden doch dann erst recht nochmal ne Weile wie blöd auf den Knopf drücken (kann ja sein, dass er kaputt is, nen Wackelkontakt hat, was auch immer)
das ist gut. Ja, das könnte durchaus stimmen. Wären ja blöd, die lieben Tierchen, wenn sies nicht noch ein paar Mal probieren würden.ZitatIch wünsch dir nen laaaaangen Atem und ganz viel Konsequenz. Es lohnt sich!
danke! Ich bleib dran, auch wenn es seeehr viele Baustellen sind. Ich hab mir aber das Ziel gesetzt nächsten Sommer mit ihr in die Berge zu fahren und wandern zu gehen OHNE dass sie jagt und wir beide ganz entspannt sein und genießen können. Mal schauen ob sich das alles ausgeht..Terry: die Verhaltensänderung (die ich ungewöhnlich finde) ist z.b. wenn sie immer ganz unterschiedlich auf dieselben Hunde reagiert oder sich das Verhalten innerhalb eines Tages ändert. Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass das ganz normal ist.
ZitatWoran erkennst du das der Rüde überlegen, dominant ist? Wie hat er auf ihr Gehabe reagiert?
Er hat ihre Aggression sofort erwidert. Wobei ich nicht weiß ob nicht er derjenige war, der angefangen hat, sozusagen als Reaktion auf ihre impulsive Art (auf ihn zulaufen) Er hat aber mit dem Schwanz gewedelt und erst als sie auf ihn losgegangen ist, hat er sich ordentlich gewehrt. Generell glaube ich, dass der Rüde eher dominant ist (was sich auch in Bezug auf Frauerl und Herrchen bemerkbar macht (-; )
ZitatWoran machst du fest das er der Chef ist? Eher scheint sie ja zu sagen: "mach du ruhig den Macker, stört mich nicht"
Da hast du recht. Ich hoffe aber, dass er der Chef ist. Irgendwie habe ich Angst, dass sie ihn einmal richtig zurecht weisen könnte.ZitatIch sehe da schon ein Muster: hinlaufen und prüfen und dann entscheiden. Meist zu dir zurück aber, wenn ich das richtig verstanden habe, auch mal motzen (wie bei dem Rüden) wenn sie meint es wäre notwendig.
Mich würde ja interessieren, wann sie meint, es wäre notwendig. Darf man es eigentlich zulassen, dass sie motzt oder zickig ist?ZitatDadurch das sie sich für alles verantwortlich fühlt ist sie wahrscheinlich froh das du auch ohne sie gut klar gekommen bist und nun endlich wieder gesund da bist
na ganz toll!Wie soll ich ihr denn das Springen abgewöhnen?
Glaubt ihr es wäre gut sie in eine Hundegruppe zu stecken damit sie mit anderen Hunden lockerer wird?liebe Grüße!
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Du solltest Dich als erstes Mal mit der Körpersprache der Hunde beschäftigen. Z.B. Schwanzwedeln drückt nicht immer Freude aus, sondern ist allgemein ein Zeichen von Aufregung, kann also positiv und negativ sein.
Am besten schaust Du Dir auch mal in ´ner guten HuSchu die Spielgruppe an. Da kannst Du gut sehen wie die Hunde wann miteinander umgehen.
Du hast ja schon ganz viele tolle Antworten bekommen. Was ich wichtig finde ist, dass Du Dir eine Linie suchst. Du schreibst, dass Du wegen des Anspringens und Zwickens schon alles probiert hast. Du hast den Hund aber erst 3 Monate. Von daher kannst Du eigentlich wirklich alles "nur" mal probiert hast. Hunde brauchen verdammt lange bis sie was wirklich gerafft haben, Du musst also das Ignorieren z.B. mind. über mehrere Wochen, vielleicht sogar Monate durchziehen.
Für die Hundeerziehung braucht man verdammt viel Geduld und viel Konsequenz, aber Du machst das schon.
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