Jetzt wird er kastriert

  • Hallo liebe Foris,

    leider muss ich meinen Rüden jetzt kastrieren lassen.
    Da seine Hoden ja nicht abgestiegen sind...
    Der Tierarzt damals sagte, dass man da nichts machen muss, nach mehreren Gesprächen mit anderen Hundehaltern und Tierärzten denke ich ist es doch das beste.
    Er ist jetzt 2 Jahre alt und ich ärgere mich über mich, dass ich nicht schon früher eine 2te Meinung eingeholt habe....

    Was denkt ihr dazu?
    Hat vieleicht jemand erfahrungen damit gemacht?
    Wer kann mir denn einen ungefähren Preis nennen was das kosten könnte?
    Also am Donnerstag hab ich einen Termin zur voruntersuchung, da erfahre ich mehr. Und am 18.12. ist der Termin für die OP.

    Gruß

    Vici & Sam , bald mit ohne Eierchen :D

  • Sind die Hoden denn noch auf ihrem ursprünglichen Platz, also auch nicht fühlbar, oder sind sie nur nicht ganz abgestiegen ?
    Im zweiten Fall kann man mit der Gabe von Hormonen (GnRH) ein weiterwandern anregen. Funktioniert nicht immer, aber wenn, dann kann man sich und dem Hund die Kastration ersparen.

    Gruß, staffy

  • Also es wurde ja schon ein ultraschall gemacht bei dem festgestellt wurde, dass die hoden normal groß sind und ganz weit im Körper drin sozusagen....

    Zu fühlen sind sie auch nicht, also das hat bis jetzt kein einziger Tierarzt geschafft :smile:

  • Hallo Vici,
    mal ein wenig flapsig-medizinisch formuliert, sind Hoden ja deshalb normalerweise so luftig "aufbewahrt", um sie vor der für die Spermaproduktion zu warmen Körpertemperatur im Inneren des Hundes zu bewahren...

    Deshalb wirtd die Therapie mit dem Gonadotropin-RH im allgeimeinen eher (im Sinne von in einem jüngeren Lebensalter) empfohlen, um die Hoden zum Absteigen zu "überreden"... Durch die lange Garzeit bei zu hohen Temperaturen neigen die Hoden dazu, zu entarten...

    Deshalb würde ich mit der behandelnden TK besprechen, ob ein Versuch, die Hoden zum Absteigen zu bewegen überhaupt noch Sinn macht, oder ob die Gefahr der Entartung nicht mittlerweile im Vordergrund steht. Wenn die TK der Meinung ist, eine hormonelle Behandlung ist einen Versuch wert, ok, dann kann man das erst versuchen und notfalls immer noch kastrieren.

    LG, Chris

  • Wenn sie gar nicht tastbar sind, wird GnRH nichts ausrichten können. Dann würd ich mich auch an die TK wenden und sehen, ob man erstmal regelmäßig untersucht (lt. Studien entarten 12-13%) oder gleich auf Nr. Sicher geht und operiert ... mit dann allerdings allen Nebenwirkungen.

    Schwierige Entscheidung, wobei ich da vermutlich eher die Nebenwirkungen in Kauf nehmen würde.

    Gruß, staffy

  • Mit 4-5 Monaten war bei Geordy klar, dass sich ein Hoden (wieder) verkrümelt hatte. Nicht zu ertasten, also im Bauchraum.
    Unsere Tierärztin meinte da schon, dass eine Hormonbehandlung nicht mehr erfolgreich wäre, Geordy schon zu alt dafür. Ich hätte mit der Hormonbehandlung eh ein Problem gehabt und es war beschlossene Sache, dass der Hoden dann raus kommt.

    Wenn Hoden wirklich im Bauchraum liegen, ist das imho die vernünftigste Sache. Nicht nur die Gefahr von tumorösen Veränderungen, sondern auch Hodendrehungen kommen da relativ häufig vor. Beides nicht schön, leider :-(

    Der Preis für eine solche OP wird höher liegen, als bei einer normalen Kastration. Genaues kann Dir da nur der durchführende TA sagen. Ich würde die Hormonbehandlung sicher noch mal ansprechen, gerade weil es sich auch um beide Hoden handelt. Große Hoffnungen auf Erfolg würde ich mir aber nicht mehr machen.

    Der Vollständigkeit halber: Geordys Hoden ist mit 7 Monaten plus ein paar Tagen freiwillig wieder erschienen und hat inzwischen auch die gleiche Größe erreicht, wie sein "Mithoden". Jetzt wird er wohl nicht noch mal entfleuchen können ;-)

  • Wolltest du deinen Hund so spät vor Weihnachten operieren lassen? Falls irgend etwas nicht ganz glatt läuft, hat dein TA vielleicht nicht auf oder es wird sehr viel teuer (Feiertagszuschlag). Nur mal so als Überlegung. Alles Gute für Euch.

  • Hi,
    ich hatte mit Oscar exakt das gleiche Problem. Wie haben ihm damals beide Hoden entfernen lassen. Ein Hoden hing sogar hinter dem Beckenknochen.
    Ich würde dir dazu raten, da die Gefahr von "Entartung" wie das hier so schön gesagt wurde einfach zu hoch ist.
    Ich kann dir nur von meiner Erfahrung her sagen, das sich Oscar dadurch nicht im geringsten verändert hat.
    Vielleicht noch ein Tipp mit auf dem Weg, wenn der Hund sehr brav ist, kann man ihm den blöden Trichter sparen, wenn man ihm ein T-Shirt anzieht.

    Billig war der Spaß nicht, ich glaube es waren ingesamt so um die 400€. Bestehe darauf, das der Hund hinter her genug Schmerzmittel bekommt.
    Mein TA ist zwar anderer Meinung, weil er meint die Hunde werden dann zu aktiv. Würde ich es heute nochmals machen, würde ich ihm Tilidin mit in den Napf werfen. (von dem Zeug hab ich sowieso genug)

    Gruß
    Martin

  • Erstmal danke für die vielen Antworten.

    Also ich denke auch, dass es für eine Hormonbehandlung jetzt etwas zu spät ist und mir die Gefahr zu hoch ist, dass da doch was "entartet" oder wie das heißt :D

    Also es ist jetzt beschlossene Sache mit der Kastration, ich meine jetzt ist er noch jung und kann das gut wegstecken.

    Ninii: Ja das hab ich mir gut überlegt, da ich dann Urlaub habe und rund um die Uhr für Ihn da sein kann...und wenn irgendwas ist hat die Praxis auch einen Notdienst, klar ist das teurer aber naja...
    Jedenfalls wollte ich nicht noch ewig bis zu meinem nächsten Urlaub nächstes Jahr warten...

  • Wir stehen auch vor der Entscheidung.
    Feivel's Hoden wollen sich einfach nicht absenken und sitzen in der Bauchhöhle fest. Er ist erst 7 Monate alt, ich kann nicht genau sagen, ab welchem Lebensmonat der beste Zeitpunkt für eine Kastration ist.

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