Pöbeleien-Wann MUSS man eingreifen!?

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  • Zu diesem Thema gibts scheinbar unter den Hundehaltern, die ich so kenne, viele verschiedene Meinungen...und ehrlich gesagt, ich weiß es einfach nicht :???:

    Zum Beispiel:
    Wir waren mit einem Aussie und seinem Herrchen unterwegs, die Hunde haben sich echt gut verstanden. Dann fanden sie einen Stock, jeder Hund an einem Ende, ein leises Knurren war zu hören. Das hat der Halter des Aussies sofort unterbunden. Ich hätte da, ehrlich gesagt, noch nix gemacht. Muss man das schon unterbinden?

    Hier gibt es einen jungen RR, den Belli nicht besonders mag - er ist ihm wohl zu jung und ungestüm, zeigt ihm das auch, indem er knurrt, bellt und ihn kurz verjagt. Der RR kapierts leider nicht. Ich geh dann immer weiter und rufe Belli ab, weil ich denke, dass es sonst eskalieren könnte. Darauf meinte ein Halter: "Ach so ein bisschen Rüdengepose, das dürfen die doch."

    Und der Spezialfall Erzfeind: Treffen wir ihn, läuft es so: Beide Hunde stehen da, mit Bürste, ohne Knurren, beschnüffeln sich gegenseitig am Hintern und umkreisen sich. Dann geht einer markieren, der andere hinterher. Dann wieder das Kreiselspiel, manchmal auch mit Knurren. Muss ich das unterbinden? Und wie? Beim Erzfeind hilft ein "Nein" oder "Komm" leider nix mehr...

    Also: Wie reagiert man in solchen Situationen richtig? Wann muss man wie eingreifen?

  • Hallo,

    wann man eingreift muss eigentlich jeder Hundehalter für sich entscheiden, da jeder seinen eigenen Hund und dessen körpersprache am besten kennt.
    Für das Miteinander unter Menschen sollte man jedeoch noch besser andere Hundebsitzer lesen können, damit man weiß, wann es ihnen und ihren Hunden zu viel wird.

    Meine Hunde spielen alle sehr ruppig. Allerdings weiß ich das wenn Rocky einen Kamm stellt, muss ich sie zurückpfeifen, da es sonst ernster wird und sie eben nicht knurrt.

    Auch beisen sich meine Hunde gerne im Spiel, hängen sich gegenseitig im Fell und lassen sich dann hinterher ziehen.
    Das lasse ich sie mit fremden Hunden nicht machen, da ich keine Lust habe auf den Ärger, da pfeife ich meine dann schon zurück, wenn sie ansetzen das Maul aufzumachen.

    Und meine dürfen sich nicht zu zweit auf meine kleinste stürzen, da greife ich dann auch ein, wenn ich merke sie sucht den Schutz bei mir.

    Liebe Grüße

  • Zitat

    ...Wir waren mit einem Aussie und seinem Herrchen unterwegs, die Hunde haben sich echt gut verstanden. Dann fanden sie einen Stock, jeder Hund an einem Ende, ein leises Knurren war zu hören. Das hat der Halter des Aussies sofort unterbunden. Ich hätte da, ehrlich gesagt, noch nix gemacht. Muss man das schon unterbinden?

    Hier gibt es einen jungen RR, den Belli nicht besonders mag - er ist ihm wohl zu jung und ungestüm, zeigt ihm das auch, indem er knurrt, bellt und ihn kurz verjagt. Der RR kapierts leider nicht. Ich geh dann immer weiter und rufe Belli ab, weil ich denke, dass es sonst eskalieren könnte. Darauf meinte ein Halter: "Ach so ein bisschen Rüdengepose, das dürfen die doch."

    Und der Spezialfall Erzfeind: Treffen wir ihn, läuft es so: Beide Hunde stehen da, mit Bürste, ohne Knurren, beschnüffeln sich gegenseitig am Hintern und umkreisen sich. Dann geht einer markieren, der andere hinterher. Dann wieder das Kreiselspiel, manchmal auch mit Knurren. Muss ich das unterbinden? Und wie? Beim Erzfeind hilft ein "Nein" oder "Komm" leider nix mehr...

    Also: Wie reagiert man in solchen Situationen richtig? Wann muss man wie eingreifen?

    Bei dem Aussie-Beispiel hätte ich persönlich noch nichts gemacht. - Aber auch das andere Herrchen es so handhaben lassen; er hat vielleicht seine Gründe so zu verfahren.

    Bei dem RR würde ich deinen Hund "den nächsten Schritt" noch machen. So wie du es schilderst, wäre es für mich eine angemessene "artgerechte Kommunikation" zwischen beiden Hunden, wenn dein Hund noch ein wenig deutlicher sagt/sagen kann (weil du es erlaubst und die Situation weiter laufen lässt), wo die Grenze ist.

    Beim Erzfeind würde ich 1x Umkreisen lassen und weitergehen. So wie du es schilderst, würde ich es nicht auf eine Eskalation ankommen lassen.
    (Wenn du aus der Situation rausgehst, "muss" dein Hund dir folgen und steht vor dem anderen nicht als "Feigling" da - eine elegante Lösung der Situation, wie ich finde ;) )

  • Ich halte es so , ich bin Chefe im Hause , daher dulde ich solches aufmucken nicht.
    Z.B. die Stockgeschichte unterbinde ich schnell durch Abruch , weil sowas kann sich sehr schnell hoch pauschen und dann ist es zu spät.

    Dein Verhalten bei der Begegnung mit dem ungestümen RR ,da würde ich es genauso halten wie Du und weiter gehen.Ich möchte das Gepose nicht.

    Spezialfeind : Wenn es mit den Abruf nicht klappt,würde ich ihn demonstrativ an die Leine nehmen und fort führen,dieses ist aber nur machbar,wenn der andere Rüde nicht angreift.

    Wobei ich sagen muß , wenn der Abruf nicht funktioniert , scheint es mit Unterordnung nicht zu stimmen .

    Ich bin sehr konsequent in meinem Handeln und dulde gewisses Verhalten nicht gegenüber anderen Hunden und dieses gebe ich dem Hund deutlich zu verstehen . Ich brauche keinen Leinenpöbler etc.

  • Zitat


    Spezialfeind : Wenn es mit den Abruf nicht klappt,würde ich ihn demonstrativ an die Leine nehmen und fort führen,dieses ist aber nur machbar,wenn der andere Rüde nicht angreift.

    Wobei ich sagen muß , wenn der Abruf nicht funktioniert , scheint es mit Unterordnung nicht zu stimmen .

    Das mit der Leine habe ich letztes Mal auch überlegt, aber eben nicht gemacht, weil ich nicht weiß, wie der Feind reagiert. Evtl. machts ja alles nur noch schlimmer...

    Wie meinst du das mit der Unterordnung genau? Was kann ich da machen?

    @ BigJoy: Genau das mach ich beim Feind - weitergehen. Aber da muss ich schon seeehr weit gehen, bis der Herr mal kommt ;) Ging letztes Mal leider nicht, wegen einer Straße, da bin ich zurück, hab ihn nochmal gerufen und mit seinem Spielzeug abgelenkt.

  • Zitat


    @ BigJoy: Genau das mach ich beim Feind - weitergehen. Aber da muss ich schon seeehr weit gehen, bis der Herr mal kommt ;) Ging letztes Mal leider nicht, wegen einer Straße, da bin ich zurück, hab ihn nochmal gerufen und mit seinem Spielzeug abgelenkt.


    Ich würde den Hund "mitnehmen", also am Halsband fassen. Wenn du das entspannt-entschieden machst, wäre das optimale Ergebnis, dass der Hund ohne Widerspruch mitkommt bzw. nach dem kurzen Leinenimpuls weiter läuft (nach vorne). Also so als Ziel :/

  • Da muss ich mich doch mal kur mit fragend reinhängen.

    Zur Erzfeindgeschichte:
    umkreist sich mein Rüde mit einem anderen auf diese Art und Weise und ich würde eingreifen, zb. am Halsband fassen würde die Sache eskalieren.
    So gehe ich dann immer ein Stück und er kommt dann laaangsam, mit steifen Beinen und den Blick immer wieder nach hinten gerichtet mit.
    Was kann ich tun, damit der Herr nicht in dem Moment losgeht wenn ich in anfass?

  • Zitat


    Ich würde den Hund "mitnehmen", also am Halsband fassen. Wenn du das entspannt-entschieden machst, wäre das optimale Ergebnis, dass der Hund ohne Widerspruch mitkommt bzw. nach dem kurzen Leinenimpuls weiter läuft (nach vorne). Also so als Ziel :/

    Halsband nehmen - würd ich lassen! Der Griff ins Halsband ist oft der "An-Knopf" am Hund. Oft genug gesehen und erlebt.

    Bei den ersten beiden Situationen kann man es laufen lassen, Dein Hund muss anderen Hunden schon sagen dürfen, hey Du, lass das.
    Beim "Erzfeind" würd ich mal überlegen schon VOR dem Treffen einzugreifen, damit es gar nicht erst zum fixieren und umkreisen kommt. Sonst habt ihr da schnell mal nen Kampf.
    Hilfreich ist bei sowas eine Wasserflasche, mit der man spritzen kann, im Notfall.

    LG

  • Nee das am halsband nehmen ist mir auch zu gefährlich, ich weiß ja auch nicht, wie der Feind reagiert, wenn ich mich einmische.
    @ PrincessFuture: Sie kämpfen nie, wir treffen usn ja öfter mal, immer nur gepose. Evtl. dann noch ein Nachkläffen aus der sicheren Entfernung, mehr nicht - im Gegensatz zu früher eh super, da gings ab zwischen den beiden :/
    Ich kenn das mit der Wasserflasche schon, finde die Methode aber nicht gut...
    Noch wer Tipps?? Bitte! :D

  • Wenn das mit dem "Erzfeind" so spannungsgeladen ist, warum lasst ihr die Hunde dann überhaupt noch Kontakt aufnehmen ?


    Ihr könnt doch auch einfach auf Abstand bleiben, so dass es Gepose nicht geben muss.

    Hier gibt es auch ein, zwei Rüden, wo es ziemlich "steif" abläuft, von daher bleiben wir einfach in vernünftigem Abstand, wenn wir uns sehen, laufen beide unseres Weges, meinet wegen auch hintereinander, aber eben ohne Stress für die Hunde.

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