Hilfe. Mein Hund wird so oft gebissen!

  • hey,

    muss mir mal meinen frust von der seele reden.
    da mein hund schon als kleines ding oft nieder gemacht wurde hat sie sich nach und nach angewöhnt, andere hunde schon vor dem erster kontakt zu verprellen. das führt leider immer wieder zu beißereien wenn eine anderen hündin im spiel ist. dadurch wird meine natürlich noch unsicherer und noch zickiger. ein kreislauf. nun werden die beißereien immer häufiger und meine kleine noch biestiger. schon auf entfernung geht sie ziemlich kiebig auf andere hunde zu. sobald die das interesse verlieren ist es ok und sie schnuppert auch an ihnen. sobald aktion aufkommt ist sie sowieso dabei. aber sie muss immer erstmal rumkeifen.
    die frage ist, ob ich meine hündin dahingehend therapieren kann, erstmal abzuwarten was da auf sie zukommt und nicht gleich loszustürmen. sie will ja einfach nur ihre ruhe, aber sie scheint wohl nicht glaubwürdig zu sein, sonst würden die anderen das ja akzeptieren. große klappe und nix dahinter.
    ich ertrag es einfach nicht, wenn sie bei einer beißerei anfängt um ihr leben zu schreien. die letzte hat ihr ziemlich den kopf zerbissen obwohl ich direkt daneben stand und sehr schnell eingegriffen habe. es gab mal ne schäferhündin, die aus eine entfernung von bestimmt 50m direkt auf meine losging. ich hab der voll in den wanst getreten. ungleogen. mit aller kraft. bin vom pferd gesprungen hingerannt und hab zugetreten. die hätte meine sonst tot gemacht. und dann sagen immer alle, dass ihre das noch nie vorher gemacht hat. ich glaub den leuten das auch, aber so kann das ja nicht weiter gehen. wenn mal meinem mom oder so mit meiner draußen ist kann das böse ausgehen, denn die kann nicht eingreifen. ich kenn da nix, weil es echt immer ernst ist.
    was kann ich machen? social walk ist kein problem, da weiß sie, dass keiner an sie ran kommt. was gibts da für möglichkeiten? oder ich muss mir einen hundeschutzhund anschaffen :D
    wäre froh über einen guten tipp.

    lg

  • Irgendwie hört sich das hier nach Märchenstunde an! :???:

    Wenn ich höre, dass man einem Schäferhund in den Bauch getreten hat, geht mir schon die Hutschnur hoch.

    Weißt du, ich glaub du hast ein kleines pöbelndes Monster, das Dinge anderen Hunden signalisiert, dass die hoch gehen. Ich glaube nicht, dass du ein kleines unschuldiges Ding besitzt. Sonst würde sie nicht so oft angegriffen werden.

    Was tut dein Hund? Fixieren? Anmachen? Dich hüten und verteidigen?

    Ach ja, ich besitze einen Herdenschutzhund. Die würde deine vermutlich aufs Kreuz legen und ihr sagen, dass sie sich endlich mal benehmen soll. Oder ihr die Zähne zeigen und ihr klar machen, dass es so nicht geht. 100% ohne zu verletzen. Aber du würdest vermutlich ihr in den Bauch treten und behaupten, sie hätte sie sonst tot gemacht.

    Ich würde dir zu ner Hundeschule raten, die dir mal was über Hundeverhalten erklärt und dir zeigt, wie du deinen Hund wieder auf die Reihe bekommst. Ach ja, und wenn deine einfach losstürmt, es gibt auch ne Hundeleine!

  • Es gibt durchaus Hunde, die sind "Opferhunde".

    Ich habe so ein Exemplar in meiner Hundeschule - eine ganz unsichere Labrador Retriever-Hündin. Sie benimmt sich wie ein Welpe. Beschwichtigt immer übertrieben, schmeißt sich auf den Boden - sehr extrem. Mittlerweile keift sie auch gerne mal prophylaktisch herum.

    Das Problem: Sie bekommt dafür von anderen Hunden gerne die Hucke voll. Denn das Verhalten ist nicht angemessen für eine erwachsene Hündin. Ich vermute, dass die anderen Hunde sie nicht in der Gruppe haben möchten wegen ihres unpassendes Verhalten und es oft nicht anders zu beantworten wissen. Ein solches Rudelmitglied wäre ja ein massiver Schwachpunkt in der Gruppe.

    Ich würde in einem solchen Fall den Kontakt zu ganz fremden Hunden meiden und nur mit denen suchen, bei denen ich weiß, dass die nicht noch draufhauen.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    weil es echt immer ernst ist.


    Das halte ich für eine vage Behauptung, denn dann würdest du grundsätzlich auf gestörte Hunde treffen und wenn dein Hund so reagiert, dann würden viele Hunde maßregeln.

    Meine Hündin mobbt liebend gerne unsichere Hunde, da läßt sie richtig die Sau raus. Mein Mittel abrufen und anleinen und selbstverständlich auf andere Hunde achten.
    Meine Hündin würde einem Streit auch nicht aus dem Weg gehen, also wieder Hunde beobachten, abrufen und notfalls anleinen.

    Ein Hundetrainer wäre wohl die beste Lösung, denn der kann beobachten und dir helfen mit deinem Hund klar zu kommen.

    Zitat

    Ach ja, ich besitze einen Herdenschutzhund. Die würde deine vermutlich aufs Kreuz legen und ihr sagen, dass sie sich endlich mal benehmen soll. Oder ihr die Zähne zeigen und ihr klar machen, dass es so nicht geht. 100% ohne zu verletzen. Aber du würdest vermutlich ihr in den Bauch treten und behaupten, sie hätte sie sonst tot gemacht.


    :gut:

  • Zitat

    . schon auf entfernung geht sie ziemlich kiebig auf andere hunde zu.
    lg

    Vielleicht sollte genau das Dein erster Ansatzpunkt sein - solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen, nämlich...

    Und gleichzeitig mit einem ruhigen, verträglichen Hund Hundekontakte üben.

    Euch beiden scheint es ein wenig an allgemeinem Grundgehorsam zu mangeln - Du solltest in der Lage sein, Deinen Hund vom Hinlaufen auf andere Hunde abzuhalten und Deine Hündin sollte in der Lage sein, sich an Deinem Verhalten zu orientieren.

    LG, Chris

  • Hallo,

    ich würde vorerst nicht jeden Kontakt suchen, sondern vielmehr daran üben, dass Du ohne Probleme an anderen Hunden vorbei kannst. So lernt sie, dass ihr nichts geschieht.

    Fremde Hund würde ich erstmal meiden, oder mich mit dem Besitzer unterhalten und ein Stück gemeinsam laufen bevor Du sie los lässt. Kommt ein fremder Hund ohne Leine auf Dich zu, dann würde ich den Besitzer bitten, dass er den Hund anleint. Tut er das nicht, dann nimm Deine hinter Dich und schirm sie ab.

    Ansonsten würde ich sie nur mit bekannten Hunden, die souverän sind, spielen lassen.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • na toll. jetzt komm ich mit einem ernsten problem und werd hier dargestellt, als wäre ich unfähig.

    zum einen hab ich meinen hund unter kontrolle. wir haben kein gehorsamkeitsproblem oder sonstiges. im gegenteil. ein reitbegleithund, welcher viel frei läuft, muss nahezu perfekt gehorchen. wir haben kein problem.
    ich leine sie an, wenn fremde hunde kommen oder mach sonstwas. was soll ich tun, wenn hier so viele idioten rumlaufen und aus der ferne rufen "die tut nix. lassen se ruhig". ich war lange in der hundeschule und wie gesagt hat mein hund auch keine probleme dabei, an fremden vorbei zu gehen, solang sie sie in ruhe lassen.
    fremde hund sind bei einer kurzen gewöhnungszeit an der leine auch kein problem. hat man aber bei spontanen begegnungen nicht.

    Schopenhauer: warst du dabei? der hund hat meine im nacken gepackt und geschüttelt was das zeug hält. das ist definitiv ernst. erst vor zwei wochen hat ihr einer den kopf zerlöchert. der kam von der anderen straßenseite rüber gelaufen. meine hatte noch nichtmal hingeguckt. als sie dann abwehrte, als der hund ihr zu nah kam, gings los. soll ich sie machen lassen? ist doch krank. und vielleicht hast du nicht gerafft was ich geschrieben hatte. alle leute sagen, dass ihr hund das eingentlich nicht tut. selbst der angeleinte blindenführhund (auch schäferhund), welcher hundebegegnungen eigentlich ohne probleme behandlen sollte, griff meine an. mein hund hütet mich weder und verteidigt mich nicht. sie versteckt sich eher hinter mir und versucht so weit wie möglich auszuweichen. fühl dich doch nicht gleich angegriffen, nur weil ich negativ über schäferhunde schreibe. und wenn da wieder einer meinen hund zerfleischen will, kriegt der es wieder mit mir zu tun. und wenn da nur ein tritt hilft, kriegt er einen. was will denn ein kleinschnäutziges 16kg hundchen gegen sowas ausrichten? aber die besitzer großer hunde haben da immer gut reden :gut:

    mein hund schaut die anderen natürlich an, aber eher um vorbereitet zu sein. sie wirkt dabei kein bisschn selbstbewußt.

    und sagte ich nicht eben, dass ich social walk mache. hallo. gehts noch? denkt ihr, ich bin so unfähig und mach mir keine gedanken darüber oder versuche nicht was zu ändern? dachte, hier gibt es vielleicht jemanden der erfahrung in dem bereich hat, aber ich komm mir gerade von einigen echt verarscht vor.

    und warum soll ich sie nicht am pferd mitführen? mein hund saß neben mir. der andere war doch unkontrolliert. und im nacken packen und schütteln ist echt kein mobben. ich kann das durchaus unterscheiden, wann sich zwei hunde ankeifen und wann es ernst ist.

    ich versuche mich so neutral wie möglich zu verhalten bei begegnungen,was mir mittlerweile recht schwer fällt. wie soll ich denn den kontakt vermeiden, wenn andere immer meinen, anleinen ist kein zeichen dafür, dass man keine hundekontakt möchte.

    flying-paws: genau das vermute ich auch. das verhalten ist nicht angepasst. der andere hund möchte guten tag sagen und meine motz gleich rum. wird dabei aber nicht für voll genommen. dann kriegt sie ne lektion. geb ich dir völlig recht. ich hab mir bei der sozialisation so viel mühe gegeben. sie hat tierisch viele hund kennen gelernt, ich war in gruppen spatzieren, in der welpengruppe, junghundegruppe und anderen gruppen. als sie dann erwachsen wurde, hat sie wohl gemeint, sich aufspielen zu müssen und so entstand wohl dieser kreislauf. heute war ich an der stelle, wo sie vor zwei wochen in den kopf gebissen wurde und sie hat sich so schlimm aufgeführt wie noch nie. wie gesagt, schon aus der entfernung angefangen abzuwehren. da reichte schon die ersichtliche absicht des rüden. aber da ich diese situationen nicht vermeiden kann (hatte ja schon angeleint, recht früh die straßenseite gewechselt), würde ich gerne ihr verhalten ändern. die hundeschulen in denene ich war meinten nur, es sein zu schwierig und dass ich fremde hunde eben meiden soll. das bringt mir nix.

    lg

  • Zitat

    Ich würde in einem solchen Fall den Kontakt zu ganz fremden Hunden meiden und nur mit denen suchen, bei denen ich weiß, dass die nicht noch draufhauen.

    Ganz genau! Denn auch solch extrem unsichere Hunde können das lernen. Dafür braucht man aber halt in der Tat ein paar Hunde, die ihr zeigen, dass von ihnen keine Bedrohung ausgeht und dass man durchaus mal etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen darf.

  • Niani: echt, du meinst, dass man da was machen kann? es gibt schon begegnungen, bei denen ich erkennen das es ok ist. dann muss ich vielleicht auch etwas mutiger werden und meinem hund mehr vertrauen. das hilft ihr bestimmt.
    wenn ich mit ihr angeleint mit fremden erstmal ein stück gehe und sie dann ableine, ist es auch gar kein problem. dann fällt dieses aus ihrer sich aufdringliche begrüßungsritual auch weg. meinst du auf die art?

    ich bin mittlerweile so verunsichert, dass ich mich garnicht mehr traue etwas auszuprobieren. hab es auch schon auf der tour probiert, ihr jegliches motzen zu verbieten. sie gehorchte, keine frage, aber geholfen hat es ihr nichts.

    ach, nochmal zum dem kommentar, dass ich meinen hund mal richtig auf den rücken legen sollte: wenn ich meinen hund nur böse angucke, beschwichtigt sie schon. wenn ich körperliche gewalt anwenden würde, würde sie schreien vor angst.

    lg

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